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Der moderne Mensch ist taglich von zahlreichen mikroelektronischen
Syste- men umgeben. Dies reicht von der Steuerung eines
Rasierapparates uber die umfangreiche Elektronik in Kraftfahrzeugen
mit bis zu 100 Prozessoren bis hin zu Computern. Fur den Entwurf
fast aller technischen Produkte ist es daher von entscheidender
Bedeutung, diese eingebetteten mikroelektro- nischen Komponenten
effizient entwickeln zu koennen. Das vorliegende Buch dient dazu,
diese Grundfertigkeit zukunftigen Informatikern und Ingenieu- ren
zu vermitteln. VLSI-Entwurf ist keine schwarze Kunst, sondern
beruht auf einer wohl- strukturierten Methodik. Es ist gerade diese
Methodik, die es erlaubt, di- gitale Hardware enormer Komplexitat
in immer kurzerer Zeit und mit ei- ner bemerkenswerten
Fehlerfreiheit zu entwerfen. Das vorliegende Buch ent- wickelt
daher in einem ausfuhrlichen ersten Teil diese Methodik. Die Auto-
ren erlautern die wesentlichen Entwurfsprinzipien, wobei deutlich
wird, dass die Strukturierung der Entwurfsaufgabe in wohldefinierte
Sichten und Ab- straktionsebenen ein wesentliches methodisches
Gerust darstellt. Eingefugt in dieses Gerust lassen sich
verschiedene Entwurfsstile und darauf aufbau- end Entwurfsablaufe
entwickeln, die dann schliesslich durch Werkzeuge un- terstutzt
werden. Die Autoren machen in vorbildlicher Weise deutlich, dass
der Entwurf digitaler Hardware letztlich die Transformation von
Entwurfs- beschreibungen bedeutet. Ein recht ausfuhrlicher
Abschnitt ist daher Ent- wurfssprachen und dabei insbesondere der
Sprache VHDL gewidmet.
Als vor fast 40 Jahren ein Entwicklungsteam seiner hohen Direktion
das Konzept und Teile einer neuen Rechenanlage vorstellte, machte
das Wort vom "Elefanten" die Runde. Dessen ungeachtet machten sich
einige Entwick- ler bereits Gedanken dariiber, wie man ein "Team"
von etwa vier solchen Elefanten" zusammenbringen konnte, urn die
damals anstehende Aufgabe " einer automatisierten Flugsicherung
bewaJtigen zu konnen. Eine Elefantenherde? Mitnichten - schon
damals gab es "Konzeptionisten", welche den "Elefanten" der auBeren
Dimension nach sehrumpfen sahen. AI- lerdings gab erst die Technik
integrierter Bauteile die Moglichkeit, den Ele- fanten bzw.
Monoprozessor auf einem Chip zu realisieren und ihn damit auf die
ihm gemaB Grosse zu reduzieren: Ein Chip als Ausgangspunkt bzw. als
Einzeller einer neuen Generation von Automaten-Wesen, die sich aus
Tausenden von solchen Einheiten zusammensetzt. Der Vergleieh mit
der Darwin'schen Evolution liegt nahe. Die Natur benotigte einige
Milliarden von Jahren fUr eine entsprechende Entwieklung vom
Einzeller zu hoheren Organismen.
Dieses Buch ist aus einigen Kurseinheiten eines Fernstudienkurses
zur Technischen Informatik an der Fernuniversitiit Hagen sowie aus
mehreren Vorlesungen an der Technischen UniversWit Berlin und der
Universitiit Dortmund hervorgegangen. Es behandelt die wichtigsten
integrierten Schaltkreisfamilien, ihren Einsatz und ihre
Anwendungen in dem Bereich der Schaltungen der Datenverarbeitung.
Weiterhin werden die Organisation eines Mikroprozessors
exemplarisch besprochen und die zur Mikroprogrammierung
erforderlichen Halbleiterbausteine und ihre Schaltungsprinzipien
dargestellt. Die Schaltungstechnik im Bereich der Datenverarbeitung
hat durch die EinfUhrung der groBinte- grierten Schaltungen und
Speicherbausteine in den letzten Jahren wesentliche Impulse
erhalten. Hierzu haben die heute verfligbaren Mikroprozessoren
ebenso beigetragehwie die Halbleiterspeicher hoher SpeicherkapazWit
und die programmierbaren logischen Anordnungen.'(PLA's). -.'J ..
Die Entwicklung zu immer universeller einsetzbaren Schaltungen
wurde erst durch dj(;'GroBin- gration ermoglicht. Die Moglichkeiten
der GroBintegration haben daher in starkem MaBe auch die
Hardwaretechnik beeinfluBt. Das Spektrum der Schaltungstechnik im
Bereich der Datenverarbei- tung reicht heute von den integrierten
Schaltkreisfamilien, den Arithrnetisch-Logischen Einheiten, tiber
die Halbleiterspeicher bis hin zu den programmgesteuerten
Schaltwerken. Die Zukunft wird jedoch den programmgesteuerten
Konzepten gehoren. Mikroprogrammierbare Steuerungen auf der Basis
von Mikroprozessoren oder als mikroprogram- mierbare Schaltwerke
auf der Basis von Halbleiterspeichern haben den Vorteil, daB
Xnderungen in der Aufgabenstellung durch Anderung der
Anwenderprogramme relativ einfach berticksichtigt werden konnen.
Das mikroprograrurnierbare Steuerwerk wurde bereits 1951 von Wilkes
angegeben. Jedoch erst mittels der heute zur Verfugung stehenden
Halbleiterspeicher mit ihrer hohen Speicherkapazitiit und der
Moglichkeit des Umprogrammierens wurde diese Form einer
Steuerwerksrealisierung allgemeinen Anwendungsfallen zuganglich.
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