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In dieser Arbeit wird anhand dreier fiktionaler Romane der
Gegenwartsliteratur das Verfahren untersucht, gem welchem eine
Handlung ber die lineare Zeitachse darstellt wird. Auch wie Zeit
als strukturgebender Faktor f r die Narration urbar gemacht werden
kann und welches Zeitverst ndnis zu Grunde gelegt wird, ist Thema
dieser Studie. Bei den untersuchten Werken handelt es sich um
fiktiv-biographische Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts, n
mlich Terezi Moras Alle Tage, Sten Nadolnys Die Entdeckung der
Langsamkeit und John von D ffels Houwelandt. Diese Werke
unterscheiden sich in der Erfassung und Verwendung von Zeit.
Dadurch erlauben sie eine Analyse, in welcher Besonderheiten in der
zeitlichen Ordnung und im Umgang mit dem kulturellen Ph nomen Zeit'
aufgedeckt werden. Unter Vorlage ausgew hlter Beispiele untersucht
der Autor, ber welche narrativen Verfahren implizite inhaltliche
Zusammenh nge in einer analeptischen, nicht linearen Erz hlung
dargestellt werden k nnen und wie eine Narration in gewisser
Freiheit von zeitlicher Logik m glich ist. Ferner soll gezeigt
werden, wie die Darstellung einer eine Lebenszeit umspannende Erz
hlung m glich ist, w hrend ein offensichtlicher Konflikt zwischen
der Erz hlzeit und der erz hlten Zeit vorliegt. Angelehnt an die
Frage der erfahrenen Zeit und der tats chlichen Zeit stellt diese
Arbeit das soziale Zeitverst ndnis, wie es in der Literatur als
kulturelles Ausdrucksmittel zu finden ist, heraus.
Literaturwissenschaftliche Fachbegriffe werden in dieser Arbeit
weitestgehend aufgeschl sselt und an Beispielen belegt.
Examensarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Germanistik - Neuere
Deutsche Literatur, Note: 1,1, Universitat Duisburg-Essen, Sprache:
Deutsch, Abstract: In der vorliegenden Arbeit werden drei
Erzahlungen (Nadolny: Die Entdeckung der Langsamkeit, Mora: Alle
Tage, von Duffel: Houwelandt) untersucht, die jeweils die
Biographie eines Charakters oder der verschiedenen Charaktere, von
denen sie handeln, beleuchten und damit zwangslaufig zeitlich
verankert sind. Dem Erzahlen des linearen, zeitlich abgeschlossenen
Menschenlebens als Kontext haftet eine Zeitdualitat an, wie sie
auch fur andere Erzahlungen gilt: so ist die Lebenszeit als
erzahlte Zeit (Zeit der Geschichte) (GENETTE 2010: 17) klar
umrissen, insofern die ausseren Grenzen von Anfang und Ende der
Geschichte sich von selbst ergeben und eine lineare Zeitfolge von
beispielsweise Geburt bis Tod der Erzahlung zu Grunde liegt.
Andererseits bietet die Erzahlzeit (Zeit der Erzahlung) (ibid.) die
Moglichkeit, in der Narration durch unterschiedliche Verfahren von
der erzahlten Zeit abzuweichen, sei dies durch Veranderung der
zeitlichen Abfolge/Ordnung, der Dauer von Ereignissen oder durch
andere Verfahren. Wie sich diese Zeitdualitat in der Erzahlung
darstellt und urbar machen lasst, wird in dieser Arbeit untersucht
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