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Books > Medicine > Other branches of medicine > Accident & emergency medicine > General
Advocating a pragmatic and multidisciplinary approach to the management of patients with brain injuries, Traumatic Brain Injury provides a detailed description of care along the whole-patient pathway. Delivering an evidence-based update on the optimal care of both adult and paediatric patients who have sustained injuries ranging from mild to severe, information from on-going multi-centre studies in neurotrauma is included. The basic scientific principles of neuropathology, head injury research and scoring systems are presented before detailed sections on emergency department care, patient transfer, intensive care and longer-term care. Rehabilitation is reviewed in detail with chapters discussing the aims and roles of physiotherapy, occupational therapy and neuropsychology amongst others. Discussing medico-legal issues in detail, the effect of injury on the individual and their family are also examined. Emphasising a holistic approach to caring for patients with brain injuries, this is an essential guide for all involved.
Das Buch bietet einen ]berblick }ber Pathophysiologie, Diagnostik, Management, operative Techniken sowie klinische Erfahrungen und Ergebnisse der Verletzungen des Brustkorbes. Es wird eine umfassende Darstellung der L{sionen aller anatomischen Strukturen - von der Thoraxwand bis zum Mediastinum - und deren Behandlung gegeben. Dar}berhinaus werden Beeinflussung der Prognose und pathophysiologischen Wechselwirkungen durch Begleitverletzungen beim Polytrauma aufgezeigt. Die interdisziplin{re Aufarbeitung des Themas erm-glicht Einblicke in alle mit der Behandlung des Thoraxtraumas befa ten Fachrichtungen und damit Verst{ndnis f}r Zusammenh{nge und Wertigkeiten im diagnostischen und therapeutischen Handeln.
"Und da war ich tuchtig am Kampfen ... Man muss 'ne ganze Menge aufwenden, um die Anfangssituation zu gestalten." Diese Ausserung einer Krisenberaterin aus der KRISENAMBULANZ WEDDING sind Selbsteinschatzungen, die die Schwierigkeiten einer Krisenarbeit andeuten. Daraus lasst sich schon erahnen, welches Engagement gefordert und aufgewendet werden muss, um sich immer wieder neuen und auch "wider standigen" Klienten zuzuwenden. Bei der Auswertung der Beratungsprotokolle vermittelte sich mir dieses Engagement fur die Klienten und fur den Aufbau der KRISEN AMBULANZ. Dass bei diesen Belastungen die Krisenberaterinnen mein Forschungsvorhaben durch die Bereitstellung ihrer Aufzeichnungen ihrer Krisenarbeit ermoglicht haben, ist ein Entgegenkommen, das ich sehr zu schatzen weiss. Ich wurde mich freuen, wenn sie Nutzen aus meinen Forschungsergebnissen ziehen konnen. Die vorliegende Arbeit ist im Rahmen der Begleitforschung des Projektes PSYCHOSOZIALEBERATUNG der FREIENUNIVERSITAT BERLIN, deren wissenschaftliche Mitarbeiterin ich bin, entstanden. Die Begleitforschung war mit der Modellphase der KRISENAMBULANZ verbunden. Projektleiter waren Prof. Dr. phil. Jarg B. Bergold und Prof. Dr. med. Manfred ZaumseiL Jarg Bergold gilt mein besonderer Dank, der diese Arbeit uber den gesamten Zeitraum mit entscheidenden Anregungen und produktiver Kritik begleitet hat. Ebenso danke ich Manfred Zaumseil und dem Forschungscolloquium des Projek tes PSYCHOSOZIALE BERATUNG, in dessen Diskussionszusammenhang die se Untersuchung gewachsen ist."
Es ist eine wesentliche Aufgabe des Anasthesisten, optimale Bedingungen fur die Operation zu schaffen und deren physiologische und psychologische Folgen so weit wie moeglich zu begrenzen, ja sie sogar voellig auszuschalten. Da kardio- vaskulare Erkrankungen bei chirurgisch behandelten Patienten nicht nur be- sonders haufig, sondern auch mit einem hohen Risikopotential fur den perioperativen Verlauf verknupft sind, ist es nicht erstaunlich, dass das kardio- vaskulare System unverandert im Zentrum des Interesses und der Anstrengun- gen der Anasthesiologie steht. Zu dieser Thematik ist bereits vor 16 Jahren (1975) in einem Workshop zum Thema Der Risikopatient in der Anasthesie - Herz-Kreislauf-System der damalige Erkenntnisstand uber Ausmass und Wich- tigkeit, Erkennung und Ausschaltung kardiovaskularer Gefahrdungen des ope- rativen Patienten erarbeitet und als Band 11 der Reihe Klinische Anasthesiologie und Intensivtherapie im Jahre 1976 publiziert worden. Die quantitative Bedeutung kardiovaskularer Stoerungen fur die operative Medizin ist seit dieser Zeit nicht geringer geworden. Angewachsen sind aber zweifellos unsere Kenntnisse uber ihren Einfluss auf den perioperativen Verlauf und das Ergebnis des chirurgischen Eingriffs. Neue und verbesserte Verfahren der praoperativen Diagnostik sowie der intra- und postoperativen UEberwa- chung stehen zur Verfugung, und unsere therapeutischen Interventionsmoeglich- keiten haben zugenommen. Auch die kardiovaskulare Chirurgie hat einen Wandel erfahren.
Beatmung mit positiv-endexspiratorischem Druck (PEEP) ist ein zentrales Therapiekonzept bei der Behandlung des akuten Lungenversagens. Neben der erw}nschten Verbesserung der arteriellen Oxygenisierung hat PEEP jedoch aucheinen Abfall des Schlagvolumens und des Herzzeitvolumens zur Folge. Der Nettoeffekt auf die letztlich entscheidende Gr- e, die O2-Transportkapazit{t, ist somit schwer vorhersagbar. Die genauen Mechanismen, die den h{modynamischen Nebenwirkungen von PEEP zugrunde liegen, sind nach wir vor nicht v-llig verstanden. In dem vorliegenden Buch werden die komplexen Auswirkungen von PEEP auf die Funktion des rechtenVentrikels, die Bedeutung einer Minderperfusion seiner freien Wand, die Rolle der ventrikul{ren Interdependenz und deren Effekte auf die Funktionsbedingungen des linken Ventrikels anahnd umfangreicher tierexperimenteller Untersuchungen beschrieben. Erstmals konnte gezeigt werden, da eine ge{nderte dynamische Ventrikelgeometrie zu der verminderten Pumpfunktion des Herzens unter PEEP beitr{gt. Die Ergebnisse werden im Kontext der bisher zu diesem Thema vorliegenden Erkenntnisse diskutiert. Erst das Verst{ndnis der komplexenInteraktion von ]berdruckbeatmung und Herzfunktion erm-glicht dem Kliniker den differenzierten Einsatz von Volumen, Katecholaminen und anderen vasoaktiven Substanzen mit dem Ziel, das systemische Sauerstoffangebot bei Patienten mit Lungenversagen zu optimieren.
This is the first neuropsychology book to translate exciting
findings from the recent explosion of research on sport-related
concussion to the broader context of mild traumatic brain injury
(MTBI) and post-concussive syndrome (PCS) in the general
population. In addition, it includes a Continuing Education (CE)
component administered by the American Academy of Clinical
Neuropsychology.
Die Institution des Notdienstes, der regelmassig die Telefonanamnese einsetzt, verdeutlicht in quantifizierbarer Weise den Wert dieser spezifischen Anamneseform fur die allgemeinarztliche Praxis. Die eigenstandige Falleverteilung dieser primararztlich spezialisierten Institution ermoglicht dem Allgemeinarzt, der selber haufig Notfalle am Telefon beurteilen muss, seine Entscheidungen zu analysieren. Ausserdem wird durch die besonderen Umstande des Notdienstes der diagnostische Prozess starker in Einzelschritte aufgegliedert und damit besser durchschaubar und erforschbar. Der Autor legt mit diesem Buch eine wissenschaftliche Auswertung der sehr genauen Routineaufzeichnungen des Wiener Arztenotdienstes vor. Im Vordergrund standen die Fragen: - Welche Kennzeichen dienen am besten zur prognostischen Beurteilung eines Notrufs vor einer dringlichen Visite? - Wieviel diagnostische Sicherheit ist aus der telefonischen Mitteilung zu erreichen? Die Ergebnisse sind von praktischer Bedeutung fur den allgemeinarztlichen Alltag. Sie liefern wichtige Aussagen uber Wertungsmoglichkeiten telefondiagnostischer Symptomhinweise, Entscheidungsgrundlagen fur dringende Visiten, die tageszeitliche Verteilung von Erkrankungen und Berufungen sowie uber die Wahrnehmung des Patienten von seiner Erkrankung. Durch Erfahrungswerte und Vergleichsmoglichkeiten erhalt der Allgemeinarzt nutzliche Richtlinien fur seine eigenen Entscheidungen bei Notrufen.
Agressive medikamentoese und chirurgische Therapie ermoeglichten in den letzten Jahren eine zunehmende Verbesserung der Prognose von Krankheiten, die bislang als unheilbar galten. Allerdings fuhrte dieser Fortschritt auch zu einer Zunahme schwerer Infektionen. Die nosokomiale Infektion gilt bereits auf vielen Intensivstationen als fuhrende Todesursache. Infektionen lautete deshalb das Hauptthema der 9. Wiener Intensivmedizinischen Tage, deren wichtigste Vortrage in Band 3 der Reihe Intensivmedizinisches Seminar zusammengestellt sind. Im ersten Teil des Buches werden die verschiedenen exogenen und endogenen Infektionsquellen aufgezeigt und prophylaktische und therapeutische Massnahmen eroertert. Ein weiterer Teil ist den Gerinnungsstoerungen bei Sepsis gewidmet. Es wird hier besonders auf die Therapie mit Berucksichtigung neuer immunologischer Moeglichkeiten naher eingegangen. Schliesslich werden noch spezielle Krankheitsbilder mit besonderer Berucksichtigung der Probleme auf der Intensivstation dargestellt.
Das Multiorganversagen stellt eine der grAAten Herausforderungen in der Intensivmedizin dar. Aufgrund ausgedehnter ForschungstAtigkeit konnten in den letzten Jahren neue Erkenntnisse in der Entstehung dieses bedrohlichen Krankheitsbildes und in dessen Beherrschung gewonnen werden. Hauptthema der 10. Wiener Intensivmedizinischen Tage war daher das Multiorganversagen, dessen wichtigste Referate im vorliegenden vierten Band des "Intensivmedizinischen Seminars" prAsentiert werden. Im ersten Teil wird auf mAgliche Ursachen wie Sepsis und Polytrauma eingegangen, wobei in einem eigenen Kapitel das Versagen der Zelle im Rahmen dieses Krankheitsbildes dargestellt wird. Der zweite Teil behandelt das Versagen der einzelnen Organe im Rahmen des Multiorganversagens. Im dritten Teil werden die AoeberwachungsmAglichkeiten von Organfunktionen und deren klinische Relevanz diskutiert, und schlieAlich wird im letzten Teil des Buches auf die Therapie des Patienten im Multiorganversagen eingegangen.
Das Buch befa t sich mit den aus menschlichem Versagen und technischen Fehlern entstehenden Risiken in der An{sthsie. Es zeigt Mittel und Wege auf, um diese Risikoquellen zu re- duzieren.
Palliative Care Nursing: Caring for Suffering Patients continues to explore the concept of suffering as it relates to nursing practice in an updated new edition. This text helps practicing nurses and students define and recognize various aspects of suffering across the lifespan and within various patient populations, while providing guidance in alleviating suffering. In addition, the authors discuss ways nurses that witness suffering can optimize their own coping skills and facilitate personal growth. The Second Edition aligns with the recently updated ELNEC and AACN competencies and features three new chapters discussing advance care planning, palliative care for those with serious illnesses, and strategies for having difficult conversations with patients and families. How do we identify a patient who is suffering? How do we assess whether our patient (and/or their family) is coping with the event? What can we do to alleviate patient suffering? How can we convey the extent of the suffering to the other members of the healthcare team and advocate excellent palliative care for our patients? Palliative Care Nursing: Caring for Suffering Patients, Second Edition answers these questions and more, making it an indispensable resource for nursing students and nurses employed in a variety of health care settings.
In diesem Buch werden seltener auftretende Notfallsituationen beschrieben, die den Notarzt und Rettungssanitater vor besondere Probleme stellen konnen. Die Erkennung und Behebung dieser Notfalle wird in leicht verstandlicher Form dargestellt und bietet vor allem den im praklinischen Notfalldienst Tatigen eine wertvolle Lern- und Nachschlagemoglichkeit und Erganzung der vorhandenen Literatur. Behandelt werden: Wasserunfalle, wie z. B. Ertrinkungsunfalle und Tauchunglucke, die verletzte Wirbelsaule unter Berucksichtigung praklinischer und klinischer Aspekte, augenarztliche Notfalle, der Neugeborenentransport und Verletzungen und Verlegungen der Atemwege, wie z. B. durch Verlegung eines Tracheostomas oder Inhalation atzender Gase.
Das derzeit umfassendste Lehr- und Nachschlagewerk der Notfallmedizin liegt jetzt in der zweiten, korrigierten und neu gestalteten Auflage vor. In bewahrter Systematik wird das spezifische Wissen vermittelt, das die ausserklinische Versorgung von akut lebensbedrohlich Erkrankten unter den erschwerten Bedingungen eingeschrankter diagnostischer und therapeutischer Moeglichkeiten erfordert. Die ubersichtliche Gliederung erleichtert nicht nur effektives Lernen und Lehren, sondern ermoeglicht ausserdem AErzten und Rettungssanitatern jederzeit den raschen Abruf wichtiger Informationen.
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 5. 2. Scheintod . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 6. Die Diagnose des Hirntodes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 6. 1. "Koma" im Hirntod . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24 6. 2. Atemstillstand (Apnoe) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24 6. 3. Hirnnerven- und Hirnstammzeichen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26 6. 3. 1. Pupillen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27 6. 3. 2. Kornealreflex . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28 6. 3. 3. Okulozephaler Reflex (Puppenkopfphanomen) . . . . . . . . . 28 6. 3. 4. Okulokardialer Reflex . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28 6. 3. 5. Okulovestibularer Reflex . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29 6. 3. 6. Audiookularer Reflex . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29 6. 3. 7. Wiirgereflex . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29 6. 3. 8. Hustenreflex . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29 6. 3. 9. Masseterreflex . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29 6. 4. Spinale Reflexe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30 6. 5. Elektroenzephalographie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34 6. 5. 1. Technischer Standard . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Die Erfolge der modernen Intensivmedizin liegen klar zu Tage. Weltweit weisen die Statistiken aus, daB akute und perakute lebens- bedrohende Krankheitsbilder durch den Einsatz naturwissenschaft- lich begriindeter, moderner, nicht invasiver und invasiver Verfahren in Oberwachung und Therapie erfolgreich behandelt werden kan- nen. Es sei etwa nur an die Komplikation des Herzinfarktes, an die Folgen von Sepsis und UnfalIen, an lebensbedrohliche Vergiftun- gen, oder an schwere tOdliche Komplikationen von Lungenkrank- heiten gedacht. Trotz groBer Erfolge steht die Intensivstation aber auch heute noch in der Diskussion, weil neben den Erfolgen eben auch konzen- triert die MiBerfolge liegen, liegen mtissen und -von der Natur der Dinge her - die Konzentration von Schwerstkranken und Sterben- den ein besonderes Klima schafft. Die Fragen nach einem sinnvol- len, aber auch sinnlosen Einsatz der zur Verftigung stehenden Mittel verdichten sich tiber die Problematik einer zunehmenden Verteue- rung hinaus in der Suche nach dem humanitaren Ansatz einer sol- chen Intensivstation. Nicht selten wird der Arzt als "MeBknecht im Apparatepark einer seelenlosen Medizin" beschrieben, der menschliche Zuwendung zu seinen, ihm anvertrauten Kranken tiber das technische "Know how" hinaus fast zu verlieren scheint. Die Frage nach der Humani- tas im weitesten Sinne, die sich hier an der Grenze zwischen Leben und Tod unserer Kranken in aller Deutlichkeit stelIt, und die die Of- fentlichkeit bewegt, hat nicht zuletzt tiber aIle Anerkennung des Fortschrittes hinaus, zu Zweifel und Angsten geftihrt. Es war an der Zeit, mit den Methoden der Wissenschaft hier Hilfe zu bringen.
1m Jahre 1981 veranstaltete das Institut fUr Anasthesiologie der Ludwig-Maximilians-Universitat Mtinchen ein erstes internationales Symposium tiber Inhalationsanasthetika. 1982 wurden die wich- tigsten Beitrage in der Reihe Aniisthesi%gie und Intensivmedizin publiziert. In der damaligen Zeit galt das europaische Interesse dem gerade in die Klinik eillgeftihrten Isofluran. 1m amerikanischen Schrifttum waren bereits seit Jahren Untersuchungen zu diesem Produkt publiziert worden. Das vorliegende Buch beschiiftigt sich wiederum mit allen drei Inhalationsanasthetika, insbesondere auch mit Isofluran. Inzwischen liegen jedoch im Gegensatz zur damaligen Zeit umfangreiche experimentelle und klinische Untersuchungen im europaischen Schrifttum tiber das letztgenannte Produkt vor. Es war von Beginn an nicht das Ziel eine Diskussion tiber die Wer- tigkeit der Inhalationsanasthesie (balanced anesthesia) gegentiber der intravenosen Anasthesie zu ftihren, vielmehr sollten die wesent- lichen durch Isofluran hervorgerufenen Effekte und Interaktionen herausgearbeitet werden. Dabei interessierten auch die Nebeneffek- te und deren Wertigkeit bei unterschiedlichen Patientengruppen. Der heutige Wissensstand tiber Inhalationsanasthetika, besonders tiber Isoflurane, sollte aktuell, umfassend und kritisch dargestellt werden. 1m Mittelpunkt des Interesses standen wahrend des Sympo- siums und stehen dementsprechend in dem vorliegenden Buch die Wirkungen von Isofluran auf das kardiovaskulare System. Der Effekt auf die Koronarperfusion im Vergleich zu Enfluran und Halothan wird eingehend dargestellt. In mehreren Beitragen wird versucht die Frage zu beantworten, ob Isofluran giinstige oder ungiinstige Effekte auf das ischamische Myokard besitzt. Dieser Frage kommt eminente klinische Bedeutung zu.
Die Ausdehnung der Operationsindikationen auf zunehmend al tere Patienten, die stetige Erweiterung des AusmaBes operativer Inter- ventionen sowie die steigende Zahl polytraumatisierter Patienten haben zu gesteigerten Anforderungen an Anasthesiologen und In- tensivmediziner geftihrt. Umfassende Kenntnisse der Physiologie und Pathophysiologie in der perioperativen Phase sind unerlaBlich geworden. Die Verfeinerung und Anpassung der Anasthesietechni- ken, die Ausdehnung diagnostischer MaBnahmen und moderner Dberwachungsmethoden sowie die Ubernahme neuer Therapiekon- zepte in der Intensivmedizin sind unbedingte Voraussetzung zur Risikominimierung als Folge der Entwicklung der operativen Medi- zin der vergangenen Jahre. Die in dem vorliegenden Band zusammengefaBten Referate ge- ben einen Einblick in den derzeitigen Kenntnisstand tiber Anfor- derungen und Beeintrachtigungen zentraler Organe bzw. Organsy- sterne: Herz/Kreislauf, Lunge/Gasaustausch, Niere sowie Stoff- wechsel durch Narkose und operativen Eingriff. Theoretische Zu- sammenhange wie auch praktisch-therapeutische Konsequenzen werden aufgezeigt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Bewer- tung neuer Ansatze in der kardiorespiratorischen Dberwachung von Risikopatienten. Wir danken allen Referenten flir ihre informativen und aktuel- len Beitrage und den beteiligten Firmen flir die groBztigige Unter- sttitzung dieser Veranstaltung. Insbesondere danken wir dem Springer-Verlag, der es ermbglicht hat, in ktirzester Zeit diese Publikation herzustellen.
Katastrophenmedizin dient der Rettung vitalbedrohten menschlichen Lebens sowie der Begrenzung von Gesundheits schaden bei auBerordentlichen Schadensfallen, die primar mit den vorhandenen medizinischen Mitteln nicht zu bewaltigen sind. Zur Lasung dieser Aufgabe sind A.rzte, Hilfskrafte und Laienhelfer natig, daruber hinaus jedoch auch die Bereitstel lung aller materiellen Hilfsmittel, die Rettungsorganisationen und staatliche Einrichtungen einschlieBlich Krankenhauser an bieten kannen. Rettungs- und Notfallmedizin allein kannen keinesfalls katastrophenmedizinische Probleme lasen. Aus medizinischer Sicht sind Art, Zeitpunkt und AusmaB einer Katastrophe unbekannte GraBen. Es kann sich z. B. urn ein Eisenbahnungluck, eine Uberschwemmungskatastrophe, ein Erdbeben oder auch urn einen nuklearen Unfall handeln. Gemeinsam ist allen Katastrophenjedoch die Tatsache, daB in der ersten Phase eine groBe Anzahl hilfsbedurftiger Men schen versorgt werden muB. In dieser Zeit herrscht in aller Regel eine vollkommene Desorganisation und Mangel an Mit teln fUr Transport, Unterbringung und auch medizinischer Erstversorgung. Der Sichtung kommt uberragende Bedeutung zu. In der nachsten Phase der medizinischen Versorgung im Lazarett und Krankenhaus m"\lB. auf die Art der Katastrophe medizinisch eingegangen werden. Diese vielfaltigen medizini schen und organisatorischen Aufgaben sind nur gemeinsam las bar. In der Bundesrepublik Deutschland wurde in dieser Hinsicht aus den verschiedensten, z. T. irrationalen Grunden zu wenig getan."
l..ebensrettung aus akuten NotfaIlen erfordert Entschlossenheit und rasches Handeln, aber auch ein wissenschaftlich stichfestes Konzept; dies gilt fiir die manuellen Methoden der Reanimation und ebenso fiir den Einsatz von Medikamenten bei der Herz-Kreislauf-Wiederbelebung. Mit der Entdeckung und Entwicklung einer breiten Palette herz- wirksamer Medikamente wurden aber (aus mehr oder weniger theore- tischen UEberlegungen) auch zur Behebung des akuten Herzstillstands Medikamente empfohlen, deren Nutzen bei dieser speziellen Indikation nicht ausreichend erwiesen war. Mein Mitarbeiter G. Meuret hat sich die Aufgabe gestellt, hier Klar- heit zu schaffen. Mit sehr sorgfaltigen, umfassenden und aufwendigen hamodynamischen und metabolischen experimentellen Untersuchungen konnte er nachweisen, dass die a-sympathikomimetische Stimulation fiir die Wiederherstellung der Koronarperfusion unentbehrlich ist und Adrenalin alle anderen Katecholamine an EffIZienz ubertrifft; dass der Azidoseausgieich massgerecht erfolgen sollte und ein Zuviel nachteiliger ist als ein Zuwenig; und dass die Gabe von Kalzium eher schadlich ist als nutzlich, ja dass vielmehr die Gabe von Kalziumantagonisten eine Zukunft hat - nicht nur zur Protektion des Herzens, sondern auch des Gehirns.
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