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Virtuelle Untemehmen und Organisationen haben sich in der
Dienstleistungswirt- schaft schon weit verbreitet. Sie konnen als
Beleg fUr einen rasanten Wandel im Tertiiiren Sektor herangezogen
werden. Damit sind Beschiiftigte und das Manage- ment dieser
Untemehmen mit neuartigen Herausforderungen konfrontiert. Diese
Situation ist bislang weder umfassend thematisiert worden, noch hat
sie dazu ge- fuhrt, entsprechende Gestaltungsansiitze in den
Bereichen Personal-, Organisati- ons-und Technikentwicklung
systematisch zu entwickeln und aktiv umzusetzen. Das
Bundesministerium fur Bildung und Forschung hat darauf insbesondere
mit der Initiative "Dienstleistungen fur das 21. Jahrhundert"
reagiert, die 1995 startete. 1m Rahmen dieser Initiative hat der
Forderbereich "Dienstleistungen" eine wichtige Rolle; der
DLR-Projekttriiger Arbeitsgestaltung und Dienstleistungen nimmt
hier u. a. wissenschaftliche und administrative Management-und
Control- lingaufgaben wahr. 1m Zeitraum von 1998 bis 2001 wurden im
Bereich der Dienstleistungs- forderung insgesamt sieben
Bekanntrnachungen verOffentlicht, wobei beim Pro- jekttriiger dazu
tiber 850 Projektskizzen eingereicht wurden. Themenfelder waren
beispielsweise wissensintensive Dienstleistungen, Benchmarking oder
Finanz- dienstleistungen. Pro Jahr sind bisher mehr als 200
Einzelvorhaben mit einer Summe von insgesamt ca. 60 Mio. gefordert
worden. Die im Rahmen der Dienstleistungsinitiative gefOrderten
Vorhaben zu virtuel- len Untemehmen gehen auf die Bekanntmachung
"Arbeitsorganisation, Manage- ment und Tertiarisierung" vom 21.
August 1998 zurUck. Mit dieser Bekannt- machung wurde u. a. die
Absicht verfolgt, zur Etablierung selbstlemender Orga-
nisationskulturen in virtuellen Untemehmen und Organisationen
beizutragen.
Dieses Buch ist aus Arbeiten der Gesellschaft fur Mathematik und
Datenverarbeitung m .. ? H. fur den Deutschen Bundestag entstanden.
Es gibt einen Uberblick uber die Erfahrungen mit dem Einsatz von
Inforu'Iations- und Kommunikationstechniken in den
Abgeordnetenburos des Deutschen Bundestag. Es wer den aber auch die
Entwicklungen in den einzelnen Fraktionen und der
Bundestagsverwaltung behandelt. Zielvorstellungen des Einsatzes von
Informations- und Kom munikationstechniken, Bedarfe und Konzepte
werden darge stellt und die in den Abgeordnetenburos gemachten
Erfahrun gen auf Basis von empirischen Untersuchungen vorgestellt.
Vollzogene Entwicklungen werden bewertet und organisatori sche,
technische und politische Perspektiven fur das parlamen tarische
Arbeiten von morgen entwickelt. Es ist gut moglich, dass die
IuK-Techniken zur Schlusseltechno logie im parlamentarischen
Willensbildungs- und Entschei dungsprozess werden. Die Frage ist
deshalb berechtigt, ob zur Zeit eine technikangestossene
Parlamentsreform stattfindet, die zwar wenig spektakular aber
moglicherweise sehr wirkungs voll sein wird. Das Buch will einen
empirisch fundierten Bei trag zur Diskussion dieses Themas leisten.
Zu bedauern ist, dass aufgrund des Fehlens von spektakularen,
medienwirksamen Ereignissen nur ein kleiner Kreis von Inter
essierten und Eingeweihten die fortschreitende Informatisie rung
des Politisch-Administrativen Systems mitverfolgt. Die
Einzelentwicklungen im Bundestag, den Landtagen und den Kommunen
und deren Zusammenwachsen zu Netzwerken sollten unserer Meinung
nach sowohl starker wissenschaftlich bearbeitet als auch offentlich
diskutiert werden."
1. 1 Einordnung der Partizipation (Beteiligung) Der
Informationstechnik kommt in der gegenwiirtigen Phase der
wirtschaftlichen, sozia- len und kulturellen Entwicklung der
Industriegesellschaften eine erhebliche Bedeutung zu. Sie priigt
Inhalte und Abliiufe in Wirtschaft und Verwaltung, im
Dienstleistungs- und im privaten Sektor. Schlagworte wie
informierte oder Informationsgesellschaft signalisieren die neue
Qualitiit, die mit der Nutzung moderner Informationstechnik er-
wartet oder behauptet wird. Mit der Anwendung der
Informationstechnik gehen eine Reihe von Veriinderungen ein- her
fiir diejenigen, die mit dieser Technik arbeiten, von ihr
Zuarbeit/lnformationen er- halten oder in anderer Weise mit ihr in
Beriihrung kommen. Mit ihnen haben sich eine groBe Anzahl von
Arbeiten befaBt11. Besondere A ufmerksamkeit fan den die Wirkungen
21 der Informationstechnik auf den Bereich der Arbeit, aber auch
auf die Klienten oder l Biirger. 3 - Dariiber hinaus werden
Veriinderungen generellerer Art diskutiert, die sich auf den
(mediatisierten) Realitiitsbezug, Verschiebungen in der Form und
dem Inhalt der Freizeitgestaltung und den weitergehenden
kulturellen Wandel durch die Nutzung von Informationstechnik
beziehen (vgl. Haefner 1980). Das Sichtbarwerden von un-
erwiinschten Wirkungen auf einzelne Gruppen wurde und wird zum
AniaB genommen, nach einer Beriicksichtigung der
Betroffeneninteressen bei der Anwendung der Technik zu suchen. Wir
wollen uns in dieser Arbeit mit Steuerungsmoglichkeiten der
Technik- gestaltung bei der Einfiihrung in Betrieben und
Verwaltungen befassen. Bei den verschiedenen Versuchen der Analyse
von Anwendungswirkungen fiir den di- rekten Benutzer sind sehr
unterschiedliche und z. T. widerspriichliche Ergebnisse er-
arbeitet worden.
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