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Books > Religion & Spirituality > Aspects of religions (non-Christian) > Religious institutions & organizations > General
Viele Kirchgemeinden bemuhen sich um ein reichhaltiges Programm fur
Kinder. Dabei verfolgen sie bestimmte Ziele. Um diese
herauszufinden, wurden im Rahmen dieser Arbeit Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter aus katholischen, evangelischen und freikirchlichen
Gemeinden befragt. Es zeigte sich, dass es in allen drei
Religionsgemeinschaften wichtig ist, die nachste Generation fur die
Gemeinde zu gewinnen. Es kamen aber auch unterschiedliche
Denkweisen zum Ausdruck, zum Beispiel, welche Voraussetzungen ein
Kind erfullen muss, um als Christ gelten zu durfen. Bei der Wahl
ihrer Erziehungsziele orientieren sich die Mitarbeitenden kaum an
den Erwartungen, die an sie herangetragen werden. Viel wichtiger
ist ihnen ihre eigene Biografie: Was sie selbst erlebt - oder nicht
erlebt - haben, moechten sie den Kindern weitergeben.
Der Wiederaufbau von in der NS-Zeit zerschlagenen Strukturen
innerhalb der katholischen Kirche steht im Zentrum dieses Buches.
Die Darstellung erfolgt sowohl auf gesamtoesterreichischer Ebene
als auch auf der Ebene einzelner Dioezesen. Die Autoren
berucksichtigen ebenso die Reorganisation des kirchlichen Lebens in
anderen christlichen Kirchen und decken zeitlich die ersten
Nachkriegsjahrzehnte in OEsterreich, also die Grundungsphase der
Zweiten Republik, ab. Zahlreiche prominente Theologen, Juristen und
Historiker haben an diesem Sammelband mitgewirkt und schildern ihre
Sicht der Dinge, die den weiteren Weg der Kirchen in der
oesterreichischen Gesellschaft gepragt haben.
Diese Studie wurde mit dem Preis der Gesellschaft zum Studium des
Christlichen Ostens 2015 ausgezeichnet. Das Buch ist ein Vergleich
von Furstenspiegeln vom Beginn des 16. Jahrhunderts: Die Lehrworte
des Neagoe Basarab an Sohn Theodosius (1520), Institutio Principis
Christiani des Erasmus von Rotterdam (1516), Von weltlicher
Obrigkeit Martin Luthers (1523) und Il Principe Machiavellis
(1513). Damit liefert der Autor einen Querschnitt der Geschichte
christlicher Diskurse um das Syntagma Princeps Christianus in
Europa. Diese sind deswegen reprasentativ, weil sie zum Vergleich
besonders geeignete konfessionelle Konnotationen der Orthodoxie,
des Katholizismus und des Luthertums aufweisen. Das Hauptaugenmerk
fallt auf Neagoe Basarab, Herr der Walachei zwischen 1512 und 1521.
Dieser wichtige sudosteuropaische Autor wird hier vorgestellt und
mit seinen drei Zeitgenossen ins Gesprach gebracht.
Auf dem "Europaischen Zisterzienserforum 1998" widmeten sich mehr
als 20 Referenten aktuellen Fragen der Zisterzienserforschung.
Dabei galt es zu klaren, welche "Voraussetzungen und Motive"
vorlagen, als sich die Zisterzienser von Frankreich aus uber Europa
ausbreiteten. Ausgehend von der Klosteranlage und ihrer Architektur
zeigte das Forschungsfeld "Kloster und Umfeld" den Einfluss auf die
Besiedlung und den Ausbau der Kulturlandschaften auf. Der
Themenschwerpunkt "Reformversuche, Umbruch und Nachwirken" leitete
in die Neuzeit uber. Hier spannte sich der Bogen von
Bildungseinrichtungen des Ordens, wie dem Kolleg in Frankfurt
(Oder) uber Frauenstifte und den Beschreibungen Fontanes bis hin
zum Einfluss der Zisterzienser auf die Wirtschaftstheorie des 20.
Jahrhunderts."
Die Geburt eines furstlichen Kindes war in der Fruhen Neuzeit nicht
nur ein Grund zur familiaren Freude, sondern weckte auch Hoffnungen
auf Erhalt und Steigerung dynastisch-politischer Macht.
Sinnbildlich wurden diese Erwartungen im Tauffest mit der Aufnahme
des Kindes in die furstlich-weltliche und kirchliche Gemeinschaft.
Im gesamten Verlauf von Schwangerschaft, Geburt, Taufe, Wochenbett
und Kirchgang wurden Zeremoniell und Ritual genutzt, um politische
Macht darzustellen und zu gestalten. Anhand von vier exemplarisch
ausgewahlten fruhneuzeitlichen Hoefen - Wien, Dresden, Stuttgart
und Gottorf - wird die Bedeutung und die Instrumentalisierung
furstlicher Geburten, Taufen und Kirchgange erklart.
Fluge durch die Nacht und Verwandlungen in Tiere: Immer wieder
erzahlen Hexen und Werwoelfe ihren Verfolgern von solchen
Erlebnissen, bei denen sie die Grenzen zu einer anderen
Wirklichkeit uberschreiten. Es sind Berichte, die das Motiv einer
Reise in die Welt der Toten preiszugeben scheinen. Die Autorin hat
diese Elemente des Hexenstereotyps aus Prozessakten des 16. und 17.
Jahrhunderts herausgeloest und mit vorchristlichen
Glaubensvorstellungen verglichen. Dabei findet sie Verbindungen
zwischen dem Hexenmuster und der Ideenwelt eurasischer Schamanen.
Ausserdem gibt es Verwandtschaftsbeziehungen zum Mythos von der
Muttergoettin und den ihr folgenden Totenseelen. Diese Phanomene
verdichten sich mit den Aussagen der Nachtfahrenden und Werwoelfe
aus den Nassauischen Grafschaften zu einer nachtlichen Geschichte.
Zum ersten Mal wird der landliche Hexenglaube aus dieser Region auf
seine Wurzeln im europaischen Schamanismus untersucht.
1. DIE SCHOPFUNG SCHRIFfLICHER ANAPHORENFORMULARE AM AUSGANG DER
ANTllill Es wird haufig betont, wie peinlich genau die Romer in
ihrem Gotterkult auf die prazise Wiedergabe von Gebetsformeln
achteten. Urn versehentliche Abweichungen und die hiervon
befUrchteten schlimmen Folgen zu vermei- den, trugen sie die Gebete
nicht auswendig vor, sondem verlasen sie in der 2 Regel aus
Zeremonialbiichem. Auch die jiidische Tempelliturgie war in eine
feste Form gefaBt, die wohl kaum Gelegenheit zur freien Gestaltung
bot. 3 Sollte sie doch die unverriickbare kosmische Ordnung
symbolisieren. Hingegen herrschte beim offentlichen Gebet im
Gottesdienst der Urchri- sten groBte Freiheit nicht nur im
Wortlaut,4 sondem auch in der Gesamtdis- position. Welch breiter
Raum anfanglich der Eingebung des Augenblicks auch in Form von
Glossolalie und von Offenbarungen sowie ihrer jeweiligen Auslegung,
die man als Werk des Heiligtm Geistes betrachtete,5 gewahrt wurde,
zeigen die von Paulus aufgestellten Grundregeln, die den Ablauf der
Eucharistiefeier in der korinthischen Gemeinde zu ordnen suchten,
indem die Teilnehmer u.a. dazu angehalten wurden, wenigstens
einzeln hintereinander zu reden (1 Cor. 14,26-31). Auch im zweiten
und dritten lahrhundert wurde das gottesdienstliche Ge- 6 bet oft
aus der Eingebung des Augenblicks heraus improvisiert. Soweit
iiberhaupt einmal, wie in einem Abschnitt der wohl schon zu Beginn
des 2. 2 Vgl. G. Wissowa, Religion und Kultus der Romer = HdbAW 5,
4 (2Munchen 1912) 397f mit Anm. 7 und 9; K. Latte, Romische
Religionsgeschichte = HdbA W 5, 4 (Munchen 1960) 392; F.J. DOlger,
Antike und Christentum 2 (1930) 242f.
Die Arbeit beschaftigt sich mit bisher wenig bekannten Themen. Im
Vordergrund stehen die Vogteifrage beim Deutschen Orden sowie die
Beziehungen dieses Ordens und der Johanniter zum elsassischen Adel
im 13. und fruhen 14. Jahrhundert. Die Untersuchung ist
verfassungs- und sozialgeschichtlich orientiert. Sie kann zur oft
umstrittenen Vogteiproblematik nicht nur des Deutschen Ordens neue
Ergebnisse vorlegen. Bei der Untersuchung der Kontakte von
Deutschem Orden und Johannitern zum Adel, der
Hauptrekrutierungsbasis beider Ritterorden, werden adelige
Schenkungsmotive und die Frage von Ordenseintritt und Mitgift
ausfuhrlich untersucht. Den Abschluss bildet eine Prosopographie
aller elsassischen Konvente beider Ritterorden. Daran schliesst
sich die sozialgeschichtliche Auswertung an, welche erstmals die
beiden Ritterorden parallel betrachtet.
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