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Die A. vertebraIis scheint eines der am wenigsten erforschten
Gebiete des menschIichen Organismus zu sein. Diese zuniichst rein
personli- che Vermutung wurde zur GewiBheit in den gemeinsamen
Erorterun- gen durch Vertreter der verschiedensten medizinischen
DiszipIinen innerhalb des "Arbeitskreises A. vertebralis". Diese
Erkenntnis ist urn so erstaunlicher, als die A. vertebralis die
lebenswichtigsten Area- Ie des Gehimes versorgt. NiCht von
ungefiihr war durch das Priisidium der Deutschen Gesell- schaft fUr
Manuelle Medizin (DGMM) die Etablierung dieses Arbeits- kreises
angeregt worden. Denn die sich hiiufenden Mitteilungen im
intemationalen Schrifttum tiber Schiidigungen der A. vertebralis
durch manuelle Therapie hatten auf das einzige wirklich bedrohliche
Risiko dieser Behandlungsmethode aufmerksam gemacht. Es hatte sich
gezeigt, daB die A. vertebralis durch relativ geringe Krafteinwir-
kung unter bestimmten mechanischen Bedingungen und bei unkor-
rekter Technik verletzt werden kann - mit gelegentlich fatalen Fol-
gen. Die Thaumatologie der A. vertebralis steht damit zur
Diskussion. Hiember liegen keine umfangreichen Berichte vor, von
einheitlichen Auffassungen in den Reihen der Experten ganz zu
schweigen. Wer kann auf diesem Gebiet schon als "Experte" gelten?
Sind es die In- temisten, die Chirurgen, Neurochirurgen,
Unfallmediziner, Neurora- diologen, Neurologen, Orthopiiden,
Otologen, Physiologen, Angiolo- gen, Anatomen, Pathologen,
Gerichtsmediziner, Neuraltherapeuten, Chirotherapeuten, die
beratenden Arzte der Versicherungen? Sie ver- treten z. T. geradezu
gegensiitzliche Ansichten hinsichtlich der Ver- letzbarkeit der A.
vertebralis und basilaris und ihrer moglichen Fol- gen. Wie
notwendig die interdiszipliniire Diskussion ist, mag u. a. aus den
folgenden Beitriigen von Betz und Erdmann hervor gehen.
Seit Erscheinen der preisgekronten Arbeit von Eiler Schlotz (Oslo
1958) uber "Manuelle Therapie aus medi- zinhistorischer Sicht" hat
die manuelle Medizin in Europa eine explosionsartige Entwicklung
durchgemacht. In diesem Buch zeichnet der Chronist die schrittweise
Einbeziehung der manuellen Medizin in alle Fachbereiche nach, die
sich seit den 50er Jahren in Europa vollzog. Viele Exponenten
dieser Entwicklung kommen ausfuhrlich - teils mit eigenen Kapiteln
- zu Wort. Dieses Buch ist ein faszinierendes Stuck
Medizingeschichte.
Dieser Vortragsband legt das weiterentwickelte Ergebnis eines
international en Symposions (Lichtental zu Baden-Baden, Oktober
1985) vor, das sich mit den Problemen beschiiftigte, die dadurch
aufgeworfen worden sind, daB theoretische und klinische Fakten
dafUr sprechen, daB der Kopfgelenkbereich in Physiologie und
Pathophysiologie eine eigensUindige RoUe spielt und daB es not
wendig erscheint, die bisher als Einheit betrachtete Halswirbel
saule schiirfer als bisher in zwei struktureU und funktioneU vonein
ander zu trennende Abschnitte zu untergliedern. Die anatomi schen,
gelenkmechanischen, muskelphysiologischen und neuro physiologischen
Fakten des Kopfgelenkbereichs sind so augenfal lig und tiefgreifend
von denen der mittleren und unteren Halswir belsaule unterschieden,
daB es geradezu erstaunlich ware, wenn diese Unterschiede nicht
auch im klinischen Bereich ihren Nieder schlag fanden. Standig
wiederholte Beobachtungen und therapeutische Empirie in der
manueUen Medizin und ihren Vorformen lenkten schon seit langem die
Aufmerksamkeit auf die Besonderheiten des Kopfge lenkbereichs. Es
wurden spezieUe diagnostische und therapeutische Methoden
entwickelt, die die Erfahrungen konkretisierten und vertieften. Das
zu Tage geforderte empirische Material war so gleichartig und
reproduzierbar, daB auch bei unvoreingenommener, kritischer
Uberpriifung eine unreflektierte Negation dies er Fakten ungerecht
fertigt sein muBte. Es steUte sich vielmehr heraus, daB sich hier
ein Neuland fUr Theorie und Praxis der "zervikalen Syndrome"
auftat, das zu intensiver wissenschaftlicher Beschaftigung
herausforderte."
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