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2 mitteln, welche ebensowohl ihren Grund haben konnen z. B. in
einer ungiinstigen lokalen Lage der Betriebsst8. tten,
ungeniigender maschineller Einrichtung, Verarbeitung minderwertiger
Materia lien, mangelhafter Herstellung der Fabrikate UBW., ala auch
in un richtiger Kalkulation, fehlerhafter Gesch8. ftsleitung,
Veruntreu ungen, schlechter Verkaufsorganisation oder hunderterlei
anderen Dingen. Ungiinstige Konjunkturen auf dem Markte des
Untemehmens konnen selbstverstandlich auch von EinfluB auf das
Nichtgedeihen desselben sein, scheiden aber bei der Untersuchung
eigentlich von vomherein aus, weil sie nicht das einzelne
Untemehmen allein, sondem alIe Untemehmen derselben Branche
ziemlich gleichmaBig betreffen. Sie konnen daher auch nicht
ausschlieBlich den Riick gang eines einzelnen Untemehmens zur Folge
haben. Die Griinde dagegen, wegen derer ein Untemehmen nicht
vorwarts kommt, trotzdem andere unter den. gleichen Verhii. lt
nissen arbeitende Unternehmen derselben Art gewinnbringend
arbeiten, werden stets dem Untemehmen anhaftende individuelle
Umstande sein, welche deshalb auch von Fall zu Fall ermittelt
werden miissen. Die in bezug hierauf anzustellende Untersuchung ist
nicht so einfach, als es auf den ersten Blick erscheinen konnte. In
den meisten Fiillen handelt es sich nicht um eine einzelne, auffii.
llig zutage tretende Krankheitserscheinung, sondem um eine ganze
Anzahl mehr oder minder groBer "Obel, welche zusammenwirkend erst
das ungiinstige Resultat erzeugen. Dabei werden mitunter diese
"Obel so verdeckt liegen, daB sie nur schwer greifbar zu er kennen
sind."
2 In erster Linie, handelt es sich hierbei um das StandortsproblMn
der industriellen Unternehmung. Von dem Standorte sind sowohl die
Kosten del' Produktion als auch die Hohe del' Verkaufspreise und
die, GroBe des Verkehrs wesentlich abhangig. Hiel' folgend sollen
vornehmlich die Fabrikunternehmungen besprochen werden., Die
sinngemaBe Anwendung der einzelnen sich hierbei ergebenden
Grundsatze ist auch fUr Verkehrsunter nehmungen zutreffend. Alies,
was bei del' Fabrikunternehmung die Produktion hemmt odeI' fordert,
hemmt odeI' fordert sinn gemaB auch den Verkehr bei del'
Verkehrsunternehmung. Die Produktionskosten werden erhoht, wenn die
Heran schaffung del' Rohstoffe und sonstigen Fabrikationsmittel
teuere Transporte verul'sacht. Aus demselben Grunde erhohen sich
die Verkaufspreise der Fabrikate mit del' wachsenden Elltfernung
yon ihrem Herstellungsorte. Gleichfalls ist del' Standort der Unter
nehmung von EinfluB auf die Beschaffung der ausreichendell An zahl
von Arbeitskraftell, auf die Bemessullg der Arbeitslohne, auf die
Kosten fiir die benotigte Betriebskraft und auf die Hohe del' zu
zahlenden offentlichen Abgaben. Auch ist von dem Standorte der
Unternehmung die Leichtigkeit (les Vel'kehrs mit den Kon sumenten
wesentlich abhangig. Ein weiteres Problem fiir eine jede
industrielle Unternehmung ist die richtige A l.lsgestaltung iMer
Betriebsanlagen. Dieselben miissen vollstandig, zweckmaBig, richtig
angeordnet und in gutem, brauchbarem Zustande seill, da sie
andermalls die Produktions kosten liber das natiirliche MaB hinaus
erhohen. Vollstiindig sind die Betriebsanlagen, wenn mit ihnen aIle
AI' beiten zur Herstellung des Fabl'ikates ausgefiihrt werden
konnen, so daB es nicht notwendig ist, einzelne Teile desselben von
anderen industriellen Unternehmungen hinzuzukaufen, was stets die
Pro duktion verteuert."
IV daher, dass meine vorliegende Arbeit allen interessierten
Kreisen, im besonderen allen Maschinenexperten, Industriellen,
Banken, Revisionsgesellschaften, Versicherungsgesellschaften usw.
ein nutz liches Hand- und Hilfsbuch sein wird. Ist doch gerade in
der jetzigen Zeit mit ihrem durch den un glucklichen Ausgang des
Krieges gestorten Wirtschaftsleben und der Umwalzung aller Werte,
das Bedurfnis nach richtigen Ab schatzungen der in den
industriellen Unternehmungen vorhandenen maschinellen Einrichtungen
erheblich gesteigert. Berlin -Friedenau, im Januar 1922. Dr. Felix
Moral. Inhaltsverzeichnis. Seite Vorwort. . . . . III
Inhaltsverzeichnis V Literaturangaben: VI Einleitung. . . . . . . .
. . . . . . . . . . 1 Begriff des Zeitwertes einer maschinellen
Anlage 2 Die Aufstellung der Taxe. . . . . . . . . . . 4 Die
Lebensdauer von Maschinen und maschinellen V- richtungen. . . . . .
. . .. ...... 17 Ermittlung des Zeitwertes. . . . . . . . . . . . .
25 Die Abschatzung der Werkzeuge, Modelle, Zeichnungen,
Jacquardkarten, Fabrikritensilien usw. . 37 Vortaxen fur,
Versicherungszwecke . . . . . . . . . . 48 Schadenabschatzungen in
Versicherungsfallen . . . . . 54 Maschinen als wesentliche
Bestandteile von Gebauden. 79 Literaturangaben. Ausschuss fur
wirtschaftliche Fertigung im Verein deutscher Ingenieure, Grundplan
der Selbstkostenberechnung. 2. Ausgabe. Berlin 1921. - Richtige
Selbstkostenberechnung als Grwidlage der Wirtschaftlichkeit indu
strieller Unternehmungen und als Mittel zur Besserung der
Wettbewerbs verhaltnisse, Berlin 1921. Bethmann, H., Die
Kalkulation im Maschinenbau (Sammlung Goschen), 1920. Bruinier, J.,
Selbstkostenberechnung fur Maschinenfabriken, 2. Auflage, Berlin
1918. . Oremer, Ohr., Durchschnittspreise fur Akkordarbeiten .in
Maschinenfabriken, 4. Auflage, Duisburg 1909. Gerstner, Paul,
Gefahrliche Bilanzpolitik (Finanz- und Handelsblatt der Vossischen
Zeitung, Berlin 1921, Nr. 29). Gramberg, Anton,
Maschinenuntersuchungen und das Verhalten der Maschinen im
Betriebe, Berlin 1918. Haeder, H., Kalkulieren der Maschinen und
Maschinenteile, 2. Auflage, Wies baden 1912. - Die Preisbildung in
der Maschinenindustrie, Wiesbaden 1912."
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