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Mit dem Verstandnis von Vornamengebung als eines sozialen Akts
widmet sich die Studie Vornamen in einer im Jahr 2018 existenten
Familie und deren Ahnenlinien bis ins 16./17. Jahrhundert zuruck.
Die Problematik besteht darin, dass sich das
gesellschaftspolitische Determinationsgefuge der Ahnenfamilien um
1800 mit der Ansiedlung in einer deutschen Sprachinsel im
polnischsprachigen Umfeld sowie im Jahr 1945 mit deren Aufloesung
grundlegend verandert hat. Im Rahmen einer soziolinguistisch
orientierten Onomastik weist die Autorin diachron-synchron nach,
dass in den gewahlten Vornamen tradierte private Motivationen und
die reaktive Kundgabe einer gesellschaftsbezogenen Meinung der
Namengeber mitschwingen. Auf die diskontinuierliche
gesellschaftspolitische Entwicklung reagieren die
Sprachinselbewohner gegenlaufig mit Sprachbewahrung, nicht mit
erwartbaren qualitativen Wechseln der Vornamengebung.
In diesem Sammelband finden sich Beitrage, die aus
unterschiedlichen Perspektiven einen funktionalen
Sprachbeschreibungs- und -vermittlungsansatz diskutieren. So werden
im ersten Teil an Beispielen der deutschen und russischen Sprache
theoretische Fragen des feldergrammatischen Konzepts behandelt.
Ausgewahlte grammatische Themen, Einzelfelder und Textsorten stehen
im Mittelpunkt des zweiten Teils, wobei die Blickrichtung
komplementar ist. Es werden grammatische Einzelerscheinungen
strukturell-formal und semantisch-pragmatisch beschrieben, zugleich
wird ihrem Vorkommen in Textsorten und ihren textuellen Leistungen
nachgespurt. Textsorten bilden aber auch den
Untersuchungsausgangspunkt, um charakteristische Textfunktionen wie
Sprachhandlungen und entsprechende Verbalisierungsmuster deutlich
zu machen. Den Moeglichkeiten des feldergrammatischen Ansatzes als
Konzeptbaustein fur einen handlungs- und lernerorientierten
Fremdsprachenunterricht widmen sich die Beitrage des dritten Teils.
Traditionell sind Paradigmen vor allem Gegenstand der Morphologie.
Als allgemeines Beschreibungskonzept lassen sie sich jedoch auf
Grammatikbeschreibung im Allgemeinen ubertragen. Derartige
grammatische Paradigmen bilden die Grundlage einer konsequent
funktionalen Beschreibung grammatischer Kategorien und deren
Oppositions- und Relationsstrukturen. Anhand der Kategorie Modus
des Deutschen wird dieses funktionale Beschreibungskonzept
empirisch uberpruft und weiterentwickelt. Das so entwickelte
Konzept erlaubt es, grammatische Kategorien als Zielstrukturen von
Grammatikalisierungsprozessen prazise - und basierend auf ihren
inharenten Relationsstrukturen - abzubilden.
Was der Verhaltensbiologie gelungen ist - namlich die Entwicklung
von einer beschreibenden zu einer erklarenden Wissenschaft - das
sollte auch Ziel der Linguistik sein. Der Autor zeigt auf, wie sich
dieses Ziel im systemtheoretischen Rahmen erreichen lasst. Zunachst
ist das Grundlagenproblem unzureichender Begriffsdefinitionen und
Testverfahren zu loesen, um zu korrekten Beschreibungen und
induktiv abgeleiteten Gesetzmassigkeiten zu gelangen. Dadurch
lassen sich bereits viele neue Erkenntnisse gewinnen. Sodann kann
man fur empirisch ermittelte Sachverhalte nach Erklarungen suchen,
die auf allgemeinen Prinzipien oder Erwartungen beruhen. Diese
Suche ist unter anderem dann zumeist erfolgreich, wenn sie durch
Symmetriebruche und eine konsequente Faktorenanalyse erleichtert
wird.
OEffentlichkeit gilt als inhomogener Entfaltungsraum
gesamtgesellschaftlicher Kommunikation, in welchem das
Emotionspotenzial von Texten eine dominierende Rolle einnehmen
kann. Die Buchbeitrage verdeutlichen, dass thematisch-semantische
Kampfe heute starker auf dem Feld des Emotionspotenzials
ausgetragen werden, dass das Emotionspotenzial gegenwartig
medienstrategisch wirksam eingesetzt wird, um Rezipienten in ihren
Wertvorstellungen zu beeinflussen, dass sich Textsorten aufgrund
eines veranderten Verhaltnisses von Privatem und OEffentlichem
aktuellen Sprachgebrauchsbedingungen anpassen und dass sich neue
oder modifizierte Kommunikationsraume auf das Verhaltnis von
Sprache der Nahe und Sprache der Distanz auswirken. Die
Autorinnen/Autoren fokussieren entweder Elemente des
Emotionspotenzials oder die textuell-ganzheitliche
Emotionskodierung innerhalb von Sprachgebrauchsdomanen, Textsorten
und Diskursen.
Die Studien greifen den Widerspruch zwischen der bestandigen
Prasenz von Schrifttexten im Alltag und deren mangelnder
empirischer textlinguistisch-stilistischer Bearbeitung auf. Der
Kommunikationsbereich Alltag ist uber seine soziokulturelle und
historische Wesenheit charakterisiert, deshalb fokussieren die
Beitrage innerhalb eines kommunikationsorientierten Ansatzes
synchronische, diachronische, interkulturelle und
produktiv-rezeptive Aspekte ausgewahlter Schrifttexte. Aufgrund der
Unabgeschlossenheit dieses Kommunikationsbereichs, seiner
UEberschneidungen und Vernetzungen mit anderen
Kommunikationsbereichen sind keine prototypischen Schrifttextsorten
des Alltags inferierbar. Es wird gezeigt, dass es bezuglich
einzelner Textsorten Zuordnungen von Formulierungsweisen gibt, dass
jedoch das Ausloten von Polaritaten, wie Privatheit - Offizialitat,
Usualitat - Kreativitat, Normbefolgung - Saloppheit, eine gangige
kommunikative Praxis darstellt. Die Besonderheit des Bandes besteht
darin, dass ein Ausschnitt schriftlicher Alltagskommunikation sowie
deren sozio-kulturell-historische Determination starker in den
Fokus empirisch-linguistischen Interesses geruckt werden.
Thema des Buches ist eine korpus- und framebasierte Beschreibung
der semantischen und syntaktischen Struktur der prapositionalen
Komplemente bei Adjektiven unter Berucksichtigung der Ergebnisse
der aktuellen Valenzforschung. Eine weitere Komponente ist die
Bestimmung von Kriterien und Testverfahren zur Unterscheidung
zwischen obligatorischen und fakultativen prapositionalen
Komplementen und Supplementen. Das vom Autor verwendete
Untersuchungsmodell enthalt die Angaben zu Argumentstruktur,
semantischer und syntaktischer Valenz des entsprechenden Adjektivs,
zur Obligatheit bzw. Fakultativitat des prapositionalen Komplements
und zum Frame, zu welchem dieses Adjektiv gehoert.
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