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Books > Professional & Technical > Industrial chemistry & manufacturing technologies > General
This book has been written to address many of the developments since the 1st Edition which have improved how companies survey and select new sites, evaluate acquisitions, or expand their existing facilities. This book updates the appendices containing both the recommended separation distances and the checklists to help the teams obtain the information they need when locating the facility within a community, when arranging the processes within the facility, and when arranging the equipment within the process units.
Obwohl sich der rostfreie Messerstahl vom Legierungstyp X 40 Cr 13 heute weitgehend durchgesetzt hat und bei seiner Verarbeitung in der Praxis manche Erfahrungen gesammelt wurden, stehen doch gerade hier sehr viele Fragen offen, die einer umfassenden Untersuchung bedurfen. Wegen des grossen Umfanges der offenen Probleme wurde die Gesamtunter suchung in kleinere, in sich abgeschlossene Teiluntersuchungen aufgegliedert. So schliesst die hier vorliegende Arbeit an die bereits veroeffentlichte "Untersu chungen uber den Einfluss der Zusammensetzung und der Gefugeausbildung auf das Hartungsverhalten des Stahles X 40 Cr 13" an, die in der Reihe der Forschungs berichte des Landes Nordrhein-Westfalen unter Nr. 1089 [1] veroeffentlicht wurde. Fur die Arbeit uber das Hartungsverhalten wurde dabei neben der Anspringharte nur noch die Gefugeausbildung zum Aufzeigen der bestehenden Unterschiede herangezogen. Wenn auch in der Praxis mit der Anspringharte wegen der sie begleitenden Hartespannungen und der damit erhoehten Bruchgefahr nicht gearbeitet werden kann, so ist die genaue Kenntnis der unter den verschiedenen Hartebedingungen erreichbaren maximalen Harte von groesster Bedeutung. Auch in der nachstehenden Arbeit ist daher jeweils von der optimalen Harte ausgegangen worden, was bei der Betrachtung der Endergebnisse beachtet werden muss.
In einem Vakuumofen, dessen Gluhtopf mit beliebigen Schutzgasen geflutet werden kann, wurden in unterschiedlichen Gluhatmospharen Drahtbunde aus zwei uniegierten und einem legierten Stahl gegluht. Untersucht wurde der EinfluS des Gluhens in Luft, im Vakuum, in Argon, in Wasserstoff und in Kohlendioxyd auf die Harte, Zugfestigkeit, Biegezahl, Verwindezahl, Ziehbarkeit, das Gefuge und die Oberflachenbeschaffenheit der gegluhten Drahte. Fur die Harte, Zug- festigkeit, Biege- und Verwindezahl ist keine eindeutig zuzuordnende Abhangig- keit nachzuweisen. Die Ziehbarkeit wird nur in geringem MaSe von der Gluh- atmosphare beeinfluSt. Die Ziehspannung ist fur die in Kohlendioxyd gegluhten Drahte am kleinsten, was moeglicherweise auf eine Wirkung der Zundernarben als Schmiertaschen beim Ziehen zuruckgefuhrt werden kann. Das Gefugebild zeigt ebenfalls Einflusse der Gluhatmosphare auf die beiden uniegierten Stahle, wob ei besonders Randentkohlung beobachtet wurde, die vermutlich durch Verunreini- gungen mit Sauerstoff im verwendeten Schutzgas verursacht wird. Die geringsten Veranderungen des Gefuges werden nach dem Gluhen im Vakuum beobachtet. Die beste Drahtoberflache wird bei der reduzierenden Gluhung in Wasserstoff er- rdcht. Eine ahnlich gute, vollstandig zunderfreie Oberflache ist bei der Vakuum- gluhung nur zu erzielen, wenn durch Verbesserung des Vakuums der restliche Sauerstoffgehalt noch weiter herabgesetzt wird. Ebenso gewahrleistet technisches Argon mit einem Nenn-Reinheitsgrad von 99,95% keinen absolut sicheren Schutz vor geringer Verzunderung. Die Gluhversuche in Kohlendioxyd-Atmosphare zeigen, daS ein Schutzgasgemisch, in dem durch chemische Umwandlungen CO 2 frei wird, nicht den gewunschten Erfolg sichert und daS bei Stahlen mit hoeherem Kohlenstoffgehalt unter Umstanden sogar Entkohlung eintritt. Dr. -Ing. WERNER SCHWENZFEIER Dr. -Ing.
Allgemeiner UEberblick uber Holzspanwerkstoffe - Definition und Einteitungsschema fur Formteile Beginnend mit den Jahren 1949/50 ist es in Zusammenarbeit zwischen der For- schung und der Praxis gelungen, in der Holzspanplattenindustrie einen neuen Zweig der Holzindustrie mit besonderer rationeller technischer Holznutzung und -vergutung unter Verwendung von vorwiegend schwachem Holz und hartbaren Kunstharzbindemitteln zu schaffen. Dieser Industriezweig hat mittlerweile, ge- messen an seiner Produktion und der technischen Eignung seiner Erzeugnisse, zunehmende forst- und holzwirtschaftliche Bedeutung gewonnen [1, 2, 3, 4]; 3 3 seine Produktion hat sich seit 1950 von ca. 50000 m auf 1,12 Mill. m im Jahre 1962 erhoeht. Neben der Fertigung flachig-ebener Werkstoffe hat man schon fruh- zeitig versucht, bestimmte Holzspanjormteile herzustellen, um damit den Ver- wendungswert der Holzspanwerkstoffe weiter zu erhoehen. Die Fabrikation von Formteilen aus Vollholz und Sperrholz, sowie in letzter Zeit auch aus Holz- faserstoffen, ist technisch bekannt und wird seit langem betrieben [5]. Die Moeg- lichkeiten, aus Holzspanmasse Formteile herzustellen, sind jedoch vielseitiger, denn sie lassen sich rationeller herstellen und gestatten einen annahernd verlust- losen Materialeinsatz. Sie koennen den Anwendungsbereich von Holz bzw. von Holzwerkstoffen verbreitern sowie bestimmte Marktbedurfnisse und Wunsche befriedigen. Die Entwicklung von Holzspanformteilen ist bisher jedoch vor- wiegend empirisch-praktisch betrieben worden. UEber die wissenschaftlich-tech- nischen Grundlagen dieses Teilgebietes der Holzsp:1nwerkstoffe liegen nur in geringem Umfang Angaben vor.
In der Einleitung des l. Heftes Stanztechnik (Heft 44) war in Aussicht gestellt, eine planmassige Einteilung des umfassenden Stoffes zu geben. So schildert Heft 44 die technologischen Grundlagen des Schneidens. Heft 57 ist ganz den einzelnen Bauteilen eines Schnittes gewidmet. Das vorliegende Heft 59, das nun in zweiter Auflage erscheint!, entwickelt die Grundsatze, nach denen ein Schnittwerkzeug ge- plant werden muss, d. h. es zeigt an der Dynamik des Schneidens die Anspruche an die Berechnung, die Herstellungsgenauigkeit und die Betriebsnotwendigkeiten eines Schnittes, es beschreibt die verschiedenen zur Blechausnutzung moeglichen Verfahren und zahlt schliesslich die Gesichtspunkte fur einen wirtschaftlichen Werkzeugeinsatz auf. Der Aufbau eines Schnittes wird wesentlich bestimmt durch das Werkstuck, die Betriebsverhaltnisse, die Kosten. Der Einfluss des Werkstuckes wirkt sich in der verwendeten Stoffart, in seiner Form, Groesse und Dicke und in der von ihm ge- forderten Genauigkeit aus. Die Betriebsverhaltnisse ergeben sich aus der ver- langten Liefermenge, aus der Vorform des Bleches (Tafel, Streifen, Band, Abschnitt usw. ) und aus der Maschinenart und -groesse, fur die das Werkzeug vorgesehen ist, aus den Einrichte-und Bedienungsforderungen im Zusammenwirken von Maschine und Werkzeug. Zu diesen mehr oder minder rein technischen Gesichtspunkten tritt die Umgrenzung des zulassigen Aufwandes. Dasjenige Werkzeug arbeitet wirt- schaftlicher, das mit den geringsten Gesamtkosten fur Herstellung und Instand- haltung, fur menschliche und mechanische Energie und fur Stoffverbrauch in der kurzesten Zeit die gestellten Forderungen erfullt.
Im modernen Zahnradgetriebe bau besteht die Tendenz, hohe Leistungen bei ge- ringstem Bauvolumen zu ubertragen. Das lasst sich durch hohe Drehzahlen bzw. Drehmomente erreichen. Fur Grossgetriebe, insbesondere Schiffs-und Walzwerksgetriebe, tritt neben der ubertragbaren Leistung noch die Lebensdauer als wichtiger Faktor zur Beurtei- lung eines Getriebes hinzu. Aus Wirtschaftlichkeitsgrunden soll ein Schiffs-oder Kraftwerksgetriebe die Lebensdauer der gesamten Anlage erreichen, die im allge- meinen mehr als 20 Jahre betragt. Es werden also bei der Veranschlagung der Lebensdauer derartiger Anlagen wesentlich langere Zeitraume zugrunde gelegt als z. B. bei den im Vergleich hierzu relativ kurzlebigen PKW-Schaltgetrieben. Um die Lebensdauer eines Zahnrades bestimmen zu koennen, muss die Dauerwalz- festigkeit der Zahnflanken bekannt sein. Sie stellt eine Werkstoffkenngroesse dar, die in entscheidendem Masse durch die Verzahnungsgeometrie und die Verzah- nungsgenauigkeit beeinflusst wird. Sie steht insbesondere auch in engem Zu- sammenhang mit einer weiteren Werkstoffkenngroesse, der Zahnfussfestigkeit, die fur die Dimensionierung einer Verzahnung im Hinblick auf die zu ubertragende Leistung entscheidend ist. 2 Bei geharteten Zahnradern mit Brinellharten groesser als 600 kpjmm ist im allge- meinen die Zahnfussfestigkeit, bei ungeharteten die Flankenfestigkeit als Be- lastungsgrenze massgebend. In Getrieben grosser Leistung, z. B. Schiffs-und Walzwerksgetrieben verwendet man wegen der grossen Abmessungen vorwiegend ungehartete Rader. Fur die Auslegung von Gross getrieben ist daher die Kenntnis der Flankenfestigkeit gegen Pittingbildung entscheidend.
Beim Zerteilen der Stangen gewinnt das Scheren besonders bei grossen Werk stuckzahlen immer mehr an Bedeutung, da die Scherzeiten kurz sind und kein Werkstoff verlorengeht. Nachteilig sind verschiedene Mangel an den gescherten Abschnitten, die ein Weiterverarbeiten der Werkstucke haufig erschweren oder unmoglich machen. Ein grosser Teil dieser Mangel ist auf eine ungenugende Kenntnis des Verfahrens, seiner Moglichkeiten und Grenzen zuruckzufuhren. Das geht auch daraus hervor, dass bisher kaum Schrifttum uber das Zerteilen von Stangen durch Abscheren vorliegt. Wesentliche Fragen sind ungeklart, wie eine umfangreiche Ermittlung des Erkenntnisstandes zu Beginn der Arbeit ergab. Zwei besonders den Fertigungstechniker und den Konstrukteur interessierende Aufgaben sind vordringlich: 1. Fertigung geometrisch richtiger bzw. weiterverarbeitbarer Stangenabschnitte durch Scheren. 2. Ermittlung der dabei in den Maschinen auftretenden Beanspruchungen als Grundlage fur die Maschinenkonstruktion. Zu ihrer Losung liefert die Arbeit einen Beitrag. Nach einer allgemeinen Beschreibung der geometrischen und kinematischen Mog lichkeiten, Stangen durch Abscheren zu zerteilen, wurde die Aufgabe unter Berucksichtigung praktischer Belange eingeschrankt. Untersucht wurden acht Werkstoffe (Ma 8, Ck 15, Ck 35, Ck 45, Ck 60,41 Cr 4, AIMgSi 1, AICuMg 1) in neun Werkstuck-Werkzeug-Kombinationen: Flachkantmesser scheren Recht Ohne Werkstuckhalter eck- u. Quadratquerschnitte (Freies Scheren) Spitzkantmesser scheren Mit Abschnitt- und Quadratquerschnitte Stangenhalter Rundkantmesser scheren Mit Stangenhalter Rundquerschnitte Fur die gewahlten Messerformen wurden Schneidwinkel und Koordinatensysteme in Anlehnung an die fur die Zerspantechnik genormten Begriffe definiert. Die Scherversuche wurden in einer handelsublichen Knuppelschere fur 400 Mp Scherkraft und einer eigens fur die Aufgabe gebauten Schervorrichtung fur 150 Mp Scherkraft durchgefuhrt."
Bei den im Forschungsinstitut an der Fachschule fur Metallgestaltung und Metalltechnik durchgefuhrten Untersuchungen uber den EinfluB unterschiedlicher Herstellungsverfahren muBten zur Qualitatsbeurteilung der Messer naturgemaB auch die Schneideigenschaften uberpruft werden. Dadurch ergab sich zwangs- laufig eine starke Ausweitung der Arbeit uber das eigentliche Thema hinaus, da einmal die Einflusse von Seiten der Prufbedingungen, zum anderen aber auch die durch den Prufling (die Klinge) selbst intensiv verfolgt werden muBten. Es han- delt sich aber dabei um in sich abgeschlossene Problemkreise, die deshalb bereits in Heft 1140 und Heft 1352 dieser Schriftenreihe veroeffentlicht wurden. AuBerdem ergab sich, uber das gestellte Thema hinausgehend, eine weitere, ebenfalls in sich abgeschlossene Arbeit dadurch, daB die auf Grund der unter- schiedlichen Herstellung bestehenden Gefugeunterschiede erst im Hinblick auf die Hartungsbehandlung bei Temperaturen im UEberhitzungsgebiet spurbar werden. Auch diese fur sich selbstandige Arbeit solI demnachst gesondert im Rahmen dieser Schriftenreihe veroeffentlicht werden. Die Behandlung einer Reihe von Problemen dieser Forschungsarbeit wurde in einer Zusammenfassung von der Fakultat fur Bergbau und Huttenwesen der Rheinisch-Westfalischen Technischen Hochschule Aachen als Dissertation von F. ESSELBORN genehrnigt. An dieser Stelle moechten wir auch Herrn Dr. phil. A. ROSE fur die wissenschaftliche Betreuung der Dissertationsarbeit nochmals besonders danken.
Im Auftrage des Technischen Forschungsausschusses der Schleifmittelindustrie und mit finanzieller Unterstutzung des Landes Nordrhein-Westfalen wurde der Verschleiss an Pressformen zur Herstellung von Schleifscheiben untersucht, mit dem Ziel, zu wirtschaftlicheren Formen zu kommen. Seit langerer Zeit sucht die Schleifmittelindustrie durch bessere Formenwerkstoffe oder Panzern der Formenwand mit Aufschweisswerkstoffen die Standmenge der Formen zu erhoehen. Auch fehlt es bei der Stahlindustrie nicht an Bemuhungen, verschleissfestere Werkstoffe zu finden. Naturgemass sind von den einzelnen Firmen verschiedene Wege beschritten worden. Ihre Ergebnisse kennenzulernen und dabei den Verschleiss vorgang selbst zu untersuchen, war Voraussetzung, geeignete Wege zur Verbesserung der Pressformen aufzufinden. Das Ergebnis dieser Untersuchung wird in den Abschnitten 1 und 2 des Berichtes besprochen. In Abschnitt 3 sind die zur Verbesserung der Pressformen moeglichen Wege systematisch zusammengestellt. Von ihnen wurde die Auskleidung von Press formen mit verschleissfesten Blechen als sehr aussichtsreich erachtet und ein Verfahren ausgearbeitet, nach dem man einen aus verschleissfestem Blech ge bogenen Ring in einen Stutzring auswechselbar einkleben kann. Die Herstellung des Auskleidungsringes und das Einkleben in den Stutzring wird in Abschnitt 4 beschrieben. Die auf diese Weise hergestellten Pressformen wurden im praktischen Einsatz erprobt und haben sich bewahrt. UEber die Ergebnisse der Erprobung und den Anwendungsbereich wird am Schluss des gleichen Abschnittes berichtet. Schliesslich wird in Abschnitt 5 der Verschleisswiderstand von vier als wirtschaft lich erachteten Werkstoffen fur die Pressformen untersucht, miteinander ver glichen und auf Grund der Stahlpreise eine Reihenfolge fur die wirtschaftliche Anwendung vorgeschlagen.
Der vorliegende Bericht ist die letzte Veroffentlichung von Untersuchungs ergebnissen einer Forschungsarbeit uber die Einflusse unterschiedlicher Her stellungsverfahren von rostbestandigen Messern auf die qualitativen Eigenschaften der Messer. In Heft 1140 und Heft 1352 dieser Schriftenreihe wurden bereits diejenigen Probleme der Schneideigenschaftsprufung erortert, die im Zusammen hang mit dieser Arbeit sehr umfangreich behandelt werden mussten. Das Heft 1353 der Schriftenreihe befasst sich weiterhin mit den verschiedenen Herstellungsverfahren und mit der Uberprufung der Messer auf Schneideigen schaften, Korrosionsverhalten, Harte-und Gefugezustand. Abschliessend sollen nun im vorliegenden Bericht die dabei gewonnenen Erkenntnisse uber die Aus wirkung unterschiedlicher Karbidverteilung und Karbidgrosse auf das Verhalten des Stahles bei der Warmebehandlung dargestellt werden. Ein grosserer Teil dieser Untersuchungsergebnisse wurde in der Zusammen fassung als Dr.-Ing.-Dissertation von F. ESSELBORN von der Fakultat fur Bergbau und Huttenwesen der Rheinisch-Westfalischen-Technischen-Hochschule Aachen genehmigt. Herr Dr. phi . A. ROSE hat sich liebenswurdigerweise der wissen schaftlichen Betreuung dieser Dissertation gewidmet, wofur ihm auch an dieser Stelle ganz besonders gedankt sei. Weiterhin gebuhrt besonderer Dank Herrn Professor Dr. phil. F. WEVER und Herrn Professor Dr. phi . habil. W. OELSEN, durch deren personlichen Einsatz ein enger Kontakt des Forschungsinstitutes zum Max-Planck-Institut fur Eisen forschung geschaffen wurde, so dass insbesondere die in diesem Bericht beschriebe nen Versuche durch Benutzung von Einrichtungen dieses Institutes weit uber den Rahmen der Moglichkeiten des Solinger Institutes hinaus bearbeitet werden konnten."
Zur Beurteilung der Guteeigenschaften von Schneidwaren ist neben der Prufung der Werkstoffeigenschaften, wie chemische Zusammensetzung, Harte, Gefuge- ausbildung und bei rostbestandigen Stahlen auch Korrosionsbestandigkeit, vor allem die Prufung der Schneidfahigkeit und Schneidhaltigkeit von grosser Be- deutung. Fur die Bestimmung der Schneidfahigkeit und der Schneidhaltigkeit sind bisher eine ganze Reihe von Verfahren mit verschiedenen Mess-und Prufeinrichtungen entwickelt worden. Hierzu gehoeren die Verfahren von HONDA und TAKAHASI [1], KNAPp [2], KOLBERG [3], HENDRICHS [4], STUEDEMANN und MUECHLER [5] und KLEMM [6], die alle zur Prufung von Messern in der Groesse zwischen Taschen- messer und Brotmesser angewandt wurden. Hinzu kommt, dass allen diesen Ver- fahren, mit Ausnahme des Verfahrens nach KLEMM, der ziehende Schnitt zugrunde liegt. Da aber bei den Feinstschneiden, wie Rasierklingen, Rasiermessern und teilweise auch bei chirurgischen Messern, der Schneidvorgang in erster Linie auf einem Druckschnitt beruht, sind die obigen Verfahren zur Prufung des Schneidver- haltens von Feinstschneiden ungeeignet. Erstens erfolgt die Abstumpfung in einer vom ublichen Gebrauch abweichenden Form, und zweitens sind die Pruf- einrichtungen auf groessere Krafte und Messwerte abgestimmt und darum fur feinste Schneiden zu grob und zu ungenau.
Das Vorhaben der Untersuchung lederbezogener Druckrollen mit vorzugsweise synthetischen Unterbezugen geht auf einen Vorschlag des Verbandes der Treib- riemen-, technischen Lederartikel-und ASA-Industrie e.V. zuruck. Es wurde in Zusammenarbeit mit dem Hulsenausschuss und mit besonderer Unterstutzung verschiedener Mitgliedsfirmen des Verbandes sowie einer Baumwollfeinspinnerei durchgefuhrt. Es hatte zu einer Sprengung des gesetzten Rahmens fuhren mussen, wenn die Aufgabe der Testung der neuen Rollen in letzter Konsequenz bis zur Entwicklung einer spinnereireifen Konstruktion durchgefuhrt worden ware. Die hiermit vor- gelegte Arbeit beschrankt sich deshalb darauf, zu zeigen, mit welchen Geraten und Hilfsmitteln eine solche Aufgabe angegangen werden kann und welche Ge- sichtspunkte bei ihrer Bearbeitung zu beachten sind. Dem Fachverband, den mitwirkenden Firmen und allen Bearbeitern der einzelnen Teilabschnitte, insbesondere den Herren Text.-Ing. CLAVIEZ, Text.-Ing. B. FISCHER, Text.-Ing. HANNINGS und Text.-Ing. HUNDERTMARK sei an dieser Stelle der Dank des Instituts fur textile Messtechnik fur die Unterstutzung des Verfassers gesagt. 7 2. Einleitung Den Streckwerken der Spinnerei maschinen ist die Aufgabe gestellt, ein zu- laufendes Faserband zu verfeinern. Dieses Ziel soll durch eine Vorrichtung er- reicht werden, die im einfachsten Edle aus zwei Walzenpaaren besteht, welche mit unterschiedlicher Umfangs geschwindigkeit rotieren. Das zu verziehende Faserband durchlauft das Streckwerk in Richtung steigender Umfangsgeschwin- digkeit der Walzen. Es ergibt sich so ein Verzug, dessen Groesse durch das Ver- haltnis: groessere Umfangsgeschwindigkeit zu kleinerer Umfangsgeschwindigkeit bestimmt ist.
In der Blechverarbeitung gehort das Schneiden zu den wichtigsten Verfahren, da jedes Blechwerkstuck aus einer Tafel oder einem Band gewonnen wird. An eine Vielzahl solcher Werkstucke werden nicht nur immer hohere Anforderungen an die Mass- und Formgenauigkeit gestellt, sondern auch an die Gute ihrer Schnittflachen, damit auch diese Funktionsflachen werden konnen, z. B. fur Typenhebel an Schreibmaschinen, Zahnrader fur Uhren und elektrische Gerate, Steuerscheiben und dergleichen mehr. Da jedoch die beim herkommlichen Schneiden von Blech entstehenden Schnitt flachen diese Forderung ohne Nachbearbeitung nicht erfullen konnen, war man bestrebt, durch geeignete Massnahmen derartige Funktionsflachen unmittelbar durch den Scherschnitt zu erzielen. In der Industrie wurden bereits verschiedene erfolgreiche Verfahren entwickelt, glatte Schnittflachen unmittelbar zu erzielen, wenn auch nur entweder am Butzen odt;r am gelochten Blech. Neben der Aufgabe, die bislang noch nicht eingehend untersuchten Zusammen hange zwischen Schneidbedingungen und Schnittergebnis zu klaren, galt es, in dieser Arbeit nach einem verbesserten Verfahren zu suchen, mit dem es gelingt, den Glattschnitt zugleich an beiden entstehenden Schnittflachen zu erzielen. Damit wird die fur den Flachenschluss seit langem bestehende Forderung nach gleichwertigen Trennflachen an benachbarten Stucken erfullt. Diese Arbeit wurde am Institut fur Werkzeugmaschinen und Umformtechnik der Technischen Hochschule Hannover unter der Leitung von Professor Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. OTTO KIENZLE durchgefuhrt und baut auf die dort gepflegte Tradition der Forschung des Schneidens und der Durcharbeitung des Flachen schlussproblems auf." |
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