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Books > Medicine > Pre-clinical medicine: basic sciences > Physiology > Metabolism
Die Beratung junger Frauen beziiglich kontrazeptiver MaBnahmen ist
ein Feld, das in den letzten Jahren in der Praxis des Frauenarztes
zunehmend an Bedeu- tung gewonnen hat. Gleichzeitig ist der Bedarf
an Informationen iiber die Wir- kung hormonaler Kontrazeptiva auf
den Stoffwechsel auch der gesunden Frau erheblich angestiegen.
Friiher standen bei solchen Betrachtungen die physiologi- schen und
pharmakologischen Wirkungen synthetischer Ostrogene val1ig im
Vordergrund; obwohl in der Vielfalt pharmakologischer Substanzen
zahlenmii- Big in der Mehrzahl, fiihrten die Gestagene in der
Diskussion der Fachleute nur ein Schattendasein. Heute stehen wir
in einem ProzeB der Veriinderung und des Umbruchs, da wir erfahren
miissen, daB auch und gerade die Gestagene metabo- lische Wirkungen
besitzen. In dieser Situation ging von der CILAG GmbH die
Initiative aus, ein Symposium zu veranstalten, das internationalem
wissenschaftlichem Niveau gerecht zu sein hatte und ein Forum
darstellen sollte, auf dem sich der praktizierende Gyniiko- loge
iiber die Entwicklung des Gebietes der
Gestagen-Stoffwechselwirkungen informieren konnte. So entstand in
einer Serie von Diskussionen die Idee des "Gestagen-Forums", das
dann in feierlichem Rahmen am 8. /9. April 1983 in der Alten Oper
zu FrankfurtlMain stattfand. Der Zuspruch gerade der niedergelasse-
nen Kollegen war iiberzeugend fiir manchen Kritiker, der zuniichst
die Themen- stellung des Forums als etwas akademisch bemiingeln
wollte! Die vie len sponta- nen Diskussionen im engeren Kreise, die
sich den Sitzungen anschlossen und den besonderen Reiz der Tagung
ausmachten, miissen naturgemaB in einem Ver- handlungsband fehlen;
trotzdem mag der vorliegende Band einen Einblick in die auf dem
"Gestagen-Forum" behandelten Themen geben.
Auf Grund eigener klinischer und experimenteller Erfahrun gen haben
meine Mitarbeiter Dietze und Haring eine Mono graphie vorgelegt,
die sich mit den physiologischen und pa thophysiologischen
Problemen des Fettstoffwechsels einge hend auseinandersetzt.
Besonders wichtig scheint mir bei dem Buch der gelungene Versuch zu
sein, wichtige Grundta- sachen in verstandlicher Form darzustellen
und dennoch den praktischen und klinischen Aspekt nicht aus dem
Auge zu verlieren. Unter allen Risikofaktoren spielt ja die
Hyperlipid amie und im engeren Sinne die Hypercholesterinamie eine
entscheidende Rolle als Risikofaktor der Koronaren Herz krankheit.
Die Autoren weisen zu Recht darauf hin, dass aber gerade dieser
schadigende Einfluss oft uber viele Jahre unbe merkt bleibt,
wahrend andere Risikofaktoren sowieso evident sind (z. B.
Zigarettenrauchen oder Ubergewicht) bzw. im all gemeinen in der
Diagnostik fruher ermittelt werden (z. B. Dia betes mellitus oder
Hochdruck). Gemessen an der eminenten praventivmedizinischen und
klinischen Bedeutung wunsche ich dem Buch eine weite Verbreitung
und aufmerksame Le ser. H. Mehnert v Inhaltsverzeichnis Einleitung
. . . . . . . . . . 1 1 2 Physiologie der Lipoproteine 5 2. 1
Lipide . . . . . . . . . . . . 5 2. 2 Proteine 5 2. 3 Enzyme 7 2. 4
Lipoproteine . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 2. 5
Stoffwechsel der Lipoproteine. . . . . . . . . . . 12 2. 5. 1
Bildung und Abbau der Chylomikronen und HOL . . . . . . . . . . . .
. . . . . . . . . . . . 13 2. 5. 2 Bildung und Abbau der VLOL, LOL
und HOL 15 3 Einteilung und Pathogenese der Hyperlipoproteinamien .
. . . . . . . . . . 25 . . . 3. 1 Primare Hyperlipoproteinamien . .
. . . . . . . 25 3. 1. 1 Familiarer Lipoproteinlipasemangel (Typ I)
. . 25 3. 1. 2 Familiare Hypercholesterinamie (Typ IIa) . . . 28 3.
1."
Periphere Neuropathien gehoren in der ganzen Welt zu den schwersten
Krankheitsbildern. Die iitiologischen Faktoren, welche zu diesem
Krank heitsbild fiihren, sind sehr unterschiedlich und schlieBen
genetische, meta bolische, toxische, entzlindliche, traumatische
und nutritionale Ursachen ein. Manche Polyneuropathietypen sind
prinzipiell reversibel, wiihrend bei anderen eine Therapie kaum
zielfiihrend ist. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat vor 3
Jahren ein Pro gramm zur Prophylaxe und Kontrolle peripherer
Neuropathien gestartet und zahlreiche Symposien liber dieses Thema
in den verschiedensten Liindern der Welt organisiert. Feldstudien
liber die diabetische Poly neuropathie werden derzeit in Nigeria,
Senegal, Mexiko, der Volksrepu blik China, Japan, Deutschland,
Italien, Portugal und Spanien unter An wendung eines
internationalen, standardisierten Protokolls durchgefiihrt. Aus den
Ergebnissen dieser Studien hofft die WHO Anhaltspunkte fiir die
Priivention, die Kontrolle und das pharmakologische Management der
Erkrankungen des peripheren Nerven zu erhalten und damit eine
bessere Rehabilitation von Millionen unter dieser metabolischen
Erkrankung leidenden Patienten zu erzielen. Klirzlich hat die WHO
Anstrengungen unternommen, ein ProtokolI zu einer Feldstudie liber
traumatische periphere Nervenliisionen zu konzipieren. Diese
Untersuchungen werden in Italien, Nigeria, Spanien und in der
Volksrepublik China erfolgen."
'1. 1. ALLGNvIEINE PROBL: El1STELLUNG Schon in fruherer Zeit war
bekannt, dass sich bei lange- rem Aufenthalt im Wasser eine
vermehrte Harnausscheidung einstellt. So bezeichnete der roemische
Schriftsteller LIVIUS die Taucher als "Urinatores" (PETSCHENIG,
1955). Seit dem Beginn der bemannten Raumfahrt kam man auf den
Gedanken, durch Eintauchen des menschlichen Koerpers bis zum Hals
in \vasser (Immersion) die Schwerelosigkeit des Weltraums zu
simulieren, da die im Wasser befindlichen Koerperteile praktisch
schwerelos sind und die Muskelak- tivitat durch das Ausfallen der
statischen Haltearbeit weitgehend verringert ist. Dabei zeigte
sich, dass die Immersion erhebliche Auswirkungen auf die Funktion
ver- schiedener Organsysteme hat. Bei Immersion entsteht ein
Druckgefalle zwischen dem Lungeninnenraum, der uber die Atemwege
mit der Atmosphare verbunden ist, und dem ubrigen Organismus, der
zusatz- lich dem hydrostatischen Druck ausgesetzt ist. Hierdurch
verschiebt sich Blut vorwiegend aus den kapazitiven Haut- gefassen
in den intrathorakalen Gefassbereich. Es wird eine Hypervolamie
vorgetauscht, die nach GAUER und HENEY (1963) zur Erregung von
Rezeptoren im linken Vorhof des Herzens fuhrt. Diese Erregungen
bewirken eine verminderte Adiure- tinsekretion aus dem
Hypothalamus-Hypophysen-Hinterlap- pensystem und damit eine
Wasserexkretion. Zudem kommt es durch verstarkte Nierenhamodynamik,
insbesondere die ge- steigerte glomerulare Filtrationsrate, und
durch Abnahme der Aldosteronselcretion zur verstarkten
Salzausscheidung, bei der \1asser osmotisch mitgenommen wird. Die
genannten - 2 - Reaktionen fuhren zu einer Verminderung des
Plasmavolu- mens, die bei einer 8-stundigen Immersion bis zu 16 %
betragen kann. Nach Immersion zeigt sich eine deutliche Abnahme der
orthostatischen Toleranz und der Leistungs- fahigkeit.
Unter den diagnostischen Verfahren wird die Isotopenmethode nach et
al. zum Nachweis des Galaktokinasemangels ausfUhrlich be-
schrieben. Diese Methode wurde kritisch geprUft und war der An-
la8, ein enzymatisches Verfahren zu entwickeln, das auf den teu-
ren apparativen Aufwand des Isotopen-Verfahrens verzichtet und
au8erdem in kUrzerer Versuchszeit zumindest gleichwertige Ergeb-
nisse liefert. Diese enzymatische Methode wird beschrieben, und die
Blutunter- suchungen der Probanden werden ausgewertet. Die
Ergebnisse der eigenen Versuche mit der enzymatischen Metho- de
best tigen die Aussagen von et al. Uber den bedeutend ho- heren
Umsatz bei Sauglingen sowie Uber eine Abnahme der Kinase- aktivitat
mit zunehmendem Alter und die individuellen Schwankun- gen
innerhalb einer Altersgruppe. Literaturverzeichnis zu Teil B,
Kapitel 6 1) Fanconi, G.: Hochgradige Galaktoseintoleranz bei einem
Kinde mit Neu- rofibromatosis Recklinghausen. Jahrb.
Kinderheilkunde,, 1 (1933). 2) Gitzelmann, R.: Deficiency of
erythrocyte galactokinase in a patient with galactose diabetes.
Lancet, 670 (1965). 3) Thalhammer, 0.; R. Gitzelmann; P.D.
Pantlitschko: Hypergalactosemia and Galactosuria Due to
Galactokinase Deficiency in a Newborn. Pediatrics iGBP, 441 (1968).
4) Gitzelmann, R.: Galaktose-Stoffwechsel. Monatszeitschrift fur
Kinder- heilkunde l!l, 24 (1969). 5) Lerman, S.: pathogenetic
Factors in Experimental Galactose Cataract. Arch. Ophthalmol.
(Chicago) 65, 334 (1961). 6) Sidbury, J.B.jr.: Molecular G;netics
and Human Disease. Gardner, L.I., ed. p. 61 Charles C. Thomas,
Springfield (1961). 7) Gitzelmann, R.: Hereditary Galactokinase
Deficiency. A Newly Recognized Cause of Juvenile Cataracts. Pediat.
Res. 1, 14 (1967).
Das vorliegende Werk bringt in didaktischer und kurzer Form die
Grundzlige der Storungen des Kohlenhydrat-Stoffwechsels beim
Menschen, die eine rasche Orientierung und Dlfferentialdiagnostik
dleser Erkrankungen ermoglichen. DIe verschiedenen Krankheiten
werden nicht nur aufgezahlt und mitemander verglichen, es werden
die charakteristischen Krankheltssymptome und Folgezustande
herausgestellt. An Glucosurien kommen u. a. zur Sprache: Die
nichtdiabetischen alimentaren und renalen Glucosunen, ferner dIe
Reiz-und Schwangerschaftsglucosurien, schlietillich auch andere
Storungen wie Fructosurien, Galactosurien und Galactose-Speicher-
krankheiten. Anschliefi, end kommt das Diabetes-mellitus-Syndrom
zur Besprechung, seine Pathogenese und Auswirkungen. Entspre- chend
der klinischen Bedeutung wird auf die diabehschen Comazu- stande
eingegangen. An Hand einfacher chemischer Formulierun- gen und
tabellarischer Aufstellungen werden die verschiedenen Typen von
diabetischen Comata, ihre Entstehungsarten und Folge- erscheinungen
aufgezahlt und besprochen. Schlietillich werden auch die Formen von
Unterzuckerungszu- standen (Hypoglykamien) charakterisiert, so
datil der Arzt einem solchen Ereignis nicht unvorbereitet
gegenliber steht. tiberhaupt mUssen dem Arzt die Symptome der
haufigsten Storungen des Stoffwechsels gelaufig sein, damit er
therapeutische Sofortma - nahmen ergreifen kann. Ais Anhang findet
sich noch eine Fragensammlung liber den dar- gelegten Stoff mit
Angabe der Seitenzahlen, auf den en die Antwor- ten zu finden sind.
Diese Zusammenstellung dient sowohl der Lern- arbeit als auch der
tibung und Fortbildung. 1m Gesamttenor ist das Buch fUr den
Studenten ebenso wichtig wie fUr den Arzt und Facharzt in Praxis
und Klinik. Starnberg/Mlinchen, Erich Fischbach Marz 1977 v Inhalt
1. Nichtdiabetische Storungen im Kohlenhydrat- Stoffwechsel.
......... . 1 Nichtdiabetische Glucosurien .. 1 1.1.
Ein kurzgefasster Leitfaden zu den modernen Therapiestrategien bei
Diabetes im Kindes- und Jugendalter. UEbersichtlich und auf dem
neuesten Stand - fur alle medizinischen und nicht-medizinischen
Profis, die wenig Zeit haben, die wissenschaftlichen Grundlagen
bereits kennen und schnelle Orientierung benoetigen.
Einige Probleme der klinischen Beurteilung gestagener Substanzen
wurden diskutiert. Da keine dieser Verbindungen alle bekannten
Eigenschaften des Progesterons besitzt, und da die Einzelwirkungen
im allgemeinen in unterschied- lichem Grade vorhanden sind, wird
eine Reihe verschiedener charakteristischer Merkmale zum Vergleich
der Wirkungsstarke vorgeschlagen. Die in Frage kom- menden
Kriterien sind: l. Bildung subnuclearer Vacuolen im Endometrium
Oestrogen-vorbehandelter Frauen mit sekundarer Amenorrhoe oder nach
Kastra- tion, die nach einer 5tagigen Behandlung mit Gestagenen
auftritt; 2. die Aus- bildung einer mittleren oder spaten
Sekretionsphase des Endometriums bei ahnlich vorbehandelten Frauen
nach einer lOtagigen Anwendung von Gestagenen. Bei den beiden
genannten Versuchen wurden vorher zwei ahnliche Behandlungs- kurse
mit Oestrogenen und Gestagenen durchgefuhrt, um das Endometrium zu
sensitivieren; 3. eine Abbruchblutung, die einer 5tagigen
Behandlung mit Progesteron bei Frauen mit sekundarer Amenorrhoe
folgt; 4. Menstruations- verschiebung bei normalen Frauen, die 20
Tage lang, beginnend am 20. Tag des Cyclus, Gestagene erhielten; 5.
Unterdruckung des Karyopyknose-Index im Vaginalabstrich; 6. Hemmung
der durch Oestrogene verursachten Veranderungen des
Cervicalschleims solcher Patientinnen, wie sie unter l. genannt
sind (ein- schliesslich Farnkrautphanomen) und 7.
Ovulationsunterdruckung durch Gestagen- gaben vom 5. -25. Tag des
Cyclus, um eine schmerzlose Periode bei "essentieller" Dysmenorrhoe
zu erreichen. Zur Durchfuhrung vergleichender Untersuchungen werden
einige Hinweise gegeben, und dabei wird auf die komplizierenden
Faktoren bei solchen Untersuchungen aufmerksam gemacht. Um zu einer
genauen Beurtei- lung der klinischen Bedeutung der Gestagene zu
kommen, werden Kontrollblind- versuche gefordert, da die
Beurteilung auf Grund von Eindrucken und allgemeinen Erfahrungen
kritischen Betrachtungen nicht standhalten kann.
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