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I. Wissenschaftstheoretische Uber/egungen Es ist in den letzten
Jahren zunehmend und mit Recht kdtisiert worden, daB in der
Wirtschaftstheode 1. der analytische Charakter mancher Aussagen
nicht erkannt wird, 2. die Folgerichtigkeit von Deduktionen als
Beweis fur die Gultigkeit von Siitzen als Edahrungsaussagen
angesehen wird und daB 3. in dem Streben nach moglichst graBer
Allgemeingultigkeit bestimmte Aus sagen (z. T: unbewuBt) analytisch
formuliert werden, so daB sie gegen eine Falsifizierung immun sind,
obwohl sie den Eindruck eines besonders graBen Informationsgehalts
hervorrufen 1. Es ist deshalb auch in der Praduktionstheode stets
notig, zwischen analytischen und empidschen Bestandteilen zu
differenzieren und analytische Siitze, das sind Siitze, die auf
Grund ihrer logischen Struktur nicht falsifizierbar sind, zu
trennen von synthetischen Siitzen, d. h. solchen, die durch die
Edahrung falsifizierbar sind (aber natiirlich moglichst nicht
falsifiziert werden sollen). Aufgabe der analytischen Arbeit ist es
dabei, eine Sprache zu schaffen, die die okonomischen Tatsachen der
Praduktion moglichst prazise, d. h. rei von Widerspruchen und
Mehrdeutigkeiten und moglichst knapp, d. h. mit so wenig
sprachlichem Aufwand wie moglich dar zulegen in der Lage ist."
Der Einfluss des Publizitatszwartges auf die unternehmerischen
Dispositionen wird in den fast unubersehbar gewordenen Arbeiten
uber die Vor- und Nachteile der Publizitatspflicht kaum analysiert.
Man unterstellt weitgehend bestimmte unterneh- merische Reaktionen
auf die Veroeffentlichung betrieblicher Sachverhalte als mehr oder
weniger offensichtlich und diskutiert im wesentlichen nur daruber,
inwieweit die Folgen dieser Reaktionen unter ethischen,
oekonomischen und anderen Aspekten als erwunscht gelten koennen.
Mit den zugrundegelegten Hypothesen hinsichtlich des
unternehmerischen Verhaltens steht und fallt indessen die
Verbindlichkeit dieser bekanntlich so erheblich divergierenden
Urteile; die Wirklichkeitsnahe jener An- nahmen zu uberprufen liegt
also an sich sehr nahe, zumal viele der Hypothesen durchaus nicht
als unmittelbar uberzeugend angesehen werden koennen. Es lasst sich
auf diesem Gebiete nicht anders zu einer Annaherung der
Auffassungen (unter den Vertretern gleicher ethischer und
wirtschaftspolitischer Postulate) kommen. Der Sinn dieser Arbeit
ist aber nicht nur, nicht einmal primar, darin zu sehen, eine
zuverlassigere Basis fur die erwahnten Urteile zu schaffen, so sehr
auch dieser Wunsch die vorliegende Untersuchung beflugelte. Die
Unternehmer unterliegen doch, trotz des noch so umstrittenen Fur
und Wider, bereits einem gewissen Publizitats- zwang; dieser
Sachverhalt wirkt sich also gegenwartig schon auf ihre
Dispositionen aus. Wenn man diese Entscheidungen der Unternehmer
begreifen will, muss man daher die Publizitatspflicht als einen
Bestimmungsfaktor unternehmerischen Ver- haltens in die allgemeine
mikrooekonomische Theorie einbauen. Vom Einfluss des
Publizitatszwanges auf das unternehmerische Verhalten zu
abstrahieren bedeutet mithin, nicht nur auf eine Aussage der
betriebswirtschaftlichen Theorie zum Fur und Wider einer
Publizitatspflicht verzichten zu mussen.
Die vorliegende Untersuchung von A. Moxter erscheint als vierter
Band der Schriftenreihe "Beitragezur betriebswirtschaftlichen
Forschung." Die Aufgabe dieser Reine bestehtdarin, neue Ergebnisse
der betriebswirtschaftlichen Forschung aus den Universitats- und
Hochschulinstituten einem weiteren Kreise 'bekannt zu machen.
Bishererschienen die Arbeillen von P. Riebel "Die Elastizitat des
Betrie bes," von W. Wittmann "Der Wertbegriff in der
BetriebswirtschaA: slenre" und von W. Muscheid "Schmalenbachs
Dynamische Bilanz." G"
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