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Books > Social sciences > Psychology > Sexual behaviour
Aus Vorlesungen und arztlichen Fortbildungskursen entstan den, soil
dieses Biichlein dem praktizierenden Arzt die Moglichkeit geben,
sich iiber Klinik, Diagnose und Therapie der Harnrohren gonorrhoe
des Mannes zu informieren. Es wurden die wichtigsten neueren
Errungenschaften der Forschung auf diesem Gebiete mit den alten,
aus jahrzehntelangen Beobachtungen gewonnenen Re sultaten
wiedergegeben. Wiederholung aItbekannter Tatsachen war daher
unvermeidlich. Andererseits muBten gelegentlich theoretische
Erorterungen gemacht werden, sofern sie fiir das Verstandnis von
Notwendigkeit waren. lch habe die Ergebnisse oft tabellarisch
zusammengestellt, da die schematische Darstellung wesentlich zur
Erfassung des Gesagten beitragt. Besonderer Wert wurde auf die
Differentialdiagnose gelegt, wobei Exkursionen auf dem Gebiete der
Urologie unvermeidlich waren. Denjenigen, die sich eingehender mit
dieser Materie befassen wollen, sei das ausgezeichnete Buch von
Buschke und Langer (Lehrbuch der Gonorrhoe, Julius Springer, Berlin
1926) empfohlen. Beziiglich ausfiihrlicher Darstellung der Therapie
verweise ich auf meine Monographie "Die medikamentOse Behandlung
der Harnrohrengonorrhoe des Mannes und ihre pharma kologischen
Grundlagen" (Urban & Schwarzenberg, Wien und Berlin, 1925).
Wien, im September 1931. Alfred Perutz. Inhaltsverzeichnis. Scite
I. Anatomische, physiologische und pharmakologische V -
bemerkungen_ _. . . . . . . . . . . . . 1 II. Untersuchungsmethoden
und Differentialdiagnose. . . 10 III. Die Klinik der akuten
Urethritis. . . . . . 31 IV. Die Behandlung der akuten Urethritis
und ihrer Komp- kationen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 63 .
. . . V. Die chronische Gonorrhtie der Harnrtihre und ihrer Adnexe,
sowie ihre Behandlung . . . . . . . . . . . 84 VI.
Abortivbehandlung und Feststellung der Heilung . 92 Sachverzeichnis
. . . . . . . . . . . . . . 100 I. Aoatomische, physiologische nod
pharma kologische Vorbemerknogeo."
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Insight
(Paperback)
Michelle Sleight
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Dieser Buchtitel ist Teil des Digitalisierungsprojekts Springer
Book Archives mit Publikationen, die seit den Anfangen des Verlags
von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv
Quellen fur die historische wie auch die disziplingeschichtliche
Forschung zur Verfugung, die jeweils im historischen Kontext
betrachtet werden mussen. Dieser Titel erschien in der Zeit vor
1945 und wird daher in seiner zeittypischen politisch-ideologischen
Ausrichtung vom Verlag nicht beworben.
Bei den niederen, bei den hoch entwickelten Tierarten und auch beim
Menschen wird das Geschlecht des Individuums durch bestimmte
korperliche Eigenschaften gekennzeichnet, die von Hunter als sekun
dare Geschlechtscharaktere bezeichnet wurden; das Genitale als
Ganzes stellte nach seiner Auffassung einen primaren Geschlechts,
charakter dar, aIle ubrigen Geschlechtsmerkmale die sekundaren.
Darwin fand bei Tierarten mit getrennten Geschlechtern eine Ab
weichung der Reproduktionsorgane bei den Mannchen und den Weib chen
und fa. Bte deshalb diese Organe als primare Geschlechtscharak tere
auf; er konnte weiter feststellen, da. B geschlechtscharaktere,
welche in keinem direkten Zusammenhang mit dem Akte der Re
produktion stehen, nur bei einem Geschlecht angelegt sein konnen,
bei dem anderen aber voIlstandig fehlen; so kommen z. B. bei den
Mannchen einzelner Tierarten bestimmte Sinnesorgane oder Be
wegungsvorrichtungen vor, die nur dem Zweck dienen, das Weibchen
leichter zu erreichen. Es lag nahe, die Entwicklung der die
Geschlechter charakterisierenden Eigenschaften in einen
Zusammenhang mit der Keimdruse zu bringen, demjenigen Organe, in
dem man schon damals Einflusse vermutete, die bestimmend auf das
Geschlecht des Indivi duums einwirken sollten. Virchow war einer
der ersten, der die Tatigkeit der Keimdrusen mit der Entstehung der
charakteristischen Geschlechtszeichen in Verbindung brachte und auf
die Bedeutung der Generationsdruse aufmerksam machte, die nach
seiner Auffassung charakteristisch fur das betreffende Geschlecht
ware."
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