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This book is for those who work with qualitative methods,
especially the Documentary Method. It is a systematic introduction
related to the application of the Documentary Method on group
discussions, interviews, films, and pictures. As a German-Brazilian
collaboration, the book provides an overview of the state of the
art in Germany and Brazil with regards to Educational Science.
Contents include: Qualitative Methods in Educational Science * The
Documentary Method and the Interpretation of Group Discussions *
The Documentary Method and the Interpretation of Interviews * The
Documentary Method and the Interpretation of Pictures and Videos.
Die dokumentarische Methode ist ein Auswertungsverfahren fur
hochst unterschiedliche qualitative Daten, u. a.
Gruppendiskussionen und Bilder. Methodologisch begrundet und
forschungspraktisch vielfach erprobt, zielt sie auf die
Rekonstruktion impliziter Erfahrungs- und Wissensbestande, die
Menschen in ihrem Handeln orientieren. Hierzu werden auf dem Wege
der komparativen Analyse Typiken und Typologien entwickelt. Die
dokumentarische Methode hat inzwischen in einem breiten Spektrum
von Gegenstandsbereichen sozialwissenschaftlicher Forschung ihre
Anwendung gefunden, von denen in diesem Band eine Auswahl behandelt
wird."
Die vorliegende Arbeit ist im Zusammenhang eines Forschungsprojekts
entstanden, dessen Idee vor allem in Gesprachen zwischen Werner
Mangold und mir allmahlich Gestalt angenommen hat und welches dann
auch schliesslich unter unserer Leitung in einer frankischen
Kleinstadt durchgefuhrt werden konnte. Die Arbeit hat der
Philosophischen Fakultat der Universitat Erlangen- Nurnberg als
Habilitationsschrift vorgelegen. Mein Dank gilt neben Werner
Mangold vor allem Joachim Matthes und Fritz Schutze sowie Sepp
Eiber, Barbara Hackner, Clemens Hassa, Hans Schmid, Margit
Sippel-Erlbacher und Klaus Stadtler. Mein Dank gilt aber ebenso den
Jugendlichen, die sich fur die Diskussionen mehrere Stunden Zeit
genommen haben. Sie alle -die Jugendlichen wie die Kolleginnen und
Kollegen -haben nicht nur Entscheidendes beigetragen, sondern ihnen
ist es auch zu verdanken, dass es Spass gemacht hat.
Erlangen-Nurnberg im Januar 1989 RalfBohnsack 5 Inhalt Vorwort der
Herausgeber 3 Vorbemerkung 5 Kapitell: Einleitung und
Problemstellung 9 Zur jugendsoziologischen Problemstellung 9 Zur
methodischen Problemstellung und empirischen Verfahre- weise:
Rekonstruktion und Typengenerierung 16 Dcr kollektive Charakter von
Orientierungen und das Grupp- diskussionsverfahren 21 Hinweise zur
verwendeten Begrifflichkeit: Orientierungsmuster, Rahmen und
Gegenhorizont 26 Kapitel 2: Die Fallanalysen: Diskursbeschreibungen
jugendlicher Grup n: 2. 1. Lehrlinge ohne sozialraumliche Bindung
29 "Insel" Eine gemischte Gruppe mittleren Alters 29 2. 2.
Lehrlinge aus der Arbeitersiedlung 39 "Mauer" Eine gemischte noch
ganz junge Gruppe von Hau- schulern und Lehrlingen 39 "Wies'n" Eine
mannliche Gruppe hoeheren Alters 51 2. 3. Jugendliche Arbeitslose
und Hilfsarbeiter aus dem Notwohnge- "Orient" Eine mannliche Gruppe
hoeheren Alters 74 2. 4.
Die Bedeutung qualitativer Methoden in der empirischen
Sozialforschung nimmt standig zu. Eine Klarung der Grund- und
Hauptbegrifflichkeiten ist besonders fur Studierende wichtig fur
die Orientierung. In diesem Band erlautern fuhrende Fachvertreter
aus Erziehungswissenschaft und Soziologie die wichtigsten Begriffe
qualitativer Methodik und Methodologie.
1. Der transdisziplinare Charakter qualitativer Methoden Der
transdisziplinare Charakter gehOrt zu den Grundeigenschaften
qualitati- ver Methoden, ist also kein zusatzlich hinzutretendes
Merkmal. Dies hat erkenntnistheoretische Griinde: Qualitative
Methoden operieren gleichsam noch unterhalb der je
disziplinspezifischen Zugange und Theoriemodelle. Ais Methoden der
Interpretation und Analyse Oberbriicken sie die Diskrepanz zwischen
diesen unterschiedlichen Theoriemodellen einerseits und dem, was
Gegenstand theoretischer Aussagen ist, namlich dem Alltagshandeln,
den alltaglichen Praktiken der Konstruktion und Typenbildung,
andererseits. Qualitative Methoden leisten zuallererst die
Re-Konstruktion alltaglicher Konstruktionen. Es geht also darum,
der natiirlichen, d. h. der alltaglichen, routinisierten Ordnung
und der Wissensbestande derjenigen, die Gegenstand der Forschung
sind, Rechnung zu tragen, und die Geordnetheit ihrer kommu-
nikativen Regelsysteme zur Explikation zu bringen. Bereits im
Alltag und nicht erst von Seiten der Forscher werden
Interpretationen erbracht, Typen gebildet und Theorien konstruiert.
Dariiberhinaus verfOgen wir alle - wie dies zuerst die
Ethnomethodologen gesehen haben - bereits im Alltag Ober Methoden.
Auch sie gilt es zu rekonstruieren oder zu explizieren.
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