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Das Portr tbild im Ausweisdokument, die berlieferten
Kriegsfotografien des ersten und zweiten Weltkriegs, Bildnisse
verstorbener Ikonen der fr hen Popkultur - das fotografische Bild
wird in gro em Einvernehmen als ein Abbild der Realit t und Mittel
zur Konservierung der Vergangenheit gehandhabt, dem gleichsam auch
eine immense Verweiskraft auf das abgebildete Pendant zugeschrieben
wird. Zu allen vorhergehenden Abbildungstechniken der Geschichte
besitzt sie eine bemerkenswerte Novit t: Die Fotografie wird der
Realit t in einem Ma e gerecht, das bis dato nicht vorstellbar war.
Die ersten, noch erhaltenen Fotografien datieren auf die 1820er
Jahre, grobk rnige Schwarz-Wei -Aufnahmen von Joseph Nic phore Ni
pce, der unter Zuhilfenahme einer Zinnplatte als Tr gerschicht und
lichtempfindlichen Silbersalzen Direktpositive entwickelte. Die
technischen Voraussetzungen und Erkenntnisse, die f r die
Anfertigung dieser Fotografien n tig waren, k nnen r ckblickend als
Gemeinschaftsarbeit gro er Denker und Experimentatoren der
Menschheitsgeschichte gewertet werden. Schon Aristoteles beschrieb
Ph nomene, die die Grundprinzipien der fotografischen
Funktionsweise darstellen. Damit war die mechanische Komponente des
Funktionsprinzips der Kamera bereits fr h bedient; bis zur
Anfertigung der ersten haltbaren Fotografie sollten allerdings noch
rund 150 Jahre vergehen, da der chemische Aspekt der Fotografie
noch nicht ausgereift genug war, um das Bild, das seit
Jahrhunderten an die Wand der camera obscura geworfen wurde,
nachhaltig auf einer Fotografie zu manifestieren, um schlie lich
die seit jeher bestehende Sehnsucht des K nstlers nach einer
vollkommenen Widerspiegelung der Welt zu stillen. In dieser Studie
soll vorrangig untersucht werden, wie viel realistische
Verweiskraft in den Bildern der Fotografie zu detektieren ist und
inwieweit die Digitalisierung der Fotografie am Vertrauen des
Betrachters r ttelt. Zudem wird besonderer Bezug zu
Bildmanipulation und Inszenierung hergestel
Bachelorarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Medien /
Kommunikation - Theorien, Modelle, Begriffe, Note: 1,0, Universitat
Wien (Theater-, Film- und Medienwissenschaft), Veranstaltung: Ubung
Medienanalyse, Sprache: Deutsch, Anmerkungen: Bachelorarbeit im
Feld der Fotografie: Dialektische Auseinandersetzung mit der
Glaubwurdigkeit des fotografischen Bildes unter Positionierung
bestehender, fototheoretischer Diskurse von Barthes zu Bazin uber
Benjamin zu Baudrillard. Der Autor arbeitete als Tutor fur
Fotografie an der Universitat Wien und als freier Fotograf im
Print-Journalismus und fugt diesen Praxisbezug in der Arbeit
unterstutzend ein., Abstract: Das Portratbild im Ausweisdokument,
die uberlieferten Kriegsfotografien des ersten und zweiten
Weltkriegs, Bildnisse verstorbener Ikonen der fruhen Popkultur; das
fotografische Bild wird in grossem Einvernehmen als ein Abbild der
Realitat und Mittel zur Konservierung der Vergangenheit gehandhabt,
dem gleichsam auch eine immense Verweiskraft auf das abgebildete
Pendant zugeschrieben wird. Zu allen vorhergehenden
Abbildungstechniken der Geschichte besitzt sie eine bemerkenswerte
Novitat: Die Fotografie wird der Realitat in einem Masse gerecht,
das bis dato nicht vorstellbar war. Die ersten, noch erhaltenen
Fotografien datieren auf die 1820er Jahre, grobkornige Schwarz
Weiss Aufnahmen Joseph Nicephore Niepce, der unter Zuhilfenahme
einer Zinnplatte als Tragerschicht und lichtempfindlichen
Silbersalzen Direktpositive entwickelte. Die technischen
Voraussetzungen und Erkenntnisse, die fur die Anfertigung dieser
Fotografien notig waren, konnen ruckblickend als
Gemeinschaftsarbeit grosser Denker und Experimentatoren der
Menschheitsgeschichte gewertet werden. Schon Aristoteles beschrieb
Phanomene, die die Grundprinzipien der fotografischen
Funktionsweise darstellen. (...) Damit war die mechanische
Komponente des Funktionsprinzips der Kamera bereits fruh bedient;
bis zur Anfertigung der ersten haltbaren Fotografie sollten all
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