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Modernity as a literary 'event' is in fact the result of a long and
arduous process marked by critical and poetological disputes and
decisively shaping the literary landscape in German-speaking
countries from the middle of the century to 1900. Proceeding from
the concepts of realistic literary policy formulated by liberalist
authors (Haym, Spielhagen, Freytag), moving from there to the
self-confident urbanity of GrA1/4nderzeit criticism (Karl Frenzel,
Paul Lindau), and concluding with the polemical and programmatic
journalism of naturalism, the study reconstructs the contemporary
settings for the disputes and debates taking place in this
half-century. In its course, the influence of the youthful
discipline Literary Studies also becomes apparent.
Nun befinden wir uns im Feld der Sprache und koennen uns
entscheiden, ob wir diesen Sachverhalt aus der Bedurftigkeit des
Mangelwesens oder aus der Fulle menschlicher Moeglichkeiten
erklaren; aus jener Intellektualitat, die einst, eng- lisch' hiess,
oder aus der Angewiesenheit auf Sinnliches, wie sie Tieren zukommt.
Ob wir uns der Bezeichnung bedurftig oder der Benennung fahig
erklaren, zu- meist - und zumindest dort, wo nicht unmittelbar
Gewalt droht - bewegen wir uns in einer Sphare, die konstitutiv
durch Sprache bestimmt und durch Sprache auch dort noch vermittelt
ist, wo die Zeugnisse menschlicher Tatigkeit ihren Sinn und das
Einverstandnis der Verabredungen zu ihrer Ausfuhrung nicht mehr er-
kennen lassen: Zeichen, deren Sinn verloren ist, nennen wir stumm;
kennzeichnen sie mit einem Begriff, der nicht Negation, sondern
Privation bedeutet: Sprach- bedurftigkeit. Und gerade dort, wo der
dargestellte Gegenstand klar erscheint, stellt sich die Frage nach
dem Sinn, der die Konstruktion des Zeichens verlangte. Wenn das
Zeichen einen Gegenstand reprasentiert, prasentiert es die Sprache
zu- gleich; wenn Formuliertes zum Gegenstand von Formulierung wird,
ist nicht nur die Sache, sondern zugleich die Praxis ihrer
Darstellung thematisiert. Mit jeder Wiederaufnahme wird der Modus
ihres Vorverstandnisses und damit ihre sprach- liche Verfasstheit
dargestellt. Jede Wiederholung droht ein Stuck mehr, das Dar-
gestellte durch Darstellung zu verdrangen. Gegen diese Gefahr
schutzte einst Ver- gessen; im Zeitalter der Konservierung des
Gedachrnisses in Schrift ist Vergessen rechtfertigungsbedurftig.
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