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Books > Professional & Technical > Mechanical engineering & materials > Mechanical engineering > Engines & power transmission > General
Bei den experimentellen Untersuchungen, die im Rahmen dieser Arbeit
durchgefuhrt wurden, konnte nachgewiesen werden, daB bis auf die
Anfangsphase der VerschleiB linear mit dem Spanweg zunimmt. Die
weiteren Ergebnisse sind: 1) Ein verschleiBgunstiger MeiBel sollte
einen moglichst groBen Freiwinkel haben. Dieser wirkt sich zudem
gUnstig auf den Spankraftbedarf aus. 2) Ein verschleiBgUnstiger
MeiBel sollte einen mog- lichst kleinen Spanwinkel haben. Da diese
Forderung im Gegensatz zu den Erkenntnissen bezuglich des
Spankraftbedarfs steht, muB ein KompromiB ange- strebt werden, so
daB spanwinkel urn 20 Degrees als optimal angesehen werden konnen.
3) Es gibt eine verschleiBgUnstige MeiBelbreite: diese ist fur die
Versuchsbedingungen zu b = 10,5 mm ermittelt worden. 4) Es gibt
eine spanwinkelabhangige, verschleiBgUnstige spantiefe: diese ist
fUr die Versuchsbedingungen zu s = 28,4 mm (fur r = 20 Degrees)
ermittelt worden. 5) Die Schneidkantentemperatur verhalt sich in
Bezug zur MeiBelgeometrie analog den Spankraften, die gemessenen
Temperaturen lagen im Bereich von ca. 200 Degrees C. 6) Unter
ungUnstigen Bedingungen kann es zum Aufgluhen der Schneidkanten
kommen, was sicherlich zur ZUndung eines CH - Gemisches fUhren
wird. 4 -93- 7) Die Schneidkantentemperatur wird von der Span-
geschwindigkeit deutlich beeinflu8t. Es liegt keine lineare
Abhangigkeit yore Es ist vielmehr zu vermuten, da8 der
Temperaturverlauf sich ent- sprechend dem von Hosseini gefundenen
Reibungs- koeffizientenverlauf verhalt. 8) Der aus dem
Auftragschwei8material Abra Tec her- gestellte Mei8el wies ein
erheblich ungUnstigeres Verschlei8verhalten als die
Hartmetallmei8el auf. Entsprechend dem hohen Materialabtrag steigen
auch die Spankr fte an.
In diesem Band werden die Analyse und der Entwurf aktiver
Analognetzwerke, der als Querschnittsaufgabe fur die
Elektrotechnik, die Informationstechnik, fur die Regelungstechnik
und fur die elektronische Mess- technik besondere Bedeutung hat,
aufbauend auf den Ergebnissen der WTB-Bande Grundlagen und Entwurf
passiver Analogzweipole, Netzwerk I II Entwurf passiver
Analogvierpole, Netzwerke besprochen. Inhaltlich wird zunachst auf
RO-aktive Netzwerke als moderne Realisierungsvariante hingewiesen
und danach auf die Anschlussbedingungen zur passiven Tech- nik.
Vergleichsweise breit werden die "aktiven Elemente" und die
Analyseverfahren besprochen. Anhand der dargelegten Gesetze ist es
moeglich, sowohl manuell (bei einfacheren Aufgaben) als auch mit
Hilfe von daraus ableitbaren Rechenprogrammen rationell zu
Resultaten zu gelangen. Aufgenommen sind in diesem Hauptabschnitt
Probleme der Stabilitatsbeurteilung, und es werden schon angemessen
die Begriffe Toleranzempfindlichkeit und Anfachung einbezogen. Die
Wirksamkeit und Nutz- lichkeit dieser Kenngroessen wird anhand
einer Gegen- uberstellung der RO-Resonatoren demonstriert. Im
Hauptabschnitt Netzwerkentwurf werden typische Appro-
ximationsansatze und (katalogisierte) -ergebnisse vor- gestellt,
die eine originelle Erganzung zu herkoemmlichen Moeglichkeiten
sind. Schwerpunkt sind die RO-aktiven Realisierungsmethoden 6
Vorwort Kaskadentechnik und Direkte Technik (basierend auf passiven
Bezugsnetz- werken bzw. ausgefuhrt als mehrfachgekoppelte An-
ordnungen). Infolge ihrer UEbersichtlichkeit und des ausgereiften
Standes bezuglich ihrer Resultate kommt nach wie vor der zuerst
genannten Moeglichkeit dominierende Bedeutung in der Praxis zu.
Trotzdem werden auch die Varianten der direkten Realisierung,
speziell das univer- selle Konverterkonzept und die
Multi-loop-feedback (oder kurz: MLF-)Methoden, bis zu
durchgerechneten Anwendungsbeispielen entwickelt, - da sie
prinzipiell leistungsfahiger sind.
Die 1. Auflage dieses Buches, vor 25 Jahren erschienen, hat eine
weltweite Verbreitung gefunden. Es sind englische, japanische,
portugiesische, spanische und turkische Aus- gaben bekannt
geworden. Damit hat die Zielsetzung, sowohl den Studierenden an
Technischen Universitaten und Fachhochschulen als auch den
Konstrukteuren in der Praxis ein Lehr-und Arbeitsbuch in die Hand
zu geben, eine schoene Bestatigung ge- funden. Diese bewahrte
Konzeption wurde auch fur die Neuauflage beibehalten. Die Neube-
arbeitung konnte also auf die Berucksichtigung des heutigen Standes
von Wissenschaft und Praxis auf dem Fachgebiet der
Maschinenelemente beschrankt werden. Sie umfasst den Fortschritt
der Normung und Vereinheitlichung und die jetzt festgelegten
SI-Ein- heiten (m, kg, N, kW, K). Durch konsequente Verwendung
dieser Einheiten konnte weitestgehend auf Zahlenwertgleichungen
verzichtet werden. Die Festigkeitsberechnung der Achsen und Wellen
- der wohl am haufigsten ge- brauchten Maschinenteile - wurde neu
gestaltet. Die verschiedenartigen Kerbwirkun- gen koennen nunmehr
durch Form- und Kerbwirkungszahlen unter Berucksichtigung der
Werkstoffeinflusse erfasst werden. Im Kapitel Werkstoffe ist ein
ausfuhrlicher Abschnitt uberKunststoffeaufgenommen worden, der
helfen soll, aus der Vielfalt den fur die jeweilige Aufgabe
gunstigsten Werk- stoff zu wahlen. Die Berechnung der
Schraubenverbindungen wie auch der Gleitlager lehnt sich an die
nunmehr vorliegenden VDI-Richtlinien an, um so einer einheitlichen
Berechnung den Vorzug zu geben. Die Ausfuhrungen uber die
Schmierstoffe wurden entsprechend den heutigen Erkenntnissen
erweitert. Neue Technologien und Bauweisen, wie z. B. das
Metallkleben und Leichtmetall- verbindungen, sind behandelt,
zahlreiche neue Maschinenelemente aufgenommen wor- den. Genannt
seien hier nur neuartige Wellen-Naben-Verbindungen, Ausgleichkupp-
lungen, Lagerbauformen, Schrauben, Muttern und Sicherungen.
Enthalt die Zerspanungs-Steuerung bei der Drehbearbeitung eine
Schnittleistungsregelung(Grenzregelung), so liegt eine
Festwertregelung vor mit einer Strecke, deren Verstarkung
unbekannt, stark unterschiedlich und schnell veranderlich sein
kann. Um eine brauchbare Regelung sicherzustellen, wurde - aus
gehend von einem adaptiven Regelsystem mit variabler Strek
kenverstarkung - ein "Regelsystem mit ModellrUckkopplung fur
variable Streckenverstarkung" entwickelt und sein Ver halten
untersucht. Fur kleine Auslenkungen um den Arbeitspunkt ist das
System linearisierbar. Es entspricht dann vollig dem linearen Re
gelsystem mit ModellrUckkopplung und erlaubt, die dafUr be kannten
Methoden und Verfahren anzuwenden. Da das dynamische Eigenverhalten
des Systems von der Strek kenverstarkung unabhangig ist, ist
grundsatzlich ein belie big grofier Verstarkungsfaktor der Strecke
zulassig. Eine Einschrankung in Bezug auf die zulassige
Schnelligkeit der Verstarkungsanderungen ist nicht erforderlich, da
eine Sy stemstruktur fUr multiplikativ wirkende Storungen vorliegt,
die der klassischen linearen Systemstruktur fUr additiv wirkende
St'orungen entspricht. Die Untersuchung des dynamischen Verhaltens
erfolgt in der Zustandsebene, wobei fUr Strecke und Modell je ein
Verzo gerungsglied 1. Ordnung angesetzt wird. Trotz dieser star ken
Vereinfachung sind einige grundsatzliche Erscheinungen
festzustellen, die fUr das Verstandnis des Verhaltens von Systemen
hoherer Ordnung von Nutzen sein konnen."
1m Rahmen eines Forschungsvorhabens (IV A 3-5081) des Land- amtes
fUr Forschung wurden in den Jahren 1971 und 1972 am Werk-
zeugmaschinenlabor der TH Aachen grundlegende Untersuchungen
durchgefUhrt, die zu dem Ergebnis fUhrten, daB Kleinrechner grtind-
satzlich in der Lage sind, die BeViegungsablaufe von numerischen
Werkzeugmaschinen zu steuern, sowie StellgroBen an die I'laschine
auszugeben und auBerdem zeitunkritisch die
Haschinensignalanderungen zu bearbeiten. Als Erganzung zu diesem
Forschungsvorhaben erteilte das Landesamt fUr Forschung fUr die
Jahre 1973 und 1974 dem '({erk- zeugmaschinenlabor einen weiteren
Forschungsauftrag (IV B 1-5431), in dem die IvloGlichkeiten
untersucht werden sollten, das in dem Vor- haben IV A 3-5081
realisierte CNC-System, be tehend aus einer CNC- Steuerung und
einer Revolverdrehmaschine, durch anwenderorientierte und
prozeBbedingte Systemerganzungen zu verfeinern und auBerdem den
Auslastungsgrad dieser Steuereinheiten durch Ubernahme zusatzlicher
Funktionen zu erhohen. Die im folgenden beschriebenen Ergebnisse
der dicsbezUglich durchge- fUhrten Forschuncsarbeiten unteilen sich
in - prozeBbedingte Systemerganzungen, die sich r.: tit Problemen
des Gewindeschneidens auf zylindrischen oder kegeligen Korpern
sowie der digitalen Glattung bei Schnittmotorantrieben be-
schaftigen, - anwenderorientierte Systemerganzungen, unter denen
Erstellungs- und Korrekturmoglichkeiten von NC-Lochstreifen zu
verstehen sind - Systemerweiteru. 'lgen durch die Ubernahme von
logischen steuerungs- funktionen der AnpaBsteuerung numerischer ',
'!erkzeugmaschinen und durch die ealisierung von Hilfsmitteln, mit
denen die ?erti- gungseinrichtung automatisch Uberwacht werden w.
nn. 2 2. Erarbeitung der Struktur und ArbeitsVieise erganzender
Systemteile zu einer Basis-CNC 2. 1 Die digitale Glattung Bei
Verwendung von Schrittmotorantrieben soll dieser Baustein uni-
versell, d. h.
Die am Anfang des 20. Jahrhunderts von Nikola Tesla erfundenen und
gebauten Reibungsturbomaschinen fanden in der damaligen technischen
Welt kaum Beachtung. Erst anfangs der sechziger Jah- re rUck ten
die Reibungsturbomaschinen wieder mehr in den Vorder- grund des
technischen Interesses, insbesondere in den Vereinig- ten Staaten
von Amerika, in der Sowjetunion und in Japan. Sinn und Zweck des am
Institut fUr Dampf- und Gasturbinen der RWTH Aachen durchgefUhrten
Forschungsvorhabens fUr die Untersu- chungen an einer
Reibungsturbine war es, theoretische Uberlegun- gen experimentell
nachzuprUfen und den GUltigkeitsbereich der ana- lytischen
Betrachtungen einzugrenzen. Am Anfang wurde e ne Turbinenanlage fUr
l entworfen. Die Vorver- suche zeigten, daB ein Messen der
Geschwindigkeiten mit einem Hitzdraht in l nicht moglich ist. Da
auBer der Hitzdraht-MeBme- thode jedoch fUr Messungen in engen
Spalten keine andere MeBme- thode zur VerfUgung steht, wurde eine
Versuchsanlage fUr Luft aufgebaut. FUr das Messen kleiner
Massenstrome wurde eine eigene Venturi-DUse entwickelt, fUr das
Eichen des Hitzdrahtes bei sehr kleinen Geschwindigkeiten ein
kleiner Eichkanal gebaut. 1m FaIle einer laminaren inkompressiblen
Stromung konnen die Leistungskennlinien einer Reibungsturbine
berechnet werden, wenn die Wandschubspannungen bekannt sind. Urn
die Wandschubspannun- gen zu bestimmen, sind die
Geschwindigkeitsprofile zwischen den Kreisringscheiben genau
gemessen worden. 1m Gegensatz zu den bisherigen Erkenntnissen aus
der Literatur ist die Form des Ge- schwindigkeitsprofiles zwischen
zwei Kreisringscheiben offenbar allein durch die Art der Stromung
bestimmt (laminar, laminar- instabil, turbulent) und nur von der
viskogeometrischen Zahl a hangig.
Unter den im Maschinenbau ublichen Verfahren zur Verbesserung tech
nologischer Eigenschaften hochbeanspruchter Masohinenelemente wird
das Nitrieren von Eisenwerkstoffen mit wachsenden
Betriebsanforderun gen mehr und mehr angewendet. Gegenuber normaler
Oberflachenhartung durch Martensitbildung weist dieses Verfahren
als thermochemische Oberflachenbehandlung Besonderheiten auf, die
ihm in vielen Fallen selbst gegenuber der Einsatzhartung den
Vorrang geben. Wahrend sich ubereinstimmend mit der Spalthartung
die Oberflachen harte sowie die Biege- und Walzdauerfestigkeit
erhohen, sind im Be sonderen die MaBanderungen so gering, daB eine
Nachbearbeitung ent fallen und die Fertigbearbeitung vor dem
Nitrieren erfolgen kann. Durch die sich ergebenden Aufwands- und
Zeiteinsparungen werden ge genuber der Einsatzhartung
wirtschaftlich gUnstigere Produktionsbe dingungen geschaffen.
Technologische Vorteile sind die hohere VerschleiBfestigkeit,
verbun den mit gUnstigeren Gleit- und Notlaufeigenschaften, ferner
die je 0 nach Werkstofflegierung hohere AnlaBbestandigkeit bis zu
500 C und die verbesserte Korrosionsbestandigkeit normallegierter
Werkstoffe. EinschlieBlich einer im Bereich der Eisenwerkstoffe
weitgehenden Unab hangigkeit, die selbst eine erfolgreiche
Nitrierbehandlung ferriti scher bzw. austenitischer Eisenwerkstoffe
gestattet 1], bieten sich hervorragende Verglitungseigenschaften
an, die z.Z. durch die drei Verfahren Gas-. Bad- und Ionitrieren
erreichbar sind."
Eine Aufgabensammiung mit zahlreichen praxisnahen Aufgaben und
Abbil dungen erganzt dieses Lehrboch. Beide Bucher sind in den
Neuauflagen in Inhalt und Gliederung sorgfaltig aufeinander
abgestimmt, so da sowohl im Unterricht als auch im Selbststudium
vorteilhaft mit diesen nebeneinander gearbeitet werden kann.
Abschlie&nd mochten wir den Firmen danken, die durch
Oberlassung von Zeichnungen und sonstigen Unterlagen unsere Arbeit
wesentlich unterstutzt haben, und ebenso den Benutzern des Buches
fur Anregungen und Hinweise, fur die wir auch weiterhin sehr
dankbar sind. Unser Dank gilt auch dem Verlag fur das
verstandnisvol1e Eingehen auf unsere Anderungswtinsche.
Braunschweig/Nurnberg, im September 1971 Hermann Roloff Wilhelm
Matek Inhaltsverzeichnis 3. Statische Belastung 24 A. Allgemeine
Grundlagen a) Festigkeitsbegriffe 24 1. Grundbegriffe und Arten der
b) Gewaltbruch 26 Maschinenelemente c) Zulassige Spannung bei
statischer Belastung 26 2. Allgemeine Gestaltungs. und
Berechnungsregeln 1 27 4. Dynamische Belastung a) Zeichnung 1 a)
Dauerfestigkeits begriffe 27 b) Gestaltung 3 b)
Dauerfestigkeitsschaubilder c) Berechnung 4 und
Dauerfestigkeitswerte 29 c) Kerbwirkung 31 B. Normzahlen und
Passungen d) Dauerbruch 34 e) Nutzdauerfestigkeit 35 1. Allgemeines
6 f) Zulassige Spannung 36 Normzahlen (Vorzugszahlen) 6 2."
a) Begriffsbestimmung fur Kolbenverdichter Man versteht unter
Kolbenverdichtern Maschinen, die durch Bewegung eines Kolbens Gase
aus Raumen niedrigen Drucks in solche hoeheren Drucks foerdern.
Dabei handelt es sich z. B. um Foerderung von Luft aus der
Atmosphare in eine Druckluftanlage; oft dienen Verdichter aber auch
zur Foerderung von Gasen in der Energieverteilung oder in der
Industrie, wie Leuchtgas, Erdgas, Sauerstoff, Wasserstoff,
Stickstoff, Synthesegas und dergl. oder von den in der Kaltetechnik
verwendeten Gasen wie Kohlensaure, Ammoniak, Frigen u. a. Die
ublichen Benennungen solcher Verdichter richten sich nach den
Druck- bereichen; man spricht von Vakuumpumpen, bei
Kondensationsanlagen auch Luftpumpen genannt, zur: Foerderung von
Gasen oder Dampfen aus Raumen, in denen Unterdruck herrscht; 2
Geblasen bis zu einem Druck von 3 kp/cm fur Hochoefen und
Stahlwerke, als Spul pumpen fur Zweitaktmotoren u. a.; 2
Kompressoren schlechthin fur Drucke ungefahr von 3-12 kp/cm, meist
zur Erzeugung von Druckluft fur Energieubertragung zum Antrieb von
Druckluft- werkzeugen; 2 Hochbuckkompressoren bis ungefahr 500
kp/cm hauptsachlich fur Luft und technische Gase; bis zu den H
oechstdruckkompres8oren der chemischen Industrie mit einem Bereich
von 2 500 bis zu 2500 kp/cm - Alle Kolbenverdichter arbeiten nach
dem Verdrangungsprinzip mit Raum- vergroesserung zum Ansaugen und
mit Raumverkleinerung zum Verdichten im Gegensatz zu den
Stroemungsverdichtern mit stetiger dynamischer Druck- erzeugung.
Die Kolbenverdichter werden eingeteilt in H'ubkolbenverdichter mit
einem in einem Zylinder geradlinig hin- und hergehenden Kolben und
in Drehkolbenver- dichter mit in einem Gehause sich bewegendem
Drehkolben (Roots-Geblase, Schieberverdichter, Schraubenverdichter
und dergl. ).
Die Verarbeitung des zahflussigen heissen Glases, und nur die soll
hier behandelt werden, unterscheidet sich grundlegend von den sonst
in der Technik ublichen Herstellungsverfahren. Die starke
Temperaturab- hangigkeit der Verarbeitungseigenschaften des Glases,
und hier vor allem der Zahigkeit, bringt es mit sich, dass
Formgebungsvorgang und Ab- kuhlung des Glases sehr genau
aufeinander abgestimmt werden mussen. Den Temperaturverhaltnissen
in den Formgebungsorganen der Maschine und dem zeitlichen Ablauf
der Formgebung kommt damit eine domi- nierende Bedeutung zu. Diese
Besonderheit des Glases auf der einen und die vielfaltigen aus Glas
hergestellten Gegenstande mit den damit ver- bundenen sehr
verschiedenen Qualitatsanspruchen auf der anderen Seite haben es
mit sich gebracht, dass das Gebiet der Glasmaschinen im
Maschinenbau eine Sonderstellung einnimmt. Die Literatur auf diesem
Gebiet ist sehr luckenhaft und zudem weit verstreut. Die einzige
zusammenfassende Darstellung auf diesem Gebiet, das Buch
Maschinelle Glasverarbeitung von A. WENDLER, ist seit langem
vergriffen und zudem von der technischen Entwicklung uberholt. Sein
Manuskriptentwurf fur eine zweite Auflage wurde leider nicht mehr
druckreif. Bei der zunehmenden Spezialisierung auf dem Gebiet der
Glasmaschinen fallt es nicht nur dem Anfanger schwer, sich einen
Ein- blick in die verschiedenen Verfahren und Maschinen zu
verschaffen, auch der Glasfachmann hat Muhe, uber sein enges
Spezialgebiet hinweg das Gesamtgebiet der Glasverarbeitung zu
uberblicken. Aus dieser Situation heraus hat sich der Fachausschuss
IV Glasmaschinentechnik der Deutschen Glastechnischen Gesellschaft
entschlossen, die Herausgabe eines Buches Glasmaschinen anzuregen
und zu unterstutzen, mit dem Ziel, den derzeitigen Stand des
Glasmaschinenbaus unter Berucksichti- gung der geschichtlichen
Entwicklung zusammenfassend darzustellen.
UEber die zweckmassige Art und gunstige raumliche Anordnung von
Bedienteilen - wie Handrader, Kurbeln und Hebel-gibt es eine
umfangreiche Literatur. Sie ist jedoch fast ausnahmslos beschrankt
auf folgende Anwendungsfalle : 1. a) Einstellen eines mit dem
Bedienteil gekoppelten Zeigers auf eine gewunschte Lage. b)
Nachfahren einer sich bewegenden Marke mit einem Zeiger, der mit
dem Bedienteil gekoppelt ist. c) Falle a) und b) jeweils bei einer
Teil- oder vollen Umdrehung oder bei meh reren Umdrehungen des
Bedienteils ; bei unterschiedlichen Drehwider standen. 2. a)
Einleitung eines moeglichst grossen Energiebetrages in das
Bedienteil bei einer Umdrehung oder mehreren aufeinanderfolgenden
Umdrehungen des Bedienteiles. b) Einleiten eines moeglichst grossen
statischen Drehmomentes oder einer moeg lichst grossen Kraft in das
ganz oder nahezu feststehende Bedienteil. Anscheinend fehlen aber
noch Untersuchungen uber die zweckmassige Art und Lage von
Bedienteilen, an denen vom Menschen Arbeit geleistet werden soll,
in 0 dem er sie um weniger als 360 wiederholt gegen einen
Arbeitswiderstand hin bewegt und unbelastet zuruckbewegt. Da solche
Arbeitsbedingungen in der Praxis haufig vorkommen - wie u. a. in
diesem Bericht nachgewiesen wird -, ist eine Untersuchung hieruber
angebracht. Um Klarheit fur den folgenden Bericht zu schaffen,
mussen zunachst einige De finitionen gegeben werden: "Handpresse"
ist eine Presse, deren fur den Arbeitsvorgang notwendige Energie
vom Menschen uber seine Hand in sie eingeleitet wird. Die
Energiezufuhr durch den Menschen erfolgt uber das "Bedienteil" :
"Bedienteil" ist das Bauteil, uber das ein Mensch auf eine
Vorrichtung die fur die Arbeitsaufgabe noetige Energie ubertragt.
Wo durch Reibung Verschleiss verursacht wird, versucht man, ihn mit
Hilfe von Zwischenschichten zwischen den aneinander reibenden
Korpern zu ver ringern. Eine solche Aufgabe liegt auch bei
Schmiedegesenken vor, die durch die Gleitreibung des heissen
Schmiedegutes unter hohem Druck rasch verschlei ssen. Das ist beim
Schmieden von Stahl, dem allein diese Arbeit gewidmet ist, umso
wichtiger, als hier der Gesenkwerkstoff auch aus Stahl be steht und
daher seine Widerstandsfahigkeit gewisse Grenzen findet, die die
Wirtschaftlichkeit erheblich beeintrachtigen. Hier setzt die
Bedeutung rasch einzubringender Zwischenschichten ein, die wir kurz
Schmiermittel nennen, obwohl sie (wie z.B. Sagemehl oder
Losungsmittel) sonst nicht dazu gezahlt werden. Wenn in der Praxis
auch manchmal beim Schmieden von Stahl uberhaupt nicht geschmiert
wird, so neigen doch die meisten Auffassungen dazu, mit Sagemehl
oder Altol zu arbeiten. In auslandischen Veroffentlichungen wird
von der Anwendung verschiedener Hilfsmittel, wie Graphit,
Molybdan-Disulfid und Glas be richtet. Die Zusammenhange zwischen
Reibung, Verschleiss und Schmierung sind in 0 vielen Arbeiten bis
zu Temperaturen von 300 C erforscht worden. Die Schmierprobleme bei
der Warmlimformung und insbesondere beim Gesenkschmie den wurden
jedoch bisher nur vereinzelt untersucht. Die Schmierung beim
Gesenkschmieden ist ein recht verwickelter Vorgang. Neben dem
Schmiermittel beeinflussen Gesenk- und Schmiedestuckwerkstoff,
Oberflachenbeschaffenheit von Werkzeug und Werkstuck, Gesenk- und
Schmiedetemperatur, Ausbildung von Vor- und Fertigform sowie
Maschine und Verfahren die Lebensdauer der Schmiedegesenke, so dass
es schwierig ist, die Wirkung eines Schmiermittels gesondert zu
erkennen."
Aus der Zusammenarbeit des Instituts mit der kettenherstellenden
Indu- strie ergab sich eine weitgehende Unklarheit in der Frage,
welche Ge- sichtspunkte bei der Auslegung einer Kettenradverzahnung
zu beachten sind. Vor Verabschiedung der Normblatter DIN 8186 bis
8188 wurden daher von der Kettenindustrie Untersuchungen angeregt
mit dem Ziel 1. wesentliche Einflussgroessen zu bestimmen, die die
Auslegung einer Ket- tenradverzahnung betreffen. 2. Richtlinien zu
erarbeiten, die die Festlegung einer Kettenradver- zahnung fur
Sonderfalle ermoeglichen. 3. Eine Beurteilung der jetzt als
Normblatter DIN 8186 bis 8188 festge- legten Normverzahnung
abzugeben. Die folgenden Untersuchungen beziehen sich im
wesentlichen auf eine zweckmassige Gestaltung der Zahnform. Es wird
angegeben, in welchem Zu- sammenhang die Zahnform zu den
massgebenden Daten des jeweiligen Triebes stehen und es wird
versucht, nach dem jetzigen Stand der Untersuchungen eine gunstige
Zahnform zu bestimmen. 2. Die fur die Geometrie der
Kettenrad-Verzahnung wesentlichen Merkmale Die fur die Geometrie
der Kettenrad-Verzahnung wesentlichen Merkmale sind: Der
Flankenwinkel, das Zahnluckenspiel und die Ausrundungsradien. Bei
Radern mit geraden Zahnflanken lassen sich alle denkbaren
Zahnformen durch Variation des Flankenwinkels und des
Zahnluckenspieles erreichen, wie die folgende Abbildung 1 zeigt.
Die Herstellung von Radern mit geraden Zahnflanken ist durch
Walzfraser nur moeglich, wenn fur jedes Rad ein besonderer Fraser
zur Verfugung steht. Deshalb sind schon aus wirtschaftlichen
Erwagungen Rader mit ge- krummten Zahnflanken ublich.
Hochdruckmotoren schon Brennstoffselbstentzundung in der heien Luft
erfolgen kann, so da zwischen ihnen und den kompressorlosen
Dieselmaschinen kaum noch ein Unterschied in der Arbeitsweise
besteht. Auch bei den Gluhkopfmotoren hat man kurzzeitige
Verbrennung der gesamten Brennstoffmenge mit kraftiger
Drucksteigerung (vgl. Abb. 254). Der Gluhkopfmotor wird fast nur
als Zweitaktmotor gema Abb. 254 mit Schlitzausla und Schlitzspulung
ausgefuhrt. Die Spul-und Ladeluft erzeugt der Motor selbst, indem
der Kurbel- kasten luftdicht abgeschlossen und mit Saugventilen
versehen ist, so da der hochgehende Kolben Luft ansaugt, die er
beim Niedergange auf etwa 0,3 atu verdichtet. Die Spulluft tritt
durch die Spulschlitze e in den Zylinder, nachdem die
Verbrennungsgase durch die Auspuffschlitze verpufft sind. Die
Wirkungsweise wird durch die in der Abb. 254 enthaltenen Diagramme
des Motors und seines Geblaseteils veranschaulicht. Wegen des
konstruktiven Zusammenhanges ist die vom Kolben augesaugte Spul-und
Ladeluftmenge zu klein, so da das Gemisch bald zur Halfte aus
Abgasen besteht, weswegen nur maige Treibdrucke erzielbar sind und
hoherer Brennstoffbedarf die Folge ist. Die bis zu Leistungen von
75 PS gebauten Gluhkopfmotoren sind sehr verbreitet und uberall
dort am Platze, wo auf Einfachheit im Aufbau und in der Be- dienung
und auf geringe Anschaffungskosten Wert gelegt wird. 134. Vergleich
zwischen Ottomotoren und Diesebnotoren. Der Ottomotor kann infolge
der geringeren Triebwerkdrucke leichter gebaut werden. Seine
Mindestleistung ist nicht be- grenzt, wogegen fur Dieselmotoren die
untere Leistungsgrenze bei 2 bis 3 PS liegt. Im allge- meinen
uberwiegen jedoch die Vorteile des Dieselmotors.
Seit dem Erscheinen des grundlegenden und klassischen
WITTENBAUERschen Werkes Graphische Dynamik sind 36 Jahre vergangen.
Die Grunde, die FERDINAND WITTENBAUER veranlassten, fur den
Maschinenbauingenieur ein so umfassendes Lehrgebaude der
graphischen Getriebedynamik zu errichten, gelten heute noch viel
mehr, da das Streben nach Leistungssteigerung auf allen Ge- bieten
des Maschinenbaus das Laufen der Kraft-und insbesondere der
Arbeits- maschinen desgl. solcher der automatischen Mengenfertigung
mit immer hoeheren Drehzahlen erforderte. Die Berucksichtigung der
n'ALEMBERTschen Tragheits- krafte beim konstruktiven Entwurf wird
so zu einer dringenden Notwendig- keit. Die neuzeitliche
Getriebesynthese ist leider noch nicht so weit fort- geschritten,
dass der Konstrukteur - abgesehen von einfachsten Getriebe-
aufgaben-gleich von Anfang an die Kraft-und insbesondere
Massenwirkungen sofort vollwertig in seinen Entwurf einbeziehen
kann. Ihm ist dann die Aufgabe gestellt, seinen
getriebesynthetischen Entwurf nachtraglich auch in getriebe-
dynamischer Hinsicht zu uberprufen. Im Schwermaschinenbau kann dies
wegen der Groesse der bewegten Massen auch bereits bei kleineren
Drehzahlen notwendig werden. Selbst wenn von der Berucksichtigung
der Wirkung der n' ALEMBERTschen Tragheitskrafte abgesehen werden
kann, braucht der Konstrukteur immer noch geeignete zeichnerische
oder rechnerische V erfahren, um die Groesse der rein statisch
auftretenden Krafte, wie Stabkrafte, Gelenkkrafte, Reibkrafte usw.,
feststellen zu koennen. Gewiss liefert das beachtenswerte
Lehrgebaude der theoretischen analytischen Mechanik wertvolle
Grundlagen; sie gestattet viel- fach auch das Aufstellen der
Differentialgleichungen. Sie lasst aber den Ingenieur oft in dem
Augenblick im Stich, in dem rechnerische Auswertung solcher
Gleichungen beginnen soll.
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