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Im Mittelpunkt der theoretischen und empirischen Studien des
Kapitalmarktes stand wahrend der beiden vergangenen Jahrzehnte der
Aktienmarkt. Die porte- feuilletheoretische Fundierung der
Preisbildung und die darauf aufbauende Charakterisierung des
Zusammenhangs von Risiko und Ertrag im Marktraumungs- gleichgewicht
stellt trotz aller Vorbehalte gegenuber den Modellpramissen und den
empirischen UEberprufungsmoeglichkeiten der Modellergebnisse einen
erheb- lichen Fortschritt fur das Verstandnis des Aktienmarktes
dar. Im Vergleich hi- zu ist die Analyse des Marktes der
festverzinslichen Titel noch wenig fortgeschrit- ten. Erst in
neuerer Zeit wurden portefeuilletheoretische Ansatze zur gleichge-
wichtstheoretischen Bewertung festverzinslicher Wertpapiere
entwickelt. Auf den ersten Blick uberrascht die zoegerliche
Behandlung des Marktes festver- zinslicher Titel mit Hilfe der
Portefeuilletheorie, da die Zahlungskonsequenzen eines
Portefeuilles aus Anleihen besser bekannt sind und somit eher einer
theo- retischen Behandlung zuganglich sein mussten als diejenigen
eines Aktienporte- feuilles. Tatsachlich zeigt es sich jedoch, dass
aus einer Reihe von Grunden Anlei- hen schwieriger zu analysieren
sind als Aktien. Der wichtigste ist die beschra- te Laufzeit
festverzinslicher Titel. Diese fuhrt zu der Konsequenz, dass die
Kurs- variabilitat von Anleihen mit festem Verzinsungs- und
Ruckzahlungsanspruch im Zeitablauf abnimmt. Daraus folgt, dass die
Varianzen und Kovarianzen der Anleihen- ertrage sich im Zeitablauf
zwingend andern und die fur Aktienportefeuilles moeg- licherweise
noch akzeptable Annahme einer stationaren Risikostruktur fur
Anleihen- portefeuilles ungeeignet ist. Anleihenportefeuilles
koennen angemessen nur unter Berucksichtigung der zeitlichen
Instabilitat ihres Risikos beurteilt werden.
Vorwort zur zweiten Auflage Der rasche Verkauf der ersten Auflage
konnte darauf hindeuten, da "das Buch beim Leser angekommen ist"
und daher kein Anla besteht, wesentliche Anderungen an Aufbau und
Inhalt des ursprtinglichen Textes vorzunehmen. Die notorische
Unzufriedenheit des Autors mit dem, was er einmal publiziert hat,
machte dennoch Berichtigungen, Erweiterungen, Ktirzungen und Um-
strukturierungen unumganglich. So wurde der Abschnitt tiber den
KalkulationszinsfuS aus dem zweiten in das dritte Kapitel
transferiert und neu geschrieben. Bei der Endvermogens- und
Entnahmekonzeption erfolgte eine starkere theoretische Fundierung,
die mit einer ausftihrlicheren Darstellung Hand in Hand ging.
Obgleich der Autor mehr dennje der Oberzeugung ist, da die
"klassischen Methoden" der Wirt- schaftlichkeitsrechnung jenen
Kriterien unterlegen sind, wurden - der Kon- vention widerwillig
folgend, aber auch urn dem Leser diese Meinung nahezu- bringen -
die Abschnitte tiber den Kapitalwert, die Annuitat und den inter-
nen Zinsfu im dritten und vierten Kapitel nicht gestrichen, sondern
"nur" tiberarbeitet. Die Kapitel 5 bis 8 blieben - bis auf die
Einarbeitung neuerer Literatu- im wesentlichen unverandert,
wasjedoch nicht bedeutet, da der Autor mit dem letzten Tell des
Buches vollig zufrieden ist; vielmehr setzten eine Zeit-
restriktion sowie die wiederholten Hinweise meiner Frau auf den
ersten Satz dieses Vorwortes dem Oberarbeitungsdrang ein Ende. Ihr
sei daftir und allen Lesern ftir kritische Hinweise herzlich
gedankt.
In den vergangenen zwei Jahrzehnten haben zahlreiche deutsche
Unternehmen durch Direktinvestitionen den Schritt ins Ausland getan
oder ihr Auslandsenga- gement beachtlich ausgeweitet. Sie sind
dabei auf nahezu allen Feldern der Unternehmenspolitik mit
neuartigen Entscheidungsproblemen konfrontiert worden, die rein
nationalen Unternehmen fremd sind. Die Andersartigkeit der Umwelten
in den verschiedenen Gastlandern sowie die Notwendigkeit eines
permanenten Ressourcentransfers uber nationale Grenzen geben den
Entschei- dungsproblemen internationaler Unternehmen zusatzliche
Dimensionen. Dies gilt insonderheit auch fur den Bereich der
Finanzwirtschaft. Finanzpoliti- sche Entscheidungen werden durch
die Internationalisierung eines Unterneh- mens komplexer und
schwieriger: Statt eines Rechts- und Steuersystems, einer
Inflationsrate, einer Zinsstruktur und eines Kapitalmarktes mussen
mehrere Rechts- und Steuersysteme, Inflationsraten, Zinsstrukturen
und Kapitalmarkte (mit ihren jeweiligen Finanzinstitutionen)
beachtet werden. Grenzuberschrei- tende Finanzstroeme sind nicht
nur mehr oder weniger rigorosen staatlichen Behinderungen
ausgesetzt, sondern unterliegen auch kaum abschatzbaren
Wechselkursrisiken, wenn sie- wie meist- die Wahrung wechseln. Die
betriebswirtschaftliche Literatur hat die Entscheidungsprobleme
interna- tionaler Unternehmen im Bereich der Finanzwirtschaft zwar
erfasst und be- schrieben, aber bisher kaum schlussige und
umfassende Loesungsansatze fur sie entwickelt. In der
Unternehmenspraxis hat sich wieder einmal das Prinzip des trial and
error bewahrt, und in vielen Fallen sind die Irrtumer und Erfolge
des einen Unternehmens fur andere nutzbar gemacht worden.
Die Bilanztheorie - fruher ein zentrales Gebiet
betriebswirtschaftlicher Forschung - hat in den letzten Jahren sehr
stark an Bedeutung eingebusst. Dafur gibt es wahrscheinlich
zahlreiche Ursachen. Eine Ursache scheint mir darin zu liegen, dass
die traditionellen Ansatze, um zu Aussagen uber den Zweck der
Bilanzierung und uber eine zweckmassige Gestaltung der Bilanz zu
gelangen, sich mehr und mehr als "stumpf' erwiesen haben, ja dass
sogar erhebliche Zweifel an ihrer Verlasslichkeit aufgetaucht sind.
Neue Impulse fur die Bilanztheorie kamen in den vergangenen Jahren
vorwiegend aus der Finanzierungs- und Kapitalmarkttheorie. Vor
allem die Uberlegungen zur Kapital markteffizienz haben eine
heftige Diskussion uber die traditionelle Informationsfunk tion des
Jahresabschlusses ausgelost und eine empirische Bilanzforschung
initiiert. Ewert greift Anregungen der Finanzierungstheorie zur
Neubegrundung der Bilanztheo rie unter einem anderen Aspekt auf und
entwickelt diese Ansatze weiter. Er zeigt, dass sich die Theorie
fremdfinanzierungsbedingter Agency-Probleme offensichtlich sehr
fruchtbar auf die Untersuchung von Problemen anwenden lasst, die in
der Bilanztheorie bisher im Rahmen der Ausschuttungsbemessungs-
oder Kompetenzabgrenzungsfunk tion des Jahresabschlusses behandelt
wurden. Um Fremdkapital zu angemessenen Konditionen zu erhalten,
mussen die Eigner ihren Handlungsspielraum und denjenigen ihrer
Manager so beschranken, dass Ausbeutungen der Glaubigerposition
moglichst ausgeschlossen, vorteilhafte Investitionen aber nicht
unterbunden werden. Zu diesem Zweck werden stets auch
Ausschuttungsrestriktionen benotigt."
A revision of the author's Habilitationsschrift, Universit'at
Hamburg, 1976.
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