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Books > Medicine > Other branches of medicine > Accident & emergency medicine > Intensive care medicine
Metabolische, traumatische, zirkulatorische, entzA1/4ndliche und immunologische StArungen der Hirnfunktion und der neuro-muskulAren Aoebertragung werden im 2. Band der Reihe "Intensivmedizinisches Seminar" von renommierten Autoren bearbeitet und A1/4bersichtlich dargestellt, wobei hier neben Pathophysiologie, Klinik und Therapie auch das heute zur VerfA1/4hrung stehende Spektrum der apparativen Zusatzdiagnostik und intensivmedizinischen Aoeberwachung beschrieben wird. Auch die zunehmend wichtigen Probleme der Cerebroprotektion bei Reanimation, der Hirntoddiagnostik, des Energiestoffwechsels und der ErnAhrung des neurologischen Intensivpatienten, sowie die Randprobleme Tetanus und Hitzschlag werden abgehandelt.
Der Einsatz von Antibiotika ist integraler Bestandteil der Therapie im Bereich der operativen Medizin. Zu definieren sind die Randbedingungen, Auswahl und Kombination, Dauer, Prophylaxe oder Therapie und unerwA1/4nschte Wirkung. Fragen der Dosierung bei eingeschrAnkter Organfunktion mA1/4ssen beachtet werden. In einem interdisziplinAren GesprAch zwischen Vertretern der operativen FAcher, Mikrobiologen, Hygienikern, Immunologen und Pharmakologen werden in diesem Buch Empfehlungen A1/4ber den Einsatz von Antibiotika in der tAglichen Routine erarbeitet. Ein Kapitel ist dem Problem der Probengewinnung und ihres Transportes und der Interpretation der mikrobiologischen Befunde gewidmet. Speziell abgehandelt werden die Idee der selektiven Darmdekontamination und Fragen des Einsatzes von Immunglobulinen in Kombination mit Antibiotika.
Die Langzeitbehandlung des beatmungspflichtigen Intensivpatienten mit sedierenden und analgesierenden MaAnahmen ist ein Problem, fA1/4r dessen LAsung die derzeitigen Kenntnisse A1/4ber Pharmakologie und Toxikologie dieser Pharmaka - ergAnzt durch Erkenntnisse aus der Psychopharmakotherapie anderer Spezialgebiete - nicht ausreichen. Die Variationsbreite der verwendeten Sedierungsschemata deutet darauf hin, daA es die idealen Medikationsrichtlinien fA1/4r beatmungspflichtige Patienten derzeit noch nicht gibt. Die BeitrAge dieses Buches behandeln zunAchst die grundsAtzlichen pharmakologisch-toxikologischen Fragen der zum Einsatz kommenden Pharmaka und die Wirkungen einzelner Substanzen und Substanzgruppen. AuAerdem werden spezielle Fragen wie endokrinologische Wirkung, ZAS, Antagonisierung und Verhalten entsprechend pharmakaabhAngiger Patienten besprochen.
Der Band befaAt sich mit den bisher nicht bekannten pathophysiologischen AblAufen in den ersten 2 Stunden nach einem akuten SchAdel-Hirn-Trauma und weist anhand der gefundenen Ergebnisse die Notwendigkeit der frA1/4hzeitigen therapeutischen Interventionen nach. Mit neuen TherapieansAtzen wird die Minimierung sekundArer zerebraler SchAden angestrebt. Das Buch gibt den neuesten Wissensstand zum akuten SchAdel-Hirn-Trauma wieder und kann als Anregung fA1/4r weitere Forschung dienen.
In diesem Buch wird die Pharmakologie von Ketamin/Ketanest anhand einer sehr ausfuhrlichen Literaturrecherche dargestellt. Die Entwicklung von Ketamin als Monoanasthetikum zum Kombinationsanasthetikum, vor allem in Verbindung mit Benzodiazepinen, wurde notwendig, um seine unerwunschten Nebenwirkungen auf das kardiovaskulare System sowie seine psychotomimetischen Nebenwirkungen zu eliminieren. Die Durchsicht der fast unubersehbaren Literatur zeigt, dass sich vor allem die Kombinationen mit den modernen Benzodiazepinen Flunitrazepam und Midazolam bewahrt haben. Die Akzeptanz der Ataranalgesie ist vergleichbar mit der herkommlicher Anasthesieverfahren. In der Notfallmedizin bestatigt sich Ketamin haufig als Analgetikum der Wahl. Die absolute Kontraindikation Schadel-Hirn-Trauma wird in der Podiumsdiskussion relativiert. Die Eignung der Benzodiazepin-Ketamin-Kombination zur Analgosedierung in der Intensivmedizin wird am Beispiel von Schwerstverbrannten dargestellt. Die Ergebnisse zeigen, dass Ketamin fast 3 Jahrzehnte nach seiner Einfuhrung in die Klinik noch immer unverzichtbarer Bestandteil in den aufgefuhrten Anwendungsgebieten ist.
Die spontanen intrazerebralen HAmatome sind die zweithAufigste zerebro-vaskulAre Erkrankung nach den ischAmischen Hirninfarkten und gehAren daher seit langem in Neurologie, Neurochirurgie und Neuropathologie zu den traditionellen Forschungsgebieten. Das vorliegende Buch gibt einen umfassenden Aoeberblick A1/4ber die Klinik der einzelnen HAmatomtypen einschlieAlich neuropsychologischer Aspekte, die Computertomographie und die Magnetresonanztomographie der spontanen Hirnblutung, pathophysiologische Theorien A1/4ber ihre Entstehung sowie Ergebnisse der Messung von Hirndurchblutung und Hirnstoffwechsel in der Umgebung der HAmatome und eine Analyse der letalen Faktoren. Die konservative und die operative Behandlung werden ausfA1/4hrlich dargestellt.
In diesem Band wird zum ersten Mal uber die Beatmung mit Helium-Sauerstoff und Stickstoff-Sauerstoff-Gemischen berichtet. Aufgrund der physikalischen Eigenschaften von Helium sinken Atemwegswiderstand und damit der Beatmungsdruck. Patienten, die unter einer kritischen Erhohung des Atemwegswiderstandes leiden, konnen damit besser ventiliert werden. Dem pulmonalen Barotrauma wird vorgebeugt und die Weaningphase kann gunstig beeinflusst werden.
Das Buch enthalt die ersten Ergebnisse einer kontrollierten klinischen Anwendung eines neuen intravenos applizierbaren IgM-angereicherten Immunglobulinpraparates bei gram-negativer Sepsis und septischen Schock. Die fast 100 Jahre alte erfolgreiche Therapie mit Antitoxinen erhalt hier in Gestalt einer passiven Therapie mit Antikorpern gegen bakterielles Endotoxin aktuelle Bedeutung. Weitere Beitrage befassen sich mit aktuellen Aspekten der Bedeutung zellularer Immunreaktionen fur die klinische Diagnostik, mit ersten Ergebnissen aus der Erprobung von nIL-2 sowie mit Zukunftsaspekten der klinischen Immunologie. Hervorragende Fachwissenschaftler werten in ihren Beitragen den Stand der Forschung auf diesem aktuellen Gebiet.
Intensivpatienten sind durch das Versagen von Vitalfunktionen bedroht und benAtigen neben einer apparativen auch eine intensive medikamentAse Behandlung. Die durch die Anwendung eingreifender und hochdosierter Arzneimittel auftretenden Interaktionen, also Antagonismus, Synergismus, gegenseitige Induktion oder Hemmung des Metabolismus, wechselseitige Beeinflussung der EiweiAbindung und der Ausscheidung, sind nicht ausreichend bekannt. Ohne BerA1/4cksichtigung dieser Aspekte ist jedoch eine effektive Therapie des intensivmedizinischen Krankheitsbildes nicht mAglich. Eine zusammenfassende Darstellung dieser Problematik der modernen Intensivtherapie existierte bisher nicht. In diesem Buch stellen Intensivmediziner und klinische Pharmakologen in ihren BeitrAgen die organbezogenen, aber auch arzneimittelbedingten Besonderheiten bei Patienten, die einer Intensivtherapie unterliegen, dar.
Durch Fortschritte in der Intensivtherapie haben heute auch Patienten mit schwersten Grunderkrankungen oder vital bedrohlichen Verletzungen eine deutlich verbesserte primare Uberlebenschance. Im Verlauf der haufig langfristig notwendigen Intensivtherapie kommt es bei diesen Patienten jedoch oftmals zu Funktionseinschrankungen oder Ausfallen eines oder mehrerer Organsysteme, ohne dass eine organspezifische Grunderkrankung als auslosende Ursache festzustellen ware. In dem vorliegenden Buch wird eine erste Bestandsaufnahme und Standortbestimmung zum Thema Einzelorganinsuffizienz und Multiorganversagen in der Intensivmedizin vorgenommen. Die Organinsuffizienz kann unabhangig von der Grundkrankheit auftreten, d.h. die notwendige Diagnostik und Therapie geht uber den Rahmen der fachspezifischen Betrachtung hinaus. Im Vordergrund der Diskussion stehen die Organe Niere, Leber, Lunge, Gehirn und das Herz-Kreislauf-System, wobei dem Multiorganversagen und den Auswirkungen einzelner Organinsuffizienzen auf die Infusions- und Ernahrungstherapie gezielte Aufmerksamkeit gewidmet wird.
Zufalle weisen gelegentlich die Forschung in eine bestimmte Rich- tung. Auch beziiglich der Luftembolie war der Zufall im Jahre 1971 bei der Obduktion einer jungen Frau, die Monate nach einer bei- derseitigen Tubenligatur an einer Gasembolie gestorben war, der AnlaB zu einer Serienuntersuchung wie zur Entwicklung einer neu- en MeBtechnik, die sich zur Routineuntersuchung eignet und exak- te Ergebnisse garantiert. Traumatologie und Technik in der Medi- zin gebieten heute in jedem Fall die Priifung auf Luftembolie, damit wertvolle Befunde zur KHirung der Todesursache nicht von vornherein verloren gehen. Die letzten Jahre haben das Span- nungsfeld zwischen Morphologie sowie physikalischer und chemi- scher MeBtechnik aufgezeigt. So moge dieses Buch den Anreiz ver- mitteln zur weiteren Erforschung der Luftembolie. Hans Joachim Mallach Inhaltsverzeichnis Vorbemerkung. . . . . . . . 1 1 Historischer Riickblick 3 2 Pathogenese der Luftembolie . 9 2. 1 Venose Luftembolie . . . . . 9 2. 1. 1 Eintritt der Luft in das GefaBsystem 9 2. 1. 2 Embolische Verschleppung der Luft 20 2. 1. 3 Pathophysiologische Folgen . . . . 21 2. 2 Arterielle Luftembolie . . . . . . . . 25 2. 2. 1 Eintritt der Luft in das GefaBsystem 25 2. 2. 2 Embolische Verschleppung der Luft . 30 2. 2. 3 Pathophysiologische Folgen . . . . . . 32 2. 3 Gekreuzte oder paradoxe Luftembolie . 34 2. 4 Die Caissonkrankheit als Sonderfall der Gasembolie 36 3 Methoden zum Nachweis der Luftembolie. . . 41 3. 1 Physikochemische Luft- bzw. Gasnachweise . 41 3. 1. 1 Nachweistechniknach Mercier (1837) . . . . 41 3. 1. 2 Klassische N achweistechnik nach Richter (1905) 41 3. 1. 3 Nachweistechniknach W. K. Schmidt (1979) .
Vom 11.-14. 9. 1985 fand in Graz der ZAK 85, die 19. gemeinsame Tagung der Deutschen Gesellschaft fur Anasthesiologie und In- tensivmedizin, der Schweizerischen Gesellschaft fur Anasthesio- logie und Reanimation (Societe Suisse d' Anesthesiologie et de Reanimation) und der OEsterreichischen Gesellschaft fur Anasthe- siologie, Reanimation und Intensivtherapie statt. Die nunmehr vorliegenden Kongressbande geben die ungekurzten wissenschaft- lichen Vortrage wieder, die zu den Hauptthemen und Workshops von den zur Teilnahme eingeladenen namhaften deutschsprachi- und auslandischen Kollegen gehalten wurden. gen Im vorliegenden Band werden neue Aspekte des Monitoring, der Intensiv- und Notfallmedizin behandelt. Im ersten Haupt- thema wird das Augenmerk auf neue Trends im Monitoring und auf neue und altere, nicht invasive Groessen der Kreislauf"uberwa- chung, sowie das EEG und EP-Monitoring in Operationssaal und Intensivstation gelenkt. In der Intensivmedizin wird das schwere Schadel-Hirn-Trauma mit intrakraniellem Druck, Pro- gnose-und Outcome-Untersuchungen sowie das ARDS und neue Wege der Beatmungstherapie, Hamofiltration und der UEberwachung beschrieben. Im letzten Teil dieses Bandes wird die Notfall- und Katastrophenmedizin mit den neuesten Entwicklungen in der Technik der Reanimation, der Medikamentengabe und den neuen Organisationsstrukturen in den Landern Deutschland und OEsterreich gebracht. Die optimale Mitarbeit der Autoren hat es ermoeglicht, dass die Kongressbande nur wenige Monate nach Ende des Kongresses in gedruckter Form vorliegen koennen. Dem Springer-Verlag sei fur die ausgezeichnete Zusammenarbeit und den schnellen Druck ge- dankt, der die volle Aktualitat durch eine so fruhzeitige Heraus- gabe der beim ZAK 85 in Graz gebrachten wissenschaftlichen Ar- beiten ermoeglicht hat.
Vom 11.-14.9. 1985 fand in Graz der ZAK 85, die 19. gemeinsame Tagung der Deutschen Gesellschaft fur Anasthesiologie und In- tensivmedizin, der Schweizerischen Gesellschaft fur Anasthesio- logie und Reanimation (Societe Suisse d' Anesthesiologie et de Reanimation) und der Osterreichischen Gesellschaft fur Anasthe- siologie, Reanimation und Intensivtherapie statt. Die nunmehr vorliegenden Kongrel3bande geben die ungekurzten wissenschaft- lichen Vortrage wieder, die zu den Hauptthemen und Workshops von den zur Teilnahme eingeladenen namhaften deutschsprachi- gen und auslandischen Kollegen gehalten wurden. 1m vorliegenden Band wird das Hauptthema dieses Kongresses behandelt, namlich die Anasthesie im kleinen und mittleren Krankenhaus. Anhand von Umfragen in der Schweiz, Osterreich und der Bundesrepublik Deutschland wurden die Fragen der per- sonellen Besetzung, der Zahl der Anasthesien, der Ausstattung der Operationssale, des Aufwachraumes und der Intensivpflege- station sowie Struktur und Leitung von Anasthesieabteilungen diskutiert. In einem weiteren Workshop wurden Fragen der Si- cherheit in der Anasthesie behandelt - ein Problem, das fur jedes Krankenhaus von grol3ter Bedeutung ist und fUr das nunmehr grundlegende Richtlinien existieren. Dariiber hinaus wird in die- sem Band auch die Transfusionsmedizin mit dem aktuellen Stand der Bluttransfusion, Autotransfusion und Hamodilution sowie den humoralen Faktoren behandelt. Die optimale Mitarbeit der Autoren hat es ermoglicht, dal3 die Kongrel3bande nur wenige Monate nach Ende des Kongresses in gedruckter Form vorliegen konnen. Dem Springer-Verlag sei fUr die ausgezeichnete Zusammenarbeit und den schnellen Druck ge- dankt, der die volle Aktualitat durch eine so friihzeitige Heraus- gabe der beim ZAK 85 in Graz gebrachten wissenschaftlichen Ar- beiten ermoglicht hat.
In den letzten Jahren beobachten wir eine Zunahme grosser chirurgischer Eingriffe bei Patienten mit hohem Narkose- und Operationsrisiko. Trotz dieser Entwicklung ist eher eine Abnahme der intraoperativen Komplikationshaufigkeit zu verzeichnen [21, 101]. Dabei hat die zunehmende Sicherheit des Patienten im Operationssaal in einigen Fal- len das Problem der Narkose- und Operationsletalitat in die postoperative Phase verschoben. Schon in der vielzitiert n Studie des Baltimore Anesthesia Study Committee [154] wurde diese Tendenz sichtbar, denn uber 50% toedlicher teilweise anasthesiebedingter Komplikationen wurden postoperativ beobachtet. Auch neuere Untersuchungen von Harrison et al. [91] und Marx et al. [135] bestatigen dieses Ergebnis. Dabei ist das Auftreten postoperativer Komplikationen eng mit Vorerkrankungen des Patienten verbunden. Insbesondere erhoehen bronchopulmonale und kardiale Vor- erkrankungen sowie eine Operationsdauer uber 120 min bei Abdominalchirurgie das postoperative Risiko [132]. Die kardiale Gefahrdung steigt deutlich, wenn praoperativ ein Herzinfarkt vorliegt und im perioperativen Verlauf niedrige Blutdrucke beobachtet werden [77, 187, 190]. Es ist jedoch noch ungeklart, aus welchen Grunden und zu welchem Zeitpunkt ein perioperativer Herzinfarkt bei Fehlen einer identifizierbaren Periode niedriger Blut- drucke ausgeloest wird. Vormittag et al. [197] wiesen in diesem Zusammenhang bereits auf die Bedeutung der unmittelbaren postnarkotischen Reflexaktivierung als moegliche Herzinfarktursache hin, und auch in der neueren Untersuchung von Rao et al. [159] wird die Verminderung der Haufigkeit des postoperativen Myokardinfarkts auf eine blutdrucknormalisierende Therapie in der fruhen postnarkotischen Periode bezogen.
Vom 11.-14.9. 1985 fand in Graz der ZAK 85, die 19. gemein- same Tagung der Deutschen Gesellschaft fur Anasthesiologie und Intensivmedizin, der Schweizerischen Gesellschaft fUr Anas- thesiologie und Reanimation (Societe Suisse d' AnestMsiologie et de Reanimation) und der Osterreichischen Gesellschaft fUr Anas- thesiologie, Reanimation und Intensivtherapie statt. Die nunmehr vorliegenden KongreBbande geben die ungekurzten wissenschaft- lichen Vortrage wieder, die zu den Hauptthemen und Workshops von den zur Teilnahme eingeladenen namhaften deutschsprachi- gen und auslandischen Kollegen gehalten wurden. 1m vorliegenden Band wird der aktuelle Stand der klinischen Anasthesie mit den neuesten Forschungsergebnissen aus der In- halationsanasthesie, dem Pro und Kontra neuer i. v. Anasthetika, Muskelrelaxanzien und Antagonisten sowie der Pharmakodyna- mik und Pharmakokinetik der Inhalations-und i. v. Anasthetika behandelt. Gerade auf dem Gebiet der i. v. Anasthetika sind neue Forschungsergebnisse und Erfahrungen aus der klinischen For- schung mit den neuesten Mitteln niedergelegt. Die optimale Mitarbeit der Autoren hat es ermoglicht, daB die KongreBbande nur wenige Monate nach Ende des Kongresses in gedruckter Form vorliegen konnen. Oem Springer-Verlag sei fUr die ausgezeichnete Zusammenarbeit und den schnellen Druck ge- dankt, der die volle Aktualitat durch eine so friihzeitige Heraus- gabe der beim ZAK 85 in Graz gebrachten wissenschaftlichen Ar- beiten ermoglicht hat.
Sympathikomimetika werden dank ihrer rasch einsetzenden und sehr starken Wirkung oft bei bedrohlichen Krankheitsbildern in der Notfall- und in der Intensivmedizin eingesetzt. Sowohl die Schwere der so zu behandelnden Krankheitsbilder wie auch die starke Wirksamkeit und schmale therapeutische Breite dieser Substanzen erfordern ein ganz besonders gutes Verstandnis der Wirkungsgrundlage einerseits und der Pathophysiologie des jeweiligen Krankheitszustandes andererseits. Das Buch vermittelt dem Arzt ein besserers Verstandis fur die Wirkung dieser hochpotenten Pharmaka und gibt ihm die Moglichkeit einer besseren Differentialtherapie besonders bei schweren und schwersten Krankheitsbildern.
Seitdem vor nunmehr acht Jahren in dieser Schriftenreihe der Band 18 "Lokalanasthesie" veroffentlicht worden ist und darin ein kleiner Abschnitt auch der Behandlung chronisch Schmerzkranker gewidmet war, hat sich die Algesiologie mehr und mehr als interdisziplinares Interessengebiet fortentwickelt und ist aus der "simplen" Applikation von Analgetika oder Lokalanasthetika die komplexe Therapie der "Schmerzkrankheit" geworden. DaB dabei gerade der Anasthesiologie eine nicht unbedeutende Teilfunktion zukommt, darf nicht wundemehmen. 1st es doch immer schon die edelste und eigentlich zentrale Aufgabe unseres Fachgebietes gewesen, Schmerzen operativ zu verhindem oder postoperativ zu lin- demo Von diesem Konzept fUhrt nur ein kleines Sttick Weges zur Mitbehandlung auch des chronischen Schmerzes, wobei wir unser Wissen und Konnen sinnvoll anwenden sollen, uns aber ebenso sinnvoll in den interdisziplinaren Reigen der Algesiologen einzugliedem haben. In diesem Sinne wurde auch das Programm des Linzer Workshops gestaltet, dessen Bespre- chungsergebnisse in diesem Band vorgelegt werden. Die breite Streuung der Interessenge- biete fUhrt von der Pharmakologie und Physiologie tiber die Anasthesiologie, die Innere Medizin, die Neurologie und Psychiatrie, die Physikalische Medizin und die Orthopadie bis hin zur Neurochirurgie und Radiotherapie. Die Referenten, die sich in dankenswerter Weise fUr diese Aufgabe zur Verfiigung gestellt haben, sind - jeder auf seinem Spezialgebiet- anerkannte Wissenschaftler und sachkundige Top experts. Das gemeinsame Streben, welches in allen Beitragen zum Ausdruck kommt, ist in einer Optimierung der Schmerztherapie zu sehen.
Das Buch gibt in didaktisch ubersichtlicher Form einen ausgezeichneten Einblick in das Gebiet der Kinderanasthesie. In der vollstandig uberarbeiteten 3. Auflage dieses bewahrten Taschenbuchs wurden die aktuellen Entwicklungen berucksichtigt. Alle Kapitel wurden auf den neuesten Stand gebracht sowie ein Kapitel uber Regionalanasthesie neu aufgenommen. Im Bereich der kardiopulmonaren Reanimation finden die neuesten Empfehlungen der American Heart Association Berucksichtigung. Das Taschenbuch eignet sich hervorragend als Informationsgrundlage und Uberblick fur Anasthesisten und Pflegepersonal in der Weiterbildung sowie fur Studenten hoherer Semester und vermittelt ausserdem Padiatern und Kinderchirurgen Verstandnis fur die Probleme des jeweils anderen Fachgebiets. Aus den Besprechungen: ..". Allen Arzten, im besonderen Padiatern und Anasthesisten, denen Neugeborene, Sauglinge und Kleinkinder, die operiert werden mussen, anvertraut werden, ist dieses Buchlein als wertvoller Wegweiser bei der praktischen Tatigkeit warmstens zu empfehlen." "Wiener klinische Wochenschrift" #1"
Die zentraleuropiiischen gemeinsamen Kongresse der drei vorwie- gend deutschsprachigen Aniisthesiegesellschaften der Bundesrepublik . Deutschland, Osterreichs und der Schweiz geben Gelegenheit zum aus- giebigen Austausch von Erfahrungen und zur Dadegung der aktuellen Probleme. Dies war auch wiederum der Fall beim ZAK 1983, der damals im Herbst stattfand und von 2100 Teilnehmem besucht wurde. Allen Vorsitzenden und Mitwirkenden, die Sitzungen vorbereitet und geleitet oder durch Vortriige zum guten Gelingen beigetragen haben, sei hier herzlich gedankt. Auch gedenken wir in Dankbarkeit der gro en Vorarbeit, die unser leider kurz vor dem Kongre verstorbene Priv.-Doz. Dr. G. Haldemann, Aarau, a1s damaliger Leiter des Wissen- schaftlichen Komitees geleistet hat. Die Kurzfassungen der mehr als 600 Beitriige, d. h. aller Referate, auch der freien Vortriige, der Poster, der Filmsessionen und des Indu- strieforums wurden am Kongre beginn in einem Abstraktband, der als Supplementum der Zeitschrift Der Anaesthesist erschienen ist, abgege- ben. Die Vortriige zu den Hauptthemen ergeben drei Biinde der Schrift- reihe Anaesthesiologie und Intensivmedizin. Dabei wurden fachlich zusammengehorende oder verwandte Themen nach Moglichkeit zu- sammengef t. Der vorliegende Band I enthiilt die Referate, Diskussionen und Rundtischgespriiche tiber Notfallmedizin, Reanimation, Schadel- Hirn-Trauma, ARDS und Hochfrequenzbeatmung. 1m etwas umfang- reicheren zweiten Band sind die eher verfahrensspezifischen und phar- makologischen Themen untergebracht, und die Vortriige im dritten Band befassen sich vorwiegend mit der Anasthesie in der Herzchirurgie verschiedener Altersgruppen wie auch beim arteriosklerotischen Patien- ten, mit der EPH-Gestose und mit der Emiihrung in der postoperativen Friihphase.
Kolloidale Infusionsloesungen sind wesentlicher Bestandteil der prima- ren Volumenersatztherapie, sie sind erforderlich fur die pra- und intra- operative Hamodilution und werden in zunehmendem Umfange zur In- duktion einer Hamodilution bei peripheren und zerebralen Durchblu- tungsstoerungen angewandt. Unter den Kolloiden kommt den Loesun- gen von Dextran 60 und Dextran 40 aufgrund der sicheren Volumen- effekte, der gunstigen Wirkung auf die Fliesseigenschaften des Blutes und die Mikrozirkulation und ihrer sicheren antithrombotischen Wir- kung besondere Bedeutung zu. Allen Kolloiden gemeinsam sind Unver- traglichkeitsreaktionen anaphylaktoider bzw. anaphylaktischer Natur, die mit einer Haufigkeit von etwa 1% auftreten, jedoch im Einzelfall von lebensbedrohendem Charakter sein koennen. Schwere Zwischenfal- le mit z. T. letalem Ausgang sind immer wieder nach Infusion von we- nigen Millilitern Dextran berichtet worden, diese Nebenwirkungen ha- ben die Anwendung von Dextran in den letzten Jahren stark belastet. Aus diesem Grunde wurden vor etwa 15 Jahren von der Arbeits- gruppe Messmer, Richter und Hedin systematische Untersuchungen zur Frage des Pathomechanismus und einer moeglichen Pravention dieser Reaktion aufgenommen. Im Band 111 dieser Reihe hat Johannes Ring die Ergebnisse einer multizentrischen Studie zur Frage anaphylaktoi- der Reaktionen nach Infusion naturlicher und kunstlicher Kolloide vor- gelegt. Erstmals war in dieser Studie gezeigt worden, dass im Serum von Patienten, die eine schwere anaphylaktoide Reaktion nach Infusi- on von Dextran erlitten haben, Titer gegen Dextran gerichteter Anti- koerper nachweisbar sind.
Den AnstoB zu der vorliegenden Abhandlung gab die tiigliche Arbeit auf einer piidiatrischen Intensivstation. Etwa 70% der yom Autor betreuten Patienten waren wegen schweren Lungenerkrankungen beatmet, der groB te Teil davon (in der Aufbauphase der Station vor mehr als 10Jahren) Froh- und Neugeborene sowie junge Siiuglinge. Gerade bei den kleinsten Kindem waren die Therapieergebnisse, trotz des groBen Aufwandes, kaum besser als zu Ylppos Zeiten. Die noch keineswegs befriedigenden Resultate forderten das Bemuhen urn eine Verbesserung der Beatmungsbehandlung schwerstkranker Froh und Neugeborener sowie junger Siiuglinge geradezu heraus. Auf 2 Hauptwegen wurde versucht, das gesteckte Ziel zu erreichen. 1. Es wurde ein Therapie-(Beatmungs-)geriit entwickelt, das moglichst weitgehend an die Bedurfnisse der beschriebenen Patientengruppe adaptiert ist. AuBerdem wurden MeB- und Recheneinrichtungen ge schaffen, die eine umfangreiche Erfassung der lungenphysiologischen Werte unter den Bedingungen der Beatmung erlauben. 2. Es wurden Richtlinien erstellt, nach denen die Beatmungsparameter entsprechend der jeweiligen Lungensituation des einzelnen Patienten moglichst optimal gewiihlt werden konnen. Auf die Methoden der Stati stik muBte verzichtet werden, da sich die lungenphysiologischen Werte der einzelnen Patienten stark unterscheiden. AuBerdem iindem sich die mechanischen Werte der Lunge jedes Patienten erheblich wiihrend der gesamten Beatmungszeit. Sinn der Arbeit ist nicht die zweckfreie Forschung. Vielmehr handelt es sich urn eine zweckgebundene iirztliche Entwicklungsaufgabe, zu deren Erfullung allerdings ein nicht geringes MaB an Grundlagenforschung be trieben werden muBte.
sind: durch unermiidliches Nachhaken beim Einen und durch behutsa- mes Beschneiden der "Datenfiille" beim Anderen. Dafiir gilt dem Heraus- geber unser Dank. Oem Buch ist eine weite Verbreitung zu wiinschen, da- mit es die ihm zugedachte Funktion erfiillen kann: der Erhaltung und Pflege eines kollegialen ZusammengehOrigkeitsgefiihls innerhalb unseres Fachgebietes im gesamten deutschsprachigen Raum. Erlangen, im Herbst 1985 Professor Dr. med. E. Riigheimer VI Geleitwort zur zweiten Auflage Das Geleitwort zur ersten Auflage dieses Buehes sehrieb im Sommer 1965 Prof. Dr. Cornelius R. Ritsema van Eek, damals Ordinarius fUr Anaesthe- siologie an der UniversiUit Groningen, Holland, und Prasident des Welt- bundes der Anaesthesiegesellsehaften von 1960 bis 1964. Derzeit, namlieh von 1972 bis 1976, ist ein Anaesthesist aus dem deutseh- spraehigen Raum fUr wiirdig befunden worden, als Priisident der W.F.S.A. zu amtieren; eine Tatsaehe, die ieh nieht nur als personliehe, sondern aueh als Anerkennung fur aIle in diesem Verzeiehnis angefUhrten Kolleginnen und Kollegen betraehtet wissen moehte.
"Der Tatsache, d jede Transfusion fremden Blutes naturgemaE eine, Fehltransfusion' sein muE, wird im allgemeinen zu wenig Bedeutung beigemessen". Dieser Satz eines namhaften deutschen Trasfusionsme- diziners verlangt es, von uns ernst genommen zu werden, denn in der Tat kann trotz Beachtung der ABO-Blutgruppen, der Rhesusgruppen und eventueller Untergruppen das Blut eines Spenders mit dem des Empfangers nahezu nie absolut identisch sein. Dies ist einer der Beweg- grtinde, die in der jilngeren Vergangenheit zu einer gewissen Renaissance der intraoperativen Autotransfusion gefiihrt haben. Dariiber hinaus gilt als sicher, d durch Blutgaben tibertragbare Infektionskrankheiten wie Transfussionshepatitis, Zytomegalie- und Epstein-Barr-Virus-Erkran- kungen sowie die derzeit viel diskutierte Erkrankung AIDS durch Auf- arbeitung und Retransfusion des korpereigenen Blutes wenn nicht ganzlich verrnieden, so doch zumindest vermindert werden konnen. Die praoperative Blutentnahme, evtl. in Verbindung mit Tiefkiihl- konservierung von Frischplasma und/oder Erythrozyten, die isovolii- mische Hamodilution, aber auch erganzende Verfahren, wie z. B. kilnst- liche Hypotension sind geeignet, den intraoperativen Fremdblutbedarf zu reduzieren. Solange der Einsatz kilnstlicher sauerstofftransportieren- der Losungen noch den Forschern und nicht den Klinikern vorbehal- ten bleibt, kann die intraoperative Autotran fusion als ein sinnvolles alternatives oder erganzendes Verfahren der Fremdbluteinsparung an- gesehen werden.
Der vorliegende Band enthalt die Vortrage zu den Hauptthemen so wie die der Panels vom Deutschen Anasthesiekongress 1982 (DAC '82). Durch die Hauptthemen: "Der Umgang des Anasthesisten mit dem wachen Patienten" und "Interaktionen der Anasthesiologie" sollten bei diesem Kongress alle die angesprochen werden, die neben der wissenschaftlichen Forschung auch am Zweck dieser Forschung interessiert sind, weil die letzten Endes doch da ist fUr einen Patien ten, der zunehmend von unseren technischen Moglichkeiten irri tiert wird. Der Patient ist immer Mittelpunkt unserer Arbeit gewe sen, oft aber im Sinne von "Objekt." Wir sollten lernen, ihn als "Subjekt" zu sehen, als "patiens," der unseren Medizinbetrieb "er leiden" muss, wenn er gesund werden will. Wenn wir auf unsere Pa tienten wirklich eingehen, werden wir viele ihrer Aggressionen ab bauen. Nicht nur die klinische Anasthesie, auch die Forschung in der Anasthesie muss sich heute der Forderung nach "mehr Humanitat" stellen; das fordert nicht nur arztliche Ethik von uns, das verlangt heute auch die Rechtsprechung, wenn sie das Personlichkeitsrecht jedes einzelnen so entscheidend betont."
Die Anaesthesiologie hat in Klinik und Wissenschaft in den ver- gangenen Jahren enorme Fortschritte gemacht. Eine zunehmende Zahl speziell fur dieses Fach ausgebildeter Facharzte, besser steu- erbare Medikamente mit geringeren Nebenwirkungen, technisch immer ausgereiftere Narkosegerate und schliesslich immer ausge- feiltere UEberwachungsmoeglichkeiten haben dazu gefuhrt, dass im- mer mehr Patienten in hoeherem Alter und mit zahlreichen Vor- oder Nebenerkrankungen immer groesseren Eingriffen in den ver- schiedensten operativen Fachern unterzogen werden. Gleichzeitig wuchs die Sicherheit fur den Patienten, Risikofaktoren koennen fruhzeitig erkannt und in der perioperativen Phase in ihren verschiedenen, meist negativen Auswirkungen kompensiert wer- den. Patienten, die sich gefass sklerotisch bedingten Eingriffen an den grossen Gefassen unterziehen mussen, sind eine beispielhafte, risiko behaftete Gruppe. Koronare Herzkrankheit und einge- schrankte kardio-zirkulatorische Adaptationsfahigkeit, sklerose- bedingte Gefahr der zerebralen Minderdurchblutung bei nicht ausreichend effizientem Kreislauf, Hypertonus oder Diabetes mellitus sind Faktoren, die neben einer oft vorbestehenden Lun- genveranderung wie dem Emphysem des chronischen Rauchers in ihrer Multimorbiditat den Patienten bedrohen. Mein Mitarbeiter Priv.-Doz. Dr. Reinhart hat sich seit einigen Jahren mit Fragen der Reaktion von Herz und Kreislauf auf wah- rend der Anaesthesie zugefuhrte Medikamente und deren Aus- wirkungen auf die Sauerstoffversorgung der Organe beschaftigt. |
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