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Das Jahr 1715: Ein Hexenproze gegen Kinder nimmt seinen Anfang, ein
Inquisitionsverfahren, das sich gegen verwaiste Bettelkinder
richtet. Deren Spiele vor den Toren der Stadt erscheinen einer argw
hnischen Geistlichkeit verd chtig und werden unversehens als
Schwarze Magie' gedeutet. Um wenigstens das Schlimmste zu verh ten,
findet eine Gruppe aufgekl rter, den Kindern nahestehender
Erwachsener zusammen, und versucht auf das Verfahren Einflu zu
nehmen. Man informiert sich ber den neuesten Stand des Prozesses
und stimmt das gemeinsame Vorgehen ab. Das mu selbstverst ndlich im
Verborgenen geschehen und darf keinesfalls ffentlich werden.
Entsprechend ahnungslos bleiben die inhaftierten Kinder, die f r
fast zwei Jahre abgeschlossen von der Au enwelt einer d steren
Zukunft entgegensehen. Das seinerzeit penibel genau festgehaltene
Geschehen im Verh rraum wird dabei historisch getreu nachgebildet.
Ebenfalls authentisch ist der Kreis der beteiligten Personen, deren
charakterliche Eigenschaften aus ihrem oftmals unverst ndlichen
Verhalten und den Widerspr chlichkeiten ihres Umfeldes
rekonstruiert werden.
R ckblick auf das Jahr 1945: Die letzten Wochen des Krieges im
Osten Deutschlands. Nach dramatischer Flucht aus Ostpreu en folgt
nach einer kurzen Zeitspanne der Ruhe eine noch viel dramatischere
Fortsetzung der Flucht aus Pommern. Nur mit viel Gl ck gelingt es
gerade noch, der Roten Armee zu entkommen. Mein Vater als Treckf
hrer hat seinerzeit ein sehr genaues Tagebuch gef hrt, anhand
dessen es m glich war, jetzt, 64 Jahre danach, ein Teilst ck der
Fluchtstrecke im ehemaligen Pommern nochmals abzufahren. Die
jeweiligen Fluchtabschnitte werden beschrieben und kommentiert, das
Fluchtgeschehen mit den Operationen der Roten Armee in Zusammenhang
gebracht: Eine Gegen berstellung der damals empfundenen Bedrohung
mit den tats chlichen Gegebenheiten - nach heutigem
kriegsgeschichtlichem Kenntnisstand.
Das Jahr 1945 beginnt wenig verhei ungsvoll f r die Bewohner
Ost-preu ens. W hrend auf russischer Seite Vorbereitungen f r eine
Gro offensive getroffen werden, verharrt man auf deutscher Seite
hilflos im Vertrauen auf eine angek ndigte Wunderwaffe, die jeder
feindlichen Aktion den Garaus machen soll. Am 22. Januar 1945
spitzt sich die Lage f r Lippitz/Kreis Mohrungen dramatisch zu: Die
russische Offensive st t mit derartiger Wucht in Richtung Ostsee,
da kaum noch Zeit f r eine Flucht bleibt. Innerhalb weniger Tage
wird Ostpreu en vom brigen Teil des Deutschen Reiches abgeriegelt:
F r die meisten Fl chtlinge eine Falle, der nur noch auf dem Seeweg
zu entkommen ist. Mit Kommentierungen und Erg nzungen versehen,
schildern die Tagebuchaufzeichnungen des Gutsbesitzers und Treckf
hrers von Lippitz, Hans-Joachim v. Egan-Krieger, ein wochenlanges
Bangen um das Gelingen der Flucht vor der herannahenden russischen
Front, das Versagen von Parteidienststellen, und die Aufl
sungserscheinungen der deutschen Wehrmacht.
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