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Books > Medicine > Other branches of medicine > Forensic medicine
Die Rontgenologje, die ungemein befruchtend und revolutionierend
die Medizin beeinfluBt und weitergefiihrt hat, zeitigte immer dort
ihre hervorragend sten Ergebnisse, wo strengste Kritik, am
anatomischen Substrat geschult, Leitmotiv ihrer Untersuchungen und
Deutungen war. Da, wo sie frei von speku lativer Auswertung ihre
formalen Ergebnisse dem pathologisch-anatomischen Bild
gegeniiberstellte, erwuchsen die sicheren Grundlagen der
Diagnostik. Die moderne rontgenologische Diagnostik der Magen- und
Darmerkrankungen wurde entscheidend beeinfluBt durch Arbeiten von
FORSSELL, AKERLUND, BERG u. a., die eine spiegelbildliche
Darstellung der pathologisch-anatomischen Ver haltnisse erstrebten.
Aus der wechselseitig befruchtenden Bindung zwischen Rontgenologie,
Innerer Medizin, Chirurgie und Pathologie erwuchsen die Fragen und
die Er gebnisse, die hier ihren Niederschlag finden. KONJETZNY
hatte sein chirurgisch gewonnenes Material kleiner und kleinster
Krebse festgelegt. Die anatomischen Formen lagen vor uns. Nun galt
es, mit subtilster Schleimhautdarstellung Friihformen des
Magenkrebses bei der Rontgenuntersuchung aufzuspiiren, zu
differenzieren, mit den anatomischen Befunden zu vergleichen und
ihre charak teristischen Eigenarten als Spiegelbild auf den Film zu
bannen. Von den zahl reichen Ergebnissen einer systematischen Suche
nach dem kleinen Krebs, der bei zunehmender Kenntnis der Formen
seinen anfanglichen Raritatswert schon lange verloren hat, solI
eine Anzahl von Fallen, die den Weg zur Friihdiagnose weisen, hier
festgelegt werden. Sie werden beweisen, daB die an die Rontgeno
logen gestellte Forderung nach der Friihdiagnose des Magenkrebses
realisiert worden ist. Die Rontgenologie als eine
makroskopisch-formale Untersuchungs methode ist in der Lage, die
Morphologie des kleinen und auch des beginnenden Krebses zu
erfassen und auch zu deuten."
Dieser Buchtitel ist Teil des Digitalisierungsprojekts Springer
Book Archives mit Publikationen, die seit den Anfangen des Verlags
von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv
Quellen fur die historische wie auch die disziplingeschichtliche
Forschung zur Verfugung, die jeweils im historischen Kontext
betrachtet werden mussen. Dieser Titel erschien in der Zeit vor
1945 und wird daher in seiner zeittypischen politisch-ideologischen
Ausrichtung vom Verlag nicht beworben.
Wir haben uns seit einem Jahrzehnt um das Problem von Ursache und
Werdegang der typischen Geschwiirsbildung im Magen und Duodenum
bemiiht. Umfassende, miihevolle Untersuchungen an einem
pathologisch-anatomisch und klinisch vergleichend ausgewerteten
sehr groBen Material haben uns zu der schon alten Meinung von der
entziindlichen Grundlage des Magen-Duodenal geschwiirs
zuriickgefiihrt. 1m wesentlichen unsere Untersuchungen haben aber
diese meist nur auf unbestimmte Vermutungen sich stiitzende Meinung
streng pragmatisch zu klarer sachlicher Vorstellung hinaufgefiihrt.
Sie haben durch die letzte Arbeit Puhls einen gewissen AbschluB
erreicht. Daraus Ieite ich die Berechtigung her, eine
zusammenfassende Darstellung iiber dieses Gebiet der atiologischen
Krankheitsforschung zu geben, die eine besonders dem Kliniker
wichtige Ubersicht und Umschau vermitteln solI. Sie solI aber auch
zu einer nach Lage der Dinge notwendigen allgemeineren Erorterung
anregen, von der eine fiir den Arzt dringende, endliche Klarung der
praktisch so wichtigen typischen Geschwiirskrankheit des Magens und
des Duodenum zu erwarten steht. Meinen lVlitarbeitern Kalima
(Helsingfors) und Puhl (Kiel) gebiihrt mein herzlicher Dank. Auch
dem Verleger bin ich fiir sein groBziigiges Eingehen auf meine
Wiinsche beziiglich des zum Verstandnis notwendigen
Anschauungsmaterials zu beson derem Dank verpflichtet. Chemnitz, im
Dezember 1929. GeOl'g' Ernst Konjetzny. In halt verzeichnis. Seite
Literatur . . . . . . . . . . . . . . 5-14 Einleitung . . . . . . .
. . . . . 14 Theorien der Geschwiirsbildung 16 I. Chemische
Theorie. . 16 II. Infarkttheorie . . . . 19 III. Traumatische
Theorie 21 IV. Entziindungstheorie . 21 A. Bakterielle Ursache der
Geschwiirsbildung 21 B. Nichtbakterielle Entziindung als Ursache
der GeschwiirsbiIdung . 23 1. Altere Ansichten. . . . . . . . . .
23 2. Neu 'lre und neueste Untersuchungen . . . . . . . . . . . .
25 3. Untersuchungen der Kieler Klinik . . . . . . . . . . . . ."
Dieser Buchtitel ist Teil des Digitalisierungsprojekts Springer
Book Archives mit Publikationen, die seit den Anfangen des Verlags
von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv
Quellen fur die historische wie auch die disziplingeschichtliche
Forschung zur Verfugung, die jeweils im historischen Kontext
betrachtet werden mussen. Dieser Titel erschien in der Zeit vor
1945 und wird daher in seiner zeittypischen politisch-ideologischen
Ausrichtung vom Verlag nicht beworben.
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Book Archives mit Publikationen, die seit den Anfangen des Verlags
von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv
Quellen fur die historische wie auch die disziplingeschichtliche
Forschung zur Verfugung, die jeweils im historischen Kontext
betrachtet werden mussen. Dieser Titel erschien in der Zeit vor
1945 und wird daher in seiner zeittypischen politisch-ideologischen
Ausrichtung vom Verlag nicht beworben.
Dieses Buch ist nicht nur dem Bestreben entsprungen, das nur
teilwci c und dann unvollstandig bearbeitete Gebiet der
Rontgendiagnostik der intra, thorakalen Geschwulste auf Grund
eigener sehr umfangreicher, in den Instituten KIENBOCK und
HOLZKNECH'f gewonnener Erfahrung und unter Zuhilfenahme des
gesamten in der Weltliteratur niedergelegten Materials
handbuchmassig, also moglichst vollstandig und allseitig betrachtet
und ubersichtlich darzustellen, sondern es hat mich vor allem die
Aufgabe gelockt, an einem der schwierigsten Kapitel der klinischen
Rontgenologie eine wenig beachtete und meist unvoll kommen geubte
rontgendiagnostische Betrachtungsweise anzuwenden, die sich mir
bisher didaktisch in Vorlesungen und Arztekursen, aber auch
praktisch diagnostisch seit Jahren bewahrt hat. Die Einzelheiten
dieser Betrachtungsweise sind im ersten Kapitel eingehend
behandelt. Im wesentlichen handelt es sich darum, den fur eine
bestimmte Erkrankung gultigen rontgenologischen Symptomenkomplex
nicht aus der summarischen Gegenuberstellung des ann, t, omischen
und des rontgenologischen Bildes zu gewinnen, sondern zunachst zu
erforschen, welchen Ausdruck jedes einzelne allgemeine und
spezielle pathologisch-anatomische Merkmal unter genauester
Beachtung der strahlenphysikalischen und optischen Gesetze und
Regeln im Rontgenbilde finden kann und dann aus den so gewonnenen
Bau steinen die rontgenologischen Symptomenkomplexe aufzubauen.
Ermoglicht wird dieses Vorgehen dadurch, dass unvergleichlich
haufiger und besser als durch andere Untersuchungsmittel durch die
Anwendung der Rontgenstrahlen die anatomischen Substrate der
Krankheiten direkt dargestellt werden konnen (wenn auch modifiziert
durch die physikalischen Eigenschaften der Rontgen strahlen),
wahrend die ubrigen diagnostischen Methoden - ausser den endo
skopischen - mehr auf indirekte Symptome angewiesen sind. Der hier
angedeuteten Darstellungsweise entsprechend sind auch die einzelnen
allgemeinen und speziellen Kapitel des Buches geordnet."
Die vorstehenden Ausfuhrungen verfolgen an dieser Stelle vor allem
den Zweck, die erhoehte Aufmerksamkeit der am Problem der Krebs-
bekampfung besonders interessierten Kreise auf die in Deutschland,
wohl zu Unrecht, zur Zeit nur wenig beachtete und augewandte
Diathermie- behandlung boesartiger Neubildungen hinzulenken. Es
wird dargelegt, dass diese Art des therapeutischen
Vorgehensingeeigneten Failen mit besonderem Vorteil an Stelle des
ublichen chirurgischen Verfahrens und an Stelle der
Strahlenbehandlung oder in Verbindung mit diesen Metho- den
angewandt werden kann. Auf die Kombination von strahlenthera-
peutischen Massnahmen mit chirurgischer Diathermie wird
hinsichtlich Indikationsstellung und Ergebnisse naher eingegangen,
da auf die sich hieraus ergebenden therapeutischen Moeglichkeiten
in der vorliegenden Literatur, soweit uns bekannt, nur
andeutungsweise bisher hingewiesen wurde. Ein kurzer
geschichtlicher UEberblick zeigt, dass die grundsatz- lichen
Vorzuge des Diathermieverfahrens bei der Behandlung boesartiger
Neubildungen schon vor 2 Jahrzehnten erkannt wurden und dass es
auch in Deutschland nicht an Bestrebungen gefehlt hat, dieser
Behandlungs- art Eingang zu verschaffen. Besondere Verdienste hat
sich hierbei Nagelschmidt erworben. In den neuzeitlichen
Krebsbekampfungszentra- len sollte neben dem Chirurgen und dem
Radiologen ein mit der Dia- thermiebehandlung vertrauter Therapeut
nicht mehr fehlen. Auf der anderen Seite ist weder der Wissenschaft
und dem arztlichen Ansehen noch dem Kranken gedient, wenn etwa die
chirurgische Diathermie als "neues Heilmittel fur bisher unheilbare
Krebse", als "unblutiges Opera- tionsverfahren" oder als "Ersatz
fur die Strahlentherapie" hingestellt wird.
Dieser Buchtitel ist Teil des Digitalisierungsprojekts Springer
Book Archives mit Publikationen, die seit den Anfangen des Verlags
von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv
Quellen fur die historische wie auch die disziplingeschichtliche
Forschung zur Verfugung, die jeweils im historischen Kontext
betrachtet werden mussen. Dieser Titel erschien in der Zeit vor
1945 und wird daher in seiner zeittypischen politisch-ideologischen
Ausrichtung vom Verlag nicht beworben.
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