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Die vorliegende Arbeit entstand wahrend meiner Tatig- keit als
wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer- Institut fur
Produktionstechnik und Automatisierung (IPA), Stuttgart. Mein
besonderer Dank gilt dem Leiter des Instituts, Herrn Prof. Dr.-Ing.
H.-J. Warnecke, fur seine grosszu- gige Unterstutzung und
Foerderung, die entscheidend zur erfolgreichen Durchfuhrung dieser
Arbeit beigetragen haben. Herrn Prof. Dr.-Ing. G. Pritschow danke
ich fur die UEbernahme des Korreferats und fur die vielen wertvol-
len Hinweise, die sich daraus ergaben. Aus dem grossen Kreis der
Kollegen und Kolleginnen des Instituts, die mich durch ihre
Mitarbeit und anregende Kritik unterstutzt haben, moechte ich
insbesondere Dr.-Ing. E. Abele, Herrn P. Arns, Dipl.-Ing. D. Boley,
Dipl.-Ing. M. Hoepf, Dr.-Ing. R.D. Schraft, Frau L. Schuhmacher
sowie Dr.-Ing. M. Schweizer dankend er- wahnen. Ein besonderer Dank
gilt ferner meiner Frau, die mir wahrend der Durchfuhrung der
Arbeiten stets verstand- nisvoll und motivierend zur Seite stand.
Beim Kaltfliesspressen wird das Fliesspresswerkzeug durch die
vorgangsbeding- ten Umformkrafte belastet. Diese Belastung bewirkt
eine elastische Federung des Werkzeuges. Durch den Umformvorgang
wird dem Werkstuck Arbeit zugefuhrt. Diese Umform- arbeit und die
Reibarbeit an der Kontaktflache Werkstuck/Matrize fuhren im
Werkzeug zu einer Temperaturerhoehung und damit zu einer
Warmeausdehnung der Matrizenbohrung. Die radiale Aufweitung
armierter Fliesspressmatrizen mit zylindrischer und abgesetzter
Bohrung wurde unter mechanischer Belastung und Temperatureinwir-
kung mit Hilfe der Finite-Elemente-Methode berechnet. Die
Belastungssimu- lation erfolgte einerseits durch das Aufbringen
eines hydrostatischen Innen- druckes entlang der Bohrungswand der
Matrize und andererseits durch das Er- zwingen einer gewunschten
Bohrungswandtemperatur. Variiert wurde der Innen- 2 druck zwischen
0
Die technologischen und wirtschaftlichenVorz(lge des Schleifens im
spitzenlosen Durchlaufverfahren konnen in der industriellen
Fertigung oftmals nicht voll genutzt werden, da die
ProzeBtechnologie Eigenhei- ten besitzt, die empirisch nur schwer
zu beherrschen sind. Dazu ge- hort auch das VerschleiBverhalten der
Schleifscheibe, des sen Kennt- nis die Grundlage zu einer optimalen
ProzeBfo.hrung bildet. Ausgehend von den in vorangegangenen
Untersuchungen /6,7/ hergelei- teten Kenngro/3en des
Durchlaufschleifens, wurden zunachst die Ver- schleiBmeB-und
-kenngroBen definiert. Dabei stellte sieh zum einen das momentane
Abtragsverhaltnis G* und andererseits der bez. Ver-
schleiBvolumenstrom Q' als bestgeeignet heraus. Denn beide GroBen s
sind im Gegensatz zu den normalerweise verwendeten, hinreichend
entkoppelt von Randbedingungen, wie z. B. dem aktuellen
Schleifschei- bendurchmesser sowie der Schleifzeit. Eiite
Literatur(lbersicht (lber VerschleiBuntersuchungen beim spitzen-
losen Durchlaufschleifen ergab nur wenige Anhaltspunkte, so daB auf
Ergebnisse beim kinematisch vergleichbaren AuBenrund-Umfang-Langs-
schleifen zwischen Spitzen zur(1ckgegriffen werden muBte. Hier
vorlie- gende Erkenntnisse lieBen sich direkt auf das
Durchlaufschleifen und den hierbei auftretenden
VerschleiBfortschritt bzw. die zeitliche An- derung des
Schleifscheibenprofils (lbertragen. Die Vor-und Randbedingungen
f(1r die nachfolgenden experimentellen Untersuchungen umfassen die
Beschreibung -der Schleifmaschine -der Gestaltung und Auslegung des
Schleifspaltes, -der geometrischen Stabilitat f(lr die geplanten
Versuche, - 126 - -der Abrichtbedingungen sowie -der
VerschleiBmeBvorrichtung. Dazu wurde im Rahmen dieser Arbeit ein
neues MeBsystem entwickelt. da die tibliche Vorgehensweise mittels
Abbildmethode wegen Auswer- teschwierigkeiten nicht eingeschlagen
werden konnte. An die Abricht- pinole wird ein induktiver MeBtaster
angebaut. tiber den es mit einer direkten. bertihrenden Messung
(stehende Schleifscheibe) moglich ist. die jeweilige Scheibenkontur
zu erfassen.
Die vorliegende Arbeit entstand wahrend meiner Tatigkeit als
wissenschaftlicher Mitarbeiter am lnstitut fur Umformtechnik der
Universitat Stuttgart. Herrn Professor Dr. -lng. K. Lange danke ich
fur sein Vertrauen und seine wohlwollende Unterstutzung bei der
Durchfuhrung dieser Arbeit. Fur die eingehende Durchsicht dieser
Arbeit bin ich Herrn Pro- fessor Dr. -lng. H. Uetz zu Dank
verpflichtet. Mein Dank gilt ferner Herrn Dipl. -lng. E.
Dannenmann, der die- se Arbeit durch wertvolle Hinweise und
Anregungen unterstutzt hat sowie allen Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern des lnsti- tuts fur Umformtechnik, die durch ihre
tatige Hilfe zum Ge- lingen der Arbeit beigetragen haben. Ebenfalls
danken mochte ich Herrn Dr. rer. nat. P. Schluter vom
Max-Planck-lnstitut fUr Metallforschung in Stuttgart, der in
groBzugiger Weise die Erstellung der REM-Aufnahmen und
Schliffbilder ubernommen hat. Die Mittel zur Durchfuhrung dieser
Arbeit wurden von der Deutschen Forschungsgesellschaft fur
Blechbearbeitung e. V. zur Verfugung gestellt. Stuttgart, Juni 1983
Erhard Mossle Inhaltsverzeichnis Seite Verzeichnis der wichtigsten
Abktirzungen 11 o Einleitung 13 Problematik des Ziehens von Blechen
aus 15 Aluminiumlegierungen 1. 1 Ausgangssituation 15 1. 2 Stand
der Kenntnisse 18 1. 2. 1 Beeinflussung von Oberflachen durch
Umformen 18 1. 2. 2 EinfluB der Oberflachenbeschaffenheit von 25
Blechen auf den Ziehvorgang 1. 3 Zielsetzung der Arbeit 27 2
Experimentelle untersuchungen mit Blechen 31 aus
Aluminiumlegierungen - Versuchsdurch- ftihrung 2. 1 Beschreibung
der Oberflachenbeschaffenheit 33 2. 2 Ermittlung der Formanderungen
36 2. 3 Eigenschaften der untersuchten Aluminium- 37 legierungen
Oberflachenveranderungen bei Zug- und 43 2. 4 Biegeversuchen 2.
Das Buch hat sich zum Ziel gesetzt, die Fertigungsverfahren der DIN
8580 nach wirt- schaftlichen Punkten zu behandeln. Das muss, wegen
der Fulle des Stoffes zwangslaufig dazu fuhren, dass die einzelnen
Themenkomplexe oft nur angedeutet werden. Nur viel angewandte
Verfahren werden beschrieben, weniger bekannte koennen nur erwahnt
und Verfahren, die sich erst im Versuchsstadium befinden, konnten
nicht angeftihrt werden. Das wirtschaftliche Fertigungsverfahren
steht im Vordergrund. Hierbei ist von Bedeutung Werkstuckwerkstoff,
Werkstuckform, Anzahl der Werk tucke, konkurrierende Be-
arbeitungsverfahren, Werkzeuge, Schneidstoff, Schmierung,
Werkzeugmaschine und Werkzeugmaschineneinstellung. Besonderer Wert
wurde dabei auf die exemplarische Darstellung anhand viel
benoetigter Teile gelegt. . Die Textftille war nur durch viele Ta
ellen, knappe Beschreibung, viele Skizzen, die zusammen mit den
Bildunterschriften zum Text nicht redundant sind, zu bewaltigen.
Dabei war aber kein reines Tabellenwerk geplant, vielmehr sollte
der Sinn der tabellarischen Darstellung in der Kurze der Darbietung
liegen. Daher wurde auch z.B. in den einzelnen Kapiteln darauf
verzichtet, Werte aus der Zerspantechnik oder Umformtechnik, die
reine Maschineneinstellung betrafen, zu tabellieren. Auch hierfur
sind Beispiele fur typische Prozesse aufgefuhrt. Gegenuber dem Text
wurde im Zweifelsfalle der Skizze und dem Bild der Vorzug gegeben.
Das geschah bewusst aus zwei Grunden: Skizzen benoetigen weniger
Raum als Text um einen fertigungs-technisch- maschinenbaulichen
Zusammenhang darzustellen und Skizzen sind letztlich doch das
Ausdrucksmittel des "Maschinenbauers".
Flexible Fertigungssysteme sind automatisierte Fertigungs-
einrichtungen, die fUr den Einsatz im Bereich der Einzel- und
Kleinserienfertigung entwickelt wurden. Sie sind gekenn- zeichnet
durch ihre Fahigkeit, sich innerhalb eines begrenz- ten
Teilespektrums selbsttatig an unterschiedliche Werk- stUcke und
Fertigungsaufgaben anzupassen. Wah rend diese Entwicklungen bei
spanenden Bearbeitungsver- fahren schon verstarkt Eingang in die
Fertigung gefunden ha- ben [1 - 12], sind sie im Bereich
umformender Fertigungsver- fahren bislang nur sehr vereinzelt
anzutreffen. Wegen der in jUngster Zeit stark angestiegenen
Energie- und Rohstoffkosten [13] sind Uberlegungen in Gang
gekornrnen, das Konzept des fle- xiblen Fertigungssystems auch auf
Technologien anzuwenden, bei denen ein vergleichsweise geringerer
Aufwand fUr Material und Energie erforderlich ist, die also bei
sparsamem Energie- und Rohstoffverbrauch groBe Teilespektren in
kleinen StUck- zahlen und im Rahmen einer gewissen Flexibilitat
wirtschaft- lich fertigen konnen. Ausgehend von diesem Sachverhalt
untersuchte erstmalig KAISER [14] die Moglichkeiten einer
Integration umformender Bearbei- tungsverfahren in flexible
Fertigungssysteme. Die Analyse samtlicher Umformverfahren ergab
dabei, daB grundsatzlich aIle ungebundenen Umformverfahren, d. h.
solche mit kinematischer Gestalterzeugung und ferner einige
gebundene Umformverfahren, das sind solche mit Abbildung der
WerkstUckgeometrie am Werk- zeug, bei entsprechendem Teilespektrum
in flexible Fertigungs- systeme einbezogen werden konnen.
Das Auftrennen von plattenformigen Werkstlicken aus Holz oder
Holzwerkstoffen erfolgt vorwiegend mit Kreissageblattern. Dabei
werden diese im Verhaltnis zum Durchmesser dlinnen Werk- zeuge mit
hohen Drehzahlen eingesetzt und bei steigenden Vor-
schubgeschwindigkeiten immer hoheren Belastungen unterworfen.
Kreissageblatter sind bedingt durch ihre Geometrie und die
Einsatzart - sie werden zwischen zwei Flansche auf einer Welle
aufgespannt und rotieren mit hoher Drehzahl - anfallig auf die
verschiedenen Einfllisse, die wahrend ihres Einsatzes auftreten.
Dies sind u.a. die auf das Werkzeug einwirkenden Fliehkrafte,
Temperaturunterschiede innerhalb des Blattes sowie Schnittkrafte
und Beanspruchungen durch UnregelmaBigkeiten wahrend des
Schneidvorganges. Urn diesen Belastungen entgegenzuwirken, werden
Kreissageblatter yom Hersteller je nach Verwendungszweck und
Einsatzbedingungen mit unterschiedlichen Vorspannungen versehen.
Dies gilt sowohl flir unbestlickte sowie mit Hartmetall bestlickte
Holzkreissage- blatter, als auch flir Steinsagen, Metallsagen und
Trennsagen. Die in das Werkzeug eingebrachten Spannungen sind
erforderlich, urn einmal die beim Schneiden auftretenden Spannungen
infolge Erwarmung der AuBenzone auszugleichen und zum anderen die
Spannungen, die durch Fliehkrafte und Schnittkrafte wahrend des
Arbeitsablaufes entstehen, zu kompensieren. Die Wahl der geeigneten
Vorspannung ist also Voraussetzung flir das optimale
Arbeitsverhalten des Werkzeuges. Beim Kreissagen von Holz und
Holzwerkstoffen wird die Glite der erzeugten Schnittflachen von dem
Schwingungsverhalten und der axialen Steifheit der Kreissageblatter
entscheidend beeinfluBt. Das Schwingungsverhalten und die Steifheit
sind neben den Werk- stoffkonstanten (z.B. Harte) und den
Einspannbedingungen unter - anderem von den Abmessungen der
Kreissageb1atter sowie von deren Spannungszustand abhangig.
==================== An Einkristallen aus Kupfer und
Kupferlegierungen wurde die Intensitat der Schallemission (SE)
wahrend plastischer Ver- formung .im Druckversuch zusammen mit der
Verfestigungskurve aufgenommen. Dabei wurden die folgenden
Parameter - die vor allem die Anordnung und Dichte der Versetzungen
bzw. ihre Beweglichkeit bestimmen - variiert: -
Kristallorientierung - Warmebehandlung vor der Verformung -
Vorverformung auf anderen Gleitsystemen (durch Torsion) ohne und
mit nachfolgender Erholungsgluhung - Probenvolumen o -
Verformungstemperatur (Raumtemperatur bis 500 C) - Legierungsgehalt
(bis zu 1% Ge bzw. Ni). Die SE-Intensitat sprach z.T. ausserst
empfindlich auf AEnderun- gen dieser Parameter an. Als besonders
einflussreich erwies sich die mit zunehmender Verfestigung
zunehmende Versetzungsdichte sowie der Zusatz geloester Fremdatome
schon in geringen Konzen- trationen. Beides verringert die
SE-Intensitat erheblich. Im Bereich beginnender Verfestigung
indiziert die SE deutlich AEnderungen in der
Versetzungswechselwirkung. Die experimentellen Ergebnisse
bestatigen wenigstens halbquan- titativ ein Modell fur die
Erzeugung von SE bei plastischer Verformung, das von Details der
Versetzungsbewegung ausgeht und fur hoehere Fliessspannungen T zu
dem asymptotisch zu er- reichenden Grenzverhalten 2 Intensitat der
SE I/T fuhrt.
Die nachfolgend beschriebenen Untersuchungen wurden im wesentlichen
von dem Ministerium fUr Wissenschaft und Forschung des Landes
Nordrhein-Westfalen finanziert. (Forschungsauftrag FA 6813)
Arbeitstitel: "Verbesserung der FlieBfahigkeit hochgefU1lter
Formmassen beim SpritzgieBen, Extrudieren und Beschichten mittels
Rakel. " Der vorliegende Bericht ist der SchluBbericht dieses
Forschungs- auftrages. Die Kosten der Anfangsuntersuchungen wurden
von der Fordervereini- gung des Institutes fur
Kunststoffverarbeitung getragen. Den betreffenden Stellen gilt
unser Dank fur die finanzielle Unter- stutzung. Dartiber hi, naus
gilt unser Dank all den Firmen, die durch Bereitstellung von
Kunststoff- und FU1lstoffmaterial und sonstigen Sachmitteln diese
Arbeit unterstutzt haben. Danken mochten wir auch den Mitarbeitern
des IKV und Student en der RWTH Aachen, sowie Mitgliedern unserer
Fachbeiratsgruppe "SpritzgieBen", die durch Rat und Tat zur
vorliegenden Arbeit beigetragen haben. 1. Einleitung 2. Darstellung
der erzielten Ergebnisse 3 Rheologisches Verhalten gefullter 5
UP-Harz- und PVC-Paste-Systeme 3. 1 Versuchsmaterialien 5 3. 2
Mechanismus der Viskositatsbeeinflussung 6 Ohne Wechselwirkung
zwischen Polymer und Fullstoff 3. 2. 1 7 3. 2. 2 Wechselwirkung
zwischen Fullstoffpartikeln 8 Wechselwirkung zwischen Polymer und
Fullstoff 3. 2. 3 12 Strukturviskositat 3. 3 13 3. 4
KonzentrationseinfluB 15 Thixotropie 3. 5 17 3. 5. 1 EinfluB der
Schergeschl'lindigkei t auf das 18 thixotrope FlieBverhalten 21
Strukturaufbau 4. Folgerungen aus dem rheologischen Verhalten fur
23 den Einsatz oszillierender FlieBvorgange Verwendung von
Ultraschall zur Beeinflussung 26 der Stromung 5.
1m Verhaltnis zu den Berechnungen der Spannungs- und Verfor-
mungseigenschaften im Stahl- und Stahlbeton stellen Aussagen liber
Festigkeiten, Verformungsverhalten, Zerstorungsanfallig- keit und
darnit auch Lebensdauer einer StraBenkonstruktion ein ungleich
groBeres Problem dar. Das Verhalten einer bituminosen
StraBenkonstruktion unter dyna- mischer Belastung aus Verkehr wird
von einer langen Reihe kom- plex untereinander abhangiger
Eigenschaften und deren Anderungen bestirnrnt, angefangen bei den
mineralogisch-petrographischen Merkrnalen der Ausgangsgesteine
liber deren Gewinnungsart, Weiter- behandlung und Mischung sowie
Einbettung in ein Bindemittel bis hin zur Art des Bindemittels, des
sen Verarbeitung und schlieB- lich zum Einbau des dreiphasigen
Systems selbst. Die Einbeziehung dieser und aller weiteren
moglichen Parameter in eine echte Bemessung im Sinne einer exakten
Anwendung der Gesetze der Mechanik stellt ein wahrscheinlich
unmogliches Unterfangen dar. Die Losung des Problems wird
erleichtert - aber darnit weniger exakt - wenn eine Anzahl
schwierig zu beschreibender EinfluBgroBen eliminiert wird, und die
GroBe des Einflusses der librigen Merkmale auf eine zu fordernde
Dicke nach statistischen Ansatzen mit Hilfe multipler Re- gression
in ein Modell gefaBt wird. SolchermaBen im Sinne der
Wahrscheinlichkeitsrechnung erstellte Theorien werden als
stochastische Modelle bezeichnet. Die Erstellung eines solchen
Bemessungsmodells wurde bereits im AASHO-Road-Test [17J und
ahnlichen untersuchungen dargestellt.
Mit den Bestrebungen. die Wettbewerbsfahigkeit des deutschen
-Steinkohlenbergbaus zu steigern. sind die.immer hoheren Anfor-
derungen an die Leistungsfahigkeit der im Abbau eingesetzten
Maschinen eng verbunden. Das Ziel. die Gewinnungseinheiten zu
verbessern und die mechanische Beanspruchung der Maschinentei- le
zu verringern. wurde bisher Uberwiegend in Zerspanungsun-
tersuchungen mit einer angestrebten groBtmoglichen Verringe- rung
der Schnitt- und AndrUckkrafte bei einem minimal en Ver- schleiB
der Werkzeuge verfolgt. 1m Gegensatz zu dem Arbeitsvorgang "Losen"
der bergmannischen Gewinnung mineralischer Rohstoffe liegen nur
wenige Berichte Uber die Problematik des Arbeitsvorganges "Laden"
vor. Der Ladevorgang beschrankt sich hierbei im Gegensatz zu Tage-
baugeraten. die im gewachsenen Boden arbeiten. auf das Weg- raumen
einer SchUttung. Sowohl die Anordnung der Ladeeinrich- tungen an
Maschinen der schneidenden Gewinnung als auch die Ausbildung der
Ladeeinrichtungen an Maschinen der schalenden und schneidenden
Gewinnung geschieht weitgehend nach Erfah- rungswerten aus dem
Einsatz im untertagigen Gewinnungsbetrieb. Dabei wird z.B. einzig
das Ausraumen der Ladegasse als MaB- stab fUr die Beurteilung von
Ladeeinrichtungen benutzt. ohne BerUcksichtigung des Ladevorganges
und der Ladekrafte. Soweit Messungen unter Tage durchgefUhrt
wurden. erfolgten sie als Leistungsmessungen der Antriebe und
erfaBten nur die Summe aller Einzelbetrage. Ober den Betrag der
Einzelkrafte. z.B. der Ladekraft. konnte keine eindeutige Aussage
getroffen wer- den. Die Ermittlung der GroBe eines Ladegerates und
der er- forderlichen Antriebsleistung fUr eine bestimmte
Ladekapazi- tat hangt von der Arbeitsgeschwindigkeit und der
Antriebs- kraft abo Die moglichst genaue Kenntnis der Art und GroBe
der Widerstande und deren Streuung ist daher unbedingt notwendig.
Aufgrund ihrer gunstigen spezifischen Steifigkeit werden PUR-
Strukturschaumteile haufig in der Mobel-, Elektro-, Auto- und
Bauindustrie eingesetzt. Die Festigkeit von Strukturschaum- und
Sandwichbauteilen kann aber in sehr vielen Fallen nicht ausgenutzt
werden, da es sehr schwierig ist, die auftretenden Krafte so in die
Bauteile einzuleiten, daB Materialuberlastungen vermieden werden.
Die Zielvorstellung bei der Entwicklung der
Krafteinleitungselemente war deshalb 1. - eine feste Verankerung im
Schaum zu gewahrleisten, 2. - eine kostengunstige, sichere Montage
von Beschlagen zu ermoglichen, 3. - die Fertigung der Schaumteile
selbst nicht wesentlich zu verteuern. In einer spannungsoptischen
Untersuchung an plattenformigen EP-Bauteilen miteingegossenen
Krafteinleitungen wurden die Grund- lagen fur die Formgebung
festgelegt. Fur die einzelnen Werkstoffe der
Krafteinleitungselemente (PVC, PA, GF-EP, ABS, GF-PP, POM) sind die
speziellen Formen durch Ein- set zen der Werkstoffdaten E-Modul und
Querkontraktion in einen 'schrittweisen Rechnungsgang bestirnrnt
worden. Die Uberprufung der Form in diesen spannungsoptischen
Versuchen zeigte eine sehr gleichrnaBige Flachenpressungsverteilung
in der Grenzflache Element-Einbettungsmaterial, die eine ortliche
Uber- lastung des Einbettungsmaterials verhindert. Zur
Dimensionierung der schaumabgewandten Seite des Elements wurden die
Auszugskrafte von verschiedenen qefertigten Schraubenverbin- dungen
gemessen. Aus den Erkenntnissen der Versuche mit zweidimensionalen
Kraft- einleitungselementen und den Schraubenauszugsfestigkeiten
ergab sich die Form nach Bild 1. Hinzu karn die spritzguBtechnische
Ge- staltung des Elementes und die Randbedingung, daR diese in PUR-
- 2 - 3 Hartschaumplatten ( g ca. 400 - 800 kg/m ) der Dicke von
>25 rnrn eingeschaumt werden sollten.
Die Verkehrsteilnehmer sind bei Dunkelheit besonderen Anforderungen
ausgesetzt, da selbst bei beleuchteten Strassen die Sehbedingungen
wesentlich ungunstiger sind als bei Ta eslicht. Im besonderen
treten bei beleuchte- ten Strassen erhebliche Unterschiede in der
Gute der Be- leuchtung und im Niveau d8r Leuchtdichte auf. Die
Beleuchtung kann von lichttechnischer Seite konstruk- tiv optimiert
werden, wahrend bei der Leuchtdichte, das ist die wahrgenommene
Helligkeit auf der Fahrbahn, die Re- flexionseigenschaften der
Fahrbahnoberflache eine wichtige Rolle spielen. Bei verschiedenen
Lichteinfallsrichtungen muss von der Fahrbahnoberflache ein Teil in
die Richtung des Beobachters reflektiert werden (Abb. 1). Abb. 1:
Raumliche Darstellung des Reflexionskoerpers nach [2J - 2 - Die
Reflexionseigenschaften von Fahrbahnbelagen sind standigen
AEnderungen unterworfen, da die Verschleiss- beanspruchung durch
den Verkehr die Oberflachengestalt beeinflusst. Ausserdem bedingt
die Oberflachenfeuchtigkeit Wandlungen im Reflexionskoerper, so
dass auf der Fahrbahn spiegelnde Zonen festzustellen sind, d. h. im
Bereich der Fahrstreifen bilden sich Zonen sehr hoher Leuchtdichte,
wahrend abseits dieser hellen Gebiete ein sehr niedriges
Leuchtdichteniveau herrscht. Das menschliche Auge hat die
Fahigkeit, sich auf eine mittlere Leuchtdichte im gesam- ten
Gesichtsfeld einzustellen. Demzufolge sind bei den oben
geschilderten Bedingungen einige Zonen des Gesichts- feldes zu hell
und einige zu dunkel. Die hellen Bereiche fuhren zu einer
unangenehmen Blendung und die dunklen Be- reiche weisen nicht
genugende Helligkeit auf, damit Gegen- stande erkannt werden
koennen. Insgesamt wird die Moeglich- keit, Hindernisse oder
sonstige Gegenstande wahrzunehmen, herabgesetzt und der Sehkomfort
gemindert.
1m Rahmen umfangreicher experimenteller Untersuchungen zur
Entwicklung neuer Rad- und Schienenwerkstoffe, die den ge-
steigerten Betriebsbeanspruchungen der Eisenbahnen infolge
neuerlicher Anhebung der Fahrgeschwindigkeiten bis liber 200 kID/h,
groBerer Antriebsleistungen, erhohter Achslasten, kleinerer
Raddurchmesser usw. gewachsen sein sollen, war neben der
Werkstoffestigkeit ein in diesel Form bisher nicht bekannter,
deutlicher EinfluB der Sekundargefligeausbildunq der untersuchten,
teilweise vergliteten Kohlenstoffstahle auf deren Reibungs- und
besonders auf deren VerschleiBverhalten bei technisch trockener
Walzreibung festzustellen /1, 2/. Die genannten Untersuchungen
wurden mit einer Walzreibungs- prlifmaschine (Bauart Bugarcic /3/)
durchgeflihrt. Zwei zylin- drische Stahlscheiben mit einem
Durchmesser von ca. 50 mm und einer Breite von 8 mm laufen dabei
mit konstanten, aber unterschiedlichen Drehzahlen, also mit Schlupf
aufeinander ab, urn in diesem FaIle das Rad/Schiene-System
nachzubilden. Der schneller laufende (treibende) Prlifkorper solI
unter diesen Bedingungen ein Antriebsrad darstellen, der lang-
samere (bremsende) Prlifkorper entsprechend die Schiene. Die
Reibungszahl wird liber eine Drehmomentenmessung qewonnen, der
VerschleiB 6R (Verringerung des Prlifkorperradius) aus dem
Gewichtsverlust der Prlifkorper errechnet (s. auch Punkte 6.1.,
6.2.).
In den letzten zehn Jahren wurde die Weiterentwicklung der
Betonfahrbahndecke durch Ergebnisse theoretischer Untersuchun- gen
sowie experimenteller Forschungsarbeiten beeinfluBt. So wurde
vorgeschlagen, den Fugenabstand auf 5 m zu reduzieren, auf die
Anordnung der Raumfugen - auBer vor Bauwerken - und auf eine
Flachenbewehrung zu verzichten. Mit Einfuhrung der Tech- nischen
Vorschriften und Richtlinien fur den Bau von Fahrbahn- decken aus
Beton, TV Beton 72 [1J, wurde der Entwicklung inso- fern Rechnung
getragen, daB die raumfugenlose Decke als eine der m6glichen
Bauweisen vorgesehen ist. Fur StraBen der Bau- klassen I und II ist
die raumfugen- und bewehrunqslose Decke heute als Regelbauweise
anzusehen. Mit dero Verzicht auf die Raumfugen bei kurzeren
Plattenlangen ergeben sich neben wirtschaftlichen Gesichtspunkten
auch Vor- teile fur den Fahrkomfort. Besonders vorteilhaft wirken
sich bei der raumfugenlosen Bauweise die Langsdruckspannungen, die
in der Betondecke infolge Erwarmung entstehen, auf die Decke aus,
da bei hochsommerlichen Temperaturen in den Nachmittags- stunden
Biegezugspannungen infolge Verkehr und ungleichmaBiger Erwarmung
von oben gar nicht auftreten oder nur gerinq sind. Da im Vergleich
zu 7,50 m langen Platten bei 5 m langen Platten auch ein starker
Abbau der W6lbspannungen erzielt wird, sind die Voraussetzungen
gegeben, daB die Lebensdauer der Betondecken verlangert wird.
Das Umwandlungsverhalten der Stahle in der WarmeeinfluBzone bedingt
beim SchweiBen eine Veranderung der mechanischen Eigenschaften des
Grundwerkstoffs. Es wurde das Umwandlungs- verhalten von drei
mikrolegierten Feinkornbaustahlen, einem perlitfreien
thermomechanisch behandelten MnMoNb-Baustahl, dem Stahl St E 47 und
dem Stahl St 52-3 unter schweiBpraxis- nahen
Austenitisierungsbedingungen aufgestellt. Dazu war die Kenntnis der
thermischen Vorgange in der WEZ n6tig, welche anhand von
SchweiBtemperaturzyklen dargestellt werden. Das
Umwandlungsverhalten der Stahle wird fUr die Grobkornzone 0 0 (1350
e Spitzentemperatur) und die Feinkornzone (1000 e) in SchweiB-ZTU-
und KUhlzeit-Temperatur-Umwandlungsschau- bildern angegeben. Die
Umwandlungsfahigkeit der Stahle in 0 0 der gesamten WEZ (Bereich
mit 1000 e - l400 e Maximaltem- peratur) wird durch
Spitzentemperatur-AbkUhlzeit-Diagramme dargestellt. Die Ergebnisse
zeigen, daB alle mikrolegierten Versuchsstah- le in der WEZ beim
SchweiBen mit kleinen und mittleren warme- einbringen d.h. kurzen
AbkUhlzeiten insbesondere in relativ verformungsfahiges
martensitisch-bainitisches GefUge umwan- deln. Das
verformungsarmste Glied der WarmeeinfluBzone einer SchweiB- naht
bestimmt die Gesamteigenschaften einer SchweiBverbindung. Beim
SchweiBeneiner Lage entsteht in der Oberhitzungszone der WEZ
grobkBrniges verformungsarmes GefUge. Durch die weiteren Lagen
werden die GrobkorngefUge der WEZ umgek6rnt und ange- lassen. Die
Abhangigkeit der mechanischen Eigenschaften der Oberhitzungszone
von der Lagenzahl wurde deshalb an ein- und
mehrlagenschweiBsimulierten Kleinproben der Feinkornbaustahle St E
47, St 52-3, St E 70 und eines thermomechanisch behan- delten
perlitfreien MnMoNb-Baustahls untersucht. Die Ergebnisse der
Kerbschlagzahigkeitsuntersuchungen zeigen, daB sich die durch die
erste Lage stark verminderten Verfor- mungskennwerte mit
zunehmender Lagenzahl verbessern und sogar die der Grundwerkstoffe
erreichen k6nnen.
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