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Die Arbeit wurde mit Unterstutzung des Ministeriums fur Wirtschaft
und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen durchgefuhrt. Es sei
herzlichst gedankt fur zahlreiche Diskussionen und Hinweise den
Herren Prof. Dr.-Ing W. PATTERSON und Dr.-Ing. H. SCHIFFERS, fur
vielfa che Hilfeleistung bei der Durchfuhrung der Arbeit Herrn Ing.
M. KRICHEL, fur zur Auswertung freundlichst uberlassenes
Probematerial Herrn Dipl.-Ing. W. MATEJKA. G 1 i e der u n g S.
Vorwort . . . . 3 I. Einleitung S. . . 5 II. Die Schmelzuberhitzung
und Desoxydation als ein Weg zur Erzeugung eines ho.chwertigen
Gusseisens . . . . S. 5 . . III. Die Anwendung basischer
Schmelzuberhitzung - ein aussichts reicher Weg zur Erzeugung eines
hochwertigen Gusseisens S. 12 IV. Die Entgasung technischer
Schmelzen mittels Spulgasen S. 17 V. Die Anwendung von Hochvakuum
zur Gasreinigung von GuBeisen- . . . . . S. 25 schmelzen .1 VI. Die
Anwendung von Reaktionsgemischen bei Gusseisenschmelzen zum Zwecke
einer weitgehenden Desoxydation ... S. 30 VII. Die Anwendung
metallischer Wirkstoffe zur weitgehenden Graphitaus- Desoxydation
und zum Zwecke einer kompakten S. scheidung im Gusseisen . . . 39 .
S. VIII. Zusammenfassung . . . . 43 . . . S. IX.
Literaturverzeichnis . . . . . . 45 . Seite 3 Forschungsberichte
des Wirtschafts- und Verkehrsministeriums Nordrhein-Westfalen I.
Einleitung Bei den Bestrebungen, einen Grauguss mit moglichst hohen
Festigkeitseigen schaften und einer gesteigerten Zahigkeit
herzustellen, haben sich beson ders Pfannenzusatze von Magnesium
bis heute als die wirksamsten erwiesen."
Wa.b: rend meiner langjahrigen industriellen Laboratoriums- und
Betriebs- praxis habe ich oftmals den Mangel eines Werkes
empfunden, das die vielfaltigen und uber die Weltliteratur weit
verstreuten textilchemischen Prufmethoden, ihre Bewertung und
Auswertung ubersichtlich geordnet zusammenfasst. In den letzten
Jahren ist das Bedurfnis nach einem solchen Werk sicherlich noch
groesser geworden. Hat doch die textilchemische
Untersuchungsmethodik gerade in neuerer Zeit gewaltige Fortschritte
gemacht und, nicht zuletzt wegen der immer groesseren Vielfalt der
Textilfaserstoffe selbst, stark an Umfang zuge- nommen. Dieser
Gedanke hat mich bewogen, an die keineswegs leichte Aufgabe der
Sammlung, Sichtung, Ordnung, Bewertung und Auswertung des
ungeheuren Materials heranzugehen und den Versuch einer
ubersichtlichen, in erster Linie fur die Praxis zugeschnittenen
Zusammenfassung desselben zu unter- nehmen. Das vorliegende
Handbuch soll die chemische und chemisch-physikalische
Untersuchungsmethodik der Natur-und Chemiefasern (und auch deren
Produkte), so'\\-ie deren Auf- und Einlagerungen verschiedenster
Art, wie auch chemische Faserabwandlungen, des weiteren die
Faserschadigungen und Faserfehler umfassen.
Schon drei Jahre nach dem Erscheinen des Hauptwerkes hat sich der
erste Ergan- zungsband als notwendig erwiesen, ein Zeichen fur die
sturmische Entwicklung auf dem Sektor der Herstellung und Veredlung
von naturlichen, kunstlichen und synthe- tischen Fasern. Die
Einteilung des Hauptwerkes wurde auch im Erganzungsband
beibehalten, so dass jedes Kapitel eine direkte Fortsetzung des
Hauptwerkes bildet und damit die organische Bindung an dasselbe
hergestellt ist, was durch entspre- chende Ruckverweise im Text
noch unterstrichen wird. Das Gewicht und der Umfang der
verschiedenen Kapitel und ihrer Unterteilungen richten sich nach
dem in der Berichtszeit angefallenen Stoff. So haben wir Wert
darauf gelegt, den Abschnitt uber die Kunstfasern auszubauen und
damit verschie- dentlich geausserten Wunschen der
Fachkollegenschaft Rechnung getragen. Wir glauben uns hierzu um so
mehr berechtigt, als man bereits vielfach bestrebt ist,
Veredlungsmethoden, wie etwa die Verringerung der Quellfahigkeit
von Reyon, in den Herstellungsprozess zu verlegen. Dass dadurch die
anderen Abschnitte nicht zuruckstehen durften, ist
selbstverstandlich. Wir haben deshalb bei den Literatur- hinweisen
auch den Titel der Arbeit mitaufgenommen, um interessierten Lesern
einen besseren UEberblick zu geben. Ebenso wurden die Patentzitate
durch verstarkte bzw. Neuaufnahme von belgischen, hollandischen,
kanadischen, australischen usw. Patentschriften erheblich vermehrt.
Weiters wurden Patente aus der DDR zitiert.
Die Stanztechnik hat sich schnell entwickelt. Um sich in den vielen
Einzel darstellungen des Schrifttums leicht zurechtzufinden, soll
diese kleine Arbeit eine planmassige Einteilung des umfangreichen
Stoffes zur Entlastung des Gedacht nisses geben. Sie will kein
Handbuch der Schnitt-Technik sein, sondern nur ein 1 Fuhrer durch
die Stanztechnik . Unter Technik soll die Art und Weise verstanden
sein, wie man gegebene Mittel und Werkzeuge verwendet, um einem
Gedanken oder Gefuhl sinnlich wahrnehm baren Ausdruck zu verleihen
oder schlagwortartig ausgedruckt: "Technik ist der Weg, Wissen in
Koennen umzusetzen". Stanzen ist die Tatigkeit eines Werkzeug
paares, das vermoege seiner Form geeignet ist, den dazwischen
gebrachten, meist blechfoermigen Werkstoff durch Beanspruchung uber
die Fliessgrenze in eine ge wollte Form zu bringen mit dem Ziel,
eine Reihe gleicher Werkstucke herzustellen. Je nach der
erwunschten Formgebung spricht man von: Schneiden, Biegen und
Boerdeln, Ziehen, Pressen und Pragen. Schnittechnik ist also die
Kunst, auf Grund der Kenntnis des Schnittvorganges und aller
moeglichen Schnitt werkzeuge , gestutzt auf eigene Erfahrung, zu
ent scheiden und festzulegen, ob und wie ein gewisses Werkstuck
durch Schneiden herzustellen ist. I. Die Grundlagen des Schneidens.
A. Der Schnittvorgang.
Auf dem Gebiete des Zeugdruckes und der Farberei wurden seit
ungefahr hundert Jahren durch wissenschaftliche chemische Bearbei-
tung - besonders im Zusammenhange mit der Entwicklung der
Farbstoffindustrie - ausserordentlich grosse Fortschritte erzielt.
Dem- gegenuber zeigte die Vor- und Nachappretur der Textilien bis
zu der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen wenige Neuerungen und
man begnugte sich mit den alten empirischen Methoden der Appretur.
Im allgemeinen diente dieser Zweig der Textilveredlung nur dazu,
den Geweben ein gefalligeres AEusseres zu verleihen und dadurch
eine bessere Verkaufsfahigkeit zu erzielen, wobei auf eine Echtheit
der Appretur uberhaupt kein Wert gelegt wurde. Eine Verbesserung
der Gebrauchseigenschaften der Waren wurde nicht nur nicht
angestrebt, sondern es wurden oft durch unsachgemasses Arbeiten die
die Haltbarkeit des Gewebes bedingenden physikalischen
Eigenschaften beeintrachtigt. Die durch die grossen Kriege des 20.
Jahrhunderts, durch die Ver- mehrung der Weltbevoelkerung und durch
die gesteigerten Anspruche der Bevoelkerung der fruher
ruckstandigen Gebiete verursachte all- gemeine Verknappung an
Rohstoffen machte es in immer hoeherem Masse notwendig, die
Lebensdauer und den Gebrauchswert der Kon- sumguter zu steigern und
gleichzeitig neue Werkstoffe zuganglich zu machen. Diese alle
Industrien beruhrende Entwicklung machte auch vor der
Textilindustrie nicht halt. Immer mehr dringt auch in der
Textilindustrie die Erkenntnis durch, dass man durch Anwendung der
Fortschritte der modernen Chemie die Gebrauchseigenschaften und die
Lebensdauer der Textilien erhoehen musse. Die chemische Industrie,
welche bis dahin ihr Hauptinteresse der Entwicklung der Farbstoffe
und ihrer Anwendung zugewendet hatte, begann sich mit diesem Zweig
der Textilveredlung zu beschaftigen.
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