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Seitdem durch L. PILLEMER und seine Mitarbeiter das Properdin
entdeckt wurde, hat die weitere Forschung iiber die Darstellung und
Messung des Pro- perdins sowie iiber dessen physikalisch-chemische
Eigenschaften einen groBen Umfang bekommen. Man hat im Sinne von
PILLEMER im Properdin einen nor- malen Bestandteil der
Plasma-EiweiBstoffe zu erblicken, dessen normale Funk- tion in
engem Zusammenhang mit der Eliminierung von funktionell verb rauch-
tem Zellmaterial stehen diirfte. Zu dieser Funktion braucht das
Properdin ein Reaktionssystem, ahnlich dem Komplementsystem, dessen
Teilfaktoren, ebenso wie das Properdin selbst, die Gegenwart von
Magnesium-lonen brauchen. Mit- tels dieses Reaktionssystems vermag
Properdin auf gewisse Zellen lytisch zu wirken, vermag gewisse
Bakterien zu vernichten und deren Phagozytose zu begiinstigen.
Damit scheint dem Properdin im Rahmen des unspezifischen Ab-
wehrvermogens des Elutes gegeniiber gewissen potentiellen
lnfektionserregern eine bedeutende Rolle zuzukommen. Es bleibt ein
groBes Verdienst von PILLE MER, im Properdin die erste meB- bare
Substanz im Serum fiir des sen unspezifische Bakterizidie
nachgewiesen zu haben. Seitdem hat eine internationale Arbeit iiber
das Properdin und seine Bedeutung fiir den gesunden und kranken
Organismus eingesetzt, die jetzt schon schwer zu iibersehen ist,
aber noch weiterhin zunehmen wird, da sich herausgestellt hat, daB
das Ab und Auf des Serumproperdintiters bei gewissen lnfektionen
sowie bei Behandlung mit Vakzinen ein MaB fiir die Resistenz des
Organismus ermoglicht und fiir viele altere Beobachtungen wie die
der WRIGHT- schen "negativen Phase" oder der MORGENROTHschen
"Depressionsimmunitat" eine erklarende Grundlage gibt.
Die neuen Er'kenntnisse von den Vorgangen bei dem allergischen Ge
schehen und die Fortschritte in der Behandlung der allergischen
Erkran kungen, insbesondere auch des Asthmas, haben eine vollige
Neubearbeitung der ersten Auflage notwendig gemacht, so dass ein
neues Buch entstanden ist. Auf die Vorgange, die zu den
allergischen Reaktionen fuhren, ist in grosserem Umfange
eingegangen als in der fruheren Auflage, aber doch nur in dem
Masse, welches zum Verstandnis der therapeutischen Massnahmen
notwendig ist. Der Abschnitt: Die Behandlung des Asthmas, ist
erweitert worden. Zu den alteren, schon in der ersten Auflage
erwahnten Methoden sind neue Behandlungsmethoden aufgenommen: Die
Pyriferbehandlung, die Uberwarmungsbader, die
Insulinschockbehandlung und andere. Die Pollenallergie
(Heuschnupfen) wurde in der ersten Auflage als Anhang abgefertigt.
In dieser neuen Auflage wird sie in einem besonderen Abschnitt
besprochen. Auch dieser Abschnitt wurde erweitert, im wesent lichen
durch eine ausfuhrlichere Besprechung der Therapie, die ja gerade
in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht hat. Das
inlandische und nach Moglichkeit auch das auslandische Schrifttum
ist in ausgiebigem Masse berucksichtigt. Ich bitte um Nachsicht,
wenn diese oder jene Arbeit, deren Ergebnis verwertet wurde, nicht
zitiert sein sollte. Marburg, Sommer 1952 FELIX KLEWITZ Die erste
Auflage wurde ins Spanische ubersetzt. INHALTSVERZEICHNIS Seite V
Vorwort ........ ."
Geschrieben steht: , Im Anfang war das Wort!' Hier stock' ich
schon! Wer hilft mir weiter fort? Ich kann das Wort so hoch
unmoeglich schatzen. Ich muss es anders ubersetzen, Wenn ich vom
Geiste recht erleuchtet bin, Geschrieben steht: , Im Anfang war der
Sinn!' Bedenke wohl die erste Zeile, Dass deine Feder sich nicht
ubereile! Ist es der Sinn, der alles wirkt und schafft? Es sollte
stehn: Im Anfang war die Kraft! Doch, auch indem ich dieses
niederschreibe, Schon warnt mich was, dass ich dabei nicht bleibe.
Mir hilft der Geist! auf einmal seh' ich Rat Und schreibe getrost:
, Im Anfang war die Tat!' Als ich in hohem Alter und durch
Krankheit schwer behindert den Entschluss fasste, mich noch einmal
wie schon so oft zuvor an das Allergieproblem heranzuwagen, kamen
mir diese Verse vor Augen, die Goethe seinen Faust sprechen lasst,
und es eroeffnete sich mir die Ein- sicht, dass auch ich nichts
anderes, vielleicht auch nichts Besseres tun koennte, als vom Wort
zum Sinn, vom Sinn zur Kraft und von der Kraft zur Tat
fortzuschreiten. Basel, am 1. Dezember 1951. R. Doerr.
Inhaltsverzeichnis.
The International Association of Forensic Nurses has developed The
Core Curriculum for Forensic Nursing, First Edition, for nurses who
aim to work in, and gain certification in the field. The book is
well illustrated with full cover photographs and images vital to a
solid understanding of forensic nursing. Written by the world's
experts in forensic nursing, the Core Curriculum for Forensic
Nursing offers a practical organization and writing style to help
with subject mastery and retention.
Die Rontgenologje, die ungemein befruchtend und revolutionierend
die Medizin beeinfluBt und weitergefiihrt hat, zeitigte immer dort
ihre hervorragend sten Ergebnisse, wo strengste Kritik, am
anatomischen Substrat geschult, Leitmotiv ihrer Untersuchungen und
Deutungen war. Da, wo sie frei von speku lativer Auswertung ihre
formalen Ergebnisse dem pathologisch-anatomischen Bild
gegeniiberstellte, erwuchsen die sicheren Grundlagen der
Diagnostik. Die moderne rontgenologische Diagnostik der Magen- und
Darmerkrankungen wurde entscheidend beeinfluBt durch Arbeiten von
FORSSELL, AKERLUND, BERG u. a., die eine spiegelbildliche
Darstellung der pathologisch-anatomischen Ver haltnisse erstrebten.
Aus der wechselseitig befruchtenden Bindung zwischen Rontgenologie,
Innerer Medizin, Chirurgie und Pathologie erwuchsen die Fragen und
die Er gebnisse, die hier ihren Niederschlag finden. KONJETZNY
hatte sein chirurgisch gewonnenes Material kleiner und kleinster
Krebse festgelegt. Die anatomischen Formen lagen vor uns. Nun galt
es, mit subtilster Schleimhautdarstellung Friihformen des
Magenkrebses bei der Rontgenuntersuchung aufzuspiiren, zu
differenzieren, mit den anatomischen Befunden zu vergleichen und
ihre charak teristischen Eigenarten als Spiegelbild auf den Film zu
bannen. Von den zahl reichen Ergebnissen einer systematischen Suche
nach dem kleinen Krebs, der bei zunehmender Kenntnis der Formen
seinen anfanglichen Raritatswert schon lange verloren hat, solI
eine Anzahl von Fallen, die den Weg zur Friihdiagnose weisen, hier
festgelegt werden. Sie werden beweisen, daB die an die Rontgeno
logen gestellte Forderung nach der Friihdiagnose des Magenkrebses
realisiert worden ist. Die Rontgenologie als eine
makroskopisch-formale Untersuchungs methode ist in der Lage, die
Morphologie des kleinen und auch des beginnenden Krebses zu
erfassen und auch zu deuten."
Dieser Buchtitel ist Teil des Digitalisierungsprojekts Springer
Book Archives mit Publikationen, die seit den Anfangen des Verlags
von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv
Quellen fur die historische wie auch die disziplingeschichtliche
Forschung zur Verfugung, die jeweils im historischen Kontext
betrachtet werden mussen. Dieser Titel erschien in der Zeit vor
1945 und wird daher in seiner zeittypischen politisch-ideologischen
Ausrichtung vom Verlag nicht beworben.
Wir haben uns seit einem Jahrzehnt um das Problem von Ursache und
Werdegang der typischen Geschwiirsbildung im Magen und Duodenum
bemiiht. Umfassende, miihevolle Untersuchungen an einem
pathologisch-anatomisch und klinisch vergleichend ausgewerteten
sehr groBen Material haben uns zu der schon alten Meinung von der
entziindlichen Grundlage des Magen-Duodenal geschwiirs
zuriickgefiihrt. 1m wesentlichen unsere Untersuchungen haben aber
diese meist nur auf unbestimmte Vermutungen sich stiitzende Meinung
streng pragmatisch zu klarer sachlicher Vorstellung hinaufgefiihrt.
Sie haben durch die letzte Arbeit Puhls einen gewissen AbschluB
erreicht. Daraus Ieite ich die Berechtigung her, eine
zusammenfassende Darstellung iiber dieses Gebiet der atiologischen
Krankheitsforschung zu geben, die eine besonders dem Kliniker
wichtige Ubersicht und Umschau vermitteln solI. Sie solI aber auch
zu einer nach Lage der Dinge notwendigen allgemeineren Erorterung
anregen, von der eine fiir den Arzt dringende, endliche Klarung der
praktisch so wichtigen typischen Geschwiirskrankheit des Magens und
des Duodenum zu erwarten steht. Meinen lVlitarbeitern Kalima
(Helsingfors) und Puhl (Kiel) gebiihrt mein herzlicher Dank. Auch
dem Verleger bin ich fiir sein groBziigiges Eingehen auf meine
Wiinsche beziiglich des zum Verstandnis notwendigen
Anschauungsmaterials zu beson derem Dank verpflichtet. Chemnitz, im
Dezember 1929. GeOl'g' Ernst Konjetzny. In halt verzeichnis. Seite
Literatur . . . . . . . . . . . . . . 5-14 Einleitung . . . . . . .
. . . . . 14 Theorien der Geschwiirsbildung 16 I. Chemische
Theorie. . 16 II. Infarkttheorie . . . . 19 III. Traumatische
Theorie 21 IV. Entziindungstheorie . 21 A. Bakterielle Ursache der
Geschwiirsbildung 21 B. Nichtbakterielle Entziindung als Ursache
der GeschwiirsbiIdung . 23 1. Altere Ansichten. . . . . . . . . .
23 2. Neu 'lre und neueste Untersuchungen . . . . . . . . . . . .
25 3. Untersuchungen der Kieler Klinik . . . . . . . . . . . . ."
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