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Books > Medicine > Other branches of medicine > Accident & emergency medicine > Intensive care medicine
Die Haufigkeit nosokomialer, d. h. krankenhauserworbener
Infektionen hat in den letzten Jahren standig zugenommen. Das
bedeutet nicht, daB das Klinikpersonal hygienisch nachiassiger
geworden ist, sondern daB unsere Patienten vor allem auf
Intensivstationen, immer infektionsanfal liger werden und die
Eingriffe, die wir bei ihnen vornehmen miissen, urn deren Oberleben
zu ermoglichen, eine immer groBere Infektionsgefiihr dung mit sich
bringen. Gleichzeitig muBten wir in den letzten J ahren
akzeptieren, daB verschiedene, z. T. sehr aufwendige und teure MaB
nahmen (z. B. Umbauten, Schleusen, Raumdesinfektionen in regelma
Bigen Abstanden) nicht den Erfolg brachten, den wir gewiinscht
hatten, namlich eine Senkung der Infektionsrate. Andere MaBnahmen,
wie z. B. Handewaschen und Handedesinfektionen, sorgfiiltige
pflegerische Techniken, Desinfektion von Instrumenten und
Beatmungszubehor, Sterilisation, spielen in der Infektionskontrolle
eine weit wichtigere Rolle. 1m vorliegenden Buch haben wir neben
der zuletztgenannten Methode der Isolierung von infizierten
Patienten einen relativ groBen Raum zuge messen, da diese MaBnahme
die Infektionsgefahrdung nachweislich sen ken kann, auch wenn viele
der erwahnten Erkrankungen auf Intensiv stationen nur selten
vorkommen. Nicht geauBert haben wir uns zu Anti biotika, obwohl
ohne Einschrankung des Antibiotikagebrauchs, insbe sondere fiir
ungezielte Prophylaxe, Infektionskontrolle liickenhaft ist. Dieses
Thema haben wir in einem anderen Buch ausfiihrlich behandelt. Wir
mochten die Leser dieses Buches bitten, uns Hinweise zu geben, an
welcher Stelle wir Erganzungen oder Verbesserungen anbringen konn
ten, damit wir moglichst praxisnahe bleiben und die Neuauflage
entspre chend aktualisieren konnen."
Prinzip unserer Therapie bei Mehrfachverletzungen mu - bezogen auf
den Wasser-Elektrolyt- Haushalt - sein, den Erhaltungs-und
Funktionsstoffwechsel zu sichem bzw. wieder herzustel- len. Die
korpereigenen Kompensationsmechanismen konnen vom Organismus nur
zeitlich limi- tiert aufrech t erhal ten werden; eine friihzeitige
und ausreichende Volumensubsti tu tion en tspre- chend den hiiufig
sehr hohen Verlusten ist daher entscheidend. Nur so konnen
irreversible Or- ganschiiden, die unabhiingig von der primiiren
Verletzung den weiteren Verlauf des Schockge- schehens bestimmen,
vermieden werden. Literatur 1. Ahnefeld, F . W., Burri, C., Kilian,
J.: Schock und Schockbehandlung. Chimrg 47, 157 (1976) 2. Allgower,
M.: Der traumatisch-hamorrhagische Schock. Chimrg 45,103 (1974) 3.
Berman, I. R., Iliescu, H., Ranson, J. H. C., Eng, K.: Pulmoaruy
capillary permeability - a transfusion lesion. J. Trauma 16,471
(1976) 4. Davis, J . 0.: What signals the kidney to release renin?
Circulation Res. 28,3011 (1971) 5. Eigler, J., Held, E.:
Mikrozirkulation in der Niere. In: Mikrozirkulation. Ahnefeld, F.
W., Burri, C., Dick, W., Halmagyi, M. (Hrsg), p. 102,
Schriftenreihe Klin. Anasthesie und Intensivtherapie, Bd. 5,
Berlin, Heidelberg, New York: Springer 1974 6. Ganzoni, A. M.:
Fortschritte der Transfusionsmedizin. ArztI. Praxis 28, 3115 (1976)
7. Ganzoni, A. M., Reuff, U., Stampe, D., Koerner, K., Kilian, J.:
Mikroaggregate im gelagerten Blut. Ver- und buffycoatfreiem
Erythrozytenkonzentrat. Anaesthesist gleichende Untersuchungen an
Vollblut 27, 115 (1978) 8. Jarhult, J.: Osmotic fluid transfer from
tissue to blood during hemorrhagic hypotension. Acta physiol.
scand.
Das vorliegende Kliniktaschenbuch ist eine Zusammenfassung der
gewonnenen Erfahrungen wahrend meiner Tatigkeit an der Neuro-
chirurgischen Universitatsklinik Essen und der Neurologischen Uni-
versitatsklinik Goettingen. Unter Berucksichtigung neuer Literatur
sollten die besonderen Er- fordernisse
neurologisch-neurochirurgischer Intensivpatienten in be- zug auf
Diagnostik, Therapie und weiterfuhrende Rehabilitations- massnahmen
dargestellt werden. Meinen Lehrern Prof. Dr. Grote und Prof. Dr.
Bauer moechte ich an dieser Stelle fur ihre Unterstutzung und
fachliche Unterweisung herzlich danken. Ebenso allen arztlichen
Kollegen sowie den Ange- hoerigen des intensivmedizinischen und
operativen Personals, ohne deren Mitwirkung ein grosser Teil der
Untersuchungen nicht hatte durchgefuhrt werden koennen. Goettingen,
Juli 1980 Wolfgang Gobiet v Inhaltsverzeichnis A. Beurteilung und
Diagnostik 1 I. Bewusstseinslage ........ . 1 11. Besondere
motorische Antworten 5 III. Hirnnerven . . . . . . . . . . 6 1.
Nervus opticus . . . . . . . 6 2. Oculo-und Pupillomotorik 7 a)
Pupillomotorik 8 b) Oculomotorik . 10 c) Blickparese .. 10 3.
UEbrige Hirnnerven 11 IV. Hirnstammfunktion 11 1. Schutzreflexe 11
2. Vegetative Stoerungen 12 3. Hirnstammsyndrome 13 V. Reflexstatus
..... 15 VI. Unterscheidung zwischen supratentoriellen und
infraten- toriellen Prozessen sowie toxischen bzw. metabolischen
Einflussen 15 1. Supratentorielle Prozesse 15 2. Infratentorielle
Prozesse . 16 3. Toxische oder metabolische Einflusse 17 4.
Grenzfalle .... 17 5. Zusammenfassung 17 VII. Diagnostik ..... 18
1. AEussere Symptome 18 2. Laboruntersuchungen 20 3. Technische
Untersuchungen 20 VII a) Basisuntersuchungen .. . . ... . . . 20 b)
Spezielle Untersuchungen . . . . . . . . 22 4. Chirurgisches oder
konservatives Vorgehen 31 5. Hirnstamm-Dysfunktion ... . . ... . .
33 B. Erstversorgung nach dem Ereignis und in der Klinik 34 I.
Primarversorgung 36 11. Versorgung in der Klinik 37 1.
Infusionstherapie 38 2. Sedierung 39 3. Venenkatheter ..
UEber das fur dieses Workshop ausgewahlte Thema Therapie mit
Blutkomponenten ist in den zuruckliegenden Jahren auf Kongressen
und Symposien immer wieder be- richtet und diskutiert worden, es
entstand eine reichhaltige Literatur. Spezialisten
unterschiedlicher Herkunft haben ihre Erkenntnisse dargestellt und
Empfehlungen abgegeben. Bei einer kritischen Sichtung der Aussagen
beherrschen, wie in der mo- demen Wissenschaft immer haufiger,
Schlagworte die Szene, die zu entsprechenden Polarisierungen der
Auffassungen fuhrten. Auch in diesem Bereich erscheint unter
anderem die Klarung der Frage notwendig, was bei Abwagung der
Kosten in Relation und Anforderungen sinnvoll und moeglich und auf
grund der zu den Bedurfnissen Weiterentwicklung der Medizin
wunschenswert oder erforderlich ist. Verstandlicher- weise stehen
fur die Transfusionsmediziner andere Probleme im Vordergrund als
fur den Kliniker, ja selbst in diesen beiden Gruppen bewirken
unterschiedliche Voraus- setzungen, wie sie bei oertlichen und
regionalen Blutspendediensten bestehen, oder auch ein
unterschiedliches Krankengut Kontroversen oder zumindest andere
Bewer- tungsmassstabe. Ohne einen standigen Erfahrungsaustausch und
eine enge Kooperation ist die Loesung der anstehenden Probleme
nicht moeglich. Experten sind heute nicht nur aufgerufen, die
Weiterentwicklung auf allen medizinischen Gebieten voranzutreiben,
sie mussen in Zwischenbilanzen auch uberprufen, ob sich ihre
Vorstellungen im klini- schen Alltag, also an jedem Krankenhaus,
realisieren lassen. Ohne eine solche kritische Bestandsaufnahme
reden wir eher aneinander vorbei; die von allen gewunschte positive
Entwicklung wird durch eine Verunsicherung ersetzt. Wir durfen
insbesondere nicht vergessen, dass sich unsere Aufgaben, z. B. in
der operativen Medizin, in den letzten zehn Jahren weiter und
wesentlich verandert haben.
Die respiratorische Insuffizienz beim Neugeborenen oder sehr
kleinen Frtihgeborenen stellt die Intensivmedizin in der
Kinderheilkunde vor schwierige menschliche, therapeutische und
tech- nische Probleme. Die menschlichen Schwierigkeiten, die aus
der unzureichenden Kenntnis des Arztes tiber die spatere
gesundheitliche Entwicklung seines vital gefahrdeten Patienten
entste- hen, diirfenjedoch nicht verhindern, sich den
therapeutischen und technologischen Aufgaben mit allen Kraften zu
widmen. Die vorliegende Untersuchung ist die Zusammenfassung von
Bemtihungen wahrend einiger Jahre, in klinischer Arbeit und durch
einfache Experirnente die Arbeitsweise von Respiratoren
kennenzulernen, die heute fiir die Behandlung der respiratorischen
Insuffizienz beirn Neu-und Frtihgeborenen empfohlen werden. In
manchen Fallen konnten technische Verbesserungen vorgeschlagen
werden, die die Weiterentwicklung moglicherweise gefOrdert haben.
Es finden sich deshalb bewlihrte altere Gerate neben vollig neu
konstruierten Apparaten in dieser Arbeit aufgeflihrt. Der anregende
Dialog zwischen medizinisch-technischer Industrie und therapeu-
tisch tatigem Arzt ist eine neue und dankbare Aufgabe in der
padiatrischen Intendivmedizin. 1 Entwicklung der Therapie der
respiratorischen Insufftzienz beim Kind Das Atemnotsyndrom mit
seinen vielen verschiedenen Ursachen, besonders das auch als Hya-
lin-Membran-Krankheit bekannte idiopathische Atemnotsyndrom, ist
der haufigste Grund fUr Todesfalle bei Frtih-undNeugeborenen [44].
Es wird vemutet, daB allein in den USA etwa 10% alier Frtihge
borenen daran erkranken und heu te noch ungefahr ein Viertel dieser
Kinder in der respiratorischen InsuffIzienz verstirbt [68]. Bei den
Uberlebenden finden sich in tiberdurch- schnittlicher Haufung
neurologische Dauerschaden, die sich oft erst in den spateren
Lebens- jahren zeigen.
Das Syndrom des Kreislaufschocks kann durch viele, sehr
unterschiedliche Ursachen ausge- loest werden: Trauma, Blutverlust,
Infektion, Versagen der Pumpfunktion des Herzens, Ver- giftungen,
Antigenreaktionen seien hier genannt, um haufige Schockursachen
aufzuzahlen. Das schockausloesende Moment mindert die
Sauerstoffversorgung des Organismus, resultie- rende
Regelmechanismen zielen auf Kompensation dieser Stoergroesse. Die
Summe aller Reak- tionen, die der Schockursache folgen, direkte
Schaden und feedback-Mechanismen, die so- wohl den Sauerstoffmangel
verbessern aber auch verschlimmern koennen, bilden letztlich das
klinische Bild des Kreislaufschocks. Schock ist ein ausgepragt
dynamisches Geschehen, die pathophysiologischen Veranderungen
koennen je nach gewahltem Beobachtungszeitpunkt eine sehr
unterschiedliche Auspragung aufweisen. Von einem bestimmten
Schweregrad der Schadigung oder auch der Dauer des
Sauerstoffmangels an wird die UEberlebenschance im- mer kleiner:
Der Schock mundet in das therapieresistente irreversible Stadium.
Bei der Vielzahl moeglicher Schockursachen und der Haufigkeit des
Syndroms uberrascht es nicht, dass hier die Forschung einen grossen
Stellenwert hat und in verschiedenen Spezial- gebieten der Medizin
Beitrage dazu erfolgen. Leider ist trotz dieser vielfaltigen
Bemuhun- gen unser Wissen um die pathophysiologischen Zusammenhange
des Schocks noch immer sehr luckenhaft. Wenn es auch in den letzten
Jahren gelang, dem Arzt wichtige therapeuti- sche
Hilfsmittel-Volumenersatz und Beatmung seien hier als Beispiele
genannt - in die Hand zu geben, so sterben immer noch viele unserer
Patienten im schweren Schock, ohne dass wir in der Lage sind, das
Geschehen aufzuhalten.
Ais Dr. J. Neumark im Sommer 1974 von einem ein und einhalbjahrigen
Studienaufenthalt in den USA nach Wien zuriickkehrte, beauftragte
ich ihn mit der Verbesserung und moglichsten Standardisierung der
Anaesthesiemethoden in der Geburtshilfe in unserem Klinikum. Er hat
sich seither dieser Aufgabe mit gro er Hingabe unterzogen und es
ist zweifellos sein Verdienst, die kontinuierliche lumbale
Epiduralanaesthesie als geburtshilfliche Schmerzausschaltungsme-
thode in Osterreich eingeflihrt, propagiert und gelehrt zu haben.
Mit zunehmender Vertiefung in die theoretischen und praktischen
Aspekte dieser Methode wurde es Herm Neumarkjedoch immer deutlicher
bewu t, d noch viele Fragen offen wa- ren und einer
wissenschaftlichen Bearbeitung bedurften. Umfangreiches
Literaturstudium er- gab zwar, d viele Teilaspekte (z. B. Technik,
Pharmakologie, Kreislaufdynamik) bereits durchforscht worden waren
- wobei z. T. sehr widerspriichliche Resultate zutage traten -, d
es aber an einer kritischen Sichtung und zusammenfassenden
Bewertung mangelte. Ich bestarkte daher Herm Kollegen Neumark vor
etwa zwei Jahren in seiner Idee, diesem Mangel abzuhelfen und eine
Monographie zu verfassen, die auch seine eigenen Erfahrungen und
expe- rimentellen Erkenntnisse mit einbeziehen sollten. Was uns
dabei vorschwebte, war eine Me- thode, die sich nicht nur in der
Geburtshilfe, sondem auch aufvielen anderen Gebieten der operativen
Medizin bewahrt hatte, kritisch zu durchleuchten, ihre
Moglichkeiten und Grenzen darzulegen und dies einem gro eren
Kollegenkreis zur Kenntnis zu bringen.
Die Entwicklung langwirksamer, gering toxischer Lokalanaesthetika
sowie die Weiterentwicklung der Kathertechnik haben in den letzten
Jahren eine Renaissance der gro en riickenmarksnahen Leitungsan-
aesthesien bewirkt. Dieses stiindig wachsende Interesse flihrte im
Juni 1978 interna- tionale Experten zu einem ersten Symposium in
Dtisseldorf zusam- men, urn tiber neue Aspekte in der
Regionalanaesthesie zu diskutieren. In diesem Band sind die 24
Vortrage zusammengef t, die zu den drei Themenkreisen tiber die
Wirkung der Epiduralanaesthesie auf Herz und Kreislauf, tiber den
Einflu der Epiduralanaesthesie bzw. der Allgemeinnarkose
au(Stressreaktionen wahrend der Opera- tion sowie tiber die
postoperative Fortsetzung der Epiduralanaesthe- sie in ihrer
Auswirkung auf die Atemfunktion und die Haufigkeit von
Lungenkomplikationen gehalten wurden. Anhand der weitgehend neuen
Erkenntnissen wurden die Vor- und Nachteile der Epiduralanaesthesie
im Vergleich zur Allgemein- narkose, insbesondere beim
Risikopatienten, herausgearbeitet. Den Erfolg dieses Symposiums
danken wir den informativen und interessanten Beitragen der
Referenten und Diskussionsteilnehmer sowie der gro ziigigen
Unterstiitzung durch die Firma Astra Chemi- cals, Wedel/Holst. Die
vorgetragenen Ergebnisse dieses Symposiums werden den praktisch
tiitigenAnaesthesisten in der Hoffnung zuganglich gemacht, d sie
aus den neuesten Erkenntnissen der internationalen F orschung
Anregungen zur Verb esse rung der taglichen Routine erhalten.
Muskelrelaxanzien gehOren zu den Substanzen, mit denen der
Anasthesist taglich umgeht - sowohl wahrend der Narkose als auch im
Bereich der Intensivtherapie und in der Notfallmedizin. Die
verschiedensten Arter. von Muskelrelaxanzien sind seit der
klinischen Anwendung der ersten Substanzen neu-oder
weiterentwickelt worden, einige von ihnen haben Eingang in die
Klinik gefunden. Trotz der vielfachen Beschaftigung mit
Muskelrelaxanzien sind die beiden Substanzen, die in der jeweiligen
Gruppe urspriinglich entwickelt und eingeflihrt wurden, immer noch
im Gebrauch. Ebenso ist man jedoch immer noch auf der Suche nach
besseren, besser steuerbaren, nebenwirkungsarmeren oder gar
nebenwirkungsfreien Substanzen, die ihre Wirkung in dem
gewtinschten graduellen und zeitlichen AusmaB entsprechend der
Dosierung, der Injektionsgeschwindigkeit etc. entfalten und die
dariiber hinaus keine anderen als eben diese muskelrelaxierenden
Eigenschaften besitzen. Wahrend im englischen Sprachraum in den
letzten Jahren zumindest zwei einschlagige Monographien bzw.
Zusammenstellungen tiber Muskelrelaxanzien erschienen sind (S. A
FELDMAN: Muscle relaxants. Philadelphia, London, Toronto: W. B.
Saunders Company 1979; R. L. KATZ: Muscle relaxants. Amsterdam,
London, New York: Excerpta Medica 1975), wurden im deutschen
Sprachraum Muskelrelaxanzien in Einzelarbeiten,
Ubersichtspublikationen oder in Teilaspekten dargestellt.
Die parenterale Ernahrung hat in den letzten 15 Jahren eine
sturmische Entwicklung durchgemacht und muss heute als fester
Bestandteil der therapeutischen Medizin an- gesehen werden.
Ausreichende Kenntnisse uber die technischen Moeglichkeiten dieser
Therapie, die Auswirkungen ihrer einzelnen Bausteine auf den
Stoffwechsel des Kran- ken sowie ihre Risiken sollten zum Rustzeug
jedes klinisch tatigen Arztes gehoeren. Es kann heute keine
Entschuldigung mehr dafur geben, dass der Nahrungsbedarf eines
Kranken ungedeckt bleibt, nur weil er nicht mehr in der Lage ist,
oral genugend Nah- rung aufzunehmen. Die Standardinfusionstherapie,
ublicherweise bestehend aus 2 bis 3 Liter Elek- trolyt-Aminosauren-
oder niedrigprozentigen Kohlenhydratloesungen unterscheidet sich
von der hochkalorischen parenteralen Ernahrung vor allem durch die
Osmolaritat des Infusionsgemisches und dem Zugangsweg. Bei der
Standardtherapie ist der peri- phere Zugang die Regel und ein
Verlust an Struktur- oder Funktionsproteinen wird bewusst in Kauf
genommen, da eine ausreichende Energiezufuhr zur Verstoffwechse-
lung der zugefuhrten Aminosauren nicht moeglich ist, ohne Schaden
an der Venen- wand hervorzurufen. Durch die hochkalorische
parenterale Ernahrung werden, wobei der zentrale Venenkatheter eine
Grundvoraussetzung ist, dem Kranken hochprozen- tige
Kohlenhydratloesungen, Fette und Aminosauren in einer
Groessenordnung verab- reicht, die nicht nur seinen aktuellen
Bedarf decken, sondern auch vorbestehende Mangelzustande
ausgleichen koennen. Die Kathetertechnik und die Entwicklung der
Infusionsloesungen befindet sich auf einem so hohen Stand, dass
eine parenterale Versorgung des Organismus mit Nahrstoffen auch
uber Monate hinweg moeglich ist. Besondere Beobachtungen erfuhr in
der letzten Zeit die Anwendung der hoch- kalorischen parenteralen
Ernahrung bei den entzundlichen Darmerkrankungen und in der
Onkologie.
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covers all the techniques of airway management like the use of
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out of hospital airway management. The book is written by
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