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Books > Business & Economics > Industry & industrial studies > Energy industries & utilities > General
Urbarmachung von Odland war nie dringender erforderlich als heute;
die Notwendigkeit der VergroBerung der landwirtschaftlichen
Nutzungsflache und der Schaffung von Bauern- und Siedlerstellen
verlangen sie gebieterisch. Die volkswirtschaftlich beste Art der
Urbar machung ist bei den Hochmooren, deren Gesamtflache in
Deutschland etwa 1 Million Hektar betragen solI (ungefahr die HaHte
der Flache von Wiirttemberg), die Fehnkultur, bei der die
Moormasse, der Torf, entfernt wird; dadurch konnen die im Torf
enthaltenen gewaltigen Energiemengen, wichtige chemische
Verbindungen und wertvolle Faser stoffe nutzbar gemacht werden.
Fiir eine moglichst rasch fortschreitende Fehnkultur bieten nun
Torfkraftwerke und Nebenprodukten anlagen (Torfverarbeitungsanlag
n) zur feit die wichtigsten Moglich keiten. DaB diese Wege
technisch und wirtschaftlich gangbar sind, versuche ich in
vorliegender Arbeit zu zeigen. "Die wissenschaftlichen und
technischen Grundlagen der Unter suchungen sind aus der
einschlagigen Literatur gewonnen und tunlichst vorsichtig
eingesetzt und verarbeitet; ebenso die Preise fur Material und
Arbeitskrafte. Durchweg wurden moglichst nur solche Zahlen ver
wertet, die durch die Praxis bestatigt sind. DaB die Unterlagen nur
Mittelwerte sein konnen, ist durch die Art der Behandlung des Gegen
standes bedingt: eine allgemeine Untersuchung, wie die vorliegende,
kann - besonders da, wo sie einen so verschiedenartigen Stoff wie
den Torf behandelt - sich nur auf Mittelwerten aufbauen. Das beein
trachtigt indessenkeineswegs ihren praktischen Wert, zumal die
Richtung gekennzeichnet ist; in der sich ihre Ergebnisse bei
veranderten Grund lag en im Einzelfalle verschieben."
Dieser Buchtitel ist Teil des Digitalisierungsprojekts Springer
Book Archives mit Publikationen, die seit den Anfangen des Verlags
von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv
Quellen fur die historische wie auch die disziplingeschichtliche
Forschung zur Verfugung, die jeweils im historischen Kontext
betrachtet werden mussen. Dieser Titel erschien in der Zeit vor
1945 und wird daher in seiner zeittypischen politisch-ideologischen
Ausrichtung vom Verlag nicht beworben.
Wenige technische Probleme haben in den let: aten JabreJll das
Interesse weiter Kreise in so hohem Malle erregt me das der
moglichst vollkommenen und rest10sen Ausnutzung der Kohle. Lange
Zeit hindurch haben sich die Anstrengungen der Ingenieure auf die
Verbesserung der Energieumwandlung (Verbesserung de thermischen
Wirkungsgrades der Warme- kraitmaschine, Erhohung des
Kesselwirkungsgrades, Vermin- derung der Fortleitungsverluste usw.)
beschrltnkt, erst in den letzten Jabren ist man zum plaumiUligen
Abbau der Kohle und zu ihrer Anfschlietlung durch die sogenannte
Ne- benproduktenwirtschait geschritten. Die chemische Auswertung
der Kohle wurde durch den AbschluB Deutschlands vom Weltmal'kt
stark gefordert, zu- mal das Interesse solcher Kreise erweekt
wurde, die ihr fmher fremd und teilnahmlos gegenuberstanden. Es ist
da- her- an sieh erklarlich, daB tiberschwengliche Hoffnungen und
Erwartungen an diesen jungen Zweig der Technik ge- knupft wurden
und da13 vornehmlich Nichtteehniker die voll- kommene und baldige
Umgestaltung der Kohlenverwertung gebieterisch verlangten. Wie so
hltufig bei wiehtigen technisehen Neuel'ungen tibersah man, dati
die Ausbeute eines wertvollen Stoffes nieht allein dureh die
teehnisehe MOgliehkeit seiner Gewinnung begrenzt ist. Hieriiber
entseheidet vielmehr letzten Endes die Wirtsehaftliehkeit des
Veriahrens. Die dureh den Krieg gesehaffene Lage mag zeitweilig
eine Versehillbung mit sieh bringen, wird aber del' Welt- markt
wieder frei und muB mit dem Wettbewerb lthnlicher billigerer
Auslanderzeugnisse gereohnet werden, so stent sieb. das
Gleichgewieht wieder ein, wenn nieht dureh ZOlle der teuern
Inlandware die Spannung an Mehrkosten gegenuber del' ausHindisehen
gutgebraeht werden kann.
1m Jahre 1895 war mil' bei del' AEG, Abteilung flir Zentral-
stationenbau, zu Berlin neb en del' Ausarbeitung del' Vorprojekte
des elektrisehen Teiles fur die zu erbauenden
"Kraftubertragungswerke Rheinfelden" aueh die Aufgabe gestellt, die
flir das Unternehmen erforderliehen Tarife flir den Verkauf del'
Elektrizitat zu entwerfen. Gleiehzeitig hatte ieh aueh Gelegenheit,
bei del' Tarifbildung flir die zu gl'undenden "Obel'sehlesisehen
Elektrizitatswerke" mitzuwirken. Entspreehend dem Charakter del'
Erzeugungsanlagen del' beiden Unternehmen - Wassel'- und Dampfkraft
- lag del' Sehwel'punkt del' Rheinfelder Tal'ife mehr in del'
Pausehale - Grundtaxe und Kilowattstundenpreis -, w ihrend del'
Obersehlesisehe Tarif mehr dem reinen Zahlel'tarif zuneigte -
versteekte Grundtaxe und Kilo- wattstundenpreis -. Den Tal'ifen
beider Unternehmen war jedoeh die Absieht gemeinsehaftlieh, die
Wirkung del' Benutzungsdauer del' AnsehluBanlagen bestmoglieh zur
Geltung zu bl'ingen. Naehdem ieh an Ort und Stelle die endgultigen
Projekte flir die Vbertragung und Verteilung del' dul'eh die
Rheinfelder Werke erzeugten Elektrizitat ausgearbeitet und aueh
deren Bau ausgeflihrt hatte, war ieh als teehniseher Oberleiter des
Unternehmens bestens in del' Lage, den wirtsehaftliehen und
psyehologisehen EinfluB del' eingefiihrten Tarife auf Abnehmer und
Unternehmen zu studieren. Auf Grund diesel' Studien und an Hand von
Mitteilungen uber die Erfahrung mit dem Obersehlesisehen Tarif
entstanden dann die Vor- gedanken zum "Zeitzahlertarif", del' von
mil' bei meiner Berufung naeh Halle a. S. als Dil'ektor flir das
dort zu erbauende stadtische Elektrizitatswerk im Jahre 1900
erstmalig daselbst eingeflihrt wurde. Zurich, im Januar 1915.
August J ung. Inhaltsverzeichnis. Seite Einleitung .... 1 Erstes
Kapitel. Die Abnehmerarten und ihr zeitlicher Verbrauch 3 Zweites
Kapitel.
Den Gegenstand der vorliegenden Arbeit bildet die Regelung der
ge;;amten deutflehen Starkstromerzeugung, ihre einheitliche
Zusammen fa mng mit dem Ziele der Errichtung eines
Reichselektrizitatsmonopols. Da dieses sich notwendig auf den
Einzelstaaten aufbauen mnss, ist es wichtig zu untersuchen, welche
Stellung die deutschen Bundesregie rungen zur Frage der
Elektrizitatserzeugung und -Versorgung bisher eingenommen und
welche Massnahmen sie hinsichtlich einer Neuordnung der
Elektrizitatswirtschaft fur ihre einzelnen Gebiete bereits
getroffen haben. Wir haben nns deshalb an die Ministerien nncl
sonstigen in Betracht kommenden hohen Behorden der deutschen
Bundesstaaten mit der Bitte um entsprechende Mitteilungen und
Uberlassung des einschlagigen amtlichen Materials gewandt und
verfehlen nicht, ihnen fur die bereitwillige Forderung unserer
Arbeit auch an dieser Stelle verbindliehst zu danken. R. Hartmann.
Inhaltsverzeichnis. Seite Einleitung: Der Krieg und die
Reichsfinanzen . . 1 I. Das Elektrizitatsmonopol in der Literatur .
. 5 II. Entwicklung und gegenwartiger Stand cler
Elektrizitatserzeugung uncl -versorgung in Deutschland . . . . . .
. ., . . . . . . . 15 III. Staat und Elektrizitat . . . . . . . . .
. . . . . . . . . . . . 31 l. Die Besteuerung der Elektrizitat: Das
deutsche Leuchtmittclsteu- gC'sPtz . . . . . . . . . . . . . . . .
. . . . . . . . . . . . 31 2. Die deutsclwn Bundesstaaten und ihrP
Stdlungnahme zur Frage der Elektrizitatserzeugung und -Versorgung
35 IV. Das Reichselektrizitatsmonopol . . . 71 l. Vom
volkswirtschaftlichen Standpunkt. 71 2. Vom sozialpolitischen
Standpunkt. 1l5 3. Vom politischen Standpunkt . 90 4. Vom
finanziellen Standpunkt 93 V. Die Form des Monopols . . . 107
Zusammenb sung und Schlussbetrachtung 109 Abkurzungen. W Watt kW
Kilowatt k Wh Kilowattstunde PH Pferdekraft Einleitung. Der Krieg
und die Reichsfinanzen."
Die vorliegende Untersuchung ist in ihrem Hauptteil ein der
Vereinigung elektrotechnischer Spezialfabriken zu Berlin
erstattetes und von dieser dem Magistrate der Stadt Bedin
uberreichtes Gutachten. Die genannte Ver einigung vertritt
gemeinsame Interessen einer grossen Anzahl elektro technischer
Fabriken und erstrebt demgemass, dass offentliche Verbande die
notigen Elektrizitatswerke selbst und auf Grund freien Wettbewerbes
errichten, nicht aber die gesamte Ansfuhrung im Zusammenhange mit
der Vergebung einer Konzession einem einzigen Unternehmer
uberlassen. Dieser Standpunkt ist jedoch, obwohl er auch mit dem
Wohle des Volksganzen ubereinstimmt, fur die Beurteilung der
Angelegenheit durch den Verfasser nicht massgebend gewesen, denn
die vorliegende Unter suchung ist keine Zweckschrut, sondern eine
reine Begutachtung der Frage, welche Wirtschaftsform fur den
kunftigen Betrieb der Berliner Elektl.izitatswet.ke zum Wohle der
Stadt Berlin und der Ver bmncher elektrischer Energie empfohlen
werden muss. Da das Gutachten vor etwa Jahresfrist erstattet worden
ist, sind als letzte Zahlengrundlagen die Ausweise des v o r
letzten Rechnungsjahres der BE W verwertet worden; dieser Umstand
ist jedoch ohne Belang fur das Ergebnis. Die vorliegende Fassung
enthalt nur wenige, nicht wesentliche Anderungen und Zusatze; nur
der Nachtrag ist als selb standiger Teil hinzugekommen."
Obwohl die Elektrizitiitsindustrie zu den jlingsten deutsehen 1n
dustriezweigen gehort, hat sie im Verlaufe del' letzten zwei J
ahrzehnte so schnell an Bedeutung gewonnen, dag sie mit ihren
Erzeugnissen heute den Weltmarkt beherrseht und in techniseher
Hinsieht neben del' del' Vereinigten Staat en den ersten Rang
einnimmt. Die yon J ahr zu J ahr steigende Leistung del'
Angestellten, die del' Elektroindustrie ihre Lebensarbeit widmen,
insbesondere aneh ihre vielseitige produktive 'I'iitigkeit, welche
einen wesentlichen EinfluB auf die Entwieklung dieses
Erwerbszweiges ausiibt, bildet ohnc Zweifel einen wiehtigen Faktor
des deutsehen VolkseinkoJ11l1lens unrl bietet daher aueh fLir die
wissenschaftliehe U ntersuehnng manche neuen be dentungsvollen
Probleme. Welches die Leistungen dieses Stan des sind, wie er zum
BewuBtsein seiner Berufs- unrl Erwerbsinteressen allmahlich gelangt
ist, und von welchen sozialen unrl wirtschaftliehen Bedingnngen die
Einkommens - llllrl LebenRverhaltnisse dieser Pri vatangestellten
ab hangen, dies darzulegen soil in del' vorliegenden Arbcit
versllcht werden. Offizielle statistisehe Erhebungen libel' clie
Pri vatangesteHten in del' deutsehen Elektroindustrie Jiegen nicht
VOl'. Wir miissen nns daher neben del' Berufsstatistik auf eine
Erhebung stiitzen, die im Jahre 1907 vom Bureau flir Sozialpolitik
unter finanzieller U nterstiHzllng des Bundes del'
technisch-industriellen Beamten veranstaltet wurde und die hereits
die Basis flir die von Dr. Reinhold Hekel bearbeitete, 8tutistik
tiber die Lage der technisehen Privatbeamten in Grog-Berlin" 1
bildete."
Eine der nachsten und wichtigsten Aufgaben der Brennstoff technik
ist die Beschaffung hinreichender Quantitaten von fl u s s i gen
Brennstoffen. Die Anwendung derselben in den verschiedensten
Gebieten der Technik hat in den letzten Jahren eine rapide
Steigerung erfahren, welche sich auch voraussichtlich erhalten
wird. Die Ursachen hierfur sind mehrfache: Erstens hat mit
Hucksicht auf die vielen Vorteile, welche die Verwendung flussiger
Brennstoffe bietet, im allgemeinen die Verbrennung von solchen zur
Erzeugung von Warme in der Metallurgie und chemischen Industrie und
auch fur motorische Zwecke, zur Kesselheizung, bei Schiffen und
Eisenbahnen usw. sehr zugenommen. Zweitens ist in den letzten
Jahrzehnten die Kolbendampf maschine zum Teil durch Motorensysteme
verdrangt worden, welche eine viel bessere Ausnutzung der
kalorischen Energie der Brenn stoffe gestatten als erstere. Durch
die ausserordentliche Verbrei tung, die in der letzten Zeit diese
mit flussigen Brennstoffen arbeitenden Verbrennungskraftmaschinen,
insbesondere die Gleich druck-(Diesel-)Maschinen genommen haben,
gewannen jene eine namentlich erhohte Bedeutung. Die fur diesen
Zweck dienenden OIe erhielten zum Unterschied von den Heizolen von
Ku tz bach den Namen Treibole; Constam und Schlapfer nennen sie
vielleicht noch bezeichnender Kraftole."
Die Frage der Stromabgabe an Grossabnehmer gewinnt heute bei der
ausserordentlichen Ausbreitung der Elektrizitat fur Elektri
zitatswerke und insbesondere auch fur Dberlandzcntralen eine immer
grossere Bedeutung. Allerdings konnen sich Grossabnehmer auf die
ublichen Normaltarife nicht einlassen, und es mussen ihnen von
seiten der Elektrizitatswerke ganz wesentlich niedrigere Preise
eingeraumt werden. Daruber, wie weit man bei der Festsetzung der
Preise gehen kann, und zwar sowohl nach unten als auch nach oben,
herrschen die ver chiedenartigsten Anschauungen, und man begegnet
leider in der Praxis sehr haufig Tarifen, denen man es ansieht,
dass bei ihrer Entstehung das Gefuhl des Tarifaufstellers
massgebender war ah; die Berucksichtigung der rechnerischen
Faktoren. Vor allem durfte es auch gcrade in der Tarifpolitik nicht
glucklich sein, sich auf einen bestimmten Tarif fur alle Arten von
Gro ssa bnehmern festzulegen, da die Verhaltnisse zu verschieden
artig liegeIl. und ein in dem einen Fall sehr brauchbarer Tarif im
andern Fall direkt unzweckmassig sein kann. In vorliegender Arbeit
ist versucht worden, dic fur die Auf stellung der TtLrife fur
Grossabnehmer wesentlichen Unterlagen zusammenzustellen und
rechnerisch zu erfassen, sowie durch eine; ehr einfache gmphischc
Dn, rstellung die Vorzugc und Xachteile der gebrauchlichcn Tarife
a, ugenfallig darzustellen. Hnlle 'L. S . . im Oktoher 191 . K
Fleig-. Inhaltsverzeichnis. . . Seite 1. Bedeutung der
Grossabnehmer fur Elektrizitatswerke und Ub- landzentralen . . . .
. . . . . . . . . . . . . . . . . . 1 II. Berechnung der durch
Grossabnehmer entstehenden Selbstkosten 1. Erzeugungskosten im
Kraftwerk . . . . . . . . 6 2. Selbstkosten bei direkter Abnahme im
Kraftwerk . 10 3. Selbstkosten am Ende einer besonderen Zuleitung
26 4. Selbstkosten hinter dem Transformator. . . . . ."
Fiir keinen anderen Betrieb gilt Inehr als fiir den Hiittenbetrieb
das Wort: "Stillstand ist Riiekgang." Wer heute bei der rastlos
dahinstiirmenden, infolge imlner neuer Erfindungen und Verfahren
auf dauernd weehselnde Grundlagen gestellten Entwieklung der
Hiittenbetriebe sein Riistzeug nieht standig priift und erneuert,
wird in dem wirtsehaftliehen Kampf bald in die hinterste Reihe
zuriiekgedrangt sein. Die erste Bedingung fiir den Erfolg in diesem
Wettbewerb ist die riehtige Ein- sehatzung der eigenen Riistung und
die klare Erkenntnis, dureh welehe Mittel diese verstarkt werden
kann. Bei der Mannigfaltigkeit der inl Hiittenwerksbetriebe sieh
ergebenden Moglieh- keiten konnen die Wege hierzu fiir aIle
Parteien nieht hnnler dieselben sein. Die Lage der einzelnen Werke,
ihre natiirliehen und finanziellen Hilfsquellen, ihre
Arbeiterverhaltnisse usw. werden das Streben naeh groBter
ZweekmaBigkeit und bester Wirtsehaftliehkeit der Anlagen in
versehiedener Weise beeinflussen. Selbst fiir Teilbetriebe, mogen
sie noeh so eng ulngrenzt sein, wird sieh eine feste Norm fiir die
beste Losung nieht finden lassen. Das hat seln Gutes. Denn nur
dadureh, daB der einzelne Betrieb auf sieh selbst gestellt sein
muB, ist er gezwungen, das fiir seine Zweeke Beste und
Vollkonlnlenste dureh eigenes, selbstandiges Denken zu sehaffen und
damit zu der Vorwartsentwiek- lung nieht nur seiner selbst, .
sondern aueh der Gesamtheit beizutragen.
VI bzw. Beurteilung der Strompreise vor allem in Betracht zu ziehen
sind. Dies wird in der vorliegenden Arbeit versucht. Es war des
halb zDnachst die Bedeutung der Grossbetriebe fur die Elcktri
zitaots-Werke im allgemeinen und die Art ihres Einflusses auf die
Betriebsergebnisse und Tarifpolitik infolge der verschiedenen
Beanspruchung der Zentrale im besonderen darzustellen. Mit
Rucksicht auf den Konsumenten ergab sich weiterhin die Not
wendigkeit, die Stromerzeugungskosten von Einzelanlagen bei den
hauptsachlich in Frage kommenden Antriebsarten und Ma
schinengrossen zu untersuchen. An Hand der Ergebnisse dieser
Betrachtungen konnten dann allgemein gultige Schlusse ge zogen und
eine Anzahl in Kraft befindlicher Grossabnehmer tarife kritisch
beleuchtet werden. Mit Rucksicht auf die scharfe Konkurrenz der
Dieselanlagen wurden am Schluss der Arbeit noch einige Anregungen
fur eine weitere El'massigung dur Be triebskosten von
Elektrizitats-Werken gegeben. Ich hoffe, auf diese Weise nicht
allein den Elektrizitats-l: nter nehmungen, sondern auch den
Stromabnehmern einen Dienst erwiesen zu haben. Wenn im Laufe der
Darlegungen einiges mit aufgenommen worden ist, was im allgemeinen
als bekannt voraus gesetzt werden darf, wie z. B. die Ermittelung
der Stromerzeugungs kosten, so glaubte ich auf eine kurze
Darstellung desselben der Vollstandigkeit und Wichtigkeit wegen
nicht verzichten zu durfen. Bei dem vertraulichen Charakter der
meinen Untersuchun gen zugrunde liegenden Betriebsergebnisse von
drei speziellen Elektrizitats-Werken musste ich mich ferner auf
eine Bezeichnung der letzteren mit romischen Zahlen, ohne
Namensnennung, beschranken."
Dieser Buchtitel ist Teil des Digitalisierungsprojekts Springer
Book Archives mit Publikationen, die seit den Anfangen des Verlags
von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv
Quellen fur die historische wie auch die disziplingeschichtliche
Forschung zur Verfugung, die jeweils im historischen Kontext
betrachtet werden mussen. Dieser Titel erschien in der Zeit vor
1945 und wird daher in seiner zeittypischen politisch-ideologischen
Ausrichtung vom Verlag nicht beworben.
Dieser Buchtitel ist Teil des Digitalisierungsprojekts Springer
Book Archives mit Publikationen, die seit den Anfangen des Verlags
von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv
Quellen fur die historische wie auch die disziplingeschichtliche
Forschung zur Verfugung, die jeweils im historischen Kontext
betrachtet werden mussen. Dieser Titel erschien in der Zeit vor
1945 und wird daher in seiner zeittypischen politisch-ideologischen
Ausrichtung vom Verlag nicht beworben.
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von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv
Quellen fur die historische wie auch die disziplingeschichtliche
Forschung zur Verfugung, die jeweils im historischen Kontext
betrachtet werden mussen. Dieser Titel erschien in der Zeit vor
1945 und wird daher in seiner zeittypischen politisch-ideologischen
Ausrichtung vom Verlag nicht beworben.
"Popularisierung der elektrischen Kraft" ist ein oft gehortes Wort
unserer Zeit. Durch .nichts ist die Popularisierung leichter zu
erreichen als durch Verbilligung des Strompreises. Eine solche er
wartet man von der staatlichen Ausniitzung der Wasserkrafte,
insbesondere von den Bahnkraftwerken. Die elektrischen Dberland
zentralen, in welchell frachtunwiirdige BrennstofIe wie Kohlengrus,
geringwertige Braunkohle, Lignit u. dgl. verheizt werden, sollen
Gewerbe und Landwirtschaft konkurrenzfiihige Krafttarife bieten.
Die Hochofengase unserer Hiittenwerke werden in der GroBgasmaschine
zur billigen Erzeugung elektrischer Kraft verwertet. So sucht man
auf verschiedene Weise die Popularisierung jener Energieform zu
verwirklichen. Man ist sich dariiber einig, daB der weiteren Ver
brei tung der clektrischen Kraft in allererster Linie nur der hohe
Strompreis von 15-20 Pf. fiir die Kilowattkraftstunde und von 60
Pf. und mehr fUr die Kilowattlichtstunde hinderlich ist. Die
Verbindung der Krafterzeugung mit der Abdampfverwertung zu
Heizzwecken er6fInet uns cine weitere M6glichkeit, Energie mit
geringen Gestehungskosten zu erzeugen. Dieses Verfahren begegnet
fOrdernd den Bestrebungen der modernen Heizungstechnik, welche die
Dampf- und Warmwasserheizung immer mehr zur geeignetsten Art der
Warmeiibermittlung fUr die Bediirfnisse der Wohnungs beheizung wie
fUr gewerbliche Zwecke macht. Nicht bloB vom wirtschaftlichen
Standpunkt aus, sondern auch vom Standpunkt der Hygiene ist dieser
Weg wert, begangen zu werden. Moge vorliegende Stu die dazu
beitragen, dem Gedanken der Z,"ischen- und Abdampfverwcrtung
weitere Kreise zu gewinnen Miinchen 1910. Der Verfasser.
Inhaltsverzeichllis. Seile I. Allgemoines . . . . . . . . . . . . .
. . . . . . . . . ."
Das vorliegende Buch soIl in erster Linie dem Unterricht an haheren
technischen Lehranstalten dienen. Diesem Zwecke ent sprechend sind
die Berechnungen del' Abmessungen von Konden satoren und Pumpen
sowie del' Rohrleitungen nul' in knappen Zugen durchgefiihrt, abel'
den meisten Abschnitten Zahlenbeispiele und Tabellen uber
ausgefiihrte Pump en angefiigt. Aus del' gro en Anzahl von
Pumpenkonstruktionen sind nur die wichtigsten Typen in
Schnittzeichnungen wiedergegeben, die den Studierenden bei den
Konstruktionsubungen als Vorbild dienen kannen. Del' Ma stab del'
Figuren ist so gewahlt, da zwar das Wesentliche del' Konstruktionen
vollstandig zu erkennen ist, da gegen ein gedankenloses A bzeichnen
vermieden wird. Den Abschnitten uber trockene und nasse Luftpumpen
schlie t sich die Besprechung del' wichtigsten Konstruktionen von
Entolern und Ruckkiihlanlagen an, wobei die Monographien von Kuhl
uber Olabscheider (Z. Vel'. deutsch. lng. 1904) und Mueller uber
Ruck kuhlwerke (Z. Ver. deutsch. Ing. 1905) benutzt wurden. Einige
unter "Zentralkondensationen" im Bilde wiedergegebene neuere
Anlagen lassen die Aufstellung und den Antrieb del' ver schiedenen
Pumpen bei Misch- und Oberflachenkondensation sowie die Anordnung
del' Rohrleitungen erkennen. Den Firmen, die mich durch Dberlassung
von zeichnerischem Material unterstutzten, sei auch an diesel'
Stelle verbindlichster Dank ausgesprochen. Hildburghausen, im
September 1910. Der Verfasser. Inhaltsverzeichnis. Seite 1. Zweck
und Systeme del' Kondensation .."
This is an EXACT reproduction of a book published before 1923. This
IS NOT an OCR'd book with strange characters, introduced
typographical errors, and jumbled words. This book may have
occasional imperfections such as missing or blurred pages, poor
pictures, errant marks, etc. that were either part of the original
artifact, or were introduced by the scanning process. We believe
this work is culturally important, and despite the imperfections,
have elected to bring it back into print as part of our continuing
commitment to the preservation of printed works worldwide. We
appreciate your understanding of the imperfections in the
preservation process, and hope you enjoy this valuable book.
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