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Der Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft hat im Jahre 1956
die Bildung eines Schwerpunktprogrammes "Mechanische Umformtech-
nik" beschlossen. Entscheidende Ziele dieser MaBnahme sollten die
Ent- wicklung des Fachgebietes, die Forderung des
wissenschaftlichen Nach- wuchses und des Kontaktes der
Wissenschaftler untereinander sein. Es darf festgestellt werdcn,
daB dieses Programm in allen Punkten auBerordentlich erfolgreich
abgeschlossen werden konnte. Die Mecha- nische Umformtechnik hat an
den Hochschulen groBe Beachtung gefun- den; nicht weniger als 8
Berufungen sind aus dem Kreis der beteiligten Wissenschaftler
erfolgt. 1m vorliegenden Band sind die wissenschaftlichen
Ergebnisse einer 9jahrigen Forderung dieses im Hinblick auf die
gesamte Volkswirtschaft so wichtigen Teilgebietes der
Fertigungstechnik unter Bezug auf das z. T. weit verstreute
Schrifttum, dargelegt. Es verdicnt besonders hervorgehoben zu
werden, daB dieses den Stand der Umformtechnik umfassende Werk nur
dadurch zustande kommen konnte, daB die beteiligten Wissenschaftler
in beispielhafter Weise das in einzelnen Forschungsvorhaben
erarbeitete Material in geschlossenen Themen dargestellt und
zusammengefiigt haben. Forscher aus verschie- denen Disziplinen
haben im Verlaufe der Forderjahre eine gemeinsame Sprache gefunden.
Die hervorragende Kooperation von Metallkundlern,
Plastizitatsmechanikern und Fertigungstechnikern im Schwerpunkt
findet in diesem Werk ihren sichtbaren Ausdruck. Unser Dank gilt
allen Personlichkeiten, die bei den Beratungen mit- gewirkt und die
Zusammenstellung des umfangreichen Materials iiber- nom men haben.
Ganz besonders aber sei dem Herausgeber, Herrn Pro- fessor KIENZLE,
fiir seine miihevolle Arbeit im Dienste der Wissenschaft gedankt.
Das Buch stellt die Ergebnisse des von 1981 bis 1989 von der
Deutschen Forschungsgemeinschaft gefoerderten Schwerpunktprogrammes
"Prazisionsumformtechnik" vor. Im Rahmen dieses Programmes wurden
insgesamt 40 Forschungsvorhaben mit ein- bis vierjahriger
Bearbeitungsdauer durchgefuhrt. Die weitgespannte Thematik der von
14 Antragstellern bearbeiteten Projekte umfasst z.B. aus dem
Bereich Prazisionshalbzeugherstellung das Walzen, Schmieden,
Rohrziehen und das Strangpressen von Glasprofilstaben, aus dem
Bereich der Weiterverarbeitung das Kaltmassivumformen,
Gesenkschmieden, Biegen. Im Rahmen der Projekte, die ausser an
Fertigungsinstituten auch an Instituten aus dem Bereich der
technischen Mechanik, insbesondere der Plastomechanik, bearbeitet
wurden, wurden metallphysikalische, werkstoffkundliche,
plastizitatstheoretische und tribologische Grundlagen vertieft und
erweitert sowie die fur die Umformtechnik bedeutsamen
Systemkenngroessen - Werkstuck/Werkstoff, Werkzeuge,
Werkzeugmaschinen - unter Einsatz moderner Hilfsmittel der
Messtechnik und Datenverarbeitung untersucht und weiterentwickelt.
Insgesamt ging es darum, die umformtechnischen Formgebungsverfahren
durch steuerungs- und prozesstechnische Forschungskonzepte zu
verbessern, um moeglichst nachbearbeitungsfreie Werkstucke erzeugen
zu koennen.
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