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With the present Badgastein Symposium "Radioactive Isotopes in
Clinical Medicine and Research" we have now had 40 years of an
uninterrupted series of Badgastein meetings on nuclear medicine,
since the first one took place in January 1954. We believe that
this anni versary is worth mentioning. The 21 st symposium proved
again to offer a representative cross section through the current
topics of scientific interest of nuclear medicine. The general
theme of research in nuclear medicine has shifted from the
spectacular new developments which were so often reported in the
first symposia to a less spectacular, albeit equally important
period, which may best be characterized by validation and
standardization. While this may not be as exciting as we would like
it to be, it is nevertheless vital for nuclear medicine to maintain
and improve its standing amongst the other specialties of medicine
which draw upon the services that nuclear medicine offers."
Once again, the proceedings of the Badgastein Symposium, this one
being the 22nd in an uninterrupted series, offer a comprehensive
record of the scientific events. Highlights at this meeting were
certainly reports ofthe exciting new developments ofpositron
imaging with Anger cameras, both with conventional high-energy
collimators and with coincidence techniques. Preliminary c1inical
results are promising and seem to offer a true alternative to
sophisticated PET -technology with its for many laboratories
prohibitive costs. The general nature ofthe symposium is documented
by the large range oftopics covered so that all major topics of
interest in both the basic sciences of nuc1ear medicine and
c1inical ap plication are found. In accordance with the general
trends in nuc1ear medicine, there has been a substantial increase
in oncological work compared to the more traditional topics. This
is also reflected in the Badgastein lecture, given by Professor P.
Rigo, who presented an excellent survey ofnuc1ear oncology."
The American National State and the Early West challenges the
widely held myth that the American national state was weak in the
early days of the republic. William H. Bergmann reveals how the
federal government used its fiscal and military powers, as well as
bureaucratic authority, to enhance land acquisitions, promote
infrastructure development, and facilitate commerce and
communication in the early trans-Appalachian West. Energetic
federal state-building efforts prior to 1815 grew from national
state security interests as Native Americans and British imperial
designs threatened to unravel the republic. White westerners and
western state governments partnered with the federal government to
encourage commercial growth and emigration, to transform the
borderland into a bordered land. Taking a regional approach, this
work synthesizes the literatures of social history, political
science, and economic history to provide a new narrative of
American expansionism, one that takes into account the unique
historical circumstances in the Ohio Valley and the southern Great
Lakes.
Herz- und kreislaufwirksame Medikamente spielen in Anasthesie,
Intensiv- und Notfallmedizin eine immer wichtigere Rolle.
Indikationsstellung und Dosierung oder auch die Kombination von
Medikamenten mussen sich einerseits am Stand des heutigen Wissens,
andererseits aber an Art und Ausmass von kardiovaskularen
Erkrankungen und Vorerkrankungen orientieren. Das vorliegende Buch
stellt das Ergebnis einer interdisziplinaren Bestandsaufnahme dar,
welche die pathophysiologischen und pharmakologischen Grundlagen,
aber auch die heute zu empfehlenden Behandlungsstrategien fur die
unterschiedlichen kardiovaskularen Krankheitsbilder vermittelt.
Die Beatmungstherapie ist im Bereich der Intensivmedizin eine der
am haufigsten eingesetzten Massnahmen. Mit der Neuauflage dieses
erfolgreichen Buches liegt eine aktuelle umfassende Darstellung
aller Aspekte der Beatmungstherapie vor. Aus den Rezensionen:
..".Besonders hervorzuheben sind die stets sehr konkreten
Informationen sowie die Zusammenfassung des praktischen Vorgehens
in Frage-Antwort-Form...das Buch sollte auf jeder Intensivstation
zur Verfugung stehen."
(Arztliche Praxis)
..".jeder fur die Therapie der respiratorischen Insuffizienz
Zustandige sollte sich mit diesem Buch auseinandersetzen."
(Der Anasthesist)
"
Einsatzmoglichkeiten des Neuromonitorings in der klinischen
Anasthesie und Intensivmedizin sind Thema dieses Bandes. Die
Autoren empfehlen gesicherte Verfahren fur die klinische Praxis,
die bereits heute geeignet sind, das neurologische Outcome bei
verschiedenen operativen Eingriffen zu verbessern und die Qualitat
der Narkosefuhrung zu optimieren. Die Beitrage vermitteln deshalb
auch Kenntnisse uber die entsprechenden Grundlagen und die
wichtigsten Pathomechanismen akuter Hirnschaden in der
perioperativen Phase. Das Buch soll - auch im Hinblick auf ein
wachsendes Kostenbewusstsein - einen Beitrag zur Validierung des
Neuromonitorings leisten und damit den Patienten nutzen."
Die Zahl einschlagiger Publikationen zur "Totalen Intravenosen
Anasthesie" (TIVA) nimmt taglich zu. Vergleichende Untersuchungen
wurden durchgefuhrt zwischen Thiopental oder Methohexital,
Etomidat, Propofol, Midazolam zur Narkoseeinleitung, zur
kontrollierten Sedierung wahrend Regionalanasthesie, zur totalen
intravenosen Anasthesie mit unterschiedlichen Opiaten und
Muskelrelaxanzien, bei Erwach senen oder Kindern, bei stationaren
oder ambulanten Patienten, in der Neurochirurgie, der
Kardiochirurgie oder anderen Fachgebieten, mit unter schiedlichen
Infusionsgeschwindigkei ten. Haben wir uns bisher besonders
intensiv mit High-flow-, Low-flow- oder Minimal-flow-Anasthesien
auseinandergesetzt, wird mit der Diskussion urn die TIVA an den
"Grundfesten" der Zufuhr von Inhalationsanasthetika wie Lachgas,
Enfluran, Isofluran etc. geruhrt. Es lag daher nahe, eine kritische
Bestandsaufnahme durchzufUhren und zugleich eine Antwort auf
folgende Fragen zu versuchen: Was ist im Rahmen derTIVA sicher, was
vorteilhaft, aber auch, was nicht oder unzulanglich gesichert,
deshalb ungewiB und moglicherweise gefahrlich? Die Referate
beschiiftigen sich mit den Substanzen, die fur eine TIVA
prinzipiell zur Verfugung stehen, untersuchen, ob sie fUr eine
solche Aufgaben stellung geeignet sind, gehen der Frage nach, mit
welchen Opiaten oder Relaxanzien ggf. kombiniert werden sollte, urn
optimale Effekte zu erzielen. Dabei durfen nicht nur die Vorteile,
sondern mussen auch die Nachteile offengelegt werden. Ein Beitrag
befaBt sich mit der Frage, ob aus dem Abgehen von jeglicher Form
einer Inhalationsanasthesie (mit Ausnahme von Sauerstoff bzw. Luft)
auch andere Erfordernisse der Pramedikation oder der Konfiguration
der Anasthesiegerate resultieren."
Die in der Anasthesie gebrauchlichen Pharmaka sind hochwirksame
chemische Substanzen, die potentiell lebensgefahrlich sind. Der
sichere und kritische Umgang des Anasthesisten mit diesen
Substanzen ist die Voraussetzung fur optimale Patientensicherheit.
Nur durch offene Diskussion und standigen Erfahrungsaustausch uber
aktuelle Entwicklungen lasst sich dieser Sicherheitsstandard weiter
optimieren. Im Sinne dieser Zielsetzung vermittelt das vorliegende
Buch zunachst das notwendige pharmakologische Basiswissen zum
Verstandnis der Medikamentenwirkung und moglicher Komplikationen.
Auf dieser Grundlage aufbauend werden in der Anasthesie haufig
verwendete Pharmaka mit ihrem speziellen Wirkspektrum sowie
moglichen unerwunschten Effekten und denkbaren Interaktionen mit
anderen Arzneimitteln vorgestellt. Patientenimmanente
Risikofaktoren, die sich durch spezielle Vorerkrankungen ergeben,
werden selbstverstandlich berucksichtigt und sind integraler
Bestandteil der Erorterung.
Die Diskussion um die m-glichen Gefahren einer Fremdbluttransfusion
f}hrte in den letzten Jahren zur Entwicklung verschiedener
Verfahren mit dem Ziel, Fremdblut einzusparen. Im vorliegenden Band
werden Indikation, Technik, ]berwachung, Grenzen und Kosten der
einzelnen Verfahren dargestellt. Neben der pr{operativen
Eigenblutspende, der Plasmapherese und der H{modilution sind dies
intraoperativ die maschinelle Autotransfusion und das blutsparende
Operieren. In enger Kooperation zwischen Transfusionsmedizin,
Chirurgie und An{sthesie wurde ein Konsensuspapier erarbeitet, um
Empfehlungen f}r die Klinik, aber auch f}r den Patienten geben zu
k-nnen.
Das Buch befa t sich mit den aus menschlichem Versagen und
technischen Fehlern entstehenden Risiken in der An{sthsie. Es zeigt
Mittel und Wege auf, um diese Risikoquellen zu re- duzieren.
Aus dem interdisziplinaren Gesprach zwischen Wissenschaftlern und
Klinikern der Fachgebiete Anasthesiologie, Geburtshilfe,
Gynakologie und Padiatrie entstanden die Beitrage dieses Buches,
die den aktuellen Stand der geburtshilflich-gynakologischen
Anasthesie und Intensivmedizin widerspiegeln. Die
anasthesiologische Betreuung der Schwangeren zur Geburt oder zur
operativen Entbindung erfordert Wissen um spezifische Probleme.
Eine Absprache zwischen Geburtshelfer und Anasthesisten uber das
Vorgehen im Normalfall und in Risikosituationen ist dringend
erforderlich. Die Beurteilung und Erstversorgung des Neugeborenen
schliesst das geburtshilfliche Kapitel ab. Die Besonderheiten der
Anasthesie in der Gynakologie beziehen sich besonders auf
Kurzeingriffe. Hier ist die rasche postoperative
Kooperationsfahigkeit ebenso zu gewahrleisten wie die kurzfristig
notwendige tiefe Narkose und Analgesie. Das Buch eignet sich
hervorragend zur Weiter- und Fortbildung und beleuchtet auch offene
Fragen, die fur weitere intensive klinisch-experimentelle Forschung
Anregung geben.
Seitdem vor nunmehr acht Jahren in dieser Schriftenreihe der Band
18 "Lokalanasthesie" veroffentlicht worden ist und darin ein
kleiner Abschnitt auch der Behandlung chronisch Schmerzkranker
gewidmet war, hat sich die Algesiologie mehr und mehr als
interdisziplinares Interessengebiet fortentwickelt und ist aus der
"simplen" Applikation von Analgetika oder Lokalanasthetika die
komplexe Therapie der "Schmerzkrankheit" geworden. DaB dabei gerade
der Anasthesiologie eine nicht unbedeutende Teilfunktion zukommt,
darf nicht wundemehmen. 1st es doch immer schon die edelste und
eigentlich zentrale Aufgabe unseres Fachgebietes gewesen, Schmerzen
operativ zu verhindem oder postoperativ zu lin- demo Von diesem
Konzept fUhrt nur ein kleines Sttick Weges zur Mitbehandlung auch
des chronischen Schmerzes, wobei wir unser Wissen und Konnen
sinnvoll anwenden sollen, uns aber ebenso sinnvoll in den
interdisziplinaren Reigen der Algesiologen einzugliedem haben. In
diesem Sinne wurde auch das Programm des Linzer Workshops
gestaltet, dessen Bespre- chungsergebnisse in diesem Band vorgelegt
werden. Die breite Streuung der Interessenge- biete fUhrt von der
Pharmakologie und Physiologie tiber die Anasthesiologie, die Innere
Medizin, die Neurologie und Psychiatrie, die Physikalische Medizin
und die Orthopadie bis hin zur Neurochirurgie und Radiotherapie.
Die Referenten, die sich in dankenswerter Weise fUr diese Aufgabe
zur Verfiigung gestellt haben, sind - jeder auf seinem
Spezialgebiet- anerkannte Wissenschaftler und sachkundige Top
experts. Das gemeinsame Streben, welches in allen Beitragen zum
Ausdruck kommt, ist in einer Optimierung der Schmerztherapie zu
sehen.
Anasthesie in der Neurochirurgie ist ein Bereich unseres
Fachgebietes, der gelegentlich als Stiefkind behandelt wird. Ein
solcher Eindruck entsteht, wenn man nach deutschsprachi- gen
Monographien, einschlagigen KongreB- oder Zeitschrifienbeitragen
sucht. Jeder Anasthesist muB aber heute in der Lage sein, im Rahmen
seiner klinisch-praktischen Tatigkeit zumindest die auBer- und
innerklinische Erstversorgung Schadel-Hirn-traumati- sierter
Patienten zu tibernehmen. Das Fehlen einer deutschsprachigen
Monographie als Weiter- und Fortbildungsmoglichkeit war fUr die
Veranstalter des Workshops, auf das dieser Band zuriickgeht, AnlaB
genug, den Versuch zu unternehmen, eine tiberschaubare Monographie
zu erarbeiten, die den moder- nen Aspekten anasthesiologischer
Verfahren bei neurochirurgischen Eingriffen Rechnung tragt.
Zutreffend haben CAMPKIN und TuRNER (1) in der Einleitung ihres
Buches konstatiert, daB friiher Asphyxie und Anasthesie zu
schwersten Schaden des Patienten gefUhrt haben und daB deshalb
neurochirurgische Eingriffe in jenen Zeiten vorwiegend in
Lokalanasthesie durchgefUhrt wurden. Wahrend der letzten zwei
Jahrzehnte sind jedoch wesentliche Kenntnisse tiber Physiologie und
Pathophysiologie, tiber den EinfluB der Pharmaka auf
Hirndurchblutung und intrakra- nie11en Druck erarbeitet worden; so
kann heute die Anasthesie in der Neurochirurgie als si- cher und
komplikationsarm gelten. Die Indikationen fUr neurochirurgische
Eingriffe wer- den durch die Probleme der Anasthesie nicht mehr
eingeschrankt.
In der Bundesrepublik Deutschland erleiden jahrlich 9.500 bis
10.000 Menschen schwere Verbrennungen oder Verbruhungen. Etwa 1.250
Verletzte bedurfen einer Intensivbehand- lung, fur die 138
"Spezialbetten" benoetigt werden. Diese Zahlen entstammen einer
Denkschrift des Hauptverbands der Gewerblichen Berufs-
genossenschaften. Tatsachlich verfugt die Bundesrepublik nur uber
etwa 48 Betten in Spe- zialabteilungen fur Brandverletzte. Diese
sind fast ausschliesslich von den Berufsgenossen- schaften erstellt
worden, decken aber nicht einmal ein Drittel des Bedarfs, namlich
fur gesetzlich versicherte Arbeits-und Wegeunfalle. Zwei Drittel
aller Verbrennungen und Ver- bruhungen ereignen sich namlich in
Haushalten, in der Freizeit und im Verkehr. Fur sie fehlt es an
optimalen Behandlungsmoeglichkeiten. Die Bundesrepublik ist im
Hinblick auf die Versorgung von Schwerbrandverletzten ein
unterentwickeltes Land: Schweden, Dane- mark, Holland, Frankreich,
England, die Schweiz, OEsterreich, die CSSR und Jugoslawien
verfugen zum Teil bereits seit 20 Jahren uber ausreichende
Behandlungszentren. Welche Grunde haben zu dieser Situation
gefuhrt? 1. Schwerbrandverletzte haben keine Lobby. Entweder sie
sterben oder sie werden -mehr oder weniger erfolgreich
-"wiederhergestellt". Sie sind nicht chronisch krank oder pfle-
gebedurftig, wie etwa Schadel-Hirn-Verletzte, Querschnittsgelahmte
oder Multiple-Skle- rose-Kranke, und deshalb verschwinden sie -
auch nach Brandkatastrophen -bald aus dem Bewusstsein der
OEffentlichkeit.
Vor genau 25 Jahren erschien bei Saunders "The recovery room" von
Max S. SADOVE und 1. H. CROSS. In zahlreichen operativen Kliniken
sind seither Aufwachraume bzw. Aufwachstationen eingerichtet
worden, aber noch gehort der Aufwachraum nicht tiberall zu den
unverzichtbaren N otwendigkeiten einer operativen Klinik. Neue
Narkosemittel, neue Kombinationen, insbesondere die von Opioiden
mit Psycho- pharmaka, ergeben neue Wirkungsprofile. Untersuchungen
zur Pharmakodynamik und Pharmakokinetik dieser Mittel bzw.
Mittelkombinationen fUhren uns zu neuen Einsichten in den Ablauf
der Aufwachphase. Sie geben uns auch Erklarungen, weshalb mit
Komplika- tionen jenseits des bisher als notwendig erachteten
postanasthetischen Uberwachungszeit- raums gerechnet werden mu13.
Diese Erkenntnisse sowie gerichtliche Auseinandersetzungen infolge
postnarkotischer Zwi- schenfalle veranla13ten uns, das Thema
"Aufwachraum - Aufwachphase. Eine anasthesiologische Aufgabe" im
Rahmen eines Workshops in Referat und Diskussion zu bearbeiten.
Allen Teilnehmern an dieser Veranstaltung ist dafUr zu danken, da13
sie ihre Beitrage im Sinne des didakti- schen Konzepts dieser
Buchreihe profund aufgearbeitet und die vorgetragenen Stand- punkte
im Hinblick auf die klinischen Belange der friihen postoperativen
Phase erortert haben. Als Ergebnis konnen wir nun eine aktuelle
Bilanz der Probleme und unserer Auf- gaben in der kritischen
postnarkotischen Phase vorlegen, die auch unsere Argumente fUr die
Einrichtung, die Organisation und den Betrieb von Aufwacheinheiten
zusammenfa13t. Die Herausgeber haben den Firmen Janssen GmbH,
Neuss, und Siemens AG, Erlangen, fUr die groI3zugige UnterstUtzung
zu danken, die die Durchflihrung dieses Workshops ermoglichte. Dank
gebtihrt schlie13lich auch dem Springer-Verlag fUr die gute und be-
wahrte Zusammenarbeit bei der ztigigen Produktion dieses Bandes.
In den zuruckliegenden Jahren hat die intravenoese Narkose
zweifellos an Bedeutung gewonnen und die Verfahren der
Inhalationsanasthesie zuruckgedrangt. Dieser Vorgang wurde nicht
zuletzt durch Publikationen ausgeloest oder zumindest unterstutzt,
die nicht nur die Nebenwirkungen von Inhalationsanasthetika auf den
narkotisierten Patienten selbst, sondern vor allem auch die
schadlichen Auswirkungen auf das Anasthesiepersonal betrafen. Ob
diese Entwicklung berechtigt war, ob sich heute nicht schon wieder
eine Wende anbahnt, mag dahingestellt bleiben. Intravenoes
anwendbare Anasthetika spielen nicht nur eine Rolle bei der
Neuroleptanalgesie oder anderen empfohlenen intravenoesen Mono-bzw.
Kombinationsnarkosen. Jede AHgemeinnarkose wird heute mit einem i.
v. Anasthetikum eingeleitet; die dafur ver- wendeten Medikamente
haben im weiteren Sinne auch eine zunehmende Bedeutung im Bereich
der Pramedikation sowie der postoperativen Schmerzbekampfung und
Sedierung, schliesslich auch in der Intensivtherapie. In den
zuruckliegenden Jahren konnten auf diesem Gebiet umfassende neue
Forschungsergebnisse gesammelt werden, die die klinische Praxis
massgeblich beeinfiusst haben. So wurden unterschiedliche Formen
intravenoeser Kombi- nationsnarkosen empfohlen, die klassische
Neuroleptanalgesie modifiziert, es stehen aber auch zahlreiche neue
Substanzen, z. B. aus der Reihe der Benzodiazepine, zur Verfugung
oder sie befinden sich in klinischer Prufung. Insgesamt sahen wir
in der Entwicklung der letzten Jahre genugend Grunde, um das Thema
Die intravenoese Narkose fur die ganze Breite der eben genannten
Indikationen erneut aufzugreifen.
Anllifllich des 25jiihrigen Bestandes der Osterreichischen
Gesellschaft fUr Anaesthesiologie, Reanimation und Intensivtherapie
fand am 5. und 6. November 1976 im Palais Auersperg in Wien ein
Jubiliiumssymposium statt, dessen Ergebnisse in diesem Band
verOffentlicht werden. Die vorangestellten Gruflworte der
Priisidenten der Deutschen und Schweizerischen Fachge- sellschaften
legen einmal mehr Zeugnis davon ab, dafl tiber die seit Jahrzehnten
gemeinsam veranstalteten Zentraleuropiiischen Anaesthesiekongresse
hinaus die deutschspracliigen Anaes- thesisten enge sowohl
fachliche als auch freundschaftliche Beziehungen pflegen. Die
Vertre- ter der Schwesterngesellschaften lieflen es sich daher
nicht nehmen, zum Geburtstag ihres "iiltesten" Familienmitgliedes
herzliche Gltickwiinsche darzubringen. Dberleitend zum eigentlichen
wissenschaftlichen Teil wird sodann der Werdegang unserer
osterreichischen Gesellschaft durch einen ihrer ftihrenden
Mitbegriinder dargestellt. Nicht ohne gewissen Stolz auf schon
Erreichtes hinweisend, werden dabei vorausschauend auch je- ne
Aufgaben umrissen, die die niichste Anaesthesistengeneration zu
bewiiltigen haben wird. Die thematische Vielfalt der
wissenschaftlichen Beitriige aus universitiiren Einrichtungen,
Schwerpunktkrankenhiiusern und auch kleineren Spitiilern, die
sowohl Forschung als auch Fragen der taglichen klinischen Praxis
umfassen, solI als bewuflt breit gestreuter Querschnitt
publizistischer Tatigkeit der osterreichischen Anaesthesiologen
verstanden werden. Die wis- senschaftliche Aktualitat dieser
Standortbestimmung und die darin klar zum Ausdruck kom- mende
Tatsache, dafl sich seit der Griindungszeifdie Intensivtherapie zu
einem integrierenden Bestandteil unseres Fachgebietes entwickelt
hat, haben uns veranlaflt, die Ergebnisse dieser Tagung als
"Geburtstagsbiindchen" einer breiteren, fachlich interessierten
Offentlichkeit zu- giingig zu machen.
Bewusstsein lasst sich nicht einfach auf der Basis von
Transducereigenschaften peripherer Rezeptoren, etwa der Retina,
sowie der Transformation, Kodierung und Weiterleitung der hier
generierten Impulse zu spezifischen Schaltstationen im Thalamus und
in der Kortex erklaren. Die Beschreibung der kortikalen Antwort auf
einen optischen oder akustischen Reiz ist lediglich die
Beschreibung der physiologischen Perzeption. Der entscheidende
Vorgang, namlich die Integration der verschiedenen Daten zur
bewussten Wahrnehmung, ist in seinen Einzelheiten noch nicht
uberschaubar und bestenfalls Hypothese. Die elektronenoptische
Morphologie wie auch die modemen mikroelektro- physiologischen
Techniken haben einen wichtigen Beitrag geleistet; der Schlussel
zum Verstandnis durfte aber in Prozessen der molekularen Biologie
zu suchen sein, einem der interessantesten Grenzgebiete der modemen
Wissenschaft bei der Erforschung der Funktion des menschlichen
Geistes. Fur den Kliniker ist die Stoerung des Phanomens
Bewusstsein bei den verschiedenen Krankheiten ein faszinierender
Aspekt. Ist es ein bestimmter Metabolit oder eine vulnerable
anatomische Struktur, die bei allen Krankheiten fur die
Bewusstseinsstoerung verantwortlich ist. Das ist wohl kaum
anzunehmen. Bei Schadel-Him-Traumen z. B. koennen wichtige,
anatomisch fassbare Strukturen des Bewusstseins - die Formatio
reticularis - direkt oder indirekt uber einen erhoehten
intrakraniellen Druck betroffen sein. Daneben ist eine funktionelle
Stoerung durch ein Himoedem denkbar. Bei einer zerebralen Ischamie,
etwa durch einen Herzstillstand, steht die Stoerung des Substrat-
angebotes an die Nervenzelle im Vordergrund.
Die seit etwa 15 lahren sowohl im praktisch-klinischen Bereich als
auch im anasthesiolo- gischen Schrifttum deutlich zunehmende
Bedeutung der ortlichen Schmerzausschaltung ist nicht zu
fibersehen. In groBen Zentren werden 10 bis 15% aller operativen
Eingriffe unter Regionalanasthesie vorgenommen, das Interesse hat
liingst auch und gerade auf mittlere und kleinere Krankenhauser
fibergegriffen, eine echte nRenaissance" der Lokal- aniisthesie
scheint eine durch harte Zahlen belegbare Tatsache geworden zu
sein. DaB eine solche Entwicklung gerade im Zeitalter hOchst
verfeinerter und gepflegter Narkosekunst zu beobachten ist, laBt
sich vor allem aus den Fortschritten, die auf dem Gebiete der
Lokalanasthesie zu verzeichnen sind, zwanglos erkliiren: Neue
Lokal- aniisthetika mit erhohter Wirkungsstiirke, verminderter
Toxizitat, verkiirzter Latenzzeit und verliingerter Wirkungsdauer
wurden verftigbar, technisch-methodische Neuerungen vor allem im
Bereiche der riickenmarksnahen Leitungsanasthesien haben z. B. die
ehemals verrufene Spinalanasthesie wieder durchaus
"gesellschaftsfahig" gemacht und ermoglichen einen effektvollen
Einsatz auch kontinuierlicher Methoden, und schlieB- lich haben
bessere Kenntnisse der Physiologie und Pathophysiologie der
Lokalanasthesie alle Voraussetzungen dazu geschaffen, die Methoden
fundierter anzuwenden und die Sicherheit fUr unsere Patienten damit
weiter zu erhohen.
Die Erkenntnis, daB Kinder keine kleinen Erwachsenen sind und
folglich auch nicht als solche behandelt werden durfen, hat unter
anderem dazu geflihrt, daB die Piidiatrie der Notwendigkeit einer
parenteralen bzw. enteralen bzw. gemischten Substitution von
Fliissigkeit, Mineralien und Niihrstoffen bereits zu einem
Zeitpunkt Beachtung geschenkt hat, als entsprechende Erkenntnisse
in der Erwachsenenmedizin - aus we1chen Grunden auch immer - noch
keine klinisch relevanten Konsequenzen hatten. Die Piidiatrie hat
wiederum in den letzten lahren Folgerungen aus der Erkenntnis
gezogen, daB selbst Neugeborene keine kleinen Kinder sind und
folglich auch nicht als solche behandelt werden durfen. Diesen
beiden Statements wurde - gewissermaBen als Ausgangspunkt des
Workshop mit dem Thema "Grundlagen der Erniihrungsbehandlung im
Kindesalter" - ein drittes Statement hinzugefligt: Kranke Kinder -
gleichgultig welcher Altersstufe - sind nicht identisch miteinander
und durfen folglich - speziell bezogen auf Infusionstherapie und
parenterale Erniihrnng - auch nicht identisch behandelt werden. Ais
geradezu klassische Beispiele flir eine derartige Aussage werden z.
B. schwerstkranke Kinder mit Enteritiden auf der einen Seite und
schwersttraumatisierte bzw. operierte Kinder auf der anderen Seite
zitiert. Die Stichhaltigkeit einer derartigen Hypothese muBte
jedoch - und hier lag ein Schwerpunkt des Workshop - uberpruft
werden, wobei insbesondere der Fragestellung nachzugehen war, ob
sich die moglicherweise altersspezifischen Reaktionsweisen beim
"konservativ" erkrankten Kind anders auswirken als beim "operativ"
erkrankten, ob nicht doch weitgehend identische pathophysiologische
Verhaltensmuster erkennbar sind, ob dementsprechend die Therapie in
Abhiingigkeit von der zugrundeliegenden Erkrankung und dem Alter
nicht doch uniform konzipiert und auch gehandhabt werden kann.
Die Indikationen zur Durchftihrung einer Infusionstherapie sind in
den zUrUckliegenden lahren sHindig erweitert worden. RoutinemaBig
kommt in den Bereichen der Intensiv- medizin eine parenterale
Emahrung iiber Wochen und Monate zur Anwendung. Der Kliniker,
letztlich fUr alle durch die Zufuhr von Infusionslosungen
entstehenden Zwischenfalle oder Nebenwirkungen verantwortlich, muB
sich die iiber Grundbedingungen der Herstellung und Aufbewahrung
dieser Losungen in ausreichender Weise informieren. Er muB die
Risiken kennen, die sich aus der heute iiblichen Infusionstechnik
ergeben, gleichgiiltig, ob es sich urn die Gefahren einer
bakteriellen Kontamination oder die Funktion von Infusionspumpen
handelt. In den einzelnen medizinischen Fachdisziplinen haben sich
im Bereich der Infusionstherapie neue Techniken ergeben, viele
Probleme der Anwendungstechnik sind aber noch ungelost. Die
Filtration von Infusionslosungen, Blut und Blutbestandteilen
erfordert Kenntnisse iiber Moglichkeiten, Indikationen und
Gefahren. Aus diesen Griinden haben sich zu diesem Workshop
Techniker der verschiedenen Sparten, Hygieniker, Kliniker
unterschiedlicher medizinischer Fa- gebiete und Angehorige des
Bundesgesundheitsamtes zusammengefunden, urn in Referaten und - wie
bei den von uns durchgefUhrten Workshops iiblich - in einer breit
angelegten Diskussion aIle Probleme zu erortem, die einer Losung
bediirfen, urn die Arzneimittelsicherheit zu vergroBem und die
Anwendungstechniken zu verbessem. Die erarbeiteten Ergebnisse
lassen einmal die Notwendigkeit eines umfassenden
Erfahrungsaustausches zwischen Herstellem und Anwendem erkennen,
zum anderen liefem sie ein gut verwertbares Informationsmaterial
fUr aIle Arzte, die eine Informations- therapie betreiben. Die
Herausgeber danken den Firmen Biotest-Serum-Institut GmbH,
Frankfurt, B. Braun Melsungen AG, Melsungen, und 1. Pfrimmer + Co.,
Erlangen, fUr die groBziigige Unterstiitzung bei der Durchfiihrung
dieses Workshop.
In der Schriftenreihe wurden bisher umgrenzte Themenbereiche
dargestellt, die ins- besondere fUr die Weiter-und Fortbildung im
Fachgebiet der Anasthesie von beson- derem Interesse sind. Dabei
stand jedoch stets die fUr unser Fach wichtige interdiszi- plinare
Zusammenarbeit im Vordergrund. Wir haben in diesem Band zum ersten
Mal die Ergebnisse eines Workshop zusammen- gefaBt, zu dem zwar
wiederum die Referenten und Diskussionsteilnehmer aus unter-
schiedlichen Fachgebieten stammten, bei dem es jedoch
ausschlieBlich urn die Bewertung und Charakterisierung eines neuen,
fUr die Anasthesie interessanten Praparates ging. Das Flunitrazepam
(Rohypnol) ist in einigen Landem bereits seit mehreren lahren im
Handel, in anderen, so auch bei uns, war es bisher nur als Ver-
suchspraparat erhaltlich. Die gestellte Aufgabe bestand darin, eine
Bilanz aufgrund vorliegender urnfangreicher wissenschaftlicher
Untersuchungen und klinischer Erfahrungen zu erstellen. Es ging uns
darum, eine umfassende Information uber die Pharmakologie dieser
neuen Substanz zu vermitteln, insbesondere die Fragen beant- worten
zu lassen, in welchen Bereichen der Anasthesie und Intensivmedizin
sich Indikationen fUr den Einsatz des Flunitrazepam ergeben. Der
Anasthesist benotigt diese Informationen, urn erkennen zu konnen,
wo ein neues Praparat mit bereits vorhandenen konkurriert, wo die
besonderen Vorzuge, aber auch Nachteile und Kontraindikationen
liegen. Nur allzuoft ist versucht worden, gerade fUr neu einge-
fUhrte Mittel eine zu breit angelegte "Indikationspalette" zu
empfehIen, nicht zuletzt deswegen, weil die Erstuntersucher ein
solches Praparat besonders gut kennen und damit auch
Indikationsgebiete "erschlieBen", die spater nicht oder zumindest
nicht in vollem Umfange bestatigt werden konnen.
Erniihrungsprobleme wurden in der klinischen Medizin lange Zeit
hindurch nur am Rande behandelt. In der Regel wurden sie im
Zusammenhang mit Stoffwechselerkran kungen besprochen und fanden
daher das Interesse nur weniger Spezialisten. Uber den Stoffwechsel
im StreB oder in der postoperativen Phase und tiber die hieraus
sich ergebenden Erniihrungsprobleme dagegen war kaum etwas bekannt.
Vor 15 lahren etwa befaBten sich nur einige wenige, kleine
Arbeitsgruppen in der Welt mit Fragen der parenteralen und der
ktinstlichen Erniihrung. Anfangs nahm die Klinik von diesen
Arbeiten kaum Kenntnis. Dies iinderte sich jedoch sehr rasch, als
die Klinik lernte, aus den Ergebnissen dieser Arbeiten in immer
gr6Berem Umfang Nutzen zu ziehen. Heute hat die ktinstliche
Erniihrung ebenso wie die parenterale Erniihrung ihren festen Platz
in der Medizin. Ftir die tiigliche Arbeit am Krankenbett sind die
modernen Erniihrungsformen oft genug ein entscheidender Bestandteil
der Therapie. Unstreitig sind manche groBe Eingriffe der modernen
Chirurgie ohne eine exakt bilanzierte Erniihrung - gleichgtiltig,
ob auf oralem oder parenteralem Wege, ob halb- oder voIlsynthetisch
- nicht erfolgreich durchfUhrbar. Die entscheidenden Anregungen und
Entwicklungen gingen von Arbeitsgruppen in Schweden, den USA und in
Deutschland aus. Sie schufen die Grundlagen der modernen
Erniihrungsformen und gewannen wesentliche Erkenntnisse tiber
regelmiiBig auftretende StoffwechselstOrungen im Gefolge
chirurgischer Eingriffe, nach Verbrennungen, nach Herzinfarkten
oder anderen StreBsituationen. Zwischen diesen Arbeitsgruppen
bestanden schon fruhzeitig enge Kontakte, die schlieBlich zur
Grundung der Internationalen GeseIlschaft fUr Parenterale
Erniihrung fUhrten."
Zunehmende Luftverschmutzung infolge fortschreitender
Industrialisierung, ansteigen- der Tabakkonsum und Erhoehung des
durchschnittlichen Lebensalters haben die Erkrankungen der
Atmungsorgane erheblich vermehrt. Im klinischen Gesamtkrankengut
ist heute mit 6-8% solcher Krankheitsfalle zu rechnen. Dabei ist
vom 50. Lebensjahr an ein steiler Anstieg festzustellen. Bei
Patienten uber 50 Jahre findet man in 33%, bei Patienten uber 60
Jahre in 53% manifeste Erkrankungen des respiratorischen Systems.
Im praoperativen Status sowie intraoperativ nehmen respiratorische
Stoerungen in der Skala der begleitenden Morbiditat den zweiten
Platz ein, postoperativ ftihren sie mit weitem Abstand die Liste
der Komplikationen und letalen Verlaufe an. Insgesamt stel- len die
Beeintrachtigungen der Lungenfunktion den relevantesten und
bedrohlichsten pathophysiologischen Einzelstoerfaktor ftir den
operativen Patienten dar. Diese Tatbestande liessen die
Veranstaltung eines Workshop begrundet erscheinen. Einschlagig
erfahrene Wissenschaftler und Kliniker sollten aus verschiedener
Sicht ihr Spezialwissen einbringen; die Synopsis ihrer Erkenntnisse
und Erfahrungen sollte eine moeglichst umfassende Abklarung des
Risikos respiratorischer Stoerungen ftir den Patienten in der
Anasthesie ergeben. Zunachst war die Frage zu klaren, wie das heute
verfugbare breitgefacherte Unter- suchungsprogramm der
Lungenfunktion einzusetzen ist und welche Aussagekraft die
Einzelkomponenten besitzen. Die synoptische Analyse sollte
Aufschluss geben uber den Stellenwert folgender
Untersuchungsmethoden: Gezielte Anamnese und klinische
Befunderhebung, die Untersuchung der kleinen Lungenfunktion mit
ihren Mess- ergebnissen der Vitalkapazitat, des Sekundenvolumens,
des Atemgrenzwertes und diverser Flussraten in verschiedenen
Exspirationsphasen, die weitergehende Abklarung der statischen und
dynamischen Lungenvolumina wie der Stroemungswiderstande in den
Atemwegen mittels des Ganzkoerperplethysmographen, die Erganzung
durch die Messung der Blutgase an verschiedenen Orten des grossen
und kleinen Kreislaufes.
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