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Schon lange wurde erkannt, daB die Adipositas nicht nur eine Frage
der Asthetik und des Sozialprestiges darstellt, sondem durch ihre
krank- heitsauslosenden und verstiirkenden Einfliisse das Interesse
des Arztes beansprucht. In das BewuBtsein der breiteren iirtzlichen
und nichtiirztli- chen bffentlichkeit riickte die Adipositas jedoch
erst, seit ihre Hiiufig- keitszunahme bedrohliche AusmaBe annahm
und erkannt wurde, daB die Adipositas, eingebettet in die
veriinderten Lebensgewohnheiten der Industriegesellschaft, heute
eine wesentliche Ursache einer einge- schriinkten Lebensqualitiit
und Lebenserwartung darstellt. Die Verfas- ser haben deshalb die
Anregung des Verlages geme aufgegriffen, den derzeitigen Stand des
Adipositasproblems zusammenfassend zu schil- demo Dabei zeigte sich
sehr bald, daB der urspriingliche Plan, die Darstellung auf die
klinischen Fakten zu begrenzen, der Aufgabe nicht gerecht werden
konnte. Die Adipositas ist nur vordergriindig ein ein- fach zu
beurteilendes Phanomen. Die syndromartige Verkniipfung ih- rer
endokrinen und metabolischen Folgen weist auf komplexe pathoge-
netische Zusammenhiinge. Die Schwierigkeiten der Langzeittherapie
beweisen, daB sich die Adipositas dem therapeutischen Zugriff noch
weitgehend entzieht. Die Beobachtung, daB auch Adipose entgegen den
Erkenntnissen der Epidemiologie gelegentlich ein hohesLebensal- ter
erreichen konnen, zeigt, daB die Zunahme des Korperfettes als
Krankheitsursache von weiteren begleitenden Einfliissen abhiingt.
Die zahlreichen, in den letzten lahrzehnten hierzu gesammelten
Befun- de haben nicht selten mehr Fragen aufgeworfen als
beantwortet. Sie haben die Forschung ungemein stimuliert; unser
Erkenntnisstand ist in lebhafter Entwicklung und keineswegs
abgeschlossen.
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