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Burokommunikation ist als Gebiet moderner Technologieentwicklung re
lativ jung. Wie bei ahnlichen Entwicklungen ist auch hier keine
einheit liche Meinung vorhanden, was darunter zu verstehen ist und
welche Teilgebiete hierzu gehoren. Das vorliegende Buch versucht,
das Gesamt gebiet zu umreissen und charakterisiert
Burokommunikation als die be triebswirtschaftlich-technische
Losung, Buroarbeit technikunterstutzt abzuwickeln. Eine so
verstandene Burokommunikation schliesst wesent liche Teile der
herkommlichen Datenverarbeitung ein und basiert auf der Erkenntnis,
dass beide Gebiete - das der Datenverarbeitung und das der
Burokommunikation - nicht sinnvoll zu trennen sind: Sie mussen als
Be standteile eines gemeinsamen Konzeptes gesehen werden. Auf
dieser Er kenntnis baut das Buch folgerichtig auf. Grundla e aller
technischen Losungen muss die Organisation der Burokommumkation
sein. Hierzu nimmt das Hauptkapitel I Stellung. Da es sich bei
Burokommunikations Systemen um hochkomplexe technische Losungen
handelt, kann eine wirtschaftlich und techmsch sinnvolle Losung nur
auf der Basis einer das gesamte Unternehmen . umfassenden
Konzeption erfolgen. Die hierauf bestehende Forderung,
Burokommunikations-Systeme als Ergebnisse ei ner strategischen
Konzeption zu sehen, wird mit ihren Losungsansatzen im Hauptkapitel
11 behandelt. Auf diesem strategischen Konzept kann dann ein
operatives aufbauen (Hauptkapitel 111). Diese operative Kon zeption
hat einen technologischen, betriebswirtschaftlichen und organi
satorischen Teil, der durch Datensicherheitsuberlegungen erganzt
werden muss. Hierbei ist von der Zielsetzung einer integrierten
konzeptionellen Losung auszugehen. So konnen technische Losungen
nicht unabhangig von ihren organisatorischen Auswirkungen und
betriebswirtschaftlich wirtschaftlichen Konsequenzen gesehen
werden."
Versuche, die Produktivitat der Buroarbeit in Unternehmen durch den
Einsatz von Infonnations-und Kommunikationssysternen zu erhohen,
haben inzwischen zu einer weitgehenden Unterstutzung der einzelnen
Aufgabentrager gefuhrt. Arbeitsteilige Prozesse und die in diesem
Zusammenhang anfallenden Koordinationstatigkeiten werden jedoch
bisher nur unzureichend unterstutzt. Die erhofften
Produktivitatssteige rungen sind dabei haufig ausgeblieben. Eine
Unterstutzung der kooperativen Arbeit mit dem Ziel, die
Zusammenarbeit von Menschen durch den Einsatz von Infonnations und
Kommunikationstechnik zu verbessern, ist das Ziel des
Forschungsgebietes Computer-Supported Cooperative Work (CSCW). Die
Beitrage zu CSCW kommen aus verschiedenen Disziplinen, wobei zur
Zeit der Schwerpunkt im Bereich der Informatik liegt. Die Probleme
der Anwendung und des Einsatzes von CSCW-Systemen in Orga
nisationen werden aber dabei haufig nur am Rande berucksichtigt.
Vor diesem Hintergrund entwickelt der Autor aus dem Blickwinkel der
betriebswirt schaftlich orientierten Wirtschaftsinfonnatik ein
Konzept fur ein Koordinationssystern zur Unterstutzung
arbeitsteiliger Prozesse der Buroarbeit. In den einleitenden
Kapiteln werden zunachst die Koordination arbeitsteiliger
Buroarbeit und die Anforderungen an ein KooJ;dinationssystem
untersucht. Daruber hinaus wird ein Uberblick uber das breite
Spektrum bestehender Ansatze gegeben. Auf dieser Grundlage wird
dann eine Architektur eines Koordinationssystems entwickelt, die
auf dem Konzept semi-auto norner Agenten aus dem Bereich der
Verteilten Kunstlichen Intelligenz beruht. Ziel ist es, neben
strukturierten Aufgaben auch semi-und unstrukturierte Aufgaben zu
unter stutzen. Damit wird aktuellen und in Zukunft zunehmend an
Bedeutung gewinnenden Forderungen wie der Unterstutzung flacherer
Organisationen, hoherer Transparenz und einer ganzheitlichen
Sachbearbeitung durch Infonnations- und Kommunikations systeme
explizit Rechnung getragen."
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