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Books > Medicine > Clinical & internal medicine > Renal medicine > General
Da die enorme Zunahme medizinischer Information jetzt auch in der Kinderheilkunde dazu gefiihrt hat, daB das facharztliche Wissen etwa aile acht Jahre zur Hiilfte er neuerungsbediirftig ist, neigen viele Kollegen zur Resi gnation. Die offensichtliche Unmoglichkeit aile neuen Erkenntnisse schnell zu verarbeiten, fiihrt zu einer Art In formationsabwehr. Man zieht sich auf die "eigenen Erfah rungen" zuriick und beruhigt sein Gewissen durch die An nahme einer simpliflZierten, oft durch bestimmte Interes senkreise manipulierten Fortbildung. Das Bediirfnis nach laufender Fortbildung und nach Ubersicht iiber das eigene Fachgebiet sollte aber nicht er lahmen. Unsere Fortbildung sollte nicht nur dem Zufall iiberlassen bleiben. A1lerdings ist es auch dem Fortbil dungswilligen heute neben seiner Tatigkeit in Klinik und Praxis kaum mehr moglich, aus dem Meer der Informatio nen das Wichtigste alleine herauszusuchen. In dieser Lage bietet diese Reihe eine Hilfe an. Zahlreiche in der Kinderheilkunde auf Spezialgebiete konzentrierte Kollegen haben sich bereit erkliirt, aus ihrem Fachgebiet fUr die Fortbildungswilligen die wichtigsten Fortschritte fUr Klinik und Praxis zu selektionieren, so daB sich der Leser auf ihr Fachwissen stiitzen kann. Verlag und Herausgeber bemiihen sich zusatzlich, diese Informationen so darzubieten, daB man sie ohne Zeitver lust und ohne die Lektiire unwesentlicher Einzelheiten aufnehmen und sich einpragen kann. Diese Fortschrittsbe richte sollen in unregelmaBigen Abstanden erscheinen und aus allen Spezialgebieten der Kinderheilkunde in gedrang ter und systematischer Form das Wichtigste zur Darstel lung bringen."
Das Wissen um die Gefahren des persistierenden und uber langere Zeit nicht ausreichend behandelten hohen Blutdrucks ist medizini- sches Allgemeingut. So ist heute der um die Gesundheit und das Wohlergehen seiner Patienten besorgte Arzt bemuht, den Hoch- druck - in der Mehrzahl der Falle handelt es sich um einen soge- nannten primaren, essentiellen Hochdruck - durch moeglichst ne- benwirkungsarme nicht-pharmakologische oder pharmakologische Intervention zu beherrschen. Die Motivation zur konsequenten Be- handlung ergibt sich aus der Erkenntnis der verheerenden Folge- krankheiten eines dauernd erhoehten Blutdrucks, die sich am Herz- muskel und den Herzkranzgefassen, am Gehirn und an den Nieren manifestieren koennen. Die Auseinandersetzung mit den Fragen des hohen Blutdrucks, der die Resultante einer Anzahl von fehl gesteuerten Regulationsmecha- nismen ist, gewinnt an Bedeutung vor dem Hintergrund pathomor- phologischer und -physiologischer Zusammenhange. Mit zuneh- mendem Wissen und Verstandnis um diese Zusammenhange wird auch die Bereitschaft des behandelnden Arztes steigen, nicht nur den Blutdruck selbst zu senken, sondern auch zahlreiche andere Faktoren zu berucksichtigen. Gemeint sind hier besonders Risiko- faktoren, die zur Entwicklung der Atherosklerose beitragen und mit erhoehtem Blutdruck einhergehen, sowie ihre Beeinflussung im posi- tiven wie im negativen Sinn durch Intervention.
In den vergangenen 61ahren haben sich die beiden Autoren mit Methoden zur friihzeitigen Erkennung eines erhOhten Risikos der schwangerschaftsbedingten Hy- pertonie bzw. Gestose klinisch und experimentell befaBt. Sie griffen Hinweise aus der Literatur auf, erprobten und modifizierten einzelne Tests und verglichen deren Aussagekraft in der sekundaren Pravention hypertensiver Komplikationen wah- rend der Schwangerschaft. Insbesondere beschiiftigten sich die Autoren mit der von ihnen als Angiotensinbelastungstest benannten Methode, die intensiv fiberpriift und schlieBlich aufgrund der Erfahrungen bei fiber 350 Erstgebiirenden vereinfacht werden konnte. Es konnte dariiber hinaus belegt werden, daB die vaskulare Emp- findlichkeit gegenfiber exogenem Angiotensin-II-amid durch verschiedene Phar- maka deutlich verandert werden kann. So hat sich beispielsweise gezeigt, daB so- wohl L-Dopa als auch Theophyllin die Angiotensinempfindlichkeit vermindern konnen. Ein wesentlicher Aspekt der vorliegenden Studie ist jedoch die auf diesem Sektor neue Berechnung von Parametern der Voraussagekraft von Friiherken- nungsmethoden. Die Umsetzung der wissenschaftlichen Ergebnisse in die Praxis hat gezeigt, daB eine wochentliche Blutdruckkontrolle bei Schwangeren mit aufflil- lig hohem mittlerem arteriellem Druck im 2. Trimenon oder mit niedriger Angioten- sinpressordosis eine friihzeitige Erkennung der schwangerschaftsbedingten Hyper- tonie bzw. leichten Gestose erlaubt, so daB der Dbergang in eine schwere Gestose vermieden werden kann. In den vergangenen lahrzehnten sind nur wenige Arbeiten auf dem Gebiet der Gestoseforschung erschienen, die einen wesentlichen klinischen Fortschritt haben erkennen lassen. Die vorliegende Monographie gehOrt zu diesen Arbeiten. Auf- grund der Ausweitung der pathophysiologischen Kenntnisse ist es den Autoren ge- lungen, einen Durchbruch in der Friiherkennung der Gestose zu erzielen.
Mit der vorliegenden Darstellung von Knochenerkrankungen und Kalziumphosphat-StoffwechselstOrungen wenden wir uns an die Kollegen, die sich tiber die Osteologie aus intemistischer Sicht infor mieren wollen. Der interdisziplinare Charakter dieses Gebietes wird deutlich durch seine engen Beziehungen zu anderen Teilgebieten dieses Faches, insbesondere zur Endokrinologie, zur Gastroentero logie und zur Nephrologie. Daneben bestehen Verbindungen zu an deren medizinischen Fachrichtungen, von denen nur die Padiatrie, Orthopadie, Radiologie und Pathologie genannt seien. Dieses Buch ist Ausdruck unserer jahrelangen gemeinsamen Arbeit in der Abteilung Klinische Osteologie der Medizinischen Klinik der Universitat Hamburg, die uns taglich mit den vielfaltigen osteologi schen Problemen konfrontierte und uns auch wissenschaftlich begei sterte. Diese Abteilung wurde vor rund 20 lahren durch den damali gen Direktor der I. Medizinischen Klinik, H. BARTELHEIMER, gegriin det. Er hatte vorher in Kiel und Berlin zusammen mit seinem Mitarbeiter Schmidt-Rohde Knochenerkrankungen bearbeitet und durch die routinemal3ige EinfUhrung der Knochenbiopsie am Bek kenkamm dieses Gebiet als Spezialfach der Inneren Medizin eta bliert und ihm richtungsweisende Impulse gegeben."
1m November 1980 wurde in der Technischen Hochschule Darmstadt eine Fortbildungs- veranstaltung "Wertigkeit der Szintigraphie, Sonographie und Computer-Tomographie in der urologischen Tumordiagnostik" und im Januar 1982 im Maritim-Hotel ein Sym- posium "Intravesikale Chemotherapie und transurethrale Verfahren zur Behandlung und Rezidivprophylaxe des Blasen-Karzinoms" veranstaltet. Nun konnen wir die Beitrage und Diskussionen der dritten Fortbildungsveranstaltung in Darmstadt im November 1982 "Klinik und Nachweismethoden der Mikrohamaturie" in gedruckter Form vorlegen. Der Firma Madaus-Diagnostik Koln danke ich fUr die Organisation dieser Veranstaltung und die Obemahme aller Kosten. Schon im 11. Jahrhundert hielt man ffir die sogenannte Uroskopie, d.h. den Nachweis der Hamaturie, den Morgenurin am geeignetsten, da man der Auffassung war, d wiihrend des Schlafes das ganze Wesen des Menschen im Harn zuriickgehalten und so- mit nicht durch die 5 Sinne verausgabt wurde. Da ffir den mittelalterlichen Arzt alles bedeutungsvoll war - zumal es belanglose Zuflilligkeiten im gottlichen Kosmos nicht geben durfte -, hatte ihm keine Struktur des Urins, weder die Fiirbung noch die Kon- sistenz zu entgehen. Die damalige Medizin sah ihren Kosmos sozusagen im Hamglas. Somit hatte die Uroskopie bereits im Mittelalter eine derart beherrschende Stellung er- langt, d sie zur wichtigsten iirztlichen Untersuchung, das Uringlas gewisserm n zum einzigen Sprechzimmerinventar des Arztes wurde. Und da der Urin fUr das Abbild des ganzen Menschen gehalten wurde, brauchte der Arzt den Kranken noch nicht ein- mal zu sehen, urn eine Diagnose oder Prognose zu stellen.
Unter Anwendung von einfachen Quotienten mit den lithogenen Variablen im Zahler und den litholytischen im Nenner sowie komplexchernischen und diskrirninanzanaly- tischen Verrechnungen von Harnparametern gelingt es, Kollektive von Kontrollpro- banden und rezidivierenden Kalziumoxalatsteintragern signifikant zu unterscheiden und eine relative Aussage zur Steinblldungsgefahrdung zu erhalten. Den groBten Grad an Plausibilitat sehen wir in der diskriminanzanalytischen Verrechnung von Variablen, die unter Berticksichtigung ihrer gegenseitigen Korrelationen und dem MaB der Unent- behrlichkeit multivariat auf ihre Trenneigenschaften iiberpriift werden. Literatur 1. Achilles, W., G. A. Cumme und M. Scheffel: Investigation of complex chemical-equilibria in urinary systems with respect to calcium oxalate formation. In: H. Fleisch, W. G. Robertson, L. H. Smith and W. Vahlensieck; Urolithiasis Research Plenum Press, New York .-London 1976, S. 229. 2. Ahrens, H. and 1. Lauter: Mehrdimensionale Varianzanalyse: Akademie-Verlag, Berlin 1974. 3. Bach, D., M. Rohde, W. Schneeberger, W. Hamm, W. Dewes, W. Vahlensieck und W. Ziliken: Circadiane Ausscheidung von Calcium, Magnesium und Harnsaure irn Urin von Calcium- oxalatsteintragern unter Standardkost; In: W. Vahlensieck and G. Gasser Pathogenese und Klinik der Harnsteine VI, Steinkopff Verlag, Darmstadt 1978, S. 274. 4. Berg, W., B. Gutsche, F. Schafer und G. Beck: Eine modifizierte Methode zur quantitativen Oxalsaurebestimmung im Harn Zschr. Urol. Nephrol. 72 323 (1979). 5. Brundig, P., W. Berg, J. Naumann, H. Hoppe, G. A. Cumme, W. Achilles und H.-J. Schneider: Kalzium-Oxalat-Aktivitatsprodukte und diskriminanzanalytische Verrechnungen von Harn- parametern als Grundlage eines Kalzium-Oxalat-Screening-Programmes; Urologe A. 1954 (1980).
1. 1. Historische Entwicklung zum Aldosteronnachweis Bereits Mitte des vorigen Jahrhunderts wurde die lebensnot- wendige Bedeutung der Nebenniere durch Beobachtungen und Versuche von ADDISON (1855) und BROWN-SEQUARD (1856) erkannt, wonach pathologische Zerstorung der Nebenniere bzw. Adrenal- ektomie den Tod zur Folge hatte. Die zu Beginn dieses Jahr- hunderts diskutierte Frage, ob das Nebennierenmark oder aber die Nebennierenrinde das essentielle Organ sei, wurde von WHEELER u. VINCENT (1917) zugunsten der Nebennierenrinde beantwortet. In der Folgezeit konnte eine Reihe von Steroiden isoliert werden, deren Wirkung haupts chlich auf den Kohlenhydr- und Proteinstoffwechsel und in schw cherem AusmaB auf den Elektrolythaushalt zielte. Als sich SELYE 1946 fur eine Un- terteilung der adrenalen Steroide in Glucocorticoide und Mineralocorticoide aussprach, fehlte noch der Nachweis eines Corticoids mit dominierendem EinfluB auf die Natrium- -und Kaliumausscheidung. Erst Anfang der fllnfziger Jahre wurde von drei in London und Basel kooperierenden Arbeitsgruppen ein auf den Mineralstoffwechsel stark wirkender Nebennierenrinden- extrakt in kristalliner Form isoliert (SIMPSON, TAIT, WETT- STEIN, NEHER, EUW und REICHSTEIN, 1953). Die vor ihrer Konstitutionsaufkl rung durch SIMPSON et al. (1954) provi- sorisch mit "Electrocortin" bezeichnete Substanz erwies sich als ein 18-Aldehyd des Corticosterons, worauf ihr der end- giiltige Name "Aldosteron" gegeben wurde. 2 1. 2. Nebennierenrindenhormone und physische Leistungsf higkeit - Aldosteron, ein Stiefkind des ProblembewuBtseins? Bei Untersuchung der Wechselbeziehungen von kBrperlicher Belastung und Nebennierenrindenhormonen wurde dem Aldosteron als sogenanntem Mineralocorticoid zun chst weniger Beachtung geschenkt.
In einer prospektiven Studie in der Bevolkerung der Stadt Munster und Umgebung wurde versucht, das moderne diagnostische Instrumentarium der Nephrologie fur eine erfolgreiche Fruherkennung und Besserbewertung von Nierenschaden einzusetzen. Gleichzeitig wurde versucht, eine zuverlassige Zahl uber tatsachliche Nierenschaden mit besonderer Berucksichtigung der bakteriellen Infektionen in der Bevolkerung zu erzielen. Dabei wurde nachgewiesen, daB insgesamt in der Bevolkerung Nierenschaden, primar und sekundar in ungewohnlicher Haufigkeit (30 %), existieren. Eine bakterielle Besiedelung der ableitenden Harnwege konnte nur bei 3,7 Prozent der unt- suchten Bevolkerungsgruppe nachgewiesen werden, wobei nur bei der Halfte dieser Probanden Hinweise auf eine tatsachliche Erkrankung der Nieren oder des ableitenden Harntraktes erfaBt wurden. Diese Er- gebnisse legen nahe, die bisher ublichen Vorsorge- untersuchungen durch die molekulargewichtsbezogene Proteinanalyse zu erweitern und auf eine groBere Bevolkerungsgruppe auszudehnen, um behandelbare Erkrankungen der Nieren und der ableitenden Harn- wege rechtzeitig zu erkennen. Eine prazise Aussage uber den besten Zeitpunkt einer solchen Vorsorge- untersuchung erhoffen wir von der abschlieBenden Analyse der Population im Kindergartenalter hier im Einzugsbereich der Stadt Munster. - 26 - Abb.: 1 a + b Molekulargewichtsbezogene Proteinanalyse (PAGE) im Urin 1 normales Muster 2 TubulusUision 3 glom. und tubulare Lasion 4 Serum-Kontrolle 2 4 Immunglobuline Transferrin Albumin niedermolekulare Proteine 3 4 - 27 - TAB ELL E N Geschlechtsverteilung n = % 537 51,0 mannlich weiblich 515 48,9 0, 1 keine Angabe 2 Total 1054 100,0 ( POP 78 / 80 ) Tab.
1m 17. Band der Monographienreihe "Fortschritte der Urologie und Nephrologie" finden sich die 62 Referate und die Diskussionsbemerkungen des VIII. Symposiums in der Reihe der Harnsteinsymposien Bonn!Wien, das vom 19.-21. Marz 1981 in Bonn abgehalten wurde. 1m In den ersten 9 Referaten werden epidemiologische Fragestellungen behandelt. 2. Abschnitt mit insgesamt 21 Vortragen werden pathogene tisch bedeutsame Aspekte erortert. In den 16 Vortragen zur Diagnostik sind sowohl neue Untersuchungsmethoden wie auch Methoden zur Optimierung und Standardisierung der Untersuchungsprogram- me dargestellt. In den abschlieBenden 16 Kapitel tiber die Therapie finden sich zahl- reiche Hinweise auf neue Behandlungsmoglichkeiten und kritische Analysen der bis- herigen Behandlungsmethoden. Der Bericht vermittelt einen umfassenden Oberblick zu allen Problemen der Klinik und zum Stand der Harnsteinforschung. Bonn W. Vahlensieck Harnsteinsymposien Bonn - Wien Organisation: W. Vahlensieck, Bonn G. Gasser, Wien Advisory Board: C. Amiel (Paris), L. Andersson (Stockholm), O.L.M. Bijvoet (Leiden), L. Cifuentes Delatte (Madrid), P. Deetjen (Innsbruck), H. Fleisch (Bern), W. Lutzeyer (Aachen), W. G. Robertson (Leeds), G. A. Rose (London), G. Rutishauser (Basel), H.-J. Schneider (Jena), P.O. Schwille (Erlangen). Fortschritte der Urologie und Nephrologie Inhaltsverzeichnis Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . v . . . . . . . . . . . . . Inzidenz, Pravalenz und Mortalitat des Harnsteinleidens in der Bundesrepublik Deutschland W. Vahlensieck, A. Hesse und D. Bach, Bonn ....................... . The Prevalence of Urinary Stone Disease in Practising Vegetarians W.G. Robertson, M. Peacock, D.H. Marshall and R. Speed, Leeds. . . . . . . . . . . 6 Das HarnsteinIeiden bei Gastarbeitern - eine epidemiologische Studie H. Toggenburg, Ch. Horica und K. Bandhauer, St. Gallen. . . . . . . . . . . .. . . 15 .
Die in Klinik und Praxis Uiglich mehrfache Konfrontation mit Patienten mit einem Harnblasen-Karzinom, dem zweithaufigsten Karzinom im Urogenitaltrakt, das in einem GroBteil der Faile nur noch pailiativ zu behandeln ist, war Motivation fUr dieses zum 10-jahrigen Bestehen der Urologischen Klinik Darmstadt stattfindende Sympo- sium: "Intravesikale Chemotherapie und transurethrale Verfahren zur Behandlung und Rezidivprophylaxe des Blasenkarzinoms". Da sich das Spektrum der endoskopischen Eingriffe beim Blasenkarzinom doch in letzter Zeit erheblich erweitert hat, erschien es zweckmaBig, den Stellenwert dieser konservativen ("blasenerhaltenden") Therapiemodalitaten zu tiberprtifen. 99 % ailer Blasentumoren sind primar epitheliale Tumoren und tiber 95% sind urothe- lialen Ursprungs, weil gerade das Dbergangsepithel der Blase eine ausgepragte Prolife- mtionstendenz aufweist: Hyperplasie, Dysplasie oder Atypie bis zum eigentlichen Carcinoma in situ kennzeichnen die Schritte der tumoralen Histogenese. Charakte- ristisch ist das multifokale Vorkommen mit Beteiligung der gesamten Blasenschleim- haut im Sinne der panurothelialen Erkrankung und die groBe Rezidivhaufigkeit von etwa 2/3 aller oberflachlichen Harnblasentumoren mit Progression von Infiltrations- tiefe und Differenzierungsgrad als mbglicher Ausdruck der fortgesetzten Exposition des Urothels fUr im Urin ausgeschiedene Kanzerogene. FUr klinische BedUrfnisse sei deshalb die Annahme erlaubt: Blasentumor ist gleich Malignom; denn etwa 50% der Patienten mit einem "Papillom" sterben im Verlauf von 15 Jahren am fortgeschritte- nem Blasenkarzinom. Daher wird im TNM-System die Bezeichnung T, Go-Urothel- A karzinom verwendet.
Dieses Buch hat sowohl einen soliden Rumpf als auch beschwingte Flugel. Gesicher- tes klinisches Wissen ist mit letzten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu einer ausser- ordentlich anregenden Lekture fur den Kinderarzt sowohl als auch fur den Urologen, den Radiologen und den Mikrobiologen gemischt. Das Buch gibt praktische, klini- sche Information, bringt uns in die Werkstatt des Wissenschaftlers und ladt ein zum Nachdenken. Infektionen der Niere und des Harntrakts gehoeren zu den haufigsten bakteriellen Erkrankungen in Gesellschaften mit hohem Stand der Koerperhygiene. Die Pyelone- phritis im breitesten Wortsinn wurde, nachdem sie wahrend der ersten Dekaden die- ses Jahrhunderts nur wenig wissenschaftliche Beachtung fand, in letzter Zeit ein blu- hendes und bedeutendes Forschungsfeld. Der Grunde hierfur sind viele; zum Beispiel sind die Kosten, welche der Gesellschaft und dem einzelnen Kranken durch diese Krankheit entstehen, erheblich; die Auswirkungen der Krankheit koennen das Wohl- befinden des Betroffenen uber Jahrzehnte beeintrachtigen und sich sogar gegen die Kinder erkrankter Mutter wenden. Hieruber hinaus mussen wir eingehender untersu- chen, ob einige Probleme bakterieller Infektionen von Nieren und Harnwegen, denen wir in unserer taglichen Arbeit gegenuberstehen, iatrogen sind; setzen wir beispiels- weise Antibiotika und Operationen in der richtigen Weise ein? Ein anderer Grund fur das Interesse an der Forschung besteht einfach darin, dass es sich um eine faszinieren- de Krankheit handelt, bei der die Pathogenese sowohl der Infektion selbst als auch ei- nes Nierenschadens ein Ratsel bleibt.
The Kidney chart is a detailed overview of the structure and function of this major component of the urinary system. Both structure and function are illustrated as the images and text describe the kidney from the gross anatomy to the tissue and cellular levels. Heavy cover stock with protective varnish for durability.
Begriissung und Einfuhrung G. Gasser; Wien Meine Damen, meine Herren Wir sind der heutigen Einladung zu einem Rundtischgesprach uber Urol gefolgt, und ich mochte Sie aUe recht herzlich willkommen heissen. Es erscheint mir angebracht, dass wir heute bei der Begrussung einmal den umge kehrten Weg einschlagen, und als Eingeladene die Einladenden - namlich Herrn Hoyer und seine Mitarbeiter - zuerst begrussen, weil die Anregung zu diesem Rund tischgesprach - das schon langst hatte stattfinden mussen - eigentlich von uns aus gegangen ist. In wirklich selbstloser Weise hat die Firma Hoyer GmbH & Co. - insbesondere Herr Ziemer - uns bisher bei der Gestaltung, der Organisation und der Finanzierung der Harnsteinsymposien Bonn - Wien unterstutzt und dadurch die ersten Voraus setzungen fur die Durchfuhrung der Symposien geschaffen. In aU den Z4UUckliegenden Jahren bis heute ist aber von seiten der Firma Hoyer oder von Herrn Ziemer nie der Versuch gemacht worden, die Symposien in ihrem Inhalt zu beeinflussen oder Vortrage und Diskussionen mit dem Ziel der Werbung fur die eigenen Praparate einzuschleusen. Auch dieses. Rundtischgesprach ist nicht auf Verlangen der Firma Hoyer zustan degekommen. Es wurde vielmehr von mir bei Gelegenheit des Deutschen Urologen kongresses im vergangenen Jahr in Essen angeregt. Ich hoffe nun, dass dieses Gesprach fur aUe Beteiligten neue Erkenntnisse auf dem Sektor der so schwierig zu beurteilenden medikamentosen Therapie des Harn steinleidens bringen wird. In diesem Sinne durfen wir jetzt Herrn Ziemer bitten, uns einen Uberblick uber das Praparat Urol zu geben."
2 gestellt, und muss man wohl fur ganz Europa kalkulieren, wobei die Erkrankungs haufigkeit bei Frauen etwa bei der Halfte, d. h. also bei etwa 7%, anzusetzen ist. Das sind m. E. auch gesundheitspolitisch beeindruckende Zahlen, die einerseits Anlass zu weiteren Querschnittserhebungen sein sollten, zum anderen aber auch absolut die Bemuhungen verschiedener Arbeitsgruppen um ein Screening mittels Untersuchung der Kristallurie zur Eruierung potentieller Steinbildner rechtfertigen. Tab. 1: Ausschlaggebende Faktoren rur die Therapie und Metaphylaxe von Harnsteinen I. Steingrosse und Steinlokalisation 11. Steinzusammensetzung 111. Pathogenese l. Harnabflussstorung a) Angeborene oder erworbene Engen b) Funktionelle Storungen 2. Disponierende Urin-pH-Veranderungen 3. Disponierende Urinkonzentrationen 4. Verminderung von Inhibitoren der Steinbildung 5. Disponierende Ausscheidung lithogener Substanzen Diese Haufigkeit des Harnsteinleidens induziert, dass wir uns auf zukunftigen Symposien auch wieder mehr mit den Problemen einer optimalen Harnsteinaustrei bung sowie der instrumentellen und operativen Harnsteinsanierung beschaftigen mussen. Es ist im Auge zu behalten, dass dies - wie in der Tabelle dargestellt - nach wie vor der erste Faktor ausschlaggebender Faktoren fur die Therapie und Metaphy laxe von Harnsteinen ist. Neue Erkenntnisse zur Urodynamik und neue Praparate zur Steinaustreibung mussen gesichert und Allgemeingut werden, wie etwa die Tat sache, dass man statt mit kompliziertem Behandlungsschema zur Steinaustreibung auch mit der alleinigen Anwendung von 3 x taglich 2 Kapseln Urol in uber 80% der Falle Harnleitersteine zum Abgang bringen kann. Verbessertes Gerat wie die Steffens Schlaufenschlinge muss ebenso gelaufig sein wie der derzeitige Stand der Bemuhungen um die Zertrummerung der Harnsteine durch Ultraschall ohne Korperberuhrung ."
Nach Einfiihrung einer neuen diagnostischen Methode in die Klinik kann hiiufig erst nach vielen Jahren Uber die Wertigkeit des Verfahrens geurteilt werden. Dies trifft in hohem Ma e fUr die perkutane Nierenbiopsie zu Anderungen der Punktionstechnik und die VerOffentlichung von Einzelergebnissen und Komplikationen haben die Indikationsstellung wesentlich beeinflu t. In der vorliegenden Abhandlung soll die Stellung der Nierenbiopsie bei der Dia- gnostik von Nieren-und Hochdruckkrankheiten nach fast 25-jiihriger Erfahrung dar- gestellt werden. Zur Uberpriifung dieser diagnostischen Methode war eine moglichst vollstiindige Literaturiibersicht sowie die Auswertung eigener Ergebnisse erforderlich. Umfangreiche praktische Hinweise sollen der Verbesserung der Technik sowie der Erkennung, Beurteilung und Therapie moglicher Komplikationen dienen. Die Auswertung der eigenen Ergebnisse gibt Hinweise auf den Wert und die Grenzen der diagnostischen Nierenbiopsie und erleichtert somit die Indikations- stellung. FUr ihre Grundlage dieser Arbeit ist meine Habilitationsschrift von 1976 gewesen. UnterstUtzung und Beratung bin ich Herrn Prof. Dr. fl. J. l)engler und Herrn Prof. Dr. W. Vahlensieck zu Dank verpflichtet. Mein Dank gilt ferner Frau Dr. G. Tfilden- brandt fUr die statistische Aufbereitung der umfangreichen Daten. Der Uberwiegende Anteil der Nierengewebszylinder wurde dankenswerterweise von Herrn Prof. Dr. A. Bohle beurteilt. Bonn, Juni 1979 U. Frotscher VII INHALT V Zweck und Ziel der Sammlung ..... . VI Vorwort ............... . Historie der Nierenbiopsie ... 1.
Grundlegende physiologische Untersuchungen uber die Ischamietoleranz der Niere fuhrten in Zusammenarbeit mit dem Radiologischen Institut zu einer neuen Methode der insitu Nierenkonservierung. Nach ausgedehnten Tierversuchen fand das Ver- fahren Eingang in die Klinik und eroberte sich in Kurze einen festen Platz im Gesamt- spektrum der verschiedenen lokalen Konservierungsmethoden. Die konservative Nierenchirurgie erhielt durch die Anwendung der Ballonokklusion mit kontrollierter Kalteperfusion eine neue Dimension. Der breitgefacherte Anwen- dungsbereich reicht von den Steinerkrankungen uber die doppelseitige Tumorbildung bis zu den komplizierten plastischen Korrekturen am Kelchsystem. Die enge Korrelation zwischen Ischamiedauer und drohendem Funktionsverlust setzte bisher dem Eingriff am Nierenparenchym naturliche Grenzen. Der unter Zeit- not stehende 0perateur war gezwungen, zwischen sorgfaltiger Technik und irrever- sibler Parenchymschadigung einen zweifelhaften Kompromiss zu schliessen. Die risiko- lose Verlangerung der Ischamiedauer ist mit einer der wesentlichen Vorteile dieses Verfahrens. Bei einer minimalen Komplikationsquote beweisen die differenzierten postoperativen Funktionsprufungen die schnelle Erholungsfahigkeit des Parenchyms bis zu den ursprunglichen Ausgangswerten. Die moderne konservative Nierenchirurgie stellt an den Operateur nicht nur hohe technische Anforderungen, sie erfordert auch Kenntnisse auf dem Gebiet der Nieren- physiologie sowie Bereitschaft und Moeglichkeit der interdisziplinaren Zusammenarbeit mit Radiologen und Nuklearmedizinern. . Der operativ tatige Urologe findet in der vorliegenden Monographie einen um- fassenden UEberblick und eine detaillierte Beschreibung samtlicher aus der modernen Nierenchirurgie nicht mehr weg zu denkenden Konservierungsverfahren.
Das Problem kurzgefaBter Lehr- und Tasmenblicher eines Fachgebietes liegt in der Stoffauswahl. Dabei besteht die Hauptgefahr darin, groBe Dbersichtwerke proportional zu ver- kleinern in der Hoffnung, dann eine didaktism anspremende Darstellung zu erhalten. Dies gelingt in aller Regel nicht. Der Autor dieses UTB-Taschenbuches ist der gesmilderten Gefahr auch ausgezeichnet entgangen, insofern als er eindeu- tige Akzente gesetzt und sein Buch aum so strukturiert hat, wie es die Bedlirfnisse der Praxis verlangen. Entspremend dem banalen aber nun einmal zutreffenden Satz, daB haufige Krankheiten haufig sind, hat er die Glomerulonephritiden und die intestitiellen Nephritiden besonders ausflihrlich dar- gestellt. Andererseits ist das gesamte Krankheitsmuster ne- phrologischer Erkrankungen in einer knapp kommentierten Systematik der Nierenerkrankung" dargestellt, so daB der Dberblick liber das Fach nicht verloren geht. Aus ihr werden auch die mannigfachen Verknlipfungen der Nephrologie zu anderen Teilgebieten der inneren Medizin und anderer Diszi- pline ersimtlich. Besonderer Wert ist auf Auswahl, Temnik und Bewertung nephrologischer Untersuchungsmethoden gelegt, wobei konse- quent der Weg yom Symptom zur zugrunde liegenden Erkran- kung beschritten wird. Die ausfiihrlime Darstellung der chronischen Niereninsuf- fizienz ist nicht nur aus den langjahrigen Erfahrungen des Au- tors in der Haemodialysebehandlung verstandlich, sie ist auch sachlim gerechtfertigt, da heute immer mehr Krzte zahlreicher Disziplinen mit entsprechenden Patienten befaBt werden. Die Diktion des Buches ersmeint mir erfreulim prazise, ein- deutig in ihrer Stellungnahme und didaktisch engagiert. Der Bezug zur Praxis ist allenthalben gewahrt, ohne daB die Wis- senschaftlimkeit der Darstellung darunter litte. 1ch wlinsche diesem Tasmenbuch eine weite Verbreitung.
Morphologisch zeigten die Daunomycin-Nephrose und die Antinierenserum-Nephritis unterschied liche Reaktionsmuster: 1) die Veranderungen waren bei der DMS erheb lich schwerer und diffus ausgebildet, 2) entzundliche Veranderungen ( leukozytare, monozytare und lymphozytare Infiltrationen fehlten bei der DMS, 3) die Basalmembranen waren bei der DMS im ganzen verdickt mit zusatzlichen spindeI formigen Auftreibungen, die ANS ging nur mit lokal verdickter Basalmembran einher, 4) Podozyten wiesen bei der DMS vermehrte Zelleinschlusse und Vakuolen auf, Fusschen fortsatze verschwanden, die Zellen bildeten einen tuchartigen Belag auf dem Kapillar konvolut gegenuber 11 nur 11 fokalen Veran derungen mit unregelmassig gerippt gestalteter Zelloberflache und vereinzelt von dem Kapillar konvolut abgehobenen Fusschenfortsatzen bei der ANS, 5) proliferative Veranderungen traten hingegen bei der DMS in den Hintergrund. Stoffwechselversuche Utilisation von Fettsauren durch Nierenrinden schnitte ( Daunomycin-Nephrose ) Inkubiert man Nierenrindenschnitte von gesunden und an Daunomycin-Nephrose erkrankter Ratten in Fettsauren ( Abb. 14 ), die unter physiologischen Bedingungen als bevorzugte Energiequelle dienen ( Nieth und Schollmeyer 1966, Weidemann und Krebs 1969 ), so findet sich gegenuber der endogenen Atmung - 4- ohne zugesetztes Substrat ei n Anstieg im Sau erstoffverbrauch mit allen getesteten Sauren. Die Erkrankung hatte jedoch keinen Einfluss auf den Sauerstoffverbrauch. Die 14COz-Freisetzung der 14 - markierten Fettsauren als Indikator. c1 fur die vollstandige Ver br ennung der j ewei l i gen Fettsaure zeigt e bei Nierenrindenschnitten ge sunder und kranker Tiere keine statistisch sig nifikanten, unt erschiedlichen Werte." |
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