![]() |
Welcome to Loot.co.za!
Sign in / Register |Wishlists & Gift Vouchers |Help | Advanced search
|
Your cart is empty |
||
|
Books > Medicine > Clinical & internal medicine > Haematology
Besonderes Gewicht wird auf die praxisnahe Darstellung von erworbenen und angeborenen Blutgerinnungsst|rungen der Infektabwehr mit Plasma und Plasmaderivaten gelegt. Das Buch wendet sich nicht an Spezialisten auf dem Gebiet der H{mostaseologie oder Immunologie, sondern an praktisch t{tigeAn{sthesiologen und Intensivmediziner. Da Verbesserungen der Plasmafraktionierung und Herstellung von speziellen aus Plasma hergestelltenKonzentraten insbesondere im Hinblick auf Reinheit und Virussicherheit eine rasche Entwicklung nehmen, ist es notwendig, da~ die Kliniker, die die Pr{parate einsetzen, }ber den aktuellen Kenntnisstand informiert sind, um eine rationelle Behandlung mit diesen Pr{paraten durchf}hren zu k|nnen. Der besondere Nutzen f}r den Leser liegt in der praxisorientierten Darstellung der komplexen Problematik.
Das Buch Hamodilution stellt die konservative Therapie bei Durchblutungsstorungen und den Volumenersatz mit Hydroxyathylstarke vor. Die Informationen basieren auf langjahrigen klinischen Erfahrungen. Insbesondere die Themen Kontraindikationen, mogliche Nebenwirkungen und Vorsichtsmassnahmen werden behandelt und diskutiert. Desweiteren werden die Pharmakokinetik und die biologischen Wirkungen vorgestellt. Die eingesetzten Messmethoden sowie Schwankungsbreite und Referenzbereiche der einzelnen Messmethoden sind im Anhang genannt. Das Ziel ist, dem Kliniker und Praktiker bei der Anwendung der Hamodilution, unter besonderer Berucksichtigung der Therapiesicherheit, kompakte Information bereitzustellen, die in kurzester Zeit nachgeschlagen werden kann.
Das Multiorganversagen stellt eine der grAAten Herausforderungen in der Intensivmedizin dar. Aufgrund ausgedehnter ForschungstAtigkeit konnten in den letzten Jahren neue Erkenntnisse in der Entstehung dieses bedrohlichen Krankheitsbildes und in dessen Beherrschung gewonnen werden. Hauptthema der 10. Wiener Intensivmedizinischen Tage war daher das Multiorganversagen, dessen wichtigste Referate im vorliegenden vierten Band des "Intensivmedizinischen Seminars" prAsentiert werden. Im ersten Teil wird auf mAgliche Ursachen wie Sepsis und Polytrauma eingegangen, wobei in einem eigenen Kapitel das Versagen der Zelle im Rahmen dieses Krankheitsbildes dargestellt wird. Der zweite Teil behandelt das Versagen der einzelnen Organe im Rahmen des Multiorganversagens. Im dritten Teil werden die AoeberwachungsmAglichkeiten von Organfunktionen und deren klinische Relevanz diskutiert, und schlieAlich wird im letzten Teil des Buches auf die Therapie des Patienten im Multiorganversagen eingegangen.
Das Verst{ndnis um den Pathomechanismus des spontanen Blutungsstillstandes bei stumpfen Arterienverletzungen tr{gt dazu bei, einen traumatischen Arterienverschlu~ rechtzeitig zu erkennen und folgenschwere Komplikationen zu vermeiden. Klinische Beobachtungen und experimentelle Ergebnisse lassen die g}ltige Lehrmeinung zum spontanen Blutungsstillstand nicht plausibel erscheinen. Wissenschaftliche Erkenntnise aus verschiedenen Fachbereichen unterst}tzen die experimentellen Ergebnisse, so da~ eine neue Erkl{rung f}r dieses Ph{nomen herausgearbeitet werden konnte. Dabei lassen sich zahlreiche Gesetzm{~igkeiten erkennen und begr}nden. Au~erdem lassen sich daraus wertvolle Hinweise f}r die klinische Praxis ableiten.
G. LAND BECK (Hamburg) Meine sehr verehrten Damen, meine Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, ich heiBe Sie herzlich willkommen zum 20. Hamophilie-Symposion in Hamburg und freue mich, auch in diesem Jahr wieder viele Teilnehmer aus unseren Nachbarlandern begruBen zu konnen. Ganz besonders hervorheben aber mochte ich, daB es in diesem Jahr Kolleginnen und Kollegen aus Dresden, Magdeburg und Rostock erstmals gelungen ist, zu unserer Tagung zu kommen. Wir nehmen das als hoffnungsvolles Zeichen und begriiBen Sie hocherfreut und herzlich in unserem Kreise. Ais betriiblich muB ich Ihnen hingegen mitteilen, daB sich unser altvertrauter und engagierter Mitveranstalter, Herr Professor Rudolf Marx, die Teilnahme in letzter Minute aus gesundheitlichen Grunden und gebotener Vorsicht zu seinem groBten Bedauern versagen muBte. So bleibt uns, ihm, dem die inhalt liche Gestaltung dieses 20. Symposions ein be sonde res Anliegen war, rasche Erholung zu wunschen. 20 Symposien geben AniaB zu vielen Gedanken. Sie sind vor all em aber 20 Jahre Hamophilie-Geschichte, die mit EinfUhrung der Hochkonzentratthera pie und hochgesteckten Zielen der arztlichen Versorgung einen hoffnungsrei chen, bewegenden Anfang nahm. Hervorragende Fortschritte in der Verhii tung bedrohlicher Blutungsfolgen, ein erster Durchbruch zu langer Lebens zeiterwartung und zur vollen sozialen Eingliederung waren die Meilensteine auf der ersten Halfte dieses Weges. Die Kraft dieses uberzeugenden Erfolges war so groB, daB selbst erste ernsthafte Hinweise auf eine womoglich hohe Rate chronisch verlaufender Transfusionshepatitiden gegen Ende der 70er Jahre den Nutzen der Therapie nicht in Frage stellen konnten."
Dieses Buch stellt das erste deutschsprachige Werk dar, in dem die neuen, grundlegenden Entwicklungen auf dem Gebiet der Molekularbiologie und Molekulargenetik vor dem Hintergrund ihrer Bedeutung fur die klinische und wissenschaftliche Humanmedizin beschrieben und diskutiert werden. Die Darstellungsweise setzt dabei keine spezifischen Vorkenntnisse voraus, so dass der Text sowohl fur Arzte in der klinischen Patientenbetreuung als auch fur Studenten der Medizin und der Biologie verstandlich ist. So werden zunachst die theoretischen und methodologischen Grundlagen der Medizinischen Molekularbiologie ausfuhrlich und durch viele Schemata unterstutzt beschrieben; darauf aufbauend wird exemplarisch dargestellt, inwieweit die Medizinische Molekularbiologie bereits Eingang in die klinische Praxis gefunden hat. Schliesslich werden in einem Ausblick zukunftige Zielsetzungen und mogliche Entwicklungen diskutiert. Ein ausfuhrliches Glossar molekularmedizinischer Termini unterstutzt den weitgehend allgemeinverstandlichen Charakter dieser Einfuhrung. Ziel dieses Werkes ist es, eine knappe, eingangliche Einfuhrung in eine neue klinische und wissenschaftliche Arbeitsrichtung zu geben.
Intention der neuen Reihe Innovative Aspekte der klinischen Medizin ist die - Diskussion innovativer Entwicklungen in der klinischen Medizin - ganzheitliche Betrachtung von Wissenschaftsthemen - von Diagnostik bis Therapie, von Pravention bis Patientenfuhrung, von Verlaufskontrolle bis Nachsorge - Zusammenfuhrung von Wissenschaftstheorie und Praxiserfahrungen. Die Reihe stellt ein Forum fur aktuellste Forschungsergebnisse aus der klinischen Forschung dar. Als erster Band erscheint: Das Buch inauguriert fur den Indikationsbereich Nephrologie/Hamatologie innovative Therapieprinzipien, die insbesondere fur den Dialysepatienten grosse therapeutische Fortschritte darstellen. Die Besonderheit ist die Breite des abgehandelten Themenspektrums. Konservative Therapiemethoden der Ernahrung werden ebenso gewurdigt wie das durch modernste gentechnologische Methoden hergestellte rekombinante humane Erythropoietin (rhEPO). rhEPO ist in diesem Buch auch die herausragende Innovation der klinischen Medizin, die in der Behandlung der renalen Anamie eine therapeutische Revolution bedeutet. Neben der medikamentosen Therapie ist ebenso die innovative Geratemedizin vertreten: mit einem neuartigen Prinzip der LDL-Apherese - der extrakorporalen, selektiven LDL-Apherese. Ziel des Buches ist die Kommunikation differentieller Grundlagenforschung zu derartigen Innovationen, kompetent von Fachleuten aus Klinik und Praxis, d.h. aus "Forscherhand" prasentiert. Der Nutzen fur den Leser liegt in der integrativen Darstellung der Themen - Diagnostik, Ernahrung, Dialyse, medikamentose Therapie - sowie im hohen Aktualitatsgrad der Themeninhalte, der Information direkt aus der klinischen Forschungspraxis.
"Angewandte Onkologie" will als Fachbuchreihe eine Einfuhrung in aktuelle therapeutische Konzepte geben. Ihre Intention ist die Information von nieder- gelassenen AErzten, Spitalsarzten und Facharzten, insbesondere aber von Kolle- ginnen und Kollegen, die auf dem Gebiet der Onkologie nicht spezialisiert sind. Wahrend es eine Fulle von einschlagigen Werken auf dem einem ausserst raschen Wandel unterworfenen Gebiet der jungen Disziplin Onkologie gibt, wird die aktualisierte praktische Information haufig vernachlassigt. Ziel der neuen Buchreihe, deren erster Band hiermit vorliegt, soll es nun sein, diesem standigen Wandel des aktuellen theoretischen Wissens und des davon abgelei- teten praktischen klinischen Handeins zu entsprechen und in zyklischer Ab- folge bestimmte onkologische Themel') zu behandeln. Die fur die einzelnen Bande gewahlten Beitrage setzen sich primar aus den anlasslich der jahrlichen Fortbildungsseminare fur Klinische Onkologie vorgestellten Themen zusam- men. Einzelne Tumorentitaten werden in diesem Rahmen uberblicksartig be- handelt, wobei der Bogen von der Epidemiologie und Pathologie uber Diagno- stik und Therapie bis zur Verlaufsuntersuchung und Prognoseerstellung reichen soll. Daruber hinaus sollen jedoch auch interdisziplinare onkologische Themen aufgegriffen sowie Neuerungen mit unmittelbarem Einfluss auf das praktisch kli- nische Handeln prasentiert werden. Den Autoren der einzelnen Beitrage des ersten Bandes moechte ich an die- ser Stelle fur ihre Muhe und fur die fruchtbare Zusammenarbeit sehr danken. Mein Dank richtet sich auch an meinen Freund Dipl. -Ing. G. Welley, der sich mit der Kreation des Logo dieser Buchreihe sehr verdient gemacht hat. Beson- deren Dank moechte ich dem Springer-Verlag, insbesondere Herrn Dir. R.
Die Szintigraphie mit 111-Indium markierten Thrombozyten ist eine funktionelle Methode, die die Thrombogenitat von Gefasswandveranderungen misst und somit eine Aussage uber das Embolierisiko erlaubt. In diesem Buch werden die Technik und die Indikationen dieser neuen Methode in der Angiologie, Kardiologie, Pharmakolgie und in der Neurologie geschildert. Die Ergebnisse der Karotis-Szintigraphie bei 179 Schlaganfallpatienten werden vorgestellt und mit den herkommlichen Untersuchungsverfahren verglichen, wobei deutlich wird, dass die Plattchenszintigraphie in der Lage ist, Gefassstrukturen mit einem hohem Embolierisiko nachzuweisen."
Das Buch behandelt die Auswirkungen von bAsartigen Tumoren (solide Tumore und hAmatologische Systemerkrankungen) auf das periphere Nervensystem. Die Gliederung umfaAt die einzelnen Abschnitte des PNS (Hirnnerven, Spinalwurzel, Plexus, Rumpfnerven, periphere Nerven), den neuromuskulAren Aoebergang und die Muskulatur. In jedem Kapitel werden verschiedene Ursachen von LAsionsmAglichkeiten erArtert und mit eigenen Erfahrungen, die an etwa 1000 neuroonkologischen Patienten gewonnen wurden, verglichen. Darstellung und Gliederung sind fA1/4r das periphere Nervensystem neu. Besondere Aufmerksamkeit wird der Ursache, Klinik und klinischen Bedeutung von "paraneoplastischen" Syndromen gewidmet. Der Aufbau und die Gliederung des Buches sollen der praktischen und klinischen Anwendung dienen. Ziel ist es, dem Leser die verschiedenen MAglichkeiten und die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von PNS-LAsionen bei bAsartigen Tumoren zu vermitteln.
Perioperative Gerinnungsstorungen stellen den Kliniker oft vor unlosbare Probleme. Vom Anasthesisten und Intensivmediziner wird aufgrund der Dringlichkeit eine schnelle therapeutische Entscheidung verlangt. In diesem Buch werden die hamostaseologischen Storungen in der operativen Medizin und Intensivtherapie in ubersichtlicher und praxisorientierter Form fur den klinisch tatigen Anasthesisten und Intensivmediziner dargelegt. Besonderes Gewicht wird auf eine praxisnahe Darstellung von Gerinnungsstorungen in bestimmten klinischen Situationen und bei bestimmten Patientengruppen gelegt. Eine neue Methode der intraoperativen Uberwachung der Gerinnung wird vorgestellt. Spezielle Probleme in der Geburtshilfe und in der Transplantationschirurgie sowie das Problem der autologen Bluttransfusion und der Sicherheit bei der Transfusion von Blut und Blutbestandteilen werden in eigenen Kapiteln behandelt. Schliesslich werden die alternativen Wege in der Transfusionsmedizin in einer Ubersicht dargestellt. Die medikolegalen Aspekte der Transfusion werden gesondert berucksichtigt.
In diesem Buch werden die Veranderungen der Blutgerinnung und Fibrinolyse bei Patienten mit akutem Nierenversagen, mit chronisch-terminaler Niereninsuffizienz unter verschiedenen Dialyseverfahren und nach Nierentransplantation dargestellt. Ausserdem wird der Einfluss einer Therapie in bezug auf die Nierenfunktion und auf die Blutgerinnung bei experimentellem akutem Nierenversagen und bei Patienten nach Nierentransplantationen untersucht. Die akuten und chronischen Auswirkungen dieser Gerinnungsveranderungen werden ausfuhrlich diskutiert und mogliche Konsequenzen fur die Therapie in der Klinik dargestellt. Die Beteiligung der Blutgerinnung an der Entstehung von Nierenfunktionseinschrankungen bei akutem Nierenversagen und nach Nierentransplantation wird belegt. Zusatzlich wird die Beteiligung der Niere an der Regulation der Fibrinolyse aufgezeigt.
In diesem Buch wird erstmals eine einfache und praxisgerechte Methode zur Thrombozytenfunktionsmessung und deren Vergleich zu bisherigen Verfahren beschrieben. Am Beispiel eines umfassenden neurologischen Patientengutes wird die Einsetzbarkeit der Methodik dargestellt. Diese praxisreife Methode ist in der Diagnostik und insbesondere in der TherapieA1/4berwachung beim Einsatz von "Aggregationshemmern" geeignet. So kann erstmals die Thrombozytenfunktionsmessung auch auAerhalb von Speziallaboratorien preiswert, reproduzierbar und schnell durchgefA1/4hrt werden.
Das Buch enthalt die ersten Ergebnisse einer kontrollierten klinischen Anwendung eines neuen intravenos applizierbaren IgM-angereicherten Immunglobulinpraparates bei gram-negativer Sepsis und septischen Schock. Die fast 100 Jahre alte erfolgreiche Therapie mit Antitoxinen erhalt hier in Gestalt einer passiven Therapie mit Antikorpern gegen bakterielles Endotoxin aktuelle Bedeutung. Weitere Beitrage befassen sich mit aktuellen Aspekten der Bedeutung zellularer Immunreaktionen fur die klinische Diagnostik, mit ersten Ergebnissen aus der Erprobung von nIL-2 sowie mit Zukunftsaspekten der klinischen Immunologie. Hervorragende Fachwissenschaftler werten in ihren Beitragen den Stand der Forschung auf diesem aktuellen Gebiet.
Die Pathogenese der Arteriosklerose ist immer noch weitgehend ungeklart. In jungster Zeit zeichnet sich jedoch ein wesentlicher Fortschritt im Verstandnis der zugrundeliegenden kausalen Ereignisse ab. Das Entstehen arteriosklerotischer Lasionen beruht mit hoher Wahrscheinlichkeit auf einer Fehlsteuerung der interzellularen Kommunikation, die zum Verlust der Gefasswandhomoeostase fuhrt. In einem komplexen Wechselspiel sind hieran hauptsachlich Wachstums- und Differenzierungsfaktoren beteiligt, deren biologische Funktion derzeit intensiv erforscht wird. Dieses Buch enthalt eine Bestandsaufnahme uber die zentrale Rolle dieser Wachstums- und Differenzierungsfaktoren beim Entstehen der Arteriosklerose. Es vermittelt Anstoesse fur grundlegende Forschungen auf diesem Gebiet, um zu neuen Therapiekonzepten im Kampf gegen die Arteriosklerose zu gelangen.
In diesem Buch werden die verschiedenen Viren (Hepatitis-B-Virus, Hepatitis-Non-A-Non-B-Viren, Cytomegalievirus, Epstein-Barr-Virus, Papovaviren, HIV), die Blut, Plasma und PlasmaprAparate kontaminieren kAnnen, besprochen. Es werden die Nachweisverfahren dieser verschiedenen Viren und Methoden zu ihrer Beseitigung in den angegebenen PrAparaten dargestellt. AuAerdem werden die Anforderungen diskutiert, die das Arzneimittelgesetz an den Hersteller und an den Anwender dieser Produkte hinsichtlich der Wirksamkeit und UnschAdlichkeit stellt. Das Thema hat durch die Aoebertragung von HIV durch Blut oder Blutprodukte in den vergangenen Jahren enorm an Bedeutung gewonnen.
"Der Tatsache, d jede Transfusion fremden Blutes naturgemaE eine, Fehltransfusion' sein muE, wird im allgemeinen zu wenig Bedeutung beigemessen". Dieser Satz eines namhaften deutschen Trasfusionsme- diziners verlangt es, von uns ernst genommen zu werden, denn in der Tat kann trotz Beachtung der ABO-Blutgruppen, der Rhesusgruppen und eventueller Untergruppen das Blut eines Spenders mit dem des Empfangers nahezu nie absolut identisch sein. Dies ist einer der Beweg- grtinde, die in der jilngeren Vergangenheit zu einer gewissen Renaissance der intraoperativen Autotransfusion gefiihrt haben. Dariiber hinaus gilt als sicher, d durch Blutgaben tibertragbare Infektionskrankheiten wie Transfussionshepatitis, Zytomegalie- und Epstein-Barr-Virus-Erkran- kungen sowie die derzeit viel diskutierte Erkrankung AIDS durch Auf- arbeitung und Retransfusion des korpereigenen Blutes wenn nicht ganzlich verrnieden, so doch zumindest vermindert werden konnen. Die praoperative Blutentnahme, evtl. in Verbindung mit Tiefkiihl- konservierung von Frischplasma und/oder Erythrozyten, die isovolii- mische Hamodilution, aber auch erganzende Verfahren, wie z. B. kilnst- liche Hypotension sind geeignet, den intraoperativen Fremdblutbedarf zu reduzieren. Solange der Einsatz kilnstlicher sauerstofftransportieren- der Losungen noch den Forschern und nicht den Klinikern vorbehal- ten bleibt, kann die intraoperative Autotran fusion als ein sinnvolles alternatives oder erganzendes Verfahren der Fremdbluteinsparung an- gesehen werden.
Die bei Bluttransfusionen mitiibertragenen Leukozyten stell en in den meisten Fallen einen unniitzen Ballast dar, der iiberdies fUr den Patienten noch unangenehme Folgeerscheinungen und Neben- wirkungen verursachen kann. Das Auftreten febriler, nicht hamoly- tischer Transfusionsreaktionen auf wiederholte Bluttransfusionen und die enge Assoziation dieser Transfusionsreaktionen mit Leuko- zytenantikerpern haben dazu gefUhrt, daB der Leukozytendeple- tion von Erythrozytenkonzentraten in der modernen Transfusions- medizin eine zunehmende Bedeutung beigemessen wird. Einen weiteren Markstein in der Wertung der Rolle der Leukozyten bei Bluttransfusionen stellen auch die Befunde bei Nierentransplantationen dar, die bessere Ergebnisse zeigten, wenn vor der Transplantation leukozytenhaltige Konserven zumindest in geringen Mengen transfundiert wurden. Eine nicht unerhebliche Rolle, vor allem bei immunsupprimierten Patienten, ist sicherlich den Leukozyten auch als Gastzellen von Viren beizumessen, die mit der Transfusion von Leukozyten iibertragen werden kennen, wie z. B. das Cytomegalievirus oder das HTLV-III-Virus. Da sowohl aus Theorie und Praxis eine Fiille von Daten und Beobachtungen vorliegen und auch eine Reihe von Methoden bereits eingesetzt werden, urn Erythrozyten meglichst leukozyten- arm oder sogar leukozytenfrei zu praparieren, schien es angezeigt, eine gewisse Standpunktbestimmung vorzunehmen und den Wert der leukozytendepletierten Erythrozytentransfusion - vor allem im Bereich der Transplantationsmedizin und Transfusionsmedizin- kritisch zu sichten. Dankenswerterweise wurde hierzu von Bender und Organon Teknika ein Symposion in Wien organisiert, auf dem namhafte Fachleute aus Deutschland, den Niederlanden und Osterreich VI Vorwort uber dieses Thema referierten.
Serumferritin wurde 1978 als neuer Parameter zur Evaluierung des Fiillungszustandes der Eisenspeieher in die klinisehe Praxis einge- fiihrt. Seither hat sieh dieses Serumprotein eine nieht mehr wegzu- denkende Stellung in der klinisehen Routinediagnostik erworben. Die hohe Aussagekraft emiedrigter Serumferritinwerte wird in der Beurteilung des Eisenstatus von Sehwangeren und Kindem, von Dialysepatienten und von Patienten mit ehroniseher Polyarthritis geniitzt, sowie in der Uberwaehung der Therapie des Eisenmangels oder der Eiseniiberladung kliniseh sinnvoll eingesetzt. Sehr hohe Serumferritinspiegel, die in keinerlei Zusammenhang mit dem Gewebeeisen stehen, werden aber bei versehiedensten malignen Neoplasien gefunden. Diese Hyperferritinamie konnte teilweise eine Vermehrung des Speiehereisens dureh die bloekierte Erythropoese reflektieren oder aus entziindlieh oder nekrotiseh veranderten Geweben stammen, der GroBteil dieses Ferritins diirfte aber vom Tumor selbst, moglieherweise dureh aktive Sekretion, produziert werden. Mensehliehe, in Gewebekulturen gewaehsene Tumorzellen sezemieren Ferritin. 1m Serum naekter Mause, auf die Tumore transplantiert wurden, zirkuliert humanes Ferritin. Ebenfalls im Jahre 1978 begannen wir an der II. Medizinisehen Universitatsklinik Wien die klinisehe Wertigkeit von Serumferritin als drittem Tumormarker bei Hodentumoren erstmals darzustellen. In Zusammenarbeit mit der II. Universitats-Hautklinik Wien folgten Erstbesehreibungen betreffend die Aussagekraft von Se- rumferritin bei Patienten mit malignem Melanom. VI Vorwort In der vorliegenden kurzen Monographie wurde versucht, unter Einbeziehung der Daten von iiber 700 von uns untersuchten und betreuten Patienten mit verschiedensten malignen Erkrankungen, den klinischen Stellenwert der Bestimmung von Serumferritin in der Erfassung und Verlaufskontrolle von Tumorerkrankungen genau zu evaluieren. |
You may like...
Dance Of The Dung Beetles - Their Role…
Marcus Byrne, Helen Lunn
Paperback
Portraits of Great American Scientists
Leon M. Lederman, Judith Scheppler
Hardcover
Disciplinary Literacy Connections to…
Leslie Haas, Jill Tussey
Hardcover
R5,459
Discovery Miles 54 590
|