|
|
Showing 1 - 9 of
9 matches in All Departments
|
Contributions to Functional Analysis (English, German, French, Paperback, Softcover reprint of the original 1st ed. 1966)
Harro Heuser, R. E. Fullerton, C. C. Braunschweiger, Ebbe Thue Poulsen, Jean Leray, …
|
R1,475
Discovery Miles 14 750
|
Ships in 18 - 22 working days
|
Seit der Antike haben sich grosse Denker bemuht, die Probleme, die
mit dem Begriff des Unendlichen verbunden sind, zu losen. Harro
Heuser nimmt uns mit auf eine Reise durch die Zeit und wir begegnen
grossen Mathematikern und Philosophen wie Pythagoras, Euklid,
Archimedes, Kopernikus, Descartes, Newton, Leibniz, Cantor, Hilbert
und vielen mehr und schauen ihnen beim Nachdenken uber das
Unendliche uber die Schulter.
"
Dieses Buch ist aus Vorlesungen und Ubungen entstanden, die ich
mehrfach an der Universitat Karlsruhe fur Mathematiker, Physiker,
Ingenieure und Informati ker gehalten habe. Es ist so geschrieben,
dass es zum Selbststudium dienen kann: Die Gedankengange sind
ausgiebig motiviert, die Beweise detailliert, und an
durchgerechneten Beispielen und gelosten Aufgaben herrscht kein
Mangel. Bei der Abfassung schwebte mir vor, nicht nur ein
theoretisches Gerust aufzubau en, sondern auch eine Brucke zu den
Anwendungen zu schlagen. Damit wollte ich zweierlei erreichen:
erstens wollte ich ganz nuchtern und pragmatisch den Stu denten der
Mathematik auf seine spatere Zusammenarbeit mit Naturwissenschaft
lern und Ingenieuren einstimmen und im gleichen Atemzug auch dem
"Anwen der" den Zugang zu den Differentialgleichungen erleichtern.
Zweitens wollte ich - weniger nuchtern und weniger pragmatisch -
den Leser auf etwas hinweisen, das zu den Wundern und Kraftquellen
unserer Kultur gehort: auf die Tatsache, dass "reines" Denken,
"Hirn-Gespinst" - eben Mathematik - die reale Welt nach zeichnen
und umgestalten kann. Das Staunen hieruber hat denn auch alle Philo
sophen ergriffen, die nicht bloss Schwadroneure waren. Und noch
Einstein fragte verwundert: "Wie ist es moglich, dass die
Mathematik, letztlich doch ein Produkt menschlichen Denkens,
unabhangig von der Erfahrung, den wirklichen Gegeben heiten so
wunderbar entspricht?" Die wissenschaftliche Revolution, die uns
noch immer treibt und drangt und druckt, diese sehr revolutionare
Revolution, hat im 17. Jahrhundert begonnen, und ihre
Bastillesturmer waren "Hirngespinste" par ex cellence: Newtonsche
Fluxionen und Leibnizsche Differentiale."
Bei der Abfassung des zweiten Bandes meines Lehrbuches der Analysis
bin ich den selben Grundsatzen gefolgt, die flir den ersten
bestimmend waren: Ich wollte die Theorie ausflihrlich und faBlich
darstellen, ausgiebig motivieren und durch viele Beispiele und
Ubungen zum sicheren Besitz des Lesers machen. AuBerdem wollte ich
Briicken schlagen zu den Anwendungen analytischer Methoden in den
allerver schiedensten Wissenschaften und dabei das wechselseitig
fOrdernde Ineinandergrei fen "blasser" Theorie und "handfester"
Praxis aufscheinen lassen, ein Ineinander greifen, dem die Analysis
einen guten Teil ihrer Vitalitat und Dynamik verdankt. Und
schlieBlich wollte ich durch eine klare und auch auBerlich leicht
erkennbare Scheidung von Methoden-und Anwendungsteilen daflir
sorgen, daB der Leser trotz der Ftille des Materials den roten
Faden nicht verliert. Dieser rote Faden ist der Versuch, das
Anderungsverhalten der Funktionen begriffiich zu erhellen und aus
der Anderung einer Funktion "im Kleinen" ihren Verlauf "im GroBen"
zu rekon struieren. Dabei stehen diesmal im Vordergrund der
Uberlegungen Funktionen, de ren Argumente und Werte Vektoren aus
dem RP oder sogar Elemente aus noch viel allgemeineren Raumen sind.
Dieser Ubergang yom Eindimensionalen zum Mehrdi mensionalen
entspringt nicht mtiBiger Neugier und Verallgemeinerungssucht - er
wird uns vielmehr sehr nachdriicklich durch die unabweisbaren
Bedtirfnisse der Pra xis aufgenotigt. Die Prozesse der Natur
spielen sich eben flir gewohnlich im Raum und nicht nur auf einer
Geraden abo Die Analysis ist in einer 2500jahrigen Entwicklung
mtihevoll zu dem geworden, was sie heute ist."
Dieses Buch ist der erste Teil eines zweibandigen Werkes iiber
Analysis. Es ist aus Vorlesungen, Ubungen und Seminaren erwachsen,
die ich mehrfach an den UniversWiten Mainz und Karlsruhe gehalten
habe, und so angelegt, daB es auch zum Selbststudium dienen kann.
Ich widerstehe der Versuchung, dem Studenten, der jetzt dieses
Vorwort liest, ausfiihrlich die Themen zu beschreiben, die ihn
erwarten; denn dazu miiBte ich Worte gebrauchen, die er doch erst
nach der Lektiire des Buches verstehen kann - nach der Lektiire
aber sollte er selbst wissen, was gespielt worden ist. Den Kenner
hingegen wird ein Blick auf das Inhaltsverzeichnis und ein rasches
DurchbHittern ausreichend orientieren. Dennoch halte ich es fiir
moglich, ankniipfend an Schulkenntnisse und Alltagser fahrung auch
dem Anfanger verstandlich zu machen, was der rote Faden ist, der
dieses Buch durchzieht und in welchem Geist es geschrieben wurde
und gelesen werden mochte. Der rote Faden, das standig aufklingende
Leitmotiv und energisch vorwarts treibende Hauptproblem ist die
Frage, wie man das Anderungsverhalten einer Funktion verstehen,
beschreiben und beherrschen kann, scharfer: Welche Be griffe eignen
sich am besten dazu, die Anderung einer Funktion "im Kleinen" (also
bei geringen Anderungen ihrer unabhangigen Variablen) zu erfassen,
was kann man iiber die Funktion "im GroBen," iiber ihren
Gesamtverlauf sagen, wenn man Kenntnisse iiber ihr Verhalten "im
Kleinen" hat, geben uns diese Kenntnisse vielleicht so gar die
Funktion ganzlich in die Hand ode\, besser: Wie tief miissen diese
"lokalen Kenntnisse" gehen, urn uns die Funktion "global""
Ein ungewohnliches Buch uber gewohnliche Differentialgleichungen
"Ein Naturgesetz ist eine unveranderliche Beziehung zwischen der
Erscheinung von heute und der von morgen, mit einem Wort: es ist
eine Differentialgleichung." So Henri Poincare, einer der grossten
Mathematiker um 1900. Die Naturwissenschaften sind ohne
Differentialgleichungen nicht vorstellbar. Dieses Buch mochte
deshalb nicht nur in ihre Theorie einfuhren, sondern mittels vieler
Beispiele aus Physik, Chemie, Astronomie, Biologie, Medizin und
Ingenieurwissenschaften auch Ausblicke auf ihre naturerschliessende
Kraft und ihre praktischen Anwendungen geben.
Mit dem "Heuser" werden seit 1980 Generationen von
Mathematik-Anfangern mit den Grundlagen der Analysis bekannt
gemacht und behutsam in die Denkweise der Mathematik eingefuhrt.
Die "praktischen" Auswirkungen der Theorie werden an zahlreichen,
mit Bedacht ausgewahlten Beispielen aus den verschiedensten
Wissens- und Lebensgebieten demonstriert: u.a. aus Physik, Chemie,
Biologie, Psychologie, Medizin, Wirtschaftswissenschaft und
Technik.
Auch im zweiten Teil wird gezeigt, wie analytische Methoden in den
verschiedensten Wissenschaften eingesetzt werden, von der
Astronomie bis zur Okonomie. Diesmal handelt es sich um Funktionen
von mehreren Veranderlichen. Es werden Banachraume, Banachalgebren
und Topologische Raume herangezogen, ferner wird ein angemessenes
Gewicht auf das Lebesguesche Integral und auf Fixpunktsatze (mit
verbluffenden Anwendungen) gelegt. Das Buch endet mit einer
Darstellung der geschichtlichen Entwicklung der Analysis von den
Phythagoreern bis Weierstrass."
|
|