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Books > Medicine > General issues > Health systems & services > General practice
Die vierte, vollig uberarbeitete Auflage dieses Taschenbuches berucksichtigt zahlreiche neue Erkenntnisse, die durch die rasche Entwicklung der Ernahrungswissenschaft aktuell geworden sind. Die Kapitel uber den Energiebedarf, die Energieverwertung und den thermogenen Effekt der Nahrungsaufnahme wurden fast vollig, das Kapitel uber Lipide vollig neu geschrieben. Das Taschenbuch ist nach wie vor ein solides biochemisches und physiologisches Fundament fur das Grundverstandnis der Ernahrungslehre.
Nach entsprechenden Arbeiten auf anderen Spezialgebieten hat sich eine Reihevon Experten darum bem}ht, auch im Bereich "Krankheiten der peripheren Nerven" zu einer all- gemein g}ltigen Nomenklatur und Definition der Krankheits- begriffe zu gelangen. Neben den eindeutig neurologischen Krankheiten mu~ten manche ber}cksichtigt werden, die nicht eigentlich das periphere Nervensystem betreffen, so z.B. die Schultersteife, die Lumbago usw. Hier konnten sich die Herausgeber auf den Rat von Orthop{den und Rheumatologen st}tzen. Das Buch soll zu einemeinheitlichen disziplinier- ten Umgang mit Krankheitsbegriffen beitragen, soll der besseren Verst{ndigung zwischen A'rzten unterschiedlicher Fachrichtungen dienen und den Studenten von vornherein sichere Orientierungshilfen geben.
In dieser Monographie wird das Thema wissenschaftlichen Arbeitens in der allgemeinmedizinischen Praxis in sprachlich und gedanklich ungewohnlicher Form behandelt. Bisher wurde in gangigen wissenschaftlichen Abhandlungen zur Allgemeinmedizin vorwiegend eine "starre," schematisch-strukturierte Betrachtungsweise in Kategorien wie Krankheiten-Ursachen-Behandlungsmoglichkeiten praktiziert. Nicht berucksichtigt und demzufolge neu ist die grundsatzliche Frage nach der individuellen und ubergeordneten "Bedeutung" des eigentlichen Ergebnisses, das sich aus den genannten Kategorien ergibt. Deshalb gerat das Braunsche "BERATUNGSERGEBNIS" zum Kernpunkt seines medizinischen Denkens, Handelns und letztlich Schreibens. Daruber hinaus entwickelt der Autor ein theoretisches Lehrgebaude fur die Allgemeinmedizin, welches - anwendbar fur den reflektierten Allgemeinmediziner und fur jeden von ihm behandelten Patienten vorteilhaft - zu einer rationalen und rationellen Medizinpraxis fuhren kann. Dieser Ansatz zielt somit auf eine Uberwindung der haufig noch individuell-intuitiv ausgerichteten Diagnostik in der Allgemeinpraxis. Er bietet auf langere Sicht eine verbindliche Programmatik des Lernens, Handelns und Lehrens in der Allgemeinmedizin, auch im Sinne eines anwendbaren Fort- und Weiterbildungskonzeptes."
In diesem Buch werden unter dem Aspekt der Abgrenzbarkeit der Psychosomatose von der Neurose der elterliche Erziehungsstil bei psychosomatisch kranken Kindern mit Asthma bronchiale, Colitis ulcerosa oder Neurodermitis constitutionalis und bei neurotisch gestArten Kindern sowie einige PersAnlichkeitsmerkmale dieser Kinder vergleichend untersucht. Die mit dem Fragebogen erhobenen Befunde fA1/4r die psychosomatischen Familien stehen in prinzipieller Aoebereinstimmung mit dem Konzept der restriktiven Sozialisation, wobei sich als deren Resultat eine stArker innengerichtete AggressivitAt der psychosomatisch kranken Kinder gegenA1/4ber den neurotisch gestArten Kindern testpsychologisch bestAtigen lieA.
Eine Brticke von der Psychosomatik zur Allgemeinmedizin zu bauen bedeutete ftir uns: Verschiedene Gebiete sollten tiber die bekannten Verkehrswege hinaus miteinander kommunizieren. Das vorliegende Buch dokumentiert ein Arbeitstreffen, bei dem Lernende und Lehrende aus dem Bereich der Psychosomatik und der Allgemeinmedizin sich miteinander austauschten .. Das Buch ist in 3 Teile gegliedert: Vortrage, Plenumsberichte und Kommentare. Ein Ziel der Vortrage des 1. Tages war es, einen Rtickblick auf die Erfahrungen und eine Ubersicht tiber die Ge sprachsbegegnungen zwischen Arzten aus der Allgemeinmedizin und denen aus dem psychosomatischen Bereich (Anamnesegrup pen und Balint-Arbeitsgruppen) zu geben. Ein anderes Ziel war die Information tiber neue psychosomatische Moglichkeiten und Methoden, wie die an der Medizinischen Klinik in Heidelberg entwickelten Konzepte der Simultandiagnostik und -therapie und die der Familienkonfrontationstherapie (FKTH). Eine andere Perspektive wurde durch die provokative Thera pie eroffnet, eine psychotherapeutische Methode, die dem Hu mor eine zentrale Stellung im Umgang mit schwer- und schwerstgestorten Patienten zuweist. Obwohl in einer psychi atrischen Klinik (in Madison/USA) entwickelt, kann sie sich auch in der Kommunikation zwischen Arzt und Patient und zwischen Lehrenden und Lernenden bewahren."
Das Buch liefert eine auf die besonderen Belange der Allgemeinpraxis zugeschnittene Darstellung aller metho- dischen Probleme wissenschaftlicher Forschung, entsprechend dem zeitlichen Ablauf der einzelnen Phasen eines Projektes. Zahlreiche Beispiele illustrieren die verschiedenen Schritte des Vorgehend, soda~ auch der Unge}bte aus dem Buch seinen Nutzen ziehen kann.
Nach Erscheinen des 1. Bandes Psychosomatische Medizin im inter diszipliniiren Gespriich mit dem Schwerpunktthema "Der Magen Darm-Kranke und seine pdi- und postoperative Situation" legen wir jetzt den 2. Band vor. Er befaBt sich mit Fragen des Stoffwech selkranken, der Adipositas, der Anorexia nervosa, der Bulimie, dem Diabetes mellitus, der Gicht und allgemeinen Stoffwechsel problemen. In der Praxis hat sich gezeigt, daB die alleinige schulmedizini sche Betrachtung und Behandlung auch der Stoffwechselkranken nicht zu dem gewiinschten Erfolg nach den therapeutischen MaB nahmen und nach entsprechender (Diat)beratung fiihrt. Die Zahl der Adiposen hat trotz intensiver Bemiihungen von seiten der Arz teschaft nicht abgenommen. Gesellschaftliche und individuelle Bindungen haben dazu gefiihrt, daB die Bulimie als relativ neues Krankheitsbild hinzugekommen ist und die Rate der Anorexiepa tientinnen sich eher erhoht hat. Das Risiko eines Gichtpatienten, an einer oder mehrerer der gravierenden Folgeerscheinungen zu erkranken, ist nach wie vor groB, obgleich Medikamente und Ein halten der Diat sie mit Sicherheit verhindem konnen. Beim Diabe tes mellitus hat sich gezeigt, daB das "didaktische Geriist" einer Klassifizierung und Typisierung zwar hilfreich, fiir das Verstandnis des Krankheitsverlaufs eine Stereotypisierung jedoch nicht aus reicht, weil die individuelle Vielfalt der Erscheinungsformen so groB ist, daB eine Individualisierung der Therapie erfolgen muB (Gries). Einen wesentlichen Beitrag zu dieser Art diagnostischen und therapeutischen Vorgehens kann der psychosomatische Ansatz bie ten, weil er das breite psychosoziale Umfeld des Patienten zu be riicksichtigen versucht."
Obwohl jeder Arzt Gesundheitsberatung durchfuhrt, wird dieser Aufgabenbereich bisher unzureichend in der arztlichen Aus- und Weiterbildung berucksichtigt. Das Buch bietet Arzten, Psychologen, medizinischem Assistenzpersonal und Medizinstudenten eine praxisbezogene Anleitung zur Gesundheitsberatung uber Risikofaktoren und eine gesundheitsbewusste Lebensweise. Nach der Definition von Inhalten und Zielen erfolgt die Motivation des Patienten, um nach Wahl adaquater Hilfen die schrittweise Verhaltensmodifikation zu ermoglichen und zu begleiten. Interdisziplinare und gemeindenahe Konzepte der Gesundheitsberatung sind ebenso berucksichtigt wie die Arbeit von Selbsthilfegruppen, aussereuropaische Gesundheitsberatung und zukunftige Entwicklungstendenzen.
Dieser Leitfaden f}r die Praxis vermittelt ein Verst{ndnis der vielf{ltigen sexuellen Probleme und der M-glichkeiten einer verhaltensorientierten Psychotherapie bei funktionellen Sexualst-rungen, Sexualstraftaten, sexuellem Mi brauch, Voyeurismus, Transsexualit{t und AIDS.
Diese Arbeit hat ihren AnstoB durch ein Forschungsprojekt erhalten, das von 1976-1981 an der Abteilung fUr Psycho- analyse unter der Leitung von Herrn Professor Loch an der Universitat TUbingen durchgefUhrt und von der Breuninger- Stiftung finanziert wurde. Es hatte die linguistische Un- tersuchung von Texten aus einer Balint-Gruppe zurn Inhalt. Ich selbst hatte bis dahin mit Linguistik wenig BerUhrung gehabt, und so UberlieB ich mich zunachst ganz den Emp- fehlungen des Projektleiters Dr. phil. Gerd Lenga, der mich mit fast unerschopflicher Geduld mit einer Richtung der formalen Linguistik vertraut machte. Eine Psychologin von kritisch-rationalistischer Herkunft, ein system-orien- tierter Sprachwissenschaftler und eine psychoanalytische Abteilung, das konnte wirklich interdisziplinar genannt werden. Und dementsprechend waren unsere ersten Erfahrun- gen miteinander einer babylonischen Sprachverwirrung ver- gleichbar. Ich danke vor allem Herrn Professor Loch, der immer die vaterliche Distanz, GUte und Strenge besaB, urn uns aus wissenschaftlichen Verwicklungen heraus den Weg zu wei- sen. Gerd Lenga hat mir zurn ersten meiner linguistischen Standbeine verholfen, Professor Konrad Ehlich zurn zwei- ten, indem er meinen Blick urn pragmatische Gesichtspunk- te erweiterte. Beiden danke ich fUr die viele Zeit, die sie mir in fruchtbaren Diskussionen immer wieder haben zukommen lassen. Dr. Arno Ruoff sei ebenfalls gedankt fUr hilfreiche Anregungen konkret-methodischer Art.
Der nichtmigrAnische Kopfschmerz ist einer der hAufigsten Schmerzursachen. Die nosologische Einordnung verschiedener Kopfschmerzformen, ihre diagnostischen und differentialdiagnostischen Kriterien sowie TherapiemAglichkeiten werden in diesem Buch umfassend dargestellt. Beschrieben werden nicht nur die klassischen Therapiemethoden, sondern auch alternative MAglichkeiten, z.B. reflextherapeutische MaAnahmen. Neurologen, Internisten, Hals-Nasen-Ohren-A"rzte, AugenArzte, OrthopAden, Psychiater, Neurochirurgen und AnAsthesiologen behandeln das Thema aus der Sicht ihres jeweiligen Fachgebietes.
Das Buch befa~t sich mit Kurzpsychotherapie auf tiefenpsy- chologischer Grundlage unter besonderer Ber}cksichtigung der in der Praxis des niedergelassenen Arztes gegebenen Umst{n- de. Anhand kurzer Einzelbeispiele und anhand der Darstellung eines ausf}hrlichen Falles wird aufgezeigt, da~ es auch ohne vollanalytische Ausbildung m|glich sein kann, effiziente Psychotherapie zu betreiben.
Es war der Wunsch des Springer-Verlages, an die Tradition des heute fast vergessenen Buches, salben, Puder, Externa" des Apothekers v. Czetsch-Lindenwald und des Hautarztes Schmidt-La Baume lose ankniipfend ein neues, fUr die Higliche Praxis geeignetes Kompendium iiber Externa aufzulegen. Nach der Resonanz, die mein Beitrag iiber die pharmakologischen Grundlagen der dermatologischen Therapie in der "Funktionellen Dermatologie" von Stiittgen und Schaefer und unser gemeinsames Buch "Skin Permeability" fanden, entschloB ich mich, erstmals aus einer Hand diesen praxisorientierten Leitfaden zu schreiben. Als Hautarzt und Apotheker habe ich mich hierbei bemiiht, die Denkweise und Bediirfnisse des Dermatologen bzw. Arztes mit denen des praktisch tatigen Apothe- kers zu vereinen. Dabei solI zwar durch eine konsequente raumliche Dreiteilung des Buches in Galenik, Wirkung und Anwendung eine didaktische Vereinfachung erreicht werden, jedoch ist fUr das Verstandnis und fUr das Konzipieren eines speziellen Therapeutikums letztlich ein gedankliches ZusammenfUhren der drei Teile stets erforderlich. Meine Ausbildung und Erfahrung als Apotheker habe ich in den galenischen Teil und die als Hautarzt in den therapeutischen Teil eingebracht. Der mittlere Teil des Buches "Wirkungen" -der mir besonders am Herzen lag - ste11t neben Uberlegungen zur Pharmakologie, Toxikologie und insbesonders zur Pharmakokinetik bzw. zur biologischen VerfUgbarkeit von ausgewahlten Wirkstoffen fUr Externa eine kurz- gefaBte Datensammlung dieser Stoffe aus heutiger Sicht dar. Das Kompendium erhebt keinen Anspruch aufVollstandigkeit und stellt keine wissen- schaftliche Monographie dar. Es versucht, zu fokussieren, Schwerpunkte zu setzen' und mochte Inhalte anderer ausfUhrlicherer Biicher zu gleichen Themen allenfalls teilweise herausgreifen, erganzen oder in anderem Zusammenhang beleuchten.
Offensiehtlieh zeigte sich unter der Geburt, wie bedeutsam die Zusammenarbeit aller Beteiligten fUr deren Verlauf ist. Die befragten Miitter empfanden diese Zusammenarbeit wohl eher positiv. Negative Erfahrungen wurden bei unserer Befragung von den Miittern nicht erwahnt. Bei Gesprachen mit Vatern - die alle nach der Geburt stattfanden und bei denen keine schriftlichen Fragen formuliert wurden - wird die Beziehung von Arzt und Hebamme ebenfalls erwiihnt, bier aber eher kritisch. So sei eine wichtige Aufgabe der Hebamme die Mittlerfunktion zwischen Arzt und Gebiirender gewesen, sie habe die "Coolness" des Arztes auffangen miissen und die haufig durch den Arzt verur sachte Unruhe ausgeglichen. Ich gehe aber davon aus, daB auch die umgekehrte Situation moglich ist, wobei dann der Arzt eine ausgleiehende Rolle haben kann. Die Befragung an unserem Krankenhaus spiegelt die Erlebnisse eines Zeitraums an einer Klinik, und moglicherweise haben sich die Befragten auch ausgetauscht. Selbst wenn die Ergebnisse keine allgemeine Giiltigkeit haben, denke ieh doch, daB die Aussagen nicht ohne Bedeutung sind."
Das Buch enthAlt die VortrAge eines Symposium zu Ehren von Professor S. HAuAler anlAAlich seines 70. Geburtstages und der Verleihung der UniversitAtsmedaille der UniversitAt Ulm. Seine SchA1/4ler ehren mit ihren BeitrAgen einen Arzt und Lehrer, "der Arztliches Charisma stets ergriffen hat, es erlitten hat und es in unnachahmlicher Weise versucht hat, seinen SchA1/4lern zu vermitteln. So gesehen fA1/4gen sich HausarzttAtigkeit und LehrtAtigkeit, Berufspolitik wie auch sein Beitrag zur Weiterentwicklung unseres Gesundheitswesens zu einem Ganzen." (Aus dem Vorwort von K. Besel)
Wenn man die Gesundheitsvorsorge in der arztlichen Praxis vorstellen mochte, kommt man am autogenen Training und den Randaktivitaten, die zur Gesundheitsvor sorge fiihren, nicht vorbei. 1m Gegentei- die seelisch-korperliche Gesundheit scheint eingebettet in Gespdiche und ist abhangig vom Verhaltnis der Menschen untereinander. Dariiberhinaus hat sie eine Beziehung zu dem moglichen und notwendigen Aufarbei ten von Ereignissen, Problem-und Konflikt situationen, die in diesem Buch an zahlrei chen Fa11beispielen vorgestellt werde- und nicht nur das, sondern auch, wie man diese Situationen bewaltigen kann. Inhaltsverzeichnis 1 Einfiihrung: Fille aus der Praxis 1 Einfiihrung . . . . . . . . . . . 1 Gesundheitsvorsorge in der arztlichen Praxis 4 2 Raumgestaltung ffir die Arbeit der Gesund heitsvorsorge in der Praxis und Funktion eines solchen Raumes. . . . . . . . . . . . . . . 7 . Das Wartezimmer - ein Gesundheitsvorsor- zentrum. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 3 Gespriche - einzeln und in der Gmppe. . . . . . 13 . Einfiihrung in die Praxis der Gesundhei- vorsorge ....... . 16 Das arztliche Gespriich 19 Akzentgesprach. . . . 20 Begleitendes Gesprach 23 4 Das autogene Training in der irztlichen Praxi- einzeln und in der Gmppe. 25 Autogenes Training . 26 Balint-Gruppen. . . 27 Autogenes Training einzeln - in der Gruppe . 27 Inhaltsverzeichnis VII Anleitung zum Erlemen des autogenen Trainings 5 in der Gruppe - in der iirztlichen Praxis 29 Entspannungshaltung . 29 Zuriicknehmen .... 29 Arbeitsbegriffe fUr das autogene Training . 30 Erfolge ..... 31 SchluBgesprach . 32 Beispiel aus der Praxis: Herz-Kreislauf-Storungen . 36 Erfolge .......... 39 6 Antuche Untersuchung . . . . . . . . . . . . 43 . . . 7 Autogenes Training und moglicher Einsatz bei gesundheitlichen Storungen . 45 Unruhe, Nervositat . 45 Vegetative Dystonie ."
Systematische und an den Bed}rfnissen der Praxis orientierte Gesamtdarstellung der durch die neue Geb}hrenordnung f}r A'rzte von 1982 aufgeworfenen Rechtsfragen mit historischen, verfassungsrechtlichen und berufsrechtlichen Bez}gen, sowie Ausblicken auf die Geb}hrenordnung anderer freier Berufe.
Mit einem breiten Spektrum von interdisziplinaren Originalbeitragen werden in diesem Buch Sexualitat im Alltag und alltagliche Sexualitat unter 3 Gesichtspunkten dargestellt: Sexualitat und familiare Beziehungen; Sexualitat und Psychoanalyse; Sexualitat und Herrschaft. Die Beitrage entstanden mit dem Anspruch, das Alltagliche des sexuellen Erlebens zu betrachten statt spektakulare sexuelle Phanomene. Die Vielfaltigkeit, das kreative Potential und die Sinnlichkeit der Sexualitat sollte zum Vorschein gebracht und weniger das Pathologische, von der Norm Abweichende aufgespurt werden. In dem Sinn sind auch die Illustrationen zu verstehen, die fur wissenschaftliche Publikationen ungewohnlich sind. Auf die Wiedergabe quantifizierbarer Aspekte der Sexualitat oder die Darstellung von Verhaltenskategorien und auf die ausschliesslich somatische Betrachtung von Sexualitat haben die Autoren zugunsten eines ganzheitlichen, das Erleben betonenden Aspektes verzichtet, ohne dadurch den Anspruch an Wissenschaftlichkeit einzuschranken.
Die psychosomatische Medizin bzw. Psychosomatik berucksich- tigt neb en den somatischen auch die psychischen und sozialen Einflusse in der Atiopathogenese, in der Diagnostik, Therapie und im Verlauf der Krankheit. Beim einzelnen Patienten auch die psychosozialen Faktoren zu beachten, erfordert neben der personlichen Bereitschaft Kenntnisse und Erfahrungen in der psychosomatischen Medizin, Neurosenlehre und Psychotherapie und - wie generell in der Medizin notwendig - eine stete Fort- und Weiterbildung. Diesem Ziel dienen die folgenden Beitrage, die ursprunglich als Vortrage an der Akademie fur Arztliche Fort- bildung in der Arztekammer Berlin (Vorsitzende: Prof. Dr. Meta Alexander) als fachspezifische Fortbildung in der inneren Medi- zin unter dem Leitthema "Psychosomatik" wahrend des Sommer- semesters 1985 gehalten wurden. Die in dies em Band unter verschiedenen Aspekten beschrie- benen Symptome und Syndrome lassen sich klinisch nach Herz- Kreislauf-System, Magen-Darm-Trakt, Harntrakt und Muskel- Gelenk-System zusammenfassen; danach folgen spezielle Syndrome, die erfahrungsgemaB groBe Schwierigkeiten in Dia- gnostik und Behandlung bereiten. Am Anfang steht die Herzneurose, ein Krankheitsbild, das durch die hintergrundigeTodesangst immer wieder zu Noteinwei- sungen und unnutzen EKG-Ableitungen fuhrt. P. Bernhard bringt neben psychodynamischen und therapeutischenAspekten den wesentlichen Kenntnisstand zur Atiopathogenese, zu den Einflussen in der fruhen Kindheit und in der Erkrankungssitua- tion, wobei er auch eigene Untersuchungsergebnisse darstellt und eindrucklich die Schwierigkeiten und Chancen der Arzt- Patient-Beziehung schildert.
Der Band beschreibt eine Methode zur quantitativen, multidimensionalen Erfassung chronischer Schmerzen bei Karzinompatienten im Endstadium der Krankheit. Beim Versagen aller A1/4blichen Schmerztherapien wurde bei diesen Patienten eine kontinuierliche peridurale Opiatanalgesie durchgefA1/4hrt, wodurch eine Reduzierung der Schmerzen um durchschnittlich 70% erreicht werden konnte. Der therapeutische Effekt wird bezA1/4glich anamnestischer Daten, Schmerzcharakteristika und Begleitmedikation ausfA1/4hrlich analysiert. Aufgrund dieser Ergebnisse werden VorschlAge fA1/4r die Behandlung schwerster SchmerzzustAnde gemacht, die fA1/4r schmerztherapeutisch tAtige A"rzte interessant und hilfreich sind. In einem speziellen Kapitel werden die MAglichkeiten und Grenzen der periduralen Opiatanalgesie zusammengefaAt.
Das vorliegende Buch ist ein Beitrag in einer Reihe, die verschiedene Themenunter Ber}cksichtigung der allgemein- {rztlichen Praxis behandelt. Das Buch folgt in der Eintei- lung der Infektionskrankheiten nicht der Taxinomie der Erre- ger, sondern richtet sich nach der Organmanifestation der klassischen Krankheit beim Patienten. Neu aufgenommen in der 3. Auflage sind u.a. Kapitel }ber Pasteurellosen, sexuell }bertragbare Krankheiten und die Borrelia burgdorferi Infek- tion.
Schwindel ist eines der haufigsten Beschwerdebilder in der arzt- lichen Praxis uberhaupt. Er findet sich in vielen Fachdisziplinen wie der Oto-Rhino-Laryngologie, der Neurologie, der Ophthalmolo- gie, der inneren Medizin und auch in der Psychiatrie. Dieser Pro- blemkreis stellt also eine interdisziplinare, diagnostische und thera- peutische Herausforderung dar. In den letzten Jahren sind zahlreiche Bucher zur Diagnostik des Schwindels erschienen, jedoch nur sehr wenige zur Therapie. Dies deutet darauf hin, dass auf dem Gebiet der Diagnostik mehr Sicher- heit herrscht als in der Behandlung. Hier soll der Versuch gemacht werden, eine Behandlungsmethode vorzustellen, die auf neueren Erkenntnissen der Pathophysiologie des vestibularen Systems auf- baut. Einem kurzen UEberblick uber die diagnostischen Verfahren bei Schwindelbeschwerden folgt eine knappe Darstellung der Physiolo- gie des vestibularen Systems. Daran anschliessend werden patho- physiologische Mechanismen fur die Schwindelentstehung darge- stellt. Eigene tierexperimentelle Untersuchungen, die zusammen mit J. Lannou in Paris und Rouen durchgefuhrt wurden, bilden zusammen mit Befunden anderer Autoren die Grundlage fur ein modernes Konzept der vestibularen Kompensation. Daraus lassen sich UEberlegungen zur therapeutischen Beeinflussung dieser Erho- lungsvorgange ableiten. Das an der HNO-Klinik des Klinikums rechts der Isar verwandte Trainingsprogramm stutzt sich auf Vor- schlage aus Grossbritannien und Frankreich und hat diese modifi- ziert. Die hier berichteten Erfahrungen stammen von 50 Patienten mit peripher-vestibularen Erkrankungen. Den Abschluss des Buches bilden UEberlegungen zur Pharmakotherapie, die sich gleich- falls auf das heute gultige Konzept der vestibularen Kompensation stutzen. Untermauert wird dies durch eigene Erfahrungen mit einer nicht-sedierenden Substanz.
Das Buch beschreibt umfassend die physiologischen und psychologischen VerAnderungen im menschlichen Organismus, die sich beim autogenen Training (AT) und bei der gestuften Aktivhypnose (GAH) als Langzeiteffekt einstellen. Die fA1/4r die Praxis relevanten Befunde werden in allgemeinverstAndlicher Form dargestellt, sie sind thematisch geordnet und ihre Bedeutung fA1/4r Klinik und Praxis, auch in der Zahnheilkunde, wird hervorgehoben. Neuere Ergebnisse zeigen, daA das autogene Training ein zuverlAssiges Therapeutikum in der Psychotherapie und in der psychosomatischen Medizin ist.
In den letzten Jahren werden in steigendem Masse Diskussionen daruber gefuhrt, ob die Therapie mit Antiarrhythmika nicht in die Hande von Spezialisten mit entsprechend ausgerusteten Praxen gehort. Als Hauptgrund wird genannt, dass niedergelas sene Allgemeinpraktiker uber kein 24-h-Langzeit-EKG-Gerat verfugen und dementsprechend sowohl ihre diagnostischen Moglichkeiten als auch eine Kontrolle der Arrhythmietherapie erheblich eingeschrankt sind. Hier stellt sich die Frage, welche Moglichkeiten die Arzte, auch in der Klinik hatten, als es noch keine Langzeitelektrokardiographie, kein Trommel- oder Pok ket-EKG gab? Der Patient ist heute genau wie fruher primar auf den Praktiker, d. h. auf seinen Hausarzt angewiesen, und dieser muss handeln, denn zum einen ist die Zahl spezialisierter Kliniken zu gering, um laufend die grosse Zahl behandlungsbe durftiger Patienten aufzunehmen, zum anderen sind die Ein weisungen in die Klinik durch die Krankenkassen stark limi tiert. Daruber hinaus benotigen in der Tat nur bestimmte Patienten eine invasive Untersuchung in der Klinik. Diese Patienten zu erkennen, ist auch eine wichtige Aufgabe des niedergelassenen Arztes. Zur Behandlung stehen dem niedergelassenen Arzt Medika mente mit einem breitgefacherten Indikationsspektrum, zuver lassiger Wirksamkeit und vertretbar geringer Quote von Nebenwirkungen zur Verfugung. Dazu kommt noch, dass nur bei repetitiven ventrikularen Tachykardien und Extrasystolen salven eine 100 % Beseitigung der Arrhythmie erforderlich ist, bei anderen ventrikularen Arrhythmieformen reicht eine Unterdruckung der ventrikularen Extrasystolen von 50-60 % und von Couplets um 70-80 % aus." |
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