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1m peripheren Grenzgebiete, wo Blutkapillare und Parenchymzelle in
unmittelbaren Kontakt treten, spielen sich die vitalsten Vorgange
unseres Organismus ab; hier erfolgt der Stoffaustausch zwischen
Zelle und den umgeben- den Medien - also das eigentliche Leben;
dabei wird die einzelne Zelle innerhalb des Gewebes nicht passiv
ernahrt, sondern sie nimmt aktiv an ihrer Ernahrung Anteil, indem
sie der Gewebsfliissigkeit, von der sie allenthalben umschlossen
wird, den fUr sie erforderlichen Anteil entnimmt. Insofern ist die
Ernahrung quantitativ als auch qualitativ das Ergebnis einer
Zelltatigkeit, wobei die Zelle natiirlich auch von der Quantitat
und Qualitat des ihr erreichbaren Nahrmaterials - also des
Angebotes - abhangig ist, aber keineswegs in der Art, daB sie
genotigt ware, alles aufzunehmen, was und wieviel ihr zuflieBt.
Gleich wie die einzelne Zelle einer Alge aus der Nahrfliissigkeit,
in der sie lebt, sich nur so viel herausholt, als sie fiir ihren
Lebenszweck braucht, so besitzt auch die tierische Gewebszelle -
als Einzelindividuum - inmitten eines zusammengesetzten Organismus
elektive Eigen- schaften, vermoge welcher sie gewisse Stoffe
verschmaht, andere aufnimmt und in sich verwertet. Die Beurteilung
dieses Geschehens, speziell die Erforschung der diesen Mecha-
nismus unterhaltenden Triebkrafte, begegnet groBen Schwierigkeiten,
denn das Terrain, auf dem sich diese Austauschvorgange abspielen,
ist nur schwierig einer direkten Betrachtung zuganglich.
In dem vorliegenden Buche "Die Leberkrankheiten" habe ich vor allem
meine personlichen Erfahrungen niedergelegt; nur wer sich ganz in
die Leber pathologie vertieft, wird sich auf diesem Gebiete
zurechtfinden, von dessen Schwierigkeit das schier uniibersehbare
Schrifttum Zeugnis legt. Ganz unvorbereitet bin ich an diese
schwierige Aufgabe nicht herangetreten; denn bereits seit iiber
drei Jahrzehnten bringe ich der Leber und den mit ihr in
Zusammenhang stehenden Organen besondere Aufmerksamkeit entgegen.
Zu niichst war es mir moglich, durch die Darstellung der
Gallenkapillaren unsere Kenntnisse iiber den histologischen Aufbau
der Leber weitgehend zu fordern; diese Studien fanden ihre
Fortsetzung in meinen Arbeiten iiber die Patho genese des Ikterus,
die sich zuerst auf rein morphologischem Gebiete be wegten. Als ich
dann Gelegenheit hatte, meine Erfahrungen auf die Klinik zu
iibertragen, war ich stets bemiiht, immer Hand in Hand mit der
pathologischen Anatomie und der physiologischen Chemie zu arbeiten;
so entstand eine durchgreifende Kliirung des Ikterusproblems, die
nunmehr allgemeine Aner kennung gefunden hat. 1m weiterep Verlaufe
kam ich immer mehr zu der "Oberzeugung, daB es sich bei den
Leberkrankheiten nur selten um Storungen der Leber allein handelt;
einen gewissen AbschluB fanden diese Untersuchungen in dem Buche,
die "Hepato lienalen Erkrankungen," in dem ich die Bedeutung des
reticuloendothelialen Systems im Rahmen der Leberpathologie
aufzuzeigen bestrebt war. Die Bedeutung der Milz fiir die klinische
Betrachtungsweise erfuhr durch die Analyse des Hiimo
globinstoffwechsels eine wesentliche Klarung, wodurch auch die
Beziehungen des Leber-Milz-Apparates zum Knochenmark und damit
viele Erscheinungen im Gefolge gewisser Leberkrankheiten unserem
Verstiindnis niihergeriickt wurden."
Dieser Buchtitel ist Teil des Digitalisierungsprojekts Springer
Book Archives mit Publikationen, die seit den Anfangen des Verlags
von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv
Quellen fur die historische wie auch die disziplingeschichtliche
Forschung zur Verfugung, die jeweils im historischen Kontext
betrachtet werden mussen. Dieser Titel erschien in der Zeit vor
1945 und wird daher in seiner zeittypischen politisch-ideologischen
Ausrichtung vom Verlag nicht beworben.
Eine der wichtigsten klinischen Fragestellungen in der Pathologie
der Herzkrankheiten betrifft die Moglichkeit einer Beurteilung, in
wieweit hier der Kreislaufapparat jeweils in seiner
Funktionstiichtig keit beeintrachtigt ist; von den in dieser
Richtung gewiesenen Anhalts punkten will uns das Verhalten mancher
Faktoren der Blutzirkulation unter der Einwirkung einer physischen
Arbeitsleistung als wertigstes Kriterium erscb. einen. Das Studium
dieser uns besonders interessieren den Geschehnisse und Vorgange
machten wir zum Gegenstande um fassender Untersuchungen. Wahrend
wir uns anfanglich hauptsachlich nur mit der Hamodynamik, also mit
dem Minutenvolumen, dem Blut drucke u. dgl. befaBten, dehnten sich
unsere 'Untersuchungen iiber den EinfluB muskularer Arbeit auf das
Blutkreislaufverhalten Herzkranker auch auf das Gebiet der
Protoplasmadynamik aus; denn der Gesamt kreislauf des Blutes (Herz
und GefaBe) dient ja keineswegs nur hamo dynamischen Zwecken,
sondern steht ebensosehr in innigster Beziehung zur Zelltatigkeit
selbst, deren Leistungsfahigkeit von der Nahrungs versorgung
bedingt ist, wie auch umgekehrt die rein hamodynamischen Organe in
innigstem Abhangigkeitsverhaltnisse zum Energieumsatze stehen. Das
Zusammenspiel zwischen Hamodynamik und Protoplasma dynamik ist in
seinen feinsten Relationen noch vielfach in Dunkel gehiillt, wenn
auch in den letzten J ahren von Seite der Physiologen Fragen
gelang. Wir aber stellten die Aufhellung einer Reihe wichtiger uns
die Aufgabe, vom Gesichtspunkte der Klinik aus auf den bereits
gewonnenen Erkenntnissen und Erfahrungen der Physiologie auf bauend
einen Weg zur Pathologie zu inden, der Einblicke in die Be ziehung
der Hamodynamik und Protoplasmadynamik beim herzkranken Menschen
ermoglicht. Eppinger, Kreislauf. 1 I. Die Stromungsgeschwindigkeit
des Blutes als MaS des peripheren Kreislaufs 1)."
Es ist uns eine angenehme Pflicht, Herm Hofrat Durig unseren
besonderen Dank dafiir auszusprechen, daB er una nicht nur viele
Apparate seines Institutes zur Verfiigung stellte, sondem vor allem
auch deswegen, weil er uns oft durch Rat und Kritik zur Seite
stand. Die ziemlich kostspieligen Untersuchungen, die dieser
Publikation zugrunde liegen, wurden vielfach nur unter Heranziehung
privater Mittel ermoglicht; vor allem gebiihrt unser Dank Herm
Prof. von Pirquet, der uns aus der Rockefeller Foundation namhafte
Betrage zur Ver fiigung stellte. Wien, im Dezember1923. Die
Verfasser. Inhaltsverzeichnis. Seite Einleitung .. ...
............. 1 Erster Teil: Die Blutgeschwindigkeit als MaB des
peripheren Kreislaufes . . . . . . . . . . . . . 2 A. Was verstehen
wir unter peripherem Kreislauf. . 2 B. Ausgangspunkt der ganzen
Fragestellung. . . . . 6 C. Kurze Darstellung der Klinik des Asthma
cardiale . 7 D. Die gegenwartige Auffassung der Pathogenese des
Asthma cardiale 10 E. Blutgasanalysen im arteriellem Blute . . . .
16 F. Zusammenfassung und Programmentwicklung. 22 Zweiter Teil: Die
plethysmographische Methode 23 A. Das Prinzip. . . . 23 24 B.
Versuchstechnik . . . . . . . . . . . . . . C. Versuchsergebnisse.
. . . . . . . . . . . . 26 D. Kritik der Methode und
Verallgemeinerung unserer Beobachtungen 33 E. Zusammenfassung .....
. 35 Dritter Teil: Die blutige Methode 37 37 A. Das Prinzip. . 37
B. Versuchstechnik . . . C. Kasuistik . . . . . . 40 1. Normale
FaIle. 40 41 2. Fiille mit Kreislaufsinsuffizienz 3.
Lungenemphyseme. . . 46 4. Pneumonien und Kyphoscoliosen 48 51 5.
Hypertonien 53 6. Nephritiden ......... . 7. Anamien . . . . . . .
. . . . 55 8. Fiille von sogenannter Myodegeneratio cordis,
Myxoedem 56 und N ephrose . . . . . . . . . . 58 9. Falle von
Basedowscher Krankheit ."
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Book Archives mit Publikationen, die seit den Anfangen des Verlags
von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv
Quellen fur die historische wie auch die disziplingeschichtliche
Forschung zur Verfugung, die jeweils im historischen Kontext
betrachtet werden mussen. Dieser Titel erschien in der Zeit vor
1945 und wird daher in seiner zeittypischen politisch-ideologischen
Ausrichtung vom Verlag nicht beworben.
Es war zunachst geplullt, un sere Untersuchungen libel' den EinfluB
des Schilddriisensaftes auf die Diurese in Form
aufeinanderfolgender Mitteilungen zu veroffentlichen. Das
Tatsachenmaterial nahm abel' all mahlich einen groBen Umfang an, so
daB ich mich entschloB, die ganze hier aufgerollte Frage einheit,
lich Zll hringen und Rie in einer Mono graphie zusammenzufassell.
Bei einem groBen Teil del' klinischen L: nterBUchungen fand ich die
Unterstutzung durch cando med. Georg Flteiner. Herrn Prof. E. P.
Pic k, Assistent am pharmakologischen Institute danke ich vielmals
fUr Rat und Tat bei den experimentellen Arbeiten. Die "Prinz
Lichtenfltein-Stiftung" hat mir eine namhafte Summe ZUl' Ver iigung
gestellt, die es mil' ermoglichte diese experimentelle Studie in
Angriff zu nehmen .. Es ist mil' eine angenehme Pflicht clem
Kuratorium an diesel' Stelle meinen Dank abzustatten. Wien, 3.
Janner 1917. Hans Eppinger. Inhaltsverzeichnis. Seite Einleitung 1
Erstes Kapitel ......................... . 3 Kurzer Uberblick iiber
den gegenwiirtigen Stand der Odemfrage, speziell bei Nephritis . .
. . . . . . . . . . 3 Eigene Fragestellung. . . . . . . . . . . . .
. . . . . . . . . . 6 Gibt es eine forme fruste des Myxodems?
........... . 7 Unsere klinischen Erfahrungen mit der
Thyreoidbehandlung bei Odemen 8 a) Bei der sogenannten
"MyodegeneratiD cordis" 9 h) bei Nierenkrankheiten 19 1. Die Odeme
bei Nephrosen ... . 30 2. Die Odeme bei Nephritiden .. ."
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von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv
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Forschung zur Verfugung, die jeweils im historischen Kontext
betrachtet werden mussen. Dieser Titel erschien in der Zeit vor
1945 und wird daher in seiner zeittypischen politisch-ideologischen
Ausrichtung vom Verlag nicht beworben.
This is a reproduction of a book published before 1923. This book
may have occasional imperfections such as missing or blurred pages,
poor pictures, errant marks, etc. that were either part of the
original artifact, or were introduced by the scanning process. We
believe this work is culturally important, and despite the
imperfections, have elected to bring it back into print as part of
our continuing commitment to the preservation of printed works
worldwide. We appreciate your understanding of the imperfections in
the preservation process, and hope you enjoy this valuable book.
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