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Books > Medicine > Clinical & internal medicine > Diseases & disorders > General
Die medizinische Betreuung alter Menschen verlangt besondere
Kenntnisse tiber den im Alter differenzierten Verlauf der
Krankheiten und tiber altersspezifische Erfordemisse ihrer
Behandlung. Dariiber hinaus erfordert sie aber auch Erfah- rung
sowohl tiber die Moglichkeiten wie auch tiber die Grenzen der
diagnostischen Methoden und therapeutischen Verfahren. Diese
Kenntnisse und Erfahrungen gehen nach der geltenden Studienordnung
und nach der postpromotionellen Ausbildungsordnung weit tiber die
Anforderungen, die an den praktischen Arzt oder an den Intemisten
als Geriater gestellt werden, hinaus. Der Arzt wird beim iilteren
Patienten vor besonders schwierige diagnostische Fragen gestellt
und muB sHindig entscheiden, ob die Behandlungwiirdigkeit oder ob
die Pflegebediirftigkeit dieses betagten Menschen im Vordergrund
stehen. Angesichts der fiir das hahere Alter charakteristischen
Multimorbiditiit und mit Rticksicht auf ein zumehmendes Angebot an
hoch wirksamen Arzneimitteln muB er seine therapeutischen Verfahren
laufend tiberdenken und, wenn not- wendig, auch korrigieren. Bei
der Auswahl der Themen dieses Buches fanden besonders jene
geriatri- schen Probleme Beriicksichtigung, die entweder
epidemiologisch oder durch ihren invalidisierenden EinfluB groBe
Bedeutung fiir den iilteren Menschen be- sitzen. Es wurde darauf
Bedacht genommen, die therapeutischen Moglichkeiten, aber auch ihre
Grenzen aufzuzeigen. In diesem Sinne wurde ein Kapitel den im Alter
veriinderten pharmakokinetischen und pharmakodynamischen Verhiilt-
nissen und den Interaktionen der im Alter oft zu zahlreich
verordneten Arznei- mittel gewidmet.
Das vorliegende Taschenbuch wendet sich an Studenten der Medizin
glei- chermassen wie an klinisch tatige AErzte und an
Hochschullehrer. Dem Stu- denten soll es eine systematische
Diagnostik am Patienten vermitteln. Dem klinisch tatigen Arzt
vermittelt es Einzelheiten zu bestimmten Pro- blemen, dem
Hochschullehrer mag das Taschenbuch didaktische Vor-
bereitungshilfen bieten. Das Buch soll dazu beitragen, die
praoperative Diagnostik zur Vorberei- tung zur Narkose und
Operation in einem groesseren Rahmen der problem- orientierten
Diagnostik zu sehen. An diesen genannten Zwecken orientiert sich
auch der jeweilige Umfang. Indikationen zu weiteren Untersuchungen
bei spezifischen Symptomen oder infolge spezieller
Untersuchungsergeb- nisse sind als Empfehlungen zu betrachten und
eben nur so gemeint. Die beschriebenen diagnostischen Verfahren
erfordern oftmals optimale Bedingungen, d. h. die dazu
erforderliche Zeit und auch die diagnostischen Moeglichkeiten" die
dann auch zur entsprechenden Therapie verpflichten. Nicht immer
aber verfugt der klinisch tatige Arzt uber solche Vorausset-
zungen, so dass die Entscheidung der Auswahl der derjeweiligen
Situation angepassten und geeigneten Diagnostik einzig und allein
bei ihm bleiben muss.
"The Origins of Schizophrenia" synthesizes key findings on a
devastating mental disorder that has been increasingly studied over
the past decade. Advances in epidemiology, translational
neuroscience technology, and molecular and statistical genetics
have recast schizophrenia's neurobiological nature, identifying new
putative environmental risk factors and candidate susceptibility
genes. Providing the latest clinical and neuroscience research
developments in a comprehensive volume, this collection by
world-renowned investigators answers a pressing need for balanced,
thorough information, while pointing to future directions in
research and interdisciplinary collaboration.
The book, featuring a foreword by Robert Freedman, M.D.,
thoroughly examines these topics from the vantage points of
epidemiologic, clinical, and basic neuroscience approaches, making
it an essential resource for researchers in psychiatry, psychology,
and neuroscience and for clinical mental health professionals.
Herr Prof. Dr. M. Martin hat die Initiative ergriffen und eine
deutsche Ausgabe des Buches Geriatrie fur Studenten von J. C.
Brocklehurstund T. Hanley in die Wege geleitet. Prof. Dr.
Brocklehurst (Manchester) ist einer der fuhrenden engli schen
Geriater und sein Buch lasst den hohen Stand der Geriatrie in
England erkennen, ein Gebiet, auf dem wir in Deutschland noch einen
erheblichen Nachholbedarf haben. Klinische Medizin zum Wohl der
alten Menschen unter Einbezie hung der psycho-sozialen Situation,
aber auf dem Fundament einer naturwissenschaftlich begrundeten
Medizin auf hohem wissen schaftlichen Niveau lasst das Buch
erkennen und zeigt damit ein nachahmenswertes arztliches Wirken.
Dieses Gleichgewicht zwi schen Klinik und Wissenschaft wird an dem
Buch von Prof. Dr. Brocklehurst deutlich. Damit ergibt sich ein
gutes informatives Lehrbuch fur Studenten, aber auch fur jeden
Arzt, der mit alten Menschen Umgang hat und das sind die meisten
Arzte. So ist es sehr zu begrussen, dass Prof. Dr. M. Martin dieses
Buch dem deutschen Leser zuganglich gemacht hat. Berlin, August
1979 1. Falck v Vorwort der Originalausgabe Die Geriatrische
Medizin - Medizin der alten Menschen - ist eine eigenstandige
Disziplin, die vier verschiedene Elemente vereinigt: Studium des
Alterns, klinische Grundprobleme alterer Menschen (Fallneigung,
Inkontinenz, Verwirrung usw.), Besonderheiten bei Krankheiten im
Alter sowie Organisation und Zurverfugungstellung medizinischer,
sozialer und freiwilliger Hilfeleistungen fur alte Menschen.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass altere Men schen die
grosste in sich geschlossene Gruppe darstellen, die medi zinische
und soziale Hilfen beansprucht, wobei diese Tendenz in Zukunft noch
wachsen wird."
Die Untersuchung geht auf einen Vortrag zuruck, der am 5. Juli 1975
unter dem Titel "Zur Rezeption und Assimilation der arabischen
Medizin durch das lateinische Mittelalter" vor der Heidelberger
Akademie der Wissenschaften gehalten wurde. Die Gliederung wurde
thematisch ausge- weitet und mit einem umfangreichen Anmerkungsteil
versehen. Beigegeben wurde das im Vortrag verwendete Bildmaterial
in Auswahl sowie ein weiter- weisendes Verzeichnis der wichtigsten
Quellen und der Sekundarliteratur. Im Dank verbunden bleibe ich
meinen verstorbenen Bonner Lehrern J ohannes Steudel und Erich
Rothacker sowie meinen Lehrern in den Orient- wissenschaften Otto
Spies (Bonn) und Wilhelm Hoenerbach (jetzt Kiel). Zu danken habe
ich aber auch meinen Schulern Eduard Seidler (jetzt Frei- burg),
Dieter Jetter (jetzt Koeln), Hans H. Lauer (jetzt Marburg) und
Wolf- ram Schmitt (jetzt Psychiatrische Klinik), deren Heidelberger
Habilitations- schriften meine Untersuchungen bereichert,
korrigiert und erganzt haben. Der Deutschen Forschungsgemeinschaft
danke ich fur Unters utzung bei meinen spanischen
Handschriftenstudien in den Jahren 1959, /967 und 1971. Nicht
zuletzt danke ich der Heidelberger Akademie der Wissenschaften fur
ihr Entgegenkommen bei der Aufnahme urid Drucklegung der Arbeit.
Die Schriftenreihe "Diagnostische und therapeutische Informationen"
richtet sich an den Studenten, den niedergelassenen praktischen
Arzt und an den Facharzt fiir innere Medizin. Fiir diesen Kreis ist
es heute bei dem uniibersehbaren Anwachsen des medizinischen
Schrifttums kaum noch moglich, einigermal3en die Obersicht iiber
die einzelnen Spezialgebiete seines Faches zu behalten. Wohl stehen
eine Reihe guter Lehrbiicher und fortbildender Zeitschriften zur
Verfiigung, und jahrlich finden Fortbil dungskonkresse statt. Die
neuesten Erkenntnisse jedoch werden auf Symposien mit sehr kleiner
Teilnehmerzahl von ausgesprochen Spe zialisten vermittelt, una ihre
Ergebnisse, wie auch die speziellen Publi kationen sind dem
praktisch tatigen Arzt kaum zuganglich. Auch die
Laboratoriumsmedizin hat sich im Laufe der letzten Jahre zu einem
vollig selbstandigen Fach mit speziellem Ausbildungsgang ent
wickelt. Sehr haufig ist daher der praktisch oder klinisch tatige
Arzt nicht nur bei der Durchfiihrung chemischer Bestimmungen,
sondern auch bei der Interpretation der Ergebnisse, haufig schon
bei der Aus wahl der Untersuchungsmethoden auf die Hilfe des
Laboratoriums arztes oder bestimmter Institute angewiesen. Auf der
anderen Seite ist aber auch jeder Arzt heute in der Lage, eine
ganze Reihe von Untersuchungsmethoden selbst durchzufiihren. Die
chemische Industrie ist ihm dabei durch die Einfiihrung immer neuer
Schnelltests und relativ einfacher, vorbereiteter Methoden
behilflich. Schon heute gibt es eine grol3e Zahl von
niedergelassenen Arzten, die durch die Einrichtung eines gut
ausgestatteten Laboratoriums ihre dia gnostischen Moglichkeiten
erheblich verbessert haben und somit viel mehr Falle aufklaren
konnen, die sonst an die Klinik, an das Kranken haus oder an
Polikliniken und Ambulanzen abgegeben werden miissen."
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